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21

13.06.2004, 15:25

@windhauch @lars

Euer Argumentieren wird Euch nichts nützen. Wenn Ihr ehrlich zu Euch selbst seid, werdet ihr merken, dass es sich nicht verträgt, diese Dinge und Christentum. Ich kann Euch nur warnen. Aber wenn Ihr es besser wisst. Komisch, dass die Leute, die wirklich aus dem Bereich der Esoterik und des Okkultismus kommen, ganz eindringlich vor diesen Dingen und medizinischen Praktiken warnen, und auch wissen, dass hiermit dämonische Mächte verknüpft sein können.

Gut, wer das lächerlich findet, muss es selbst verantworten.

In diesem Bereich entziehe ich mich der weiteren Disku. Da habe ich mir schon den Mund fransig geredet.

Und der Umgangston, Lars ist ja sowieso nicht gerade so freundlcih.

Gottes Segen

Seraphus
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Marvin

unregistriert

22

13.06.2004, 15:47

Seraphus, wenn mein Beitrag verletzend klang, tut mir das leid. Wie gesagt sehe ich auch in esoterischen Praktiken erhebliche Gefahren. Die Frage hier ist aber doch zum einen WIE man Qigong anwendet und ob generell eine Gefahr von ihm ausgeht. Generell abzulehnen ist aus meiner Sicht Qigong nicht. Gefährlich wird es dann, wenn man sich auf den philosophischen Background einlässt, der damit verbunden ist. Oder anderer Vergleich: wenn ich meinen Arm hochhebe um jemanden zu begrüßen oder ob ich damit eine bestimmte Weltanschauung, die sich mit dem Christentum nicht vereinbaren lässt, befürworte ist ein großer Unterschied.

Marvin

unregistriert

23

13.06.2004, 15:53

Wer im Zweifel in dieser Sache ist, soll sich halt lieber davon fernhalten. Zweifel oder Angst vor negativen Konsequenzen wäre nicht gut.

24

13.06.2004, 16:02

Also in der Schule die ich besuche, sind solche Dinge wie Meditation, Tai- chi schön umrahmt mit einer Klangschale normal. Das wird in RME (Rhytmisch - musiklaische Erziehung) regelmäßig praktiziert.
Die Lehrerin hat einen Kurs gemacht, das fand sie so beruhigen, und jetzt macht sie´s einfach im Unterricht, und schön Werbung dafür wo man solche Kurse machen kann.

Ich persönlich mache da nie wirklich mit, (tu das was die Anderen machen, und mit den Gedanken schon beim nächsten Unterreicht) aber meine Mitschüler sind begeistert davon, weil sie da so gut "zu sich selbst finden".
Ich halte es für idiotisch, weil ich mir Ruhe und Ausgeglichenheit wohl auch von etwas anderem holen kann. (z.b. ein bewusst gebeteter Rosenkranz, Wort für Wort bedacht, kann auch berühigen) - und den bekomm ich gratis! :)
"Mit der Hilfe Gottes erstrahlt selbst das Schrecklichste in einem strahlenden Licht der Hoffnung."

"Gott gab dir ein Gesicht - lächeln musst du selbst!"

25

13.06.2004, 21:33

Zitat

Original von Lars
Wer im Zweifel in dieser Sache ist, soll sich halt lieber davon fernhalten. Zweifel oder Angst vor negativen Konsequenzen wäre nicht gut.


Das finde ich auch.


Toula
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FingO

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26

14.06.2004, 15:41

Ich versuch maln bissel was diplomatisches zu schreiben:

Nun, an sich finde ich, dass Kloester christliche Spiritualitaet bringen sollten; wir Katholiken haben einen Schatz, da brauchen wir Yoga etc. nicht. Wenn jetzt, nebenbei (und das wort ist wichtig!) auch mal, was anderes angeboten wird, ist das aber ok, so lang es NEBENBEI ist (also sprich: Exerzitien ueber irgendein Thema, und um sich koerperlich zu betaetigen, wird das mitm kleinen Kung Fu-Kurs verbunden). Mich stoert es extrem, wenn ich mir Kursankuendigungen von gewissen Klostern durchlese, bei denen ich mich frage, ob sie mit diesen Kursen dem buddhistischen Haus in Fronau konkurrieren wollen! Wenn ich mir also von einigen Klostern Angebote ansehe, und das meisste auf dem Niveau "Zen-Kurs", "Tai Chi", "Mandalas malen" sich bewegt, frage ich mich, warum sie nicht aufgeklaert werden, dass dafuer andere Moensche zustaendig sind. Gerade im meditativen Bereich koentte ein Kloster ganz andere Sachen anbieten, von Rosenkranzgebet/Innerem Gebet ueber ganzheitlich leben nach Hildegard von Bingen bis hin zu Kursen in Gregorianik oder gar Ikonenmalerei (gerade die letzten drei dinge sieht man nie!)

Ich muss aber sagen, dass es Dinge gibt, die mich noch weitaus mehr stoeren. Um den Teufel mal gleich beim Namen zu nennen: Reinhard Koerner und das gesamte Karmel Birkenwerder. Warum? Nun, sie bieten zwar keine Zen-Kurse an etc. aber dafuer gehoeren sie erstens zu den leuten, die diesen Teddybaer-Gott promoten (also den lieben, lieben, lieben, es gibt keine hoelle, man braucht nichts zu tun, um in den himmel zu kommen etc.), gegen Glaubenssaetze widersprechen, sich auf so einen Schrott wie die Quelle Q berufen etc. Statt so ein "Religion-light"-Proramm waeren dann Zen-Kurse willkommener ;) Ok, nicht gerade Zen-Kurse, aber im Shingon-Buddhismus schon!
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Erziehungstrends

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27

14.06.2004, 17:49

Hallo FingO!

Etwas kühne Ausdrucksweise bezüglich R. Körner etc. ;)
Du hast natürlich recht. Ich habe mir mal im guten Glauben CDs von Birkenwerder bestellt. Da war auch so ein Friede-Freude-Eierkuchen-Vortrag dabei, worin "bewiesen" wurde, dass die Hölle leer ist. Der gute P. Körner sollte sich mal lieber mit seiner werten Mutter Gründerin und Kirchenlehrerin beschäftigen, die ihre Höllenvision als kostbarste ihres Lebens erachtete.

Ich denke jedenfalls, dass Gott ein eifersüchtiger Gott ist und niemand neben sich duldet. Und all diese fernöstlichen Dinge sind doch geprägt und durchtränkt von andersgläubigen Religionen/Weltanschauungen. Für mich kann ich das nicht als neutrales Terrain ansehen, wo es egal wäre, ob man sich damit beschäftigt oder es gar praktiziert oder nicht. Meiner Meinung ist das für Christen kontraproduktiv.
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FingO

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28

15.06.2004, 17:05

Nun, Seraphus, ich finde, daß, ums mal blöd zu sagen, ein Kloster als körperlichen Ausgleich ne Kampfkunst anbieten kann, wenn sie es als einen zwar ästhetischen Sport sehen, aber man nicht erstma vorher meditiert etc. Ich meine, die Leginäre Christi spielen so viel Fußball, daß man glaubt, es gehört zu ihrer Ordensregel, und Fußball ist auch nicht gerade christlich durchdrungen.
Falsch, wie gesagt finde ich Kurse, die fernöstliche Gebetstechniken vorstellen und so. Das hat in einem christlichen Kloster nichts mehr zu suchen; wir haben unsere Mystik und sind glücklich damit, ums mal scharf auszudrücken.

Im letzten Absatz meinte ich mit (kurzgefaßt) "lieber Zenn als Christentum light im Kloster!", daß mir es lieber ist, wenn man das nicht christliche sofort erkennt -dann gehe ich einfach nicht hin- als wenn es, wie beim Karmel Birkenwerder im Katalog erstmal sehr christlich klingt, man hingeht und 200 euro für etwas ausgibt, was einen nur die Galle hochkommen läßt.
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Dammerl

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29

28.12.2015, 08:30

Zen und Yoga in Klöstern

Hallo an die Forengemeinde,

es war mir immer klar, dass all die "Ki's", wie Qi-gong, Reiki etc. oder Yoga fernöstliche Philosophien einer "Energie" als Lehre transportieren und mit dem christlichen Glauben an einen persönlichen Gott nichts zu tun haben. Solange sie an der Oberfläche bleiben und lediglich den Leib betreffen, mögen diese Praktiken noch ungefährlich sein. Betrachte ich die geistigen Angebote der Klöster und Exerzitienhäuser (gerade in München-Freising), dann werden etwa weniger biblische Themen oder Fragen des christlichen Glaubens angesprochen sondern mehr Zen-Kurse, Yoga oder meditatives Tanzen angeboten. Ich habe dies immer sehr kritisch betrachtet.

Ein Benediktinerpater, in dessen Kloster viele dieser "esoterischen" Kurse angeboten werden, brachte mich zum Nachdenken, als er sagte, dass die Menschen dort abgeholt werden müssen, wo sie stehen, und das ist nun mal oft in der Esoterik. In den Kursen soll gezeigt werden, dass jene spirituelle Sehnsucht, die der Mensch hat, auch und letztendlich im Christentum seine Erfüllung findet und auch Respekt vor anderen Religionen ausgedrückt werden soll.

Hat jemand schon solche Kurse besucht und ist es tatsächlich so, dass sie auch das Evangelium, die frohe Botschaft des Gottes, der zum Menschen herabkommt, als bessere Alternative verkündigen zu einer zum Scheitern verurteilten Selbsterlösung? Ist es tatsächlich ein "abholen" oder eher eine Verneigung vor dem Zeitgeist, um die Tagungshäuser wirtschaftlich führen zu können?

Ich bin nun etwas verunsichert, denn mir ist dran gelegen, dass das Evangelium des Herrn jedem Menschen zugänglich gemacht werden soll und dass der Hl. Geist vielleicht Wege finden will, die ich ihm mit meiner ablehnenden Einstellung erschwere (wobei der Hl. Geist natürlich schlussendlich alles erreichen kann, was er will).


Servus
Jesus aber bückte sich und schrieb mit dem Finger auf die Erde.
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Klomb

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30

28.12.2015, 14:06

Hat jemand schon solche Kurse besucht und ist es tatsächlich so, dass sie auch das Evangelium, die frohe Botschaft des Gottes, der zum Menschen herabkommt, als bessere Alternative verkündigen zu einer zum Scheitern verurteilten Selbsterlösung?
Man muß noch nicht skeptisch sein, nur weil eine ferngelegene Kultur "angezapft" wird. Das ist im Christentum in Ordnung, man denke nur an die Areopag-Rede des Paulus. Weil Gott bei Seiner Schöpfung allen Menschen zumindest eine Ahnung von Sich mitgegeben hat, ist es ganz natürlich, daß es in allen Kulturen christlich nutzbare Ansätze gibt.

In Rom sieht man darin wahrscheinlich auch keine Probleme. Benedikt Lautenbacher SJ, der selber zur Zen-Meditation anleitet, wie er es von Hugo Enomiya-Lassalle SJ gelernt hat, war die vergangenen 4 Jahre sogar Rektor am Collegium Germanicum et Hungaricum in Rom.

Ist es tatsächlich ein "abholen" oder eher eine Verneigung vor dem Zeitgeist, um die Tagungshäuser wirtschaftlich führen zu können?
Als Faustregel kann man vielleicht sagen, daß seriöse Anbieter ihrerseits von einem seriösen Lehrer gelernt haben müssen und bei solchen Sachen "die Geister scheiden" können müssen. Mehr kann ich dazu nicht sagen, weil fernöstliche Philosophien nicht das sind, wo ich stehe, um abgeholt zu werden. :)

Dammerl

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31

29.12.2015, 06:58

Als Faustregel kann man vielleicht sagen, daß seriöse Anbieter ihrerseits von einem seriösen Lehrer gelernt haben müssen und bei solchen Sachen "die Geister scheiden" können müssen. Mehr kann ich dazu nicht sagen, weil fernöstliche Philosophien nicht das sind, wo ich stehe, um abgeholt zu werden. :)

Danke für Deine Antwort. :)
Da liegt wohl mein "Trigger". Gott hat mich zuerst in solche Philosophien eingetaucht und ich erfuhr darin letztlich eine große Leere, die man selbst füllen wollte/musste und dadurch quasi ein Leistungsdruck entstand, ein "geistiger Burn-out". Ich respektiere andere Kulturen und Religionen sehr und erkenne dort ebenso Teile der einzigen Wahrheit. Ich hoffe darum, dass jene im Glauben fest verankerten christlichen Kursleiter an der gefundenen Wahrheit jener Kulturen/Religionen/Philosophien anknüpfen und durch die Gnade mittels des Herrn ergänzen und vollenden.

Man muss aufpassen, dass vieles zwischen fernöstlichen Philosophien und etwa der christlichen Mystik ähnlich, aber nicht gleich ist. Z.B. in der Meditation wird auf etwas völlig unterschiedliches abgezielt, obwohl man oberflächlich meint, es sei dasselbe.

Servus
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Klomb

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32

29.12.2015, 16:00

Gott hat mich zuerst in solche Philosophien eingetaucht und ich erfuhr darin letztlich eine große Leere, die man selbst füllen wollte/musste und dadurch quasi ein Leistungsdruck entstand, ein "geistiger Burn-out".
Wenn der morische Westler sich fernöstlichen Philosophien zuwendet, dann häufig, weil ihm das Christentum nicht genügt. So eine antichristliche Motivlage haben die Menschen in Fernost natürlich nicht; bei ihnen ist es einfach ihre Tradition. Daher fehlt dem modisch-westlichen Zen eben genau das, was den orignialen Zen auch aus christlichem Motiv heraus interessant macht. Es ist klar, daß man von solchen modisch-westlich-antichristlichen Verschnittphilosophien keinen Gewinn hat.

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