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Anfänger

unregistriert

161

09.09.2007, 08:42

In meinem Bibelkalender (Schmid-Fehr-Verlag, Goldach, CH) steht ein Kommentar von Pfarrer Simon Niederer, Zuzwil, den ich hier hineinstellen möchte. Er deckt sich mit meinem Eindruck.

«Entschuldigung, ich habe dir nie einen Rosengarten versprochen», heisst es in einem bekannten englisch gesungenen Schlager. Jesus schreckt hier seine potenziellen Nachfolger geradezu mehr ab als dass er für seine Sache Werbung macht. Die grosse innere Schönheit der Jesus-Nachfolge und die immense Anziehungskraft Christi bergen die Gefahr in sich, dass sich allfällige Interessenten zu wenig vorbereitet mitreissen lassen. Es ist deshalb nur fair, wenn die andere Seite der Medaille nicht verschwiegen wird. Die Nähe zu Christus bedeutet eben immer auch Anteil an seinem Kreuz und Leiden. Wer ernsthaft eine Christusnachfolge erwägt, muss deshalb auch genau über das klein Gedruckte im Vertrag Bescheid wissen.

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corinquietum

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162

15.09.2007, 16:17

„Er gibt sich mit Sündern ab und isst sogar mit ihnen!“ Lk. 15, 2b)

Unsere Sprache und unser Vorverständnis – unser Vorurteil – hindern des Öfteren, dass wir das Evangelium verstehen.

Ein zweiter Satz gibt uns zu denken: „Gott hat seine Liebe zu uns darin erwiesen, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.“(Röm 5,8)
Das meint, als Böse, Lieblose, Faule liebt er uns. Dazu sollte man einmal das Böse in sich selbst aufspüren. Meistens aber bringen wir diese Ehrlichkeit nicht auf. Wahrhaftigkeit ist eine wichtige Tugend, aber Ehrlichkeit ist noch wichtiger. Wahrhaftigkeit besagt, dem anderen die Wahrheit zu sagen, Ehrlichkeit heißt, sich selbst einmal so zu sehen, wie man ist und sich so selbst zu ertragen. Weil wir das aber4 in der Regel nicht schaffen, deshalb bringen wir diese Ehrlichkeit nicht zuwege, wir fürchten, bloß gestellt zu sein vor uns selbst, wir fürchten das Gericht Gottes nicht im Grunde am Letzten Tag, sondern an jedem Tag – weil wir nämlich das Evangelium nicht begreifen oder akzeptieren, dass Gott Böse liebt, auch uns, jeden einzelnen, mich, auch dort noch, wo ich böse bin – nicht aber meine Bosheit!
Und fehlt diese Haltung, denn das wäre ja das, was sich dann im christlichen Verhalten herausbilden müsste, unsere Bereitschaft nach dem Bilde Jesu, Gemeinschaft mit dem Bösen zu machen, mit dem, den ich verabscheue und hasse, zusammen zu gehen, mich zu ihm zu setzen. Das schaffen wir nicht ganz oder aber wir verwechseln es.
Man kann es mit zwei Fehlhaltungen verwechseln, die in unserer Gesellschaft häufig anzutreffen sind. Die erste wäre, die Bosheit wegzureden, weg zu lügen. Alles ist im Grunde erlaubt, man muss Verständnis aufbringen, es sind immer Gründe vorhanden, warum der Mensch so ist, vor allen Dingen natürlich, warum ich so bin. Also ist das gar nicht mehr böse. Es ist zwar noch etwas unangenehm, aber wir sind ja schließlich tolerant. Und unser Verständnis von Tolerant besagt, das muss man zulassen, alles ist im Grunde irgendwie erlaubt. Diese Haltung ist nicht die von Jesus. Er greift vielmehr Lieblosigkeit massiv und fast rabiat an: Heuchelei, andere zu verurteilen und Sünder zu verachten, eben das attackiert er. Er teilt also nicht die weit verbreitete Haltung, die anscheinend mit Bösen gemeinsame Sache macht, aber gar nicht mehr Böses kennt, sondern das erst einmal wegredet und dann, weil ohnehin alles einerlei ist, kann man sich ja zu Bösen setzen. Jesus hingegen nennt böse, was böse ist, aber er verurteilt die Menschen nicht, die böse sind, sondern ihre Einstellungen. Also ist nicht eine schäbige Toleranz, die gar keinen Standpunkt mehr kennt, christlich zu fordern und auch nicht – und das wäre die zweite Fehlhaltung – ein widerstandsloser Pazifismus, nämlich zu sagen, wenn wir ja schon mit allen Bösen Gemeinschaft haben wollen, dann lasst sie gewähren. Auch da lauert im Hintergrund wieder die Meinung, die sind gar nicht so böse, sondern nur der Widerstand, die Gewalt, die man ihnen entgegensetzt, die macht sie erst böse. Lasst alles weg, alle Waffen, alle Angriffe, dann ist die ganze Welt heil. Das ist ein verlogenes Ammenmärchen, die Menschen seien von Grund auf gut. Sie sind von Grund auf intelligente, etwas höher entwickelte Wesen, denen es immer um ihren eigenen Vorteil geht, das ist unsere Natur. Ich boxe den anderen an die Seite, wenn er mir im Wege steht, wo es um meine, oder heute noch häufiger, um die Interessen meiner Gruppe geht, meiner Familie, meiner Nation, meines Stammes, meiner Kinder – da bin ich bereit, über Leichen zu gehen. Das ist der Mensch, und es ist nicht so, dass dann, wenn man nicht gegen Böses aufsteht, alles schon gut wird.
Im Grunde wäre es ja auch nicht einmal die wahre Liebe dem Bösen gegenüber, ihn einfach gewähren zu lassen. Eltern, die ihrem Kind alles durchgehen lassen,, lieben es nicht. Denn ebenso tut einer, dem an diesem Menschen nichts liegt – der lässt alles durchgehen. Wen ich liebe, den möchte ich doch manchmal an den Schultern packen und schütteln und sagen: Das darfst du nicht! Weil mir an ihm liegt. Und so muss mir auch daran liegen, die Bosheit zu bekämpfen. Und dennoch müsste ich versuchen, den Bösen in den Arm zu nehmen. Warum? Es müsste uns einmal aufgehen dass es Übel und Beschädigungen der Menschen gibt. Jeder von uns hat Nachteile, körperliche Gebrechen, Mängel, Beeinträchtigungen des Erfolgs, etliches geht uns schief, aber es gibt einen Nachteil, der schlimmer ist, wo ich kränker bin, verkrüppelter als das, was wir sonst bedauern, und das ist die Bosheit. Und dann sagen wir bisweilen noch – und meinen, damit wären wir entlastet helfen zu müssen – die sind ja selbst daran schuld. Eben das macht die Tiefe der Verletzung aus, dass sie noch selbst verschuldet ist, Es gibt auf der Welt nichts Ärmeres und Erbärmlicheres und Bemitleidenswerteres als den Sünder, den Bösen, also uns!
Das begreift Jesus, das treibt seine Liebe um, dass er da helfen möchte – nicht verurteilen – retten. Und solange das nicht in uns einsickert, diese neue Art, die Welt einzuschätzen, die Bösen weder zu hassen – die Bosheit schon -, noch gar zu beneiden, sondern zu bemitleiden, zu bedauern, die Regung in uns wachsen zu lassen, ihnen doch helfen zu müssen – solange das nicht Platz greift, dürfen wir uns nicht einreden, Christen zu sein. Der Kern des Evangeliums heißt: Gott ist gekommen in Jesus Christus um die Sünder in Liebe zu heilen, und – wie Paulus sagt, uns was wir übernehmen könnten – und ich bin der erste davon.
Wo immer Beifall für menschliches Machen in der Liturgie aufbricht, ist dies ein sicheres Zeichen, dass man das Wesen der Liturgie gänzlich verloren und sie durch eine Art religiös gemeinter Unterhaltung ersetzt hat." Card. J. Ratzinger

Gandalf

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163

23.09.2007, 07:46

Zitat

Das Evangelium nach Lukas, Kapitel 16
Das Gleichnis vom klugen Verwalter

1 Jesus sagte zu den Jüngern: Ein reicher Mann hatte einen Verwalter. Diesen beschuldigte man bei ihm, er verschleudere sein Vermögen.
2 Darauf ließ er ihn rufen und sagte zu ihm: Was höre ich über dich? Leg Rechenschaft ab über deine Verwaltung! Du kannst nicht länger mein Verwalter sein.
3 Da überlegte der Verwalter: Mein Herr entzieht mir die Verwaltung. Was soll ich jetzt tun? Zu schwerer Arbeit tauge ich nicht, und zu betteln schäme ich mich.
4 Doch - ich weiß, was ich tun muss, damit mich die Leute in ihre Häuser aufnehmen, wenn ich als Verwalter abgesetzt bin.
5 Und er ließ die Schuldner seines Herrn, einen nach dem andern, zu sich kommen und fragte den ersten: Wie viel bist du meinem Herrn schuldig?
6 Er antwortete: Hundert Fass Öl. Da sagte er zu ihm: Nimm deinen Schuldschein, setz dich gleich hin und schreib «fünfzig».
7 Dann fragte er einen andern: Wie viel bist du schuldig? Der antwortete: Hundert Sack Weizen. Da sagte er zu ihm: Nimm deinen Schuldschein und schreib «achtzig».
8 Und der Herr lobte die Klugheit des unehrlichen Verwalters und sagte: Die Kinder dieser Welt sind im Umgang mit ihresgleichen klüger als die Kinder des Lichtes.

Vom rechten Gebrauch des Reichtums

9 Ich sage euch: Macht euch Freunde mit Hilfe des ungerechten Mammons, damit ihr in die ewigen Wohnungen aufgenommen werdet, wenn es (mit euch) zu Ende geht.
10 Wer in den kleinsten Dingen zuverlässig ist, der ist es auch in den großen, und wer bei den kleinsten Dingen Unrecht tut, der tut es auch bei den großen.
11 Wenn ihr im Umgang mit dem ungerechten Reichtum nicht zuverlässig gewesen seid, wer wird euch dann das wahre Gut anvertrauen?
12 Und wenn ihr im Umgang mit dem fremden Gut nicht zuverlässig gewesen seid, wer wird euch dann euer (wahres) Eigentum geben?
13 Kein Sklave kann zwei Herren dienen; er wird entweder den einen hassen und den andern lieben, oder er wird zu dem einen halten und den andern verachten. Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon.


Das sind schon erstaunliche Aussagen im heutigen Evangelium.

P. Raniero Cantalamessa schreibt das hier:
http://www.kath.net/detail.php?id=17806

Wie schätzt ihr die Verse 8 und 9 ein? Wie würdet ihr das interpretieren?

G.
MARY'S MEALS - 10 EURO für ein Kind - Rettet Kinder vor dem Hungertod!
Mit Kath.Net nach IRLAND: Juni 2012 - Papstbesuch - Eucharist. Weltkongress

Padre Pio: "Überlege gut, was du schreibst, denn der Herr wird dich darüber zur Rechenschaft ziehen."

Anfänger

unregistriert

164

23.09.2007, 08:51

Zitat

10 Wer in den kleinsten Dingen zuverlässig ist, der ist es auch in den großen, und wer bei den kleinsten Dingen Unrecht tut, der tut es auch bei den großen.
11 Wenn ihr im Umgang mit dem ungerechten Reichtum nicht zuverlässig gewesen seid, wer wird euch dann das wahre Gut anvertrauen?
12 Und wenn ihr im Umgang mit dem fremden Gut nicht zuverlässig gewesen seid, wer wird euch dann euer (wahres) Eigentum geben?


Mir sind heute besonders diese Verse aufgefallen. Selbstverständlich zuerst im Zusammenhang mit all den Eigenmächtigkeiten in unserer Kirche und unserer Liturgie.

Doch das Evangelium ist nicht dazu da, andere zu kritisieren, sondern "zu unserer Belehrung geschrieben". Die Frage ist also, wie zuverlässig bin ich in den kleinsten Dingen des Alltags, insbesondere in den kleinsten Dingen meines Glaubens, (Gebet, Umgang mit dem Nächten, Einhaltung der Gebote, Kirchengebote inkl.)

Und dann auch, wie zuverlässig bin ich in der Weitergabe des Glaubens? Entspricht das, was ich in Wort und Tat verkünde, dem Glauben der Kirche, dem ganzen und unverfälschten Glauben? Oder erliege auch ich immer wieder der Versuchung, meine Sicht der Dinge als die ganze Wahrheit darzustellen?

Herr, hilf mir, ein immer treuerer Verwalter zu werden.

Ultramont

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165

23.09.2007, 17:35

23. September, 25. Sonntag im Jahreskreis

1

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166

09.12.2007, 20:16

Bei uns wurde das Fest der Immaculata heute gefeiert. Das Evangelium regte mich zu einem kurzen Text an, den ich in meinen Blog gestellt habe. Für Interessierte:


Man fragt nicht warum!?

herzrosenduft

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02.08.2012, 09:49

Evangelium von Sonntag 5.August 2012

Evangelium nach Johannes 6,24-35.

Als die Leute sahen, daß weder Jesus noch seine Jünger dort waren, stiegen sie in die Boote, fuhren nach Kafarnaum und suchten Jesus. Als sie ihn am anderen Ufer des Sees fanden, fragten sie ihn: Rabbi, wann bist du hierher gekommen? Jesus antwortete ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Ihr sucht mich nicht, weil ihr Zeichen gesehen habt, sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und satt geworden seid.
Müht euch nicht ab für die Speise, die verdirbt, sondern für die Speise, die für das ewige Leben bleibt und die der Menschensohn euch geben wird. Denn ihn hat Gott, der Vater, mit seinem Siegel beglaubigt.

Da fragten sie ihn: Was müssen wir tun, um die Werke Gottes zu vollbringen?
Jesus antwortete ihnen: Das ist das Werk Gottes, daß ihr an den glaubt, den er gesandt hat.

Sie entgegneten ihm: Welches Zeichen tust du, damit wir es sehen und dir glauben? Was tust du? Unsere Väter haben das Manna in der Wüste gegessen, wie es in der Schrift heißt: Brot vom Himmel gab er ihnen zu essen.
Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot vom Himmel. Denn das Brot, das Gott gibt, kommt vom Himmel herab und gibt der Welt das Leben.
Da baten sie ihn: Herr, gib uns immer dieses Brot!
Jesus antwortete ihnen: Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben.
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Der Papst betont die Wichtigkeit eines „christlichen Stils“ der Präsenz auch in der digitalen Welt:

„Dieser verwirklicht sich in einer Form
aufrichtiger und offener, verantwortungsvoller und dem anderen gegenüber
respektvoller Kommunikation“.

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30.08.2012, 08:41

Mir ist durch einen User hier im Forum, den ich sehr schätze, aufgefallen, dass man sich den Glauben nicht nehmen kann und dass man diesen Glauben auch niemandem geben kann. Der Glaube ist eine Gabe Gottes an uns...

Glaube ist nicht Wissen. Der Glaube durchdringt den Menschen von Kopf bis Fuß und geht durch Leib, Geist und Seele. Der ganze Mensch ist davon erfüllt. Nun verstehe ich auch, was Paulus gemeint hat, als er sagte: Wir sind eine Neuschöpfung!

Das Alte Testament ist nur im Bezug auf das Neue Testament zu verstehen. Denn es ist ganz auf den kommenden Messias ausgerichtet, und nur von Jesus Christus her läßt sich das AT verstehen und erfassen.
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169

02.09.2012, 20:08

Unser Papst hat seine Gedanken zum heutigen Sonntagsevangelium formuliert ...http://kath.net/detail.php?id=37947

Und hier nochmal die Lesungen und das Evangelium von diesem Sonntag zitiert aus www.evangeliumtagfuertag.org

22. Sonntag im Jahreskreis
Deuteronomium 4,1-2.6-8.
Und nun, Israel, höre die Gesetze und Rechtsvorschriften, die ich euch zu halten lehre. Hört, und ihr werdet leben, ihr werdet in das Land, das der Herr, der Gott eurer Väter, euch gibt, hineinziehen und es in Besitz nehmen. Ihr sollt dem Wortlaut dessen, worauf ich euch verpflichte, nichts hinzufügen und nichts davon wegnehmen; ihr sollt auf die Gebote des Herrn, eures Gottes, achten, auf die ich euch verpflichte. Ihr sollt auf sie achten und sollt sie halten. Denn darin besteht eure Weisheit und eure Bildung in den Augen der Völker. Wenn sie dieses Gesetzeswerk kennenlernen, müssen sie sagen: In der Tat, diese große Nation ist ein weises und gebildetes Volk. Denn welche große Nation hätte Götter, die ihr so nah sind, wie Jahwe, unser Gott, uns nah ist, wo immer wir ihn anrufen? Oder welche große Nation besäße Gesetze und Rechtsvorschriften, die so gerecht sind wie alles in dieser Weisung, die ich euch heute vorlege?

Psalm 15(14),2-3a.3cd-4ab.4-5.
Der makellos lebt und das Rechte tut; der von Herzen die Wahrheit sagt und mit seiner Zunge nicht verleumdet; der seinem Freund nichts Böses antut und seinen Nächsten nicht schmäht; der den Verworfenen verachtet, doch alle, die den Herrn fürchten, in Ehren hält; der sein Versprechen nicht ändert, das er seinem Nächsten geschworen hat; der den Verworfenen verachtet, doch alle, die den Herrn fürchten, in Ehren hält; der sein Versprechen nicht ändert, das er seinem Nächsten geschworen hat; der sein Geld nicht auf Wucher ausleiht und nicht zum Nachteil des Schuldlosen Bestechung annimmt. Wer sich danach richtet, der wird niemals wanken.

Brief des Jakobus 1,17-18.21b-22.27.
Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben, vom Vater der Gestirne, bei dem es keine Veränderung und keine Verfinsterung gibt. Aus freiem Willen hat er uns durch das Wort der Wahrheit geboren, damit wir gleichsam die Erstlingsfrucht seiner Schöpfung seien. Darum legt alles Schmutzige und Böse ab, seid sanftmütig und nehmt euch das Wort zu Herzen, das in euch eingepflanzt worden ist und das die Macht hat, euch zu retten. Hört das Wort nicht nur an, sondern handelt danach; sonst betrügt ihr euch selbst. Ein reiner und makelloser Dienst vor Gott, dem Vater, besteht darin: für Waisen und Witwen zu sorgen, wenn sie in Not sind, und sich vor jeder Befleckung durch die Welt zu bewahren.

Evangelium nach Markus 7,1-8.14-15.21-23.
Die Pharisäer und einige Schriftgelehrte, die aus Jerusalem gekommen waren, hielten sich bei Jesus auf. Sie sahen, daß einige seiner Jünger ihr Brot mit unreinen, das heißt mit ungewaschenen Händen aßen. Die Pharisäer essen nämlich wie alle Juden nur, wenn sie vorher mit einer Handvoll Wasser die Hände gewaschen haben, wie es die Überlieferung der Alten vorschreibt. Auch wenn sie vom Markt kommen, essen sie nicht, ohne sich vorher zu waschen. Noch viele andere überlieferte Vorschriften halten sie ein, wie das Abspülen von Bechern, Krügen und Kesseln. Die Pharisäer und die Schriftgelehrten fragten ihn also: Warum halten sich deine Jünger nicht an die Überlieferung der Alten, sondern essen ihr Brot mit unreinen Händen? Er antwortete ihnen: Der Prophet Jesaja hatte recht mit dem, was er über euch Heuchler sagte: Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, sein Herz aber ist weit weg von mir. Es ist sinnlos, wie sie mich verehren; was sie lehren, sind Satzungen von Menschen. Ihr gebt Gottes Gebot preis und haltet euch an die Überlieferung der Menschen. Dann rief er die Leute wieder zu sich und sagte: Hört mir alle zu und begreift, was ich sage: Nichts, was von außen in den Menschen hineinkommt, kann ihn unrein machen, sondern was aus dem Menschen herauskommt, das macht ihn unrein. Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen die bösen Gedanken, Unzucht, Diebstahl, Mord, Ehebruch, Habgier, Bosheit, Hinterlist, Ausschweifung, Neid, Verleumdung, Hochmut und Unvernunft. All dieses Böse kommt von innen und macht den Menschen unrein.
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herzrosenduft

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170

16.09.2012, 12:23

"Er rief die Volksmenge und seine Jünger zu sich und sagte: Wer mein
Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich
und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren;
wer aber sein Leben um meinetwillen und um des Evangeliums willen
verliert, wird es retten."

Was heißt das konkret "sein Leben retten wollen" usw.?
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171

05.11.2012, 06:45

Evangelium nach Markus 12,28b-34.

Ein Schriftgelehrter hatte ihrem Streit zugehört; und da er bemerkt hatte,
wie treffend Jesus ihnen antwortete, ging er zu ihm hin und fragte ihn:
Welches Gebot ist das erste von allen? Jesus antwortete: Das erste ist:
Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr. Darum sollst
du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele,
mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft. Als zweites kommt hinzu:
Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist
größer als diese beiden.


Da sagte der Schriftgelehrte zu ihm: Sehr gut, Meister! Ganz richtig
hast du gesagt: Er allein ist der Herr, und es gibt keinen anderen außer
ihm, und ihn mit ganzem Herzen, ganzem Verstand und ganzer Kraft zu
lieben und den Nächsten zu lieben wie sich selbst, ist weit mehr als
alle Brandopfer und anderen Opfer.

Jesus sah, daß er mit Verständnis geantwortet hatte, und sagte zu ihm:
Du bist nicht fern vom Reich Gottes. Und keiner wagte mehr, Jesus eine
Frage zu stellen.

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-Gott kann man nur wirklich lieben, wenn man auch die Menschen liebt, die ja alle von Gott geliebt werden...

-Im Jahr des Glaubens geht es auch um die Neuevangelisierung.
Unser Beitrag ist die wahrhaftige Nächstenliebe.
Sie wird von den Menschen wahrgenommen werden und zum Lob Gottes führen.
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172

06.11.2012, 20:17

Evangelium nach Lukas 14,15-24.



Als
einer der Gäste das hörte, sagte er zu Jesus: Selig, wer im Reich
Gottes am Mahl teilnehmen darf. Jesus sagte zu ihm: Ein Mann
veranstaltete ein großes Festmahl und lud viele dazu ein. Als das Fest
beginnen sollte, schickte er seinen Diener und ließ den Gästen, die er
eingeladen hatte, sagen: Kommt, es steht alles bereit! Aber einer nach
dem andern ließ sich entschuldigen. Der erste ließ ihm sagen: Ich habe
einen Acker gekauft und muß jetzt gehen und ihn besichtigen. Bitte,
entschuldige mich! Ein anderer sagte: Ich habe fünf Ochsengespanne
gekauft und bin auf dem Weg, sie mir genauer anzusehen. Bitte,
entschuldige mich! Wieder ein anderer sagte: Ich habe geheiratet und
kann deshalb nicht kommen.

Der Diener kehrte zurück und berichtete alles seinem Herrn. Da wurde der
Herr zornig und sagte zu seinem Diener: Geh schnell auf die Straßen und
Gassen der Stadt und hol die Armen und die Krüppel, die Blinden und die
Lahmen herbei. Bald darauf meldete der Diener: Herr, dein Auftrag ist
ausgeführt; aber es ist immer noch Platz. Da sagte der Herr zu dem
Diener: Dann geh auf die Landstraßen und vor die Stadt hinaus und nötige
die Leute zu kommen, damit mein Haus voll wird. Das aber sage ich euch:
Keiner von denen, die eingeladen waren, wird an meinem Mahl teilnehmen.
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Heute ist es unsere Aufgabe die Leute überall, wo sie sind, einzuladen...auch heute gibt es zahlreiche Menschen, die alles Mögliche der Einladung Gottes vorziehen...
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173

11.11.2012, 15:03

Evangelium nach Lukas 15,1-10.



Alle
Zöllner und Sünder kamen zu ihm, um ihn zu hören. Die Pharisäer und die
Schriftgelehrten empörten sich darüber und sagten: Er gibt sich mit
Sündern ab und ißt sogar mit ihnen. Da erzählte er ihnen ein Gleichnis
und sagte: Wenn einer von euch hundert Schafe hat und eins davon
verliert, läßt er dann nicht die neunundneunzig in der Steppe zurück und
geht dem verlorenen nach, bis er es findet? Und wenn er es gefunden
hat, nimmt er es voll Freude auf die Schultern, und wenn er nach Hause
kommt, ruft er seine Freunde und Nachbarn zusammen und sagt zu ihnen:
Freut euch mit mir; ich habe mein Schaf wiedergefunden, das verloren
war. Ich sage euch: Ebenso wird auch im Himmel mehr Freude herrschen
über einen einzigen Sünder, der umkehrt, als über neunundneunzig
Gerechte, die es nicht nötig haben umzukehren.
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Man hat heute den Eindruck, dass sich 99 Schafe verirrt haben und nicht eines.
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