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Geist

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781

13.01.2009, 10:21

Ich sehe, die Gifteleien sind wiedermal auf beiden Seiten nicht gerade wenige... Spricht Bände
Der Sinn des Lebens ist Gott zu dienen!

fiat

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782

13.01.2009, 10:29

Zitat

Ich sehe, die Gifteleien sind wiedermal auf beiden Seiten nicht gerade wenige...


... und ansteckend sind sie auch, aber ab und zu darf einem auch mal der Kragen platzen, nicht wahr ;)

Lg, fiat
Jesus, Maria, Josef, ich liebe euch, rettet Seelen

Geist

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783

13.01.2009, 10:36

Zitat

Original von fiat

Zitat

Ich sehe, die Gifteleien sind wiedermal auf beiden Seiten nicht gerade wenige...


... und ansteckend sind sie auch, aber ab und zu darf einem auch mal der Kragen platzen, nicht wahr ;)

Lg, fiat


man sollte den Müll, der halt manchmal da ist, nicht wohin tun, wo es alle sehen können!!
Der Sinn des Lebens ist Gott zu dienen!

fiat

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784

13.01.2009, 12:12

Zitat

man sollte den Müll, der halt manchmal da ist, nicht wohin tun, wo es alle sehen können!!


Ja, da hast du recht, lieber Geist.

Lg, fiat
Jesus, Maria, Josef, ich liebe euch, rettet Seelen

785

06.07.2015, 12:25

Auf diesem Thread bin ich gestoßen, nachdem ich im Internet nach Infos zu den Neokats gesucht hatte. Kürzlich war ich bei einem Freund in der Pfarrei und dort habe ich, weil es dort einige neokatechumenale Gemeinschaften gibt, dann auch mal die Messe besucht. Auf jeden Fall sehr lebendig, hat mich sehr an Gottesdienste in der spanischen Gemeinde erinnert. Was ich sehr schön fand war, dass sie das Problem der "Wandelkommunion" (Vgl. Meßner, Einführung in die Liturgiewissenschaft), das ich leider in den meisten Gemeinden erlebe, gut gelöst haben und man dort als Gemeinschaft kommuniziert und auch das Brot den Vorgaben im Messbuch entspricht (ich habe nie verstanden, warum bei Werktagsmessen mit 10 Leuten in manchen Gemeinden die kleinen Hostien genommen werden, obwohl Rom das nur in Situationen möchte, in denen das die Zahl der Kommunikanten erfordert). Als ich nun diesen Thread gefunden und gelesen habe, stellte sich mir eigentlich schon dar, wo das Problem rund um das Neokatechumenat liegt: Halbwissen über den eigenen Glauben. Deshalb glaube, dass wir gerade sowas wie das Neokatechumenat in den Gemeinden brauchen (oder eine andere Form des regelmäßigen Unterrichtes). Ich finde es schon verstörend, wenn man Katholiken, die am Samstagabend ihre Sonntagspflicht erfüllen, vorwirft, sie würden die Gemeinde spalten. Das ist ja ein Vorwurf von Tragweite, der weit über das Neokatechumenat hinausgeht und tatsächlich geeignet ist, die Gemeinde zu spalten und Menschen ins Abseits zu drängen. Trotzdem danke ich Euch für die beherzte Diskussion, sie hat mir geholfen viel von dem zu verstehen, was immer so geredet wird.
In allem die Liebe!

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786

06.07.2015, 13:58

@Raphael-

Also das Neokatechumene hat ohne Zweifel in der Vertiefung der Glaubenspraxis viel geleistet. Aber ich habe auch das Gegenteil erlebt, wenn nämlich nur ein Partner dazu gehört. Von den Mitgliedern der Gruppe wurde ihm gesagt, es sei wichtiger am Samstagabend mit der Gruppe Eucharistie zu feiern, als mit dem Ehepartner und den Kindern dessen Geburtstag zu feiern! Die katholische Kirche lehrt eindeutig, dass die Sonntagspflicht am SONNTAG zu erfüllen ist. Die Vorhabenmesse wurde deshalb eingeführt, weil es Menschen gibt, welche am Sonntag arbeiten MÜSSEN! Man muss eben immer das GANZE des christlichen Glaubens im Auge behalten, wenn man einer kirchlichen Gruppe angehört. Auf keinen Fall darf die Familie darunter LEIDEN .Msgr. Franz Schlegl

787

06.07.2015, 14:08

Das ist eine sehr unschöne Erfahrung, kenne ich aber auch aus anderen katholischen Gruppierungen.
Der katholische Sonntag fängt am Samstag Abend um 18.00 Uhr mit der Ersten Vesper an, damit ist faktisch der Vorabend Gottesdienst ein Sonntagsgottesdienst. Das entstammt dem jüdischen Erbe. So feiern die Juden den Sabbat von Freitag um 18.00 Uhr bis Samstag um 18.00 Uhr. Der Samstagabend Gottesdienst erfüllt die Sonntagspflicht. in jedem Fall steht es niemandem zu zu behaupten, Menschen, die Samstag Abend in die Messe gehen würden anderen Gottesdiensten fern bleiben oder die Gemeinde spalten. Das tun dann eher jene, die dieses behaupten.
In allem die Liebe!

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788

06.07.2015, 14:38

@ Raphael-

Liturgisch beginnt der Sonntag bereits mit der Vesper ab 17:00 Uhr!! Dennoch ist der Besuch der Vorabendmesse nach den Regeln des II. Vatikanischen Konzils NUR denen vorbehalten, die aus wichtigen Gründen an Sonntag die heilige Messe nicht mitfeiern können! Sonst würde die Gemeinde zerrissen! Wenn ein Pfarrer MEHRERE Pfarren zu betreuen hat, genügt natürlich in einer Kirche der Vorabendmesse, weil der Pfarrer am Sonntag 2-3 andere Kirchen zu betreuen hat!Msgr. Franz Schlegl

789

06.07.2015, 14:57

Verehrter Msgr., im CIC finde ich keine Reglung oder Eingrenzung, in dem vom Ihnen gemachten Sinne. Kürzlich war ich auch auf einer Weiterbildung für den liturgischen Bereich, wo das Thema ebenfalls aufkam. Auch dort wurde es so wie im CIC vermittelt und eine Bedingungen, die Sie formulierten, wurden nicht benannt. Ganz klar wurde gesagt, der Sonntagsgottesdienst am Samstag-Abend nach der 1. Vesper ist gleichwertig mit den anderen Sonntagsgottesdiensten.
Die Spaltungsvorwürfe müssten also nach Rom gehen...in keinem Fall sollten sie einzelnen Gläubigen angelastet werden. Mal davon abgesehen, dass es in manchen Großstadtgemeinden bis zu 5 Gottesdienste von Samstag Abend bis Sonntag Abend gibt. Das wäre dann auch eine Spaltung. Komisch fand ich nur, dass das, was woanders übliche Praxis ist, den Katholiken, die sich im Neokatechumenat bilden, angelastet wird.
In allem die Liebe!

herzrosenduft

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790

06.07.2015, 16:29

Halbwissen über den eigenen Glauben.


Das ist das Stichwort.
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Der Papst betont die Wichtigkeit eines „christlichen Stils“ der Präsenz auch in der digitalen Welt:

„Dieser verwirklicht sich in einer Form
aufrichtiger und offener, verantwortungsvoller und dem anderen gegenüber
respektvoller Kommunikation“.

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791

06.07.2015, 17:54

@Raphael-

Ich kann mich noch gut erinnern, wie nach dem Konzil die Vorabendmessen eingeführt worden sind. Ausdrücklich wurde vom Kardinal (Erzbischof Kardinal Dr. Franz König 1900-2004) darauf hingewiesen, dass die Mitfeier der Messe am Vorabend für jene Personen vorgesehen ist, die aus beruflichen oder ernsten privaten Gründen am Sonntag nicht an der Messe teilnehmen können.
Die Ihnen nun bekannt gegebene neue Version scheint davon auszugehen, dass aufgrund der Zusammenlegung von mehreren Pfarren, es eben Kirchen gibt in denen NUR am Vorabend eine Messe gefeiert werden kann, weil der Priester am Sonntag noch 2-3 weitere Messen in seinen anderen Kirchen zelebrieren muss.
In meinem byzantinischen Ritus gibt es KEINE Messe am Vorabend! Das Konzilsdekret über die katholischen Ostkirchen verpflichtet die Gläubigen ENTWEDER am Samstag Abend an der feierlichen Vesper ( vecirnja) oder an der Göttlichen Liturgie am Sonntag teilzunehmen.Msgr. Franz Schlegl

792

06.07.2015, 19:37

Sehr verehrter Msgr. Schlegl, manchmal ändern sich die Dinge, natürlich. Aber der mir vorliegende CIC ist der unveränderte Nachdruck der 5. Auflage von 2001. Mit der Zusammenlegung der Gemeinden, die wir heute erleben und der tragischen Priestersituation besonders in der Diaspora, die sie beschrieben haben, scheint es daher nicht zu tun zu haben. Die Antwort darauf sind ja leider Gottesdienstbeauftragte und Wortgottesdienste.
Beim Vortrag unserer Weiterbildung zur Liturgiegeschichte war ich sehr glücklich, dass er von einem Bischof gehalten wurde, der die Zeit des Konzils miterlebt hat. Möglicherweise wurde die Vorabendmesse ursprünglich so angedacht, später aber dieser Gedanke wieder fallen gelassen. Ich kann auch nicht nachvollziehen, warum eine Sonntagsgottesdienst, der am Samstag Abend gefeiert wird und damit im katholischen Sonntag liegt, nicht als solcher gelten sollte, inbesondere wo am eigentlichen Sonntag mehr als eine Messe stattfindet. In kleineren Gemeinden könnte ich Ihren Einwand verstehen - wobei ich es häufig in den kleineren Gemeinden erlebe, dass sich die Gemeinde an beiden Tagen trifft. Beim Neokatechumenat würde ich hingegen tatsächlich den Vorteil sehen, dass die Menschen auch zu anderen Gottesdiensten am Sonntag gehen können. Diese Option hätte jemand, der in eine Ordensgemeinschaft geht, z.b. nicht. Und wenn wir unsere Gebete nach Ordensberufungen ernst nehmen, müssten wir uns eigentlich über jeden freuen, der den Sonntaggottesdienst nicht mehr in der Gemeinde feiert, weil er nun in einem Orden oder Priesterseminar steckt. Aber da haben wir auch wieder die Angst, dass unsere Gemeinden aussterben und wollen lieber dann an unseren Gemeinden festhalten und doch nicht auf zuviele Berufungen hoffen, die uns die Leute entziehen. Ja, manchmal sind Menschen auch etwas widersprüchlich :)
In allem die Liebe!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Raphael-« (06.07.2015, 19:43)


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