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El Dakhel

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61

10.06.2017, 09:26

Ich glaube mich aus meinem Studium der orthodoxen Theologie erinnern zu können, dass genau diese Ansicht des Joachim von Fiore über die drei Zeitalter verurteilt worden ist. Der Grund liegt darin, dass dabei das gemeinsame Wirken der Allerheiligsten Dreifaltigkeit zerrissen wird.leider fehlt mir aber die Zeit, das genau nachzuschauen.Msgr. Franz Schlegl
Habe mich gerade am "Lexikon für Theologie und Kirche" schlau gemacht: Verurteilt wurde auf dem IV. Lateralkonzil nicht die Zeitalterlehre sondern seine tritheistischen Ansichten. Eine Zeitalterlehre ist eigentlich auch für einen Modalisten möglich, also gibt es keinen zwingenden Zusammenhang zwischen beidem.
Was hat man eigentlich im Zusammenhang mit der Dreifaltigkeit unter "Person" zu verstehen? Ich habe weiter vorne im Thread gelesen, dass man früher unter Person so etwas wie "Maske" verstanden hat
Ich möchte die Sache mit Joachim von Fiore aus dem M. -Thread, die dort eigentlich nicht hingehört, hier neu aufgreifen. Ich hatte noch einmal darüber nachgedacht: für den Modalisten ist die Zeitenlehre vorstellbar, da er sich Gott als eine Person denkt, die mal unter der Maske des Vaters, mal unter der des Sohnes, und mal unter der des Heiligen Geistes auftritt. Dann hat sich Gott eben den Menschen des Alten Testaments hinter der Maske des Vaters gezeigt, den Menschen des Neuen Testaments hinter der Maske des Sohnes und später hinter der Maske des Heiligen Geistes. Kein Problem für den Modalisten. Für den Tritheisten sowieso nicht: da hat einmal der Vater seinen Auftritt, dann der Sohn und dann der Geist. Das ist sogar besonders praktisch, denn so kann jeder einmal Protagonist sein, nicht immer bloß Deuteragonist, Tritagonist (also doch eine Direktverbindung?) Bliebe noch die Sicht des Trinitariers. Da käme es m. E. immer zu einer "Unwucht": das Zusammenwirken der Dreifaltigkeit wäre gestört, wie Monsignore Schlegl schon gesagt hat...
Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn,
der Himmel und Erde erschaffen hat“
Ps 124,8

El Dakhel

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62

10.06.2017, 11:25

Bliebe noch die Sicht des Trinitariers. Da käme es m. E. immer zu einer "Unwucht"
Gott ist also keine "ruhende Wirklichkeit" sondern eine des Sichverschenkens. Gott Vater ist erselbst, ist Person im reinen sich vergießenden Akt. Genauso Gott Sohn. Dass der Glaube des Alten Testaments nur Gott den Vater kennt, liegt aus trinitarischer Sicht doch an einem Mangel, nämlich an Offenbarungserkenntnis (der Gottesname "Jahwe" ist erst auf dem Weg zum Vater Christ), aber nicht im Verhältnis der Trinität selbst begründet? Und es wäre falsch, nach der Offenbarung Christi von einem "Zeitalter des Sohnes" zu sprechen...
Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn,
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »El Dakhel« (10.06.2017, 11:37)


herzrosenduft

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63

11.06.2017, 09:18

Das unerschöpfliche Geheimnis der Dreifaltigkeit werden wir in der Ewigkeit des Himmels schauen...(hoffentlich)
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Der Papst betont die Wichtigkeit eines „christlichen Stils“ der Präsenz auch in der digitalen Welt:

„Dieser verwirklicht sich in einer Form
aufrichtiger und offener, verantwortungsvoller und dem anderen gegenüber
respektvoller Kommunikation“.

herzrosenduft

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64

11.06.2017, 11:37

Der eine Gott entfaltet sich in drei Personen und ist doch eins.
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Der Papst betont die Wichtigkeit eines „christlichen Stils“ der Präsenz auch in der digitalen Welt:

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aufrichtiger und offener, verantwortungsvoller und dem anderen gegenüber
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