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mysterium fidei

Administrator

Beiträge: 4 413

Wohnort: Wo die Sonne häufig scheint

Beruf: Dipl.-Theol.

61

31.08.2011, 10:34

Ich bin jedenfalls von Herzen froh, dass die Frage, welche Bücher in die Bibel gehören und welche nicht, nicht Kernfragen des Glaubens betrifft. Auch da, wo Christen unterschiedlicher Konfessionen sich nicht über die Zahl der biblischen Schriften einigen können, ist problemlos ökumenische Begegnung und auch theologischer Austausch möglich.

Übrigens haben die jungen Christen damals ja einfach die Bibel der Juden übernommen, und diese enthielt damals eben auch die nichthebräischen Schriften, du, lieber Christoph, weißt dies ja.

Dass dann die Juden nach der Zerstörung Jerusalems sich neu besonnen haben, sei ihnen meinetwegen herzlich gegönnt, aber warum sollen wir nicht ALLE jene Schriften in die Hand nehmen, die auch Jesus in die Hand genommen hatte? Wobei ich jetzt davon ausgehe, dass du und ich uns da nicht einigen können werden - und auch damit hab ich kein Problem, solange ich hier die katholische Variante vertreten darf :)

Das hätte natürlich ganz anders ausgesehen, wenn Luther damals nicht nur die zu seiner Zeit gültige jüdische Bibel übernommen hätte, sondern wenn er auch noch die in seinen Augen "stroherne Epistel", den Jakobusbrief, aus dem Kanon genommen hätte. Hat er aber nicht. Anscheinend hatte er doch in diesem Punkt hohe Achtung vor der christlichen Tradition und so haben wir dankenswerterweise das NT völlig gemeinsam!
Ubi petrus ibi ecclesia
Wo Petrus ist, da ist die Kirche

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