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Hannah

Profi

Beiträge: 1 068

Wohnort: Österreich

Beruf: Pensionistin

61

03.03.2009, 20:18

Als die Jünger sahen, dass die Kinder bei Jesus waren, wollten sie die Kinder von jesus entfernen

Doch Jesus wehrte es Ihnen und sagte :Lasst die Kleinen zu mir kommen.
Wie man sieht, hatten die Jünger damals schon Probleme mit Kindern, weil sie stören könnten.
Eigentlich schlimm, dass Kinder störend auf so manche Andächtige wirken.
Manche sehen vor lauter Andacht ,Jesus in den Kleinsten nicht mehr.
Bin immer sehr betroffen, wenn Mütter oder Väter mit den Kleinen immer die Kirche verlassen müssen um nicht zu stören.
Sehnsucht ist der Wille zum Ziel
Liebe aber, ist Entscheidung.
: http://lorehanna.kostenloses-forum.com/
Chat: http://lichtumdieecke.mainchat.de/index.php

Pippi Langstrumpf

Fortgeschrittener

Beiträge: 449

Wohnort: Wien

Beruf: Mathematikerin

62

23.03.2009, 12:23

Gottesdienstbesuch mit Babys und Kleinkindern

Weil das Thema schon in diesem Thread diskutiert worden ist, poste ich meinen Beitrag hier.

In den ersten Lebenswochen meines Söhnchens stellte sich das Problem nicht, weil ich den "Oma-Dienst" hatte. Mit einem ca. 4 Wochen alten Baby im Kinderwagen besuchte ich dann das erste Mal mit Zittern und Zagen die Sonntagsmesse. Es ist dann aber lange Zeit sehr gut gegangen, nur hin und wieder gab es ein kurzes Geschrei, wenn er z.B. durch die Orgel aufgeweckt wurde. Ich habe nur zu einer früheren Messe gewechselt, weil sie besser kompatibel mit den üblichen Essenszeiten war. Auch als er älter wurde, hielt er noch 1-2 Schläfchen am Tag, und mit Hilfe von Schnuller und Schmusetieren legte ich dieses am Sonntag auf eine frühere Zeit, eben die Zeit der Messe. Im ersten Lebensjahr war es auch kein Problem, ihn zu "kirchlichen" Vorträgen mitzunehmen. Die Sonntagmesse ging noch länger - meistens war er spätestens bei der Predigt "weg" und schlief dann bis zum Schluss der Messe, oder er war auch hin und wieder damit zufrieden, vom Kinderwagen aus das Geschehen zu beobachten, und Bilderbücher hatte ich auch mit.

Die Probleme fingen erst an, als sich der zweite Geburtstag näherte und der Tagesablauf fixer mit nur einem Schläfchen nach dem Mittagessen wurde. Mit Sitzenbleiben im Kinderwagen war nichts mehr. Es gibt in der Kirche auch eine Kapelle mit Fenster in die Kirche und Lautsprecherübertragung, wo man mit unruhigen Kindern hingehen kann/soll (Es gibt aber auch Gelegenheiten, z.B. die ganzen Sommerferien, wo nicht die Bilderbuchkiste und der Teppich für die Kinder hergerichtet sind, sondern nur die Kniebänke und Sessel drin sind). Andere Kinder bleiben ja dort brav drin, aber meiner nicht, denn um Türen aufzumachen, ist er schon lange groß genug! Natürlich habe ich drauf geachtet, dass er nicht hörbar und sichtbar stört, aber in 3-4 Malen haben wir doch "jeden Winkel" "kennengelernt", vom Vorraum der Kirche bis zu den Vorräumen der Sakristei, die Leiter des Messners und dann sogar die Seitenemporen.

Und dazu muss ich sagen, dass ich weder von einem Priester noch von Pfarrmitgliedern jemals eine Rüge bekommen habe (im Gegenteil, als er noch schlief, sagten die älteren Damen, wie brav er doch sei), aber das Problem waren die Messner! Seit September besucht er, damals gerade zweijährig, den Pfarrkindergarten einer Nachbarpfarre. Mitte Oktober pilgerten wir dann zur Kindergartenmesse hin, die nicht sehr erfreulich war - zu viele Türen (auch unversperrte, an denen "Kein Ausgang" steht), nur auf einer Seite eine kleine Bilderbuchkiste, und die ältere Messnerin vor der Sakristei wachend und keifend "Da darf er nicht rein!" Ich wäre ja weggegangen, aber gerade in die Nähe des Kinderwagens wollte Sohnemann nicht gehen, da hätte es Geschrei gegeben, das man sich erst nach Ende der Messe "leisten" kann.

Ich habe dann ja selbst gesehen, dass es nicht so gut mit Kind in der Messe geht, weil ich ja selbst dann auch nichts von der Messe habe. Mein Mann ist evangelisch und besucht jeden Sonntag um 10 Uhr einen Gottesdienst. D.h. zur Vorabendmesse und Abendmesse und an Feiertagen ist er zu Hause und kann er "Baby sitten", oder wenn meine Mutter in Wien ist oder wir meine Eltern in Graz besuchen (z.B. zu Weihnachten und zu Ostern), kann ich auch ohne Kind in die Kirche gehen. Ich habe dann seit dem Advent angefangen, meistens auf die Vorabendmesse (gelegentlich bei "Radfahrwetter" auch in der Nachbarpfarre, weil sie eine halbe Stunde früher ist, damit das Söhnchen nicht zu spät ins Bett kommt) auszuweichen. Einmal war ich im Dezember noch mit Kind in der Kirche, dann erst gestern wieder, und ich hatte mir auch etwas Neues ausgedacht, nämlich nicht nur 2 Bilderbücher mit, sondern auch Papier und Wachskreiden zur Verwendung in der "Kinderkapelle". Ich fand eigentlich, dass es gar nicht so schlecht ging, wir waren längere Zeit in der Kapelle, und am Anfang bis zur ersten Lesung sind wir auf einer "Kinderbank" in der Kirche gesessen. D.h. wir waren gar nicht so viel unterwegs, aber ab dem Ende der Kommunion wieder. Wir "landeten" wieder auf einer Seitenempore, und als das Söhnchen dort eh schon gegen Ende der Messe die Tür zur Empore drei- oder viermal auf und zu machte, kam der Messner und fragte, warum wir nicht in der Kapelle sitzen würden, und dass wir "jeden Sonntag" und "die ganze Zeit" die Tür auf- und zumachen würden und er doch alles höre - wo ich schon seit 3 Monaten nicht mehr mit Kind in der Messe war! Außerdem wollte ich nicht nur "probieren, ob es mit dem Messbesuch mit Kind nun besser geht" ("besser gehen" könnte es aber nur bei "regelmäßiger Übung", nicht, wenn man bei jeder Gelegenheit die Mitnahme des Kindes vermeidet), sondern ich musste nach der Messe in der Sakristei einen Schlüssel für einen "Helferdienst" abholen, d.h. ich hätte sowieso mit dem Kind zur Kirche gehen müssen (oder mich vorher verabreden, um den Schlüssel zu einer anderen Zeit zu bekommen), und da dachte ich mir, wenn ich sowieso zum Schlüssel-Abholen weg muss, kann ich auch gleich die Messe besuchen! Das habe ich dann auch dem Messner gesagt, wie ich den Schlüssel abgeholt habe, aber er wollte es nicht gelten lassen (er hat 3 brave Kinder, wie er meinte). Natürlich will ich nicht stören, aber wenn ich schon einen "Zusperrdienst" übernehme, ist es doch nicht zu viel verlangt, dass ich einmal im Vierteljahr ein nicht immer ganz ruhiges Kind in die Messe mitnehme? (Das Zurückbringen des Schlüssels am nächsten Sonntag ist kein Problem, denn die Sakristei ist ab der ersten Messe offen, wenn mein Mann noch da ist, aber beim Abholen ist der Schlüssel erst nach der zweiten Messe ziemlich sicher da.)

Es hat sich damit der Verdacht bestätigt, den ich schon hatte, als ich vor vielen Jahren einmal etwas von einer "Kleinkinderkapelle mit Videoübertragung" (d.h. ganz versteckt irgendwo) las: Diese Kapellen sind nicht als "Angebot" gedacht, wenn man z.B. stillen oder füttern will, sondern man hat sich mit kleinen Kindern nur dort aufzuhalten, ansonsten sind sie unerwünscht! Wie ihr merkt, bin ich noch immer ziemlich sauer. Wenigstens ist der Palmsonntag "gerettet" (den letzten haben wir trotz der großen Länge gut über die Runden gebracht - bei der Prozession von der Palmsegnung zur Kirche ist Söhnchen eingeschlafen), weil es in der evangelischen Gemeinde am ersten Sonntag im Monat von Oktober bis Mai als Alternative einen Abendgottesdienst gibt, den mein Mann dann meistens besucht.

Noch eine Bemerkung zum Thema "Die Leute sind ja heutzutage so mobil, dass es reichen würde, wenn alle 20 km eine Kirche ist": Mit kleinen Kindern ist es wichtig, wenn man jederzeit schnell heimgehen könnte. Dass ich zu meiner Kirche 5 min zu Fuß habe und sein Mann zu seiner evangelischen Kirche (er besucht nicht die nächst gelegene) eine halbe Stunde mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährt, ist auch ein Grund, weshalb das Söhnchen eher mit mir mitgeht (erst einmal war er mit meinem Mann bei einem Abendgottesdienst). (Seit Söhnchen mobil ist, ist das Problem eher, vor dem Heimgehen wieder an den Kinderwagen zu kommen! Gestern waren wir eh ohne, aber brauchten eben den Schlüssel!) Wir haben kein Auto, und auch für ältere Kinder wäre für Fahrgemeinschaften ein Kinder-Autositz obligatorisch, den man meistens ohne Auto nicht hat. In der Stadt hat man dieses Problem aber vorerst sowieso nicht, weil es mehrere Kirchen in Gehnähe gibt.

Beiträge: 1 751

Wohnort: Deutschland

63

28.03.2009, 11:41

Hallo, Pippi Langstrumpf, für mich ist dies irgendwie ein recht trauriger Bericht und ich finde es gut, daß Du Dir dies von der Seele geschrieben hast. Traurig ist und bleibt ganz einfach, daß es einfach viel zu viele Gemeinden/Pfarreien gibt, die das Wort unseres Herrn immer noch nicht zu beherzigen verstehen:

"Lasst die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran! Denn Menschen wie ihnen gehört das Reich Gottes." (Mk 10,14)

Die Kinder sind das Herz im Herzen des Vaters, "... ihre Engel im Himmel sehen stets das Angesicht meines Vaters, der im Himmel ist ..." (Mt 18,10)



In Christus und Maria
Christa

64

28.05.2010, 21:49

Vaterunser für Kinder

Wer das Vaterunser mit Jesus und seinen Kindern betet, nimmt sie schon ganz früh hinein in die Gotteskindschaft.

Mithrandir

Anfänger

Beiträge: 28

Wohnort: Westdeutschland

Beruf: Student

65

26.08.2010, 18:38

Als ich noch sehr klein war, hat mein Vater immer mit mir ein Vaterunser und ein Ave Maria gebetet. Wenn die Kinder älter werden, ist der "Turborosenkranz" sicher eine gute Alternative ;)

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