20.10.2017, 08:59 UTC+2

Sie sind nicht angemeldet.

  • Anmelden
  • Registrieren

BeatriceMaria

Fortgeschrittener

Beiträge: 240

Wohnort: Stuttgart

Beruf: Akademikerin

1

22.02.2005, 12:21

Die Frau in der Christusnähe statt Rückkehr zu Eva

Ich weiss, dass ich hier ein Reizthema anspreche.

In den vergangenen 30 Jahren gab es eindrucksvolle Verlautbarungen aus dem Vatikan. Ich denke an die Enzyklika Redemtoris Mater unseres Heiligen Vater.

Dennoch vergeht kein Tag, an dem die Katholische Kirche gerade in Bezug auf ihre Haltung zur Frau schärfstens attackiert wird.

Gerade bei den sogenannten Modernisten, z. B. auch in den Ortskirchen wird der Patriarchalismus angeprangert. In der Kirche hätten Männer nur bestimmt, welche Rollen uns Frauen zugeordnet sind. Die Unterdrückungskirche "Männer für Frauen" müsse deshalb heute einer paritätischen Öffnung zu allen kirchlichen Diensten einschl. Priesteramt.

Diese Rückständigkeit allein nur noch in der Kath. Kirche verhaftet bedürfe dringend der längst fälligen Revision, da diese den Mann als Haupt, die Frau als Untergebene darstellt.

In der Kath. Kirche sind mit grosser Selbstverständlichkeit viele Frauen in verantwortungsbewussten Stellungen z. B. Lehrerinnen, Schuldirektorinnen, Äbtissinnen, Organistinnen und weltweit in missionarischen Diensten tätig.

In all diesen Stellungen sind die Frauen in hochgeachteter Gleichrangikeit mit den Männern tätig und sehr allgemein anerkannt.

Wenn die feministischen Theologinnen zwar gern aus dem Mann Jesus eine "Jesa Christa" konstruieren möchten, so istes doch bisher keiner gelungen, Christus patriarchalisch zu schimpfen zu eindeutig durchbricht er die im Judentum übliche Zurückhaltung den Frauen gegenüber.

Jesus lässt sich auf seinem Weg von Frauen begleiten, die ihm bis zum Kreuz folgen. Er führt mit ihnen Gespräche unds tellt sie durch seine nachdrückliche Betonung der Einehe auf Lebenszeit gegen die Neigung der Männer unter seinen besonderen Schutz.

In allen Berichten des Evangeliums sind es Frauen, die als erstes feststellen, dass das Grab leer istunddenen durch den Engeld die Nachricht zuteil wird, dass Christus auferstanden ist. Mt. 281-8, Mk 1-8, Lk 24,1-12, 19-23, Joh. 20,1-2

Frauen sind es, die der verängstigenden Jüngerschaft diese atemberaubende Kunde zutragen und es ist eine Frau, Maria Magdalena, dersich der Auferstandene offenbart.

Die Liste der Heiligen Frauengestalten in der Geschichte unserer Heiligen Kirche unterstreicht den Gehorsam zur Lehre der Kirche. Ich denke an die heilige Katharina von Alexandrien, die durch die Erleuchtung des Hl. Geistes jene widerlegen konnte, die zu ihrer Verurteilung dasasssen.

Der Ruhm der Hl. Hroswitha v. Gandersheim aus dem 10. Jh istunverblasst, ebenso der H. Hildegard v. Bingen, der Hl. Elisabeth v. Thüringen, der Hl. Seherin Maria von Agreda.

Vieleheilige Ordensgründerinnen haben mit ihren Nachfolgerinnen Großes zur Ehre Gottes getan. Gott hat immer wieder Mystikerinnen und Seherinnen auserwählt z. B. AnnaKatharina Emmerich, die Hl. Katharina Labouré Theresa von Avila und ich möchte ganz besonders jene Heilige erwähnen, welche ich besonders verehre und ich an diesem Ort auch zum wahren Kath. Glauben gefunden habe, die heilige Bernadette in Lourdes.

Sie wurden gross, weil sie Gottes Ehre und nicht ihre eigene Ehre suchten. Sie und unzählige andere haben der Kiche ruhmreich in Demut gedient. Und in den Unterstellungen der sog. Feministinnen wirdes vergessenzu erwähnen, mit wieviel Dankbarkeit die Kirche heute das Andenken dieser großen Frauen bewahrt und ehrend in liebevoller Art und Weise pflegt.

Aber über missbräuchliche Machtanmassung von Frauen liegt bei den Feministinnen in der Kath. Kirche ohnehin ein Schweigemantel.

Das feministische Gerangel um Machtpositionen in der Kirche ist vom Ansatz her widerchristlich. Denn es geht hier eben eogzentrisch um Konkurrenz, Prestige, um die ersten Plätze ganz im Sinne der Mutter der Zebedäussöhne unter den Jesusjüngern, dieChristus mit unnachahmlicher Schärfe zurückweist mit den Worten Mt. 20,22 Frau, du weiss nicht, wovon du redest.

Ich freue mich als Frau und versuche mit weichen, freundlichen, ausgeglichenen, begenden Eigenschaften als Glied der Kirche zu sein.

Beatrice Maria
Totus Tuus Maria

2

23.02.2005, 12:06

Ein schoener Beitrag Beatrice. Du hast vollkommen recht. In keinem anderen sozialen Umfeld wurde der Frau in der Geschichte so eine herausragende Rolle zugedacht. Besonders die Wissenschaften sollten hier sehr kleinlaut sein. Ja noch vielmehr: Das Klosterleben war oft fuer die Frauen der einzige Zugang zu Bildung.
deus lo vult

BeatriceMaria

Fortgeschrittener

Beiträge: 240

Wohnort: Stuttgart

Beruf: Akademikerin

3

24.02.2005, 14:00

Ich denke, dass vor allem das "Frau sein" wieder neu entdeckt werden muss.

Emanzipation der Frau ist ein fürchterliches Wort und gehört eigentlich gar nicht in einen Wortschatz.

Frau sein hat auch etwas mit der Christusnachfolge zu tun. Wie ist er mit Frauen umgegangen und wie gehen wir mit ihm um!

Christusnachfolge heisst für mich als Frau Demut zu zeigen und mich an der Tradition der Kirche zu orientieren, welche das Fundament ist.

Ich versuche stets eine Kämpferin des Kath. Glaubens zu sein. Hier ist mir die Heilige Katharina von Siena ein grosses Vorbild.

Wir müssen einstehen für den wahren kath. Glauben und Jesus Christus immer neu bezeugen und uns nicht mit dummen emanzipatorischen Fragen auseinandersetzen, welche sowieso nicht zu Christus führen.

Ich fühle mich gleichberechtigt als Frau in der Gesellschaft, in meinem Beruf, im Denken und Handeln. Jedoch im wahren Kath. Glauben bin ich kompromisslos und dort orientiere ich mich an der Muttergottes.

Sie wird in ganz einzigartiger Weise verehrt und durch diese Verehrung sehe ich, wie die Kath. Kirche die Frau sieht.

Beatrice Maria
P.S. Pardon wegen meiner Tippfehler!
Totus Tuus Maria

Geist aus Appenzell

unregistriert

4

24.02.2005, 15:03

Liebe BeatriceMaria

Es ist natürlich sehr löblich, was Du versuchst. Ich frage mich aber, was ein Mann anders hat?

Ich zb versuche genau dasselbe auch.

Gibts da nicht noch mehr?

Gottes Segen

ellias

unregistriert

5

24.02.2005, 17:26

Hallo,
vielleicht sollte man nicht vergessen, dass es Frauen in anderen Teilen der Welt sehr wohl noch schlecht geht. In vielen Gebieten, auch christlichen, sind sie immernoch nichts wert. Das es uns hier in Deutschland wesentlich besser geht, ist ein Riesen- "Gluecks"fall...
Ein Bischof in Albanien sagte den einheimischen Maennern, dass sie ihre Frauen nicht schlagen duerften. Daraufhin bekam er die Antwort: " Was? Ich darf meine Frau nicht schlagen?" Oder "Sieh mal, was bist du denn fuer ein Mann, wenn du nicht ab und zu deine Frau verdrischst?" Sie sind zum Kinderkriegen und Putzen da.
Die Freiheit, die Frauen hier geniessen, auch innerhalb einer Ehe, ist eine schoene Sache, aber global gesehen eine Raritaet.
Wer Freiheit hat, der fuehlt sich wohl.

Ganz liebe Gruesse,
Elli

herzrosenduft

Erleuchteter

Beiträge: 5 771

Wohnort: Deutschland

Beruf: Gärtner

6

22.07.2017, 12:43

"Maria von Magdala wird im Lukasevangelium (Lk 8, 2 ) an erster Stelle unter den Frauen genannt, die Jesus geheilt hatte und die ihn dann begleiteten und unterstützten. Dass sie die Sünderin war, die Jesus die Füße wusch (Lk 7, 36-50 ), und dass sie die Schwester der Marta und des Lazarus war (Lk 10, 38-50; Joh 12, 1-8 ), wird in der abendländischen Liturgie seit Papst Gregor d. Gr. allgemein vorausgesetzt, ist jedoch nicht sicher. Dagegen wird klar berichtet, dass sie beim Kreuz Jesu stand (Mk 15, 40-41 ), dass sie beim Begräbnis Jesu dabei war (Mk 15, 47 ) und am Ostermorgen mit anderen Frauen zum Grab ging (Mk 16, 1-8 ). Ihr ist der auferstandene Herr zuerst erschienen und hat sie mit der Osterbotschaft zu den Jüngern gesandt (Mk 16, 9; Joh 20, 14-18 ), weshalb sie auch "Apostelin der Apostel" genannt wurde. Durch ein Dekret vom 3. Juni 2016 wurde ihr Gedenktag in den Rang eines Festes erhoben, auch bekam sie eine eigene Präfation."


Zitat aus http://evangeliumtagfuertag.org/main.php…722&id=125&fd=0
_______________________________________________________________________________________

Der Papst betont die Wichtigkeit eines „christlichen Stils“ der Präsenz auch in der digitalen Welt:

„Dieser verwirklicht sich in einer Form
aufrichtiger und offener, verantwortungsvoller und dem anderen gegenüber
respektvoller Kommunikation“.

Thema bewerten