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41

12.03.2016, 12:31

@herzrosenduft

Das Wort Kirche kommt aus dem Griechischen "Kyriake oikia" = Haus des Herrn. Durch die Taufe wird man Christ. Allen Christen, die im Namen des Dreifaltigen Gottes getauft worden sind, ist das gemeinsam. Darum sagt das II. vatikanische Konzil, dass die Kirche Christi in der katholischen Kirche verwirklicht ist (subsistiert-an diesem Ausdruck haben sich die Schismatiker von FSSPX gestoßen). Im dogmatischen Sinn gehören zur katholischen Kirche ALLE, die in irgendeinem Ritus, der in der katholischen Weltkirche üblich ist, getauft wurden. Über diese Personen haben der Papst, die Bischöfe und Priester geistliche Vollmacht. Ihre Jurisdiktion erstreckt sich jedoch nicht auf Personen, welche einer orientalische Schwesterkirche angehören, oder einer reformatorischen Gemeinschaft.Msgr. Franz Schlegl

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29.01.2017, 10:48

Gottesbild

Ich vermisse heute in der Kirche viele gute Dinge, die uns der Glaube, so wie wir ihn als Kinder gelernt haben, gebracht hat. Heute ist so vieles verlorengegangen und man hat so vieles einfach über Bord geworfen, ...vom alten katholischen Glauben ist hierzulande nicht viel übriggeblieben. Viele legen sich ihren Glauben so zurecht wie es ihnen gut scheint. Was wird noch vom Glauben gelehrt? Wieviel oder wie wenig Glaubenswissen haben die katholischen Zeitgenossen noch? Wenn man ins Ausland kommt und dort in die Gemeinden geht, dann ist man überrascht wie anders es dort zugeht.
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Der Papst betont die Wichtigkeit eines „christlichen Stils“ der Präsenz auch in der digitalen Welt:

„Dieser verwirklicht sich in einer Form
aufrichtiger und offener, verantwortungsvoller und dem anderen gegenüber
respektvoller Kommunikation“.

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10.06.2017, 20:07

Gerne würde ich der hl. Messe auf den Grund gehen und Erklärungen für die Liturgie und die Vorgänge finden. So habe ich gelesen, dass das Sanctusgebet auf das AT und NT zurückgeht.

"Im Todesjahr des Königs Usija sah ich den Herrn. Er saß auf einem hohen und erhabenen Thron. Der Saum seines Gewandes füllte den Tempel aus. Serafim standen über ihm. Jeder hatte sechs Flügel: Mit zwei Flügeln bedeckten sie ihr Gesicht, mit zwei bedeckten sie ihre Füße und mit zwei flogen sie. Sie riefen einander zu: Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Heere. Von seiner Herrlichkeit ist die ganze Erde erfüllt. " Jes 6, 1ff

"Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn." Ps 118, 26

"Viele Menschen breiteten ihre Kleider auf der Straße aus, andere schnitten Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg. Die Leute aber, die vor ihm hergingen und die ihm folgten, riefen: Hosanna dem Sohn Davids! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe!" Mt 21, 8f

Die Messe ist ganz auf Christus ausgerichtet. Und schon das AT hat Elemente, die auf Christus hinweisen.
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10.06.2017, 20:28

Der Begriff "Messe" leitet sich aus der lateinischen Liturgie "Ite, missa est" ab. Sie besteht aus zwei Hauptteilen, dem Wortgottesdienst und der eigentlichen Eucharistiefeier. Hinzu kommen Eröffnung und Entlassung.

Aufbau:

1.Eröffnung:
Eröffnung
Allgemeines Schuldbekenntnis
Kyrie
Gloria
Tagesgebet

2.Wortgottesdienst:
Erste Lesung
Zwischengesang
Zweite Lesung
Halleluja
Evangelium
Predigt
Glaubensbekenntnis
Fürbitten

3. Eucharistiefeier:
Gabenbereitung
Eucharistisches Hochgebet mit Sanctus, Wandlung und Doxologie (Durch ihn und mit ihm und in ihm...)
Vater unser
Friedensgruß
Agnus Dei (lat.: Lamm Gottes)
Einladung zur Kommunion
Kommunionempfang
Schlussgebet

4. Entlassung:
Vermeldungen
Segen
Sendung/Entlassung
Auszug

Nachtrag: dies ist die Messordnung für Sonn- und Feiertage.
An Werktagen wird nur eine Lesung vorgetragen. Das Glaubensbekenntnis entfällt. Eine Predigt ist dann nicht vorgeschrieben. Stattdessen kann eine Statio bei der Begrüßung gewählt werden. Das Gloria wird nur an Festen gebetet oder gesungen.
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11.06.2017, 06:06

Im allgemeinen Schuldbekenntnis und mit dem Kyrieruf bereiten wir uns vor Gott auf die Mitfeier der hl. Messe vor.

Das Agnus Dei und das Gebet vor der Kommunion "Herr, ich bin nicht würdig, dass du eingehst unter mein Dach..." sind ebenfalls ein Bußakt vor dem Empfang der hl. Kommunion.

Beim Propheten Jesaja heißt es im Lied vom Gottesknecht: " Wie ein Lamm, das man zum Schlachten führt,..." vgl. Jes 53,5-8. Das Bild von Christus als dem Lamm Gottes bezieht sich auf das Pessachmahl der Israeliten. Jesus wurde nämlich "zum" Pessachfest am Kreuz für uns geopfert. Im Hebräerbrief wird uns genau dieser Zusammenhang näher erläutert. Im Johannesevangelium spricht der Täufer Johannes den Satz "Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt." Joh 1, 29

Das Gebet vor der Kommunion "Herr, ich bin nicht würdig, ..." geht auf ein Wort des Hauptmann von Kapharnaum zurück, das uns im Evangelium berichtet wird.
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11.06.2017, 06:43

Im Wortgottesdienst sind die Lesungen aus dem AT bzw. aus den Briefen und Schriften des NT gewählt. Das Lektionar umfasst die Bücher der Bibeltexte, die an den einzelnen Tagen des Kirchenjahres vorgetragen werden. Zum Messlektionar gehören die Bände für Sonn- und Feiertage in den drei Lesejahren A, B und C, die Bände für die Werktage in der Zeit des Jahreskreis, der Gedenktage für die Heiligen und für die geprägten Zeiten Advent und Fastenzeit.
Das Lesejahr errechnet sich aus der Quersumme der Jahreszahl wie sie sich durch 3 teilen läßt. Das aktuelle Kirchenjahr hat im Advent 2016 begonnen. Die Quersumme von 2016 ist 9 und läßt sich glatt durch 3 teilen. Also haben wir aktuell das Lesejahr A.

Sonntage sind als Feier von Ostern immer Hochfeste des Herrn. Weitere Hochfeste des Herrn sind Geburt des Herrn, Erscheinung des Herrn (Dreikönige), Verkündigung des Herrn, Ostern, Christi Himmelfahrt, Pfingsten, Dreifaltigkeitssonntag, Frohnleichnam, Heiligstes Herz Jesu und Christkönig. Die Hochfeste des Herrn verdrängen die anderen Hochfeste.
Hochfeste der Gottesmutter sind das Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria (8.Dez.), Hochfest der Gottesmutter Maria (1.Jan.) und Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel (15.Aug.)
Hochfeste der Heiligen sind das Hochfest des hl. Josef (19.März), Hochfest des Täufers Johannes (24.Juni) und Hochfest der Apostel Petrus und Paulus (29.Juni) und Allerheiligen (1.Nov.)
Daneben gibt es noch Eigenhochfeste für z.Bsp. für Gemeinschaften, Kirchweih und Gedenktag des Bistumspatrons etc.

An Werktagen feiert die Kirche in absteigender Rangordnung Feste, gebotene Gedenkttage und nicht gebotene Gedenktage sowie Werktage der Wochen im Jahreskreis.

Nachtrag: Den liturgischen Kalender für das jeweilige Bistum findet man im "Direktorium"
Z.Bsp. für das Bistum München hier als Download-Datei und mit guten Erklärungen
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47

11.06.2017, 06:51

Auf die Frage warum der Priester ein Gewand trägt, hat unser Pastor geantwortet: "Damit der Kerl darunter verschwindet." Das ist eine einfache und einleuchtende Erklärung.
Zum Priestergewand gehören das Schultertuch, die Albe, die Stola, das Cingulum und das Priestergewand selber, auch Kasel genannt.

Die liturgischen Farben sind
-weiß für freudige Anlässe
-grün für die Zeit des Jahreskreises
-rot für Feste des Heiligen Geistes und der Märtyrer,
-violett als Zeichen der Buße in der Advent- und Fastenzeit
-rosa an den Sonntagen Laetare und Gaudete
-schwarz zu Trauerfeiern
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48

11.06.2017, 06:53

Das Messbuch enthält die Tagesgebete, die vier Hochgebete und die Segensgebete am Schluss der Messe.
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11.06.2017, 07:09

Zur Gabenbereitung gehören Gefäße mit Wein und Wasser, die Schale und das Handtuch für die Händewaschung des Priesters, die Schale mit den zu konsekrierenden Hostien, der Kelch mit der Patene, auf der die große Priesterhostie liegt, der Palla und dem Korporale, eventuell dem Kelchtuch.

Die Händewaschung des Priesters hat einmal hygienische Gründe. Zum anderen spricht der Priester die Worte: "Herr, wasche ab meine Schuld, von meinen Sünden mach mich rein". Damit gilt der Priester für die ganze Zeit des Hochgebetes als vollkommen rein.

Eigentlich hat Jesus im Abendmahlssaal nur Brot und Wein gewandelt. In der Eucharistiefeier wird zum Wein ein wenig Wasser gegossen als Zeichen für das, was der Mensch zur Erlösung beisteuert. (Das ist nicht viel). Früher gab es dafür zusätzlich ein ganz kleines Löffelchen.

Bei der Wandlung wird das Kreuzesopfer Jesu Christi gegenwärtig. Es gibt nur ein einziges Kreuzesopfer ein für alle Male. Es wiederholt sich nicht bei jeder Wandlung, sondern wir werden dem Kreuzesopfer Jesu gegenwärtig gesetzt.

Jesus hat bei der Einsetzung der hl. Eucharistie im Abendmahlssaal zu den Jüngern gesagt: "Tut dies zu meinem Gedächtnis". Das heißt nicht, dass wir uns in der hl. Messe an ihn nur erinnern sollen, sondern das heißt, dass Christus uns jedesmal neu seine Gegenwart schenkt.

Übrigens ist Jesus in der hl. Messe gegenwärtig im Priester, im Altar, in der Kommunion, im Wort Gottes und in der Gemeinde. Deshalb wird er darin beim Inzensieren mit Weihrauch geehrt.
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11.06.2017, 07:18

Auf dem Altar liegt oder steht immer ein Kreuz. Es dürfen darauf auch Kerzen und Blumenschmuck stehen. Das Altartuch bedeckt den ganzen Altar. Im Altar befinden sich immer eingelassene Reliquien.
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11.06.2017, 07:21

Die Gaben Brot und Wein sind nicht irgendwelches Brot und irgendwelcher Wein. Es gibt konkrete Weisungen, wie die Kornfelder für das Brot bestellt und wie die Trauben für den Wein angebaut werden sollen. Dementsprechend gibt es Hostienbäckereien, meist in Klöstern, und extra Messwein.
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11.06.2017, 07:28

Die Stola des Priesters und des Diakons weisen auf das Joch Christi hin, der gesagt hat "Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch drückt nicht und meine Last ist leicht." Mt 11, 28ff
Der Diakon trägt seine "Schärpe" über der linken Schulter.
Der Papst hat übrigens eine ganz besondere Stola...
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11.06.2017, 10:43

@herzrosenduft

Da ist jetzt einiges zu korrigieren. Erstens war es im Orient üblich immer Wein gemischt mit Wasser anzubieten, der Alkoholgehalt der Weine im Orient ist wesentlich höher! Ganz richtig sagt die Jakobusliturgie, ebenso die Basileosliturgie: "Er nahm den Kelch mit Wein, mischte ihn, segnete ihn und gab ihn seinen heiligen Apostel, indem er sprach......................."
Dieser uralte Brauch des Orients wurde von den christlichen Kirchen gedeutet und zwar, dass das Wasser die Menschheit Christi symbolisiert, die sich mit der Gottheit (symbolisiert durch den Wein) verbindet. Aus diesem Grund nehmen die altorientalische Kirchen, die früher irrtümlich als Monophysiten bezeichnet wurden (Kopten, Äthiopier, Armenier, Westsyrer) kein Wasser in den Wein.
Die Vorschriften bezüglich des Messweins sind in der lateinischen Kirche schon lange abgeschafft! Der Wein (lateinischer Ritus normalerweise Weißwein, wobei Rotwein nicht verboten ist) soll naturbelassen sein, aber die Vorschrift, dass ein Weinlieferant einer Diözese einen bestimmten Eid leisten müsse, Ist schon lange abgeschafft. Der Priester kann grundsätzlich den Wein auch am Supermarkt kaufen. Unsere ukrainische Kirche tut das auch, weil wir, wie alle Byzantiner Rotwein verwenden, der noch dazu ein bisschen süß sein soll, daher ist es ein Wein aus Griechenland.
Übrigens ist es nicht sicher, dass sich der Ausdruck Messe vom lateinischen "missa = Sendung" herleitet. Möglicherweise kommt der Ausdruck vom Wort "Mensa" = Tisch, auf Spanisch heißt der Tisch, aber auch die Platte, die Ebene, heute noch " Mesa, das "n" ist ausgefallen. Das deckt sich dann mit einem Ausdruck der Orientalen, welche die Messe auch "Hagia trapeza = heiliger Tisch" nennen. Die meisten Fachleute stimmen heute der 2. Ableitung zu. Msgr. Franz Schlegl

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Msgr. Mag. Franz Schlegl« (11.06.2017, 14:19)


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20.08.2017, 14:21

Aus dem Katechismus

„Er wird wiederkommen in Herrlichkeit
Christus herrscht schon durch die Kirche
668 „Christus ist gestorben und lebendig geworden, um Herr zu sein über Tote und Lebende" (Röm 14,9). Der Aufstieg Christi zum Himmel bedeutet, dass er nun in seiner Menschennatur an der Macht und Autorität Gottes selbst teilhat. Jesus Christus ist der Herr: er besitzt alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Er ist „hoch über alle Fürsten und Gewalten, Mächte und Herrschaften" erhoben, denn der Vater hat ihm „alles" „zu Füßen gelegt" (Eph 1,20-22). Christus ist der Herr des Weltalls [ Vgl. Eph 4,10; 1 Kor 5,24.27-28 ] und der Geschichte. In ihm wird die Geschichte des Menschen, ja die ganze Schöpfung erneut unter ein Haupt „zusammengefasst" (Eph 1,10) und jenseitig vollendet.
669 Als der Herr ist Christus auch das Haupt der Kirche, die sein Leib ist [Vgl. Eph 1,22]. Obwohl in den Himmel aufgenommen und verherrlicht, da er seine Sendung voll erfüllt hat, bleibt er auf Erden in seiner Kirche. Die Erlösung ist die Quelle der Autorität, die Christus kraft des Heiligen Geistes über die Kirche ausübt [Vgl. Eph 4,11-13]. „Die Kirche, das heißt das im Mysterium schon gegenwärtige Reich Christi", ist „Keim und Anfang dieses Reiches auf Erden" (LG 3; 5 ).
670 Seit der Himmelfahrt geht der Plan Gottes seiner Erfüllung entgegen. Wir leben schon in der „letzten Stunde" (1 Joh 2, 18 ) [Vgl. 1 Petr 4,7]. „Schon sind also die Enden der Zeiten zu uns gekommen, und die Erneuerung der Welt ist unwiderruflich begründet und wird in dieser Weltzeit auf eine gewisse wirkliche Weise vorweggenommen: Denn die Kirche wird schon auf Erden durch eine wahre, wenn auch unvollkommene Heiligkeit ausgezeichnet" (LG 48 ). Schon jetzt erweist das Reich Christi seine Gegenwart durch die wunderbaren Zeichen [Vgl. Mk 16,17-18 ], die seine Verkündigung durch die Kirche begleiten [Vgl. Mk 16,20].
....... bis ihm alles unterworfen ist
671 Das Reich Christi, in der Kirche schon gegenwärtig, ist jedoch noch nicht durch die Ankunft des Königs auf Erden „mit großer Macht und Herrlichkeit" (Lk 21,27) [Vgl. Mt 25,31] vollendet. Es wird noch von bösen Mächten angegriffen [Vgl. 2 Thess 2,7], obwohl diese durch das Pascha Christi im Grunde schon besiegt sind. Bis ihm dann alles unterworfen sein wird [Vgl 1 Kor 15,28 ], bis es „neue Himmel und eine neue Erde geben wird, in denen die Gerechtigkeit wohnt, trägt die pilgernde Kirche in ihren Sakramenten und Einrichtungen, die zu dieser Zeit gehören, die Gestalt dieser Welt, die vergeht, und weilt selbst unter den Geschöpfen, die seufzen und bis jetzt noch in Wehen liegen und die Offen. barung der Kinder Gottes erwarten" (LG 48 ). Aus diesem Grund beten die Christen, besonders in der Eucharistiefeier [Vgl. 1 Kor 11,26], um das rasche Eintreten der Wiederkunft Christi [Vgl. 2 Pelr 3,11-12], indem sie zu ihm rufen: „Komm, Herr!" (1 Kor 16,22; Offb 22, 17.20).
672 Christus hat vor seiner Himmelfahrt gesagt, die Stunde sei noch nicht da, um das von Israel erwartete messianische Reich herrlich zu errichten [Vgl. Apg 1,6-7]. Dieses sollte den Propheten zufolge [Vgl. Jes 11,1-9] für alle Menschen die endgültige Herrschaft der Gerechtigkeit, der Liebe und des Friedens bringen. Die jetzige Zeit ist nach dem Wort des Herrn die Zeit des Geistes und des Zeugnisgebens [Vgl. Apg 1,8 ], aber auch noch eine Zeit der „Not" (1 Kor 7,26) und der Prüfung durch das Böse [Vgl. Eph 5,16], das selbst die Kirche nicht verschont [Vgl. 1 Petr 4,17] und die Kämpfe der letzten Tage einleitet [Vgl. 1 Joh 2,18; 4,3; 1 Tim 4,1]. Sie ist eine Zeit des Harrens und des Wachens [Vgl. Mt 25,1-13; Mk 13,33-37].
Das glorreiche Kommen Christi als Hoffnung für Israel
673 Seit der Himmelfahrt steht die Ankunft Christi in Herrlichkeit bevor [Vgl. Apg 22,20], nur steht es uns „nicht zu, Zeiten und Fristen zu erfahren, die der Vater in seiner Macht festgesetzt hat" (Apg 1,7) [Vgl. Mk 13,32]. Diese eschatologische Ankunft kann jederzeit geschehen [Vgl. Mt 24,44; 1 Thess 5,2], auch wenn sie und die endzeitliche Prüfung, die ihr vorausgehen wird [Vgl. 2Thess 2,3-12], noch „aufgehalten" werden.
674 Das Kommen des verherrlichten Messias hängt zu jedem Zeitpunkt der Geschichte [Vgl. Röm 11,31] davon
ab, daß er von „ganz Israel" (Röm 11,26) [Vgl. Mt 23,39Vgl. Lk 21,24] anerkannt wird, über dem zum Teil „Verstockung liegt" (Röm 11,25), so daß sie Jesus „nicht glaubten" (Röm 11,20). Petrus sagt es nach Pfingsten zu den Juden von Jerusalem: „Also kehrt um, und tut Buße, damit eure Sünden getilgt werden und der Herr Zeiten des Aufatmens kommen läßt und Jesus sendet als den für euch bestimmten Messias. Ihn muß freilich der Himmel aufnehmen bis zu den Zeiten der Wiederherstellung von allem, die Gott von jeher durch den Mund seiner heiligen Propheten verkündet hat" (Apg 3,19-21). Und Paulus sagt gleich ihm: „Wenn schon ihre Verwerfung für die Welt Versöhnung gebracht hat, dann wird ihre Annahme nichts anderes sein als Leben aus dem Tod" (Röm 11,15). Der Eintritt der „Vollzahl" der Juden (Röm 11,12) in das messianische Reich im Anschluß an die „Vollzahl der Heiden" (Röm 11,25) [Vgl. Lk 18,8; Mt 24,12] wird dem Volk Gottes die Möglichkeit geben, das „Vollmaß Christi" (Eph 4,13) zu verwirklichen, in dem „Gott alles in allen" sein wird (1 Kor 15,28 ).
Die letzte Prüfung der Kirche
675 Vor dem Kommen Christi muß die Kirche eine letzte Prüfung durchmachen, die den Glauben vieler erschüttern wird [Vgl. Lk 21,12;Joh 15,19 -20]. Die Verfolgung, die ihre Pilgerschaft auf Erden begleitet 8, wird das „Mysterium der Bosheit" enthüllen: Ein religiöser Lügenwahn bringt den Menschen um den Preis ihres Abfalls von der Wahrheit eine Scheinlösung ihrer Probleme. Der schlimmste religiöse Betrug ist der des Antichrist, das heißt eines falschen Messianismus, worin der Mensch sich selbst verherrlicht, statt Gott und seinen im Fleisch gekommenen Messias [Vgl. 2 Thess 2,4-12; 1 Thess 5,2-3; 2Joh 7; 1 Joh 2,18.22].
676 Dieser gegen Christus gerichtete Betrug zeichnet sich auf der Welt jedesmal ab, wenn man vorgibt, schon innerhalb der Geschichte die messianisehe Hoffnung zu erfüllen, die nur nachgeschichtlich durch das eschatologische Gericht zu ihrem Ziel gelangen kann. Die Kirche hat diese Verfälschung des künftigen Reiches, selbst in ihrer gemäßigten Spielart, unter dem Namen „Millenarismus" zurückgewiesen [Vgl. DS 3839], vor allem aber die „zuinnerst verkehrte" politische Form des säkularisierten Messianismus [Vgl. die Verurteilung des falschen „Mystizismus" dieser Fehlform der Erlösung der Armen in der Enzyklika „Divioi Redemptoris" Pius‘ Xl].
677 Die Kirche wird nur durch dieses letzte Pascha hindurch, worin sie dem Herrn in seinem Tod und seiner Auferstehung folgen wird [Vgl. auch GS 20-21], in die Herrlichkeit des Reiches eingehen. Das Reich wird also nicht in stetigem Fortschritt durch einen geschichtlichen Triumph der Kirche zustande kommen [Vgl. Offb 19,1-9], sondern durch den Sieg Gottes im Endkampf mit dem Bösen [Vgl. Offb 3,18 ]. In diesem Sieg wird die Braut Christi vom Himmel herabkommen [Vgl. Offb 20,7-10]. Nach der letzten kosmischen Erschütterung dieser Welt, die vergeht [Vgl. Offb 21,2-4], wird es in Gestalt des letzten Gerichts zum Triumph Gottes über den Aufstand des Bösen kommen [Vgl. 2 Petr 3,12-13]“
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26.11.2017, 20:08

Glaubenserfahrungen

Es hat keinen Zweck, wenn man sagt: Erst muss ich das verstehen, sonst glaube und tue ich es nicht. Das wird nicht zum Glauben und zur Erkenntnis Gottes führen. Die Ordnung ist andersherum: Ich füge mich Gott und praktiziere meinen Glauben... und siehe da: ich komme zur Erkenntnis. Diese Erfahrungen kann jeder machen, der den Glauben und das Beten praktiziert. Das haben die Menschen vor Jahrhunderten schon erfahren und das können sie auch heute erfahren. Was nicht geht, weil Gott es nicht zulässt ist dies: Ich kann mir den Glauben nicht nehmen, ich kann den Glauben nicht anderen geben, ich kann den Glauben nicht durch Studieren erfassen. Leider, oder Gott sei Dank, ist das so. Wenn wir beten, dann öffnen wir uns für Gott und ER nimmt Wohnung in uns. So kann Jesus im Heiligen Geist in uns und durch uns wirken. So werden wir durch unser Beten zu Zeugen unseres Glaubens an IHN... und zwar für andere.
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Klomb

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05.12.2017, 15:14

RE: Glaubenserfahrungen

Es hat keinen Zweck, wenn man sagt: Erst muss ich das verstehen, sonst glaube und tue ich es nicht. Das wird nicht zum Glauben und zur Erkenntnis Gottes führen. Die Ordnung ist andersherum: Ich füge mich Gott und praktiziere meinen Glauben... und siehe da: ich komme zur Erkenntnis.
Das kann man so nicht ganz stehen lassen. Verständnis war Jesus sehr wichtig (siehe z.B. Mt. 13,19). Riskant ist es auch, einfach eine religiöse Praxis zu pflegen, ohne ihren Sinn zu verstehen. Man kann so sicher den Glauben stärken, den man hat, aber es ist nicht sicher, daß dies der Glaube der Kirche ist.
Wir können aber davon profitieren, daß wir uns gewissermaßen an das Verständnis und den Glauben der Kirche "anhängen" können, wo es uns bei uns selber zeitweise fehlt, indem wir das Gespräch mit Glaubensgeschwistern suchen, insbesondere den berufenen, oder Bibel und Schriften der Kirchenväter und unserer Bischöfe lesen. Ich glaube auch, daß es dem Glaubensverständnis dient, wenn man sich die Heiligen anschaut, weil sie das größte Hemmnis für Glaubensverständnis, nämlich die Unlogik der Welt, in ihrem Leben überwunden haben.

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