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Siegfriedo

Schüler

Beiträge: 113

Wohnort: Kanarische Inseln

Beruf: Pensionär

21

19.10.2015, 16:24

Wallfahrt nach Santiago de Compostela Ende September 2015

Persönliche Eindrücke


Teil 3. Eucharistische Anbetung und die Beichte beim Priester mit dem Rosenkranz


Auch am letzten vollen Tag unserer kurzen Reise zum Heiligen Jakobus warteten wieder sehr viele auf Einlass zur Mittagsmesse und wir mussten uns wieder in die Warteschlange einreihen, obwohl wir eine Stunde vorher da waren. Auch diesmal war es wieder ein sehr schöner Gottesdiesnt und wieder wurde der an einem langen Strick in der Dachkuppel befestige "Botafumeiro" am Ende der Heiligen Messe geschwenkt. Sechs kräftige Männer sind dazu erforderlich. Und dieses auf der Welt einmalige Schauspiel hat schon wirklich etwas besonderes. Man kann es sich über das Internet in mehreren kleinen Videos gut ansehen.
Doch Dabeisein ist etwas anderes.

Um die beiden ersten Teile meines Berichtes über unsere Wallfahrt nach Santiago de Comostela nicht zu überfrachten,
habe ich zwei für mich wichtige Punkte für diesen letzten Teil aufgehoben.
Wie ich schon in meinem Bericht über unsere Wallfahrt nach Lourdes vor ein paar Wochen hier im Forum berichtete, gibt es auf unserer kanarischen Insel keinen deutschen Priester. So nutzt man als gläubiger Katholik jede Gelegenheit zur Beichte wo sie möglich ist und sie bot sich hier in der Kathedrale Gott sei Dank wieder mal.
Ein Beichtstuhl mit einem einfachen Zettel "deutsch" zog mich an und ich durfte beichten und da niemand hinter mir wartete, empfand ich keinen Zeitdruck. Es stellte sich bei dem Gespräch heraus, dass mein Beichtvater mein Alter hatte, also auch schon ein betagter Herr und er sei auch erst morgens angekommen. Im Beichtgespräch kamen wir auf den Rosenkranz zu sprechen und er zeigte mir seinen aufgesteckten Fingerrosenkranz. Was war das für ein schönes Beichtgespräch, allein schon durch das Wissen, einen den Rosenkranz liebenden Priester vor mir zu haben.
Gott sei dank gibt es sie noch, Priester die den Rosenkranz lieben.

Nicht zu allen Kirchen hat man in Spanien Zugang, meist sind sie versperrt und wenn sie auf sind, sucht man manchmal vegebens nach dem roten Lichtchen, das anzeigt, dass der Herr im Tabernakel zugegen ist. Aber vielerorts ist das in der deutschen Heimat notgedrungen ähnlich. Man schützt sich vor Diebstahl, vor Vandalismus oder sogar vor Schändungen. Traurig, sehr traurig. Aber leider Tatsache.

Immer suche ich besonders in unseren katholischen Kirchen, ob das Allerheiligste zur Anbetung ausgesetzt ist, irgendwo in einem Kirchen-Nebenschiff, einer dafür vorgesehenen Kapelle oder einer dafür besonderen Räumlichkeit.
Und hier bot sie sich wieder diese Gelegenheit in der Kathedrale des Heiligen Jakobus.
Und so ist die Eucharistische Anbetung, also das ausgesetzte Allerheiligste, eine segensreiche Gelegenheit von Angesicht zu Angesicht beim HERRN zu sein, anzubeten, zu beten oder nur ganz einfach in seiner Gegenwart da zu sein.
So konnten wir an allen Tagen ganz nah beim HERRN sein.
Wie segensreich ist es doch, dass es in unseren katholischen Kirchen weltumspannend irgendwo immer eine Ewige Anbetung gibt.
Dank sei Gott.

Welch freudige Tage waren das, auch wenn es mit Hin- und Rückreise nur vier waren.
Schon vorher haben wir darum gebeten, dass es eine segensreiche Zeit sein möge
und alles, aber auch alles wurde uns erfüllt.
Zwei Heilige Messen in der Kathedrale des Heiligen Jakobus und beide mit dem Ereignis des "Botafumeiro",
Beichtgelegenheit bei einem deutschen Priester und an allen Tagen das Besuchen des HERRN in der kleinen Anbetungskapellle der Kathedrale.
Es waren ja nur ein paar Tage und sie hätten leicht verregnet sein können in dieser Ecke Spaniens, die für raues Wetter bekannt ist.
Doch meine Frau und ich, wir hatten beide vor der Reise immer um besonderen Segen für diese Tage gebetet.
auch um schönes Wetter
und wir hatten es an allen Tagen.
Maria unsere Liebe Frau,
auf dich wir hoffen und vertraun.
Du führst uns hin zu Jesus Christ,
der unser aller Heiland ist.

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