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Philothea

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41

20.08.2009, 21:44

liebe Hannah
hier ist der Thread.
Allerdings ist er schwer zu lesen, da die ü,ö,ä anders gezeigt werden.
Vielleichts hilfts dir aber doch
Gegen Stolz, gegen Neid, gegen Lieblosigkeit und Hass gibt es ein einziges, großes Heilmittel - die Liebe.
(Franz von Sales)
:P Philothea 8)

42

20.08.2009, 22:35

Toll was du da beschreibst liebe Petra.
Was die Bibelübersetzungen betrifft, wollte ich einmal fragen, welche ist eigentlich wirklich empfehlenswert an Genauigkeit
der Übersetzung.??????


OT:

Hallo Hannah, die Bibelüberwetzungen unterscheiden sich oft sehr von einander. Es kommt vor allem darauf an, aus welcher Sprache sie übersetzt wurden. Der Urtext der Bibel ist hebräisch (einige Teile wurden auch auf griechisch verfasst, meine ich zu wissen)

Ich verwende die Jerusalemer Bibel, wegen der Fussnoten, die die einzelnen Bibelstelle und deren Bedeutungen, sehr gut erklären. Und auch wegen der Querverweise und Parallelstellen. Sind sehr praktisch.

Aber jeder hat so seine Lieblingsbibel.

OT aus. :)

LG
Petra

P.S. Dieser Thread befindet sich im Clubbereich. Ich weiss nicht, ob Hannah hier antworten kann.
Der Mensch von heute will nicht Lehrer, sondern Zeugen.
Und wenn er Lehrer akzeptiert, dann deswegen, weil sie Zeugen sind.

Evangelii nuntiandi

Philothea

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43

25.08.2009, 11:11

ich benutze im tagtäglichen die Übersetzung von Hamp, Stenzel und Kürzinger. Eine besonders günstige gibt es im Moment bei Weltbild: http://www.weltbild.de/suche/index.html?…racksearch=true

Wenn ich allerdings richtig Bibelarbeit mache oder einen Impuls für unsere Gemeinschaft vorbereite reicht mir eine Übersetzung nicht.
Dann schaue ich in der Einheitsübersetzung, Lutherbibel, der oben erwähnten und der Interlinearübersetzung nach.
Gegen Stolz, gegen Neid, gegen Lieblosigkeit und Hass gibt es ein einziges, großes Heilmittel - die Liebe.
(Franz von Sales)
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Hannah

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44

25.08.2009, 19:47

Danke. liebe Petra und liebe Philothea
Ich werde mich der Jerusalemer Bibel zuwenden. Denn meine liebe Nachbarin hat sie auch und die Erklärungen dort gefallen mir sehr gut. Ich wollte aber gerne wissen, ob sie von der röm.kath.Kirche akzeptiert ist- Wie ich jetzt bei Petra sehe, schient das richtig so zu sein. Danke, ich habe mich über eure Antwort sehr gefreut.
Sehnsucht ist der Wille zum Ziel
Liebe aber, ist Entscheidung.
: http://lorehanna.kostenloses-forum.com/
Chat: http://lichtumdieecke.mainchat.de/index.php

45

25.08.2009, 19:59

Danke. liebe Petra und liebe Philothea
Ich werde mich der Jerusalemer Bibel zuwenden. Denn meine liebe Nachbarin hat sie auch und die Erklärungen dort gefallen mir sehr gut. Ich wollte aber gerne wissen, ob sie von der röm.kath.Kirche akzeptiert ist- Wie ich jetzt bei Petra sehe, schient das richtig so zu sein. Danke, ich habe mich über eure Antwort sehr gefreut.


Keine Sorge, Hannah, das ist sie. Alle Neokats haben die Jerusalemer Bibel bei sich herumstehen und beutzen sie.

Versuche die Alte Jerusalemer Bibel zu bekommen. Diese Übersetzung ist schöner, reicher. Leider wird sie seit einigen Jahren nicht mehr neu aufgelegt, aber in einem Antiquariat hast Du vielleicht Glück

Die Neue Jerusalemer ist die Einheitsübersetzung + (die selbe Ausstattung wie bei der alten, nämlich: ) Kommentare + Querverweise, Nebenstellen und Anhang (Bild- und Zeittafeln)
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Hannah

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46

26.08.2009, 12:10

Danke liebe Petra, werde nach der alten Übersetzung suchen.
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herzrosenduft

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47

20.11.2009, 12:53

Eine Frage an die Kenner der Bibelforschung:
-1. Welche Urbibeln gibt es, und auf welche bezieht sich die deutsche Einheitsübersetzung?
-2. Wie alt ist die älteste Bibel, die man kennt, und woher stammt sie?
-3. Welche Bibel-Fragmente sind bedeutend und wie alt sind sie?

Mich würde der Stand der Forschung interessieren. Wo kann man darüber etwas Verbindliches nachlesen?
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Der Papst betont die Wichtigkeit eines „christlichen Stils“ der Präsenz auch in der digitalen Welt:

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Philothea

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48

20.11.2009, 13:23

@herzrosenduft

Antworten auf jede deiner Fragen füllen Bücher.
So ganz kurz und knapp kann man gar nicht antworten.
ich versuchs trotzdem mal ;)
zu 1und 2: codex sinaiticus aus dem 4. Jhd n. Chr. ist aber nicht komplett.
zur Übersetzung wird meist die Vulgata und die Septuaginta mit benutzt.Auf dieser Seite: http://www.sakrileg-betrug.de/bibelfunde/bibelfunde-at.php findest du viele Angaben über alte Bibelfunde
zu 3: hier gehören natürlich die Rollen aus Qumran erwähnt.
hierzu gibt es eine ganze Reihe guter Bücher. empfehlen kann ich die Bücher von Carsten Peter Thiede.
Das Buch "Die Schrifterollen von Qumran" von Wise, Abegg und Cook -Hrsgg. Alfred Läpple fand ich auch hilfreich
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herzrosenduft

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49

20.11.2009, 15:24

@Philothea
vielen Dank für den link ganz besonders. So etwas habe ich gesucht. Das verschafft mir Klarheit!
Ich habe mal gelesen, dass Teile des Codex Sinaiticus in der Universitätsbibliothek von Leipzig aufbewahrt werden. Sie wurden zu DDR-Zeiten stiefmütterlich behandelt. Da die Schriften mit eisenhaltiger Tinte geschrieben sind, beginnen sie wegzurosten und müssen unbedingt restauriert werden. Man hat ein Projekt gestartet alle Seiten des Codex Sinaiticus abzufotographieren und dann den kompletten Codex Sinaiticus im Internet zusammengesammelt zu präsentieren.
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herzrosenduft

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50

07.08.2016, 07:58

In meiner Bibelübersetzung lese ich bei einigen Texten des Neuen Testaments unterschiedliche Angaben über die Entstehung der Texte.

-Zunächst mal fände ich es von den Theologen fair zu sagen, dass wir im Grunde nicht viel über die Entstehungsgeschichte des Neuen Testaments wissen, weil uns die Quellen fehlen und dass die meisten theologischen Theorien über die Entstehungsgeschichte einfach nur Vermutungen sind, die sich aus irgendwelchen Überlegungen ergeben. Manchmal kommt es mir so vor als würden diese Vermutungen als Tatsachen gelehrt, was ja dann nicht ganz ehrlich ist.

-Die einen datieren einen Text des Neuen Testaments auf das Jahr 60 (als Beispiel), andere aus anderen Überlegungen auf das Jahr 90 (wieder als Beispiel)... könnte man sich nicht vorstellen, dass es schon früh nach dem Tod und der Auferstehung Jesu einen Ursprungstext gab, der immer wieder abgeschrieben wurde und dem nach und nach beim Abschreiben Ergänzungen als Einschub beigefügt wurden, so dass die Entstehungsgeschichte der einzelnen neutestamentlichen Texte allgemein in einer Zeitspanne von Jahrzehnten (von meinetwegen dem Jahr 50 bis zum Jahr 90) gesehen werden muss?
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51

07.08.2016, 11:51

@herzrosenduft

Nun einiges kann man schon sagen. Das Neue Testament hat einen Traditionsverlauf von circa 40-100 nach Christus. Interessanterweise sind es Papyrologen, Gelehrte, die sich mit der Veränderung griechische Buchstaben befassen, die uns sagen, dass das Evangelium des Markus (= die Predigt des Petrus, den Markus begleitet hat) bereits um das Jahr 40 geschrieben worden ist. Matthäus lag wahrscheinlich eine ARAMÄISCHE Sammlung der Rede Jesu vor, die so genannte "Logienquelle". Matthäus und Lukas schöpfen einerseits aus dem Evangelium des Markus, andererseits aus dieser Logienquelle. Jeder der beiden Evangelisten enthält Sondergut. Matthäus ist wahrscheinlich um 60 n. Chr. geschrieben worden, Lukas um 70. Das häufig verwendete Argument, die Evangelien setzten die ZERSTÖRUNG Jerusalems voraus, sind also erst danach geschrieben, ist unhaltbar. Es hieße erstens das göttliche Vorauswissen Jesu zu leugnen und zweitens konnte sich jeder, der die politische Lage in Palästina gekannt hat an vier Fingern ausrechnen, dass Rom den Provokationen der Zeloten und anderer Terroristen nicht tatenlos zuschauen werde!
Papst Pius XII, damals noch Kardinal Pacelli, schrieb bei der Machtübernahme Hitlers 1933 in sein Tagebuch: "Herr Hitler ist an die Macht gekommen, das bedeutet Krieg!" Pacelli hat also bereits 6 Jahre vorausgesehen, was passieren wird.
Das Johannesevangelium hat eine Endredaktion, bei der offensichtlich die Reihenfolge mancher Ereignisse vertauscht worden sind (zum Beispiel die Tempelreinigung wird dort bei der 1. Reise Jesu nach Jerusalem berichtet und nicht vor der Passion! Das ist sicher so nicht richtig). Außerdem zeigt das Evangelium des Johannes einen ausgeprägten Altersstil. Es ist wohl um das Jahr 90 herum geschrieben.Msgr. Franz Schlegl

herzrosenduft

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52

19.09.2016, 08:49

Ich lese gerade die Nachricht, dass die Einheitsübersetzung neu überarbeitet wurde und dann 2017 neu eingeführt werden soll. Folgenden Bericht darüber stelle ich zur Diskussion:

http://www.pro-medienmagazin.de/kultur/b…rsetzung-97601/
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herzrosenduft

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53

02.10.2016, 17:00

RE: @herzrosenduft

Nun einiges kann man schon sagen. Das Neue Testament hat einen Traditionsverlauf von circa 40-100 nach Christus. Interessanterweise sind es Papyrologen, Gelehrte, die sich mit der Veränderung griechische Buchstaben befassen, die uns sagen, dass das Evangelium des Markus (= die Predigt des Petrus, den Markus begleitet hat) bereits um das Jahr 40 geschrieben worden ist. Matthäus lag wahrscheinlich eine ARAMÄISCHE Sammlung der Rede Jesu vor, die so genannte "Logienquelle". Matthäus und Lukas schöpfen einerseits aus dem Evangelium des Markus, andererseits aus dieser Logienquelle. Jeder der beiden Evangelisten enthält Sondergut. Matthäus ist wahrscheinlich um 60 n. Chr. geschrieben worden, Lukas um 70. Das häufig verwendete Argument, die Evangelien setzten die ZERSTÖRUNG Jerusalems voraus, sind also erst danach geschrieben, ist unhaltbar. Es hieße erstens das göttliche Vorauswissen Jesu zu leugnen und zweitens konnte sich jeder, der die politische Lage in Palästina gekannt hat an vier Fingern ausrechnen, dass Rom den Provokationen der Zeloten und anderer Terroristen nicht tatenlos zuschauen werde!
Papst Pius XII, damals noch Kardinal Pacelli, schrieb bei der Machtübernahme Hitlers 1933 in sein Tagebuch: "Herr Hitler ist an die Macht gekommen, das bedeutet Krieg!" Pacelli hat also bereits 6 Jahre vorausgesehen, was passieren wird.
Das Johannesevangelium hat eine Endredaktion, bei der offensichtlich die Reihenfolge mancher Ereignisse vertauscht worden sind (zum Beispiel die Tempelreinigung wird dort bei der 1. Reise Jesu nach Jerusalem berichtet und nicht vor der Passion! Das ist sicher so nicht richtig). Außerdem zeigt das Evangelium des Johannes einen ausgeprägten Altersstil. Es ist wohl um das Jahr 90 herum geschrieben.Msgr. Franz Schlegl


Jemand hat mir den Tipp gegeben die Studienübersetzung "Münchener Neues Testament" zu besorgen. Dort wird der griechische Urtext eins zu eins ins Deutsche übertragen. Man bekommt also einen ganz anderen Eindruck und einen Einblick in den griechischen Urtext, auch wenn man des Altgriechischen nicht mächtig ist. Die Übersetzung ist nicht verdeutscht und damit nicht interpretiert. Ich möchte diesen Tipp weitergeben. Ich habe gelesen, dass gerade Priester diese Übersetzung besitzen, um ihre Predigt und Auslegung des Wortes Gottes besser danach auszurichten.
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Beruf: Kath.Priester des röm.Ritus (Stephansdom) u.Erzpriester des byzant.Ritus(für Ukrainer) / Gymnasiallehrer ( Rk ) i.R.

54

02.10.2016, 21:30

@herzrosenduft

Ganz richtig! Ich habe diesen Text auch in meiner Bibliothek und benütze ihn, aber daneben natürlich auch den griechischen Text des Neuen Testamentes, ebenso wie den Hebräischen Text des Alten Testamentes (den allerdings mit Wörterbuch).Msgr. Franz Schlegl

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