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El Dakhel

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101

23.07.2017, 08:30

Zitat

Es gibt keinen Gott außer dir, der für alles Sorge trägt; daher brauchst du nicht zu beweisen, dass du gerecht geurteilt hast. Deine Stärke ist die Grundlage deiner Gerechtigkeit, und deine Herrschaft über alles lässt dich gegen alles Nachsicht üben. Stärke beweist du, wenn man an deine unbeschränkte Macht nicht glaubt, und bei denen, die sie kennen, strafst du die trotzige Auflehnung. Weil du über Stärke verfügst, richtest du in Milde und behandelst uns mit großer Nachsicht; denn die Macht steht dir zur Verfügung, wann immer du willst. Durch solches Handeln hast du dein Volk gelehrt, dass der Gerechte menschenfreundlich sein muss, und hast deinen Söhnen die Hoffnung geschenkt, dass du den Sündern die Umkehr gewährst. Buch der Weisheit 12,13.16-19
Also die Lesung heute passt doch ganz wunderbar hier her. Das ist der richtige Sprengstoff gegen den "Fels des Atheismus". :)
Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn,
der Himmel und Erde erschaffen hat“
Ps 124,8

herzrosenduft

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102

25.09.2017, 15:03

Wer böses Leid erfahren hat, der könnte die Frage stellen: "Gott, wo warst du, als mir das und das geschehen ist?

Die Antwort könnte lauten: Am Kreuz, an Händen und Füßen festgenagelt, zum hilflosen Leiden verurteilt.

Hat Gott nicht alles Leiden der Welt am Kreuz durchlitten und alles Leid mitgefühlt, das wir Menschen uns seit Urzeiten gegenseitig angetan haben? Wie könnte man dann noch fragen: Wo warst du, Gott?
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Der Papst betont die Wichtigkeit eines „christlichen Stils“ der Präsenz auch in der digitalen Welt:

„Dieser verwirklicht sich in einer Form
aufrichtiger und offener, verantwortungsvoller und dem anderen gegenüber
respektvoller Kommunikation“.

lamwool

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103

30.09.2017, 11:20

@Herzrosenduft:
Hat nicht Hiob schon gefragt: was habe ich falsch gemacht, dass mir solches Unheil passiert?
Diese Frage ist doch sehr menschlich, wenn uns grosses Leid widerfährt, nicht wahr?

Du schreibst dann: (ja, ich weiss 'könnte')

Zitat

Die Antwort könnte lauten: Am Kreuz, an Händen und Füßen festgenagelt, zum hilflosen Leiden verurteilt.
ABER, ist Jesus nicht auferstanden vom Kreuz? Als Hoffnung für uns alle?? Er blieb eben nicht gefesselt!!

Schönen Sonntag wünsch ich dir.
Gruss

herzrosenduft

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104

03.10.2017, 20:24

@lamwool
Ich stelle mir vor, dass Jesus alles Leid der Welt am Kreuz selbst mit durchlitten hat. Das Leiden Jesu hat ganz viel mit Mystik zu tun. Es ist schwierig das Geheimnis in Worte zu fassen.

Und wieviele Menschen haben schlimmstes Leid erlitten, sind traumatisiert und fragen: Gott, wo warst du, als mir das passiert ist?

Aus dieser Frage könnte eine ablehnende Haltung zu Gott entstehen. Es gilt deshalb diese Frage so wahr zu beantworten, dass Hoffnung und Trost daraus werden können. Denn wie könnte Gott den Menschen einfach so seinem Leid überlassen, ohne ihm auf seine Art beizustehen? Er nimmt das Leid nicht aus dieser Welt (wohl aus der zukünftigen), aber er trägt es mit.
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »herzrosenduft« (06.10.2017, 18:50)


lamwool

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105

05.10.2017, 16:09

@Herzrosenduft

Zitat

Aus dieser Frage könnte eine ablehnende Haltung zu Gott entstehen. Es
gilt deshalb diese Frage so wahr zu beantworten, dass Hoffnung und Trost
daraus werden können.
Wissen Sie, irgendwie habe ich das Gefühl, Sie stehen auf einem Podest leicht über den Menschen. Sorry für diesen Vergleich, aber Sie schreiben, dass rein durch Fragen aus einer
Verzweiflung bei einem harten Schicksalschlag heraus eine 'ablehnende Haltung zu Gott' entstehen 'könnte'. Können Sie sich vorstellen, dass 'solche Fragen' jeweils einfach auftauchen, ohne dass sie einer Kontrolle unterliegen, die kommen einfach daher.
Und jetzt soll dieser geplagte Mensch dadurch auch noch gesündigt haben.
Dann zum Zweiten: Wer soll Ihrer Meinung nach 'diese Frage so wahr zu beantworten'? (Zitat oben)

Vielleicht haben Sie schon lange gemerkt, dass ich viel Verständniss für 'Fragende' habe. Dabei denke ich halt immer wieder an Hiob.
Bin aber auch der Meinung, dass auch ein Christ mal 'zugeben' darf, dass er nicht alle Wege Gottes versteht.
Gruss

herzrosenduft

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106

05.10.2017, 20:23

@lamwool
Wissen Sie woher ich meine Gedanken abgeleitet habe? Ein Frau wurde von ihrer Mutter schwer misshandelt und geschlagen und gedemütigt. Bis heute ist sie traumatisiert. Wissen Sie was ein Posttraumatisches Syndrom ist? In ihrer Erinnerung erlebt sie den erlittenen Schmerz immer wieder neu. Je näher die Person, die misshandelt hat, desto schlimmer die Traumatisierung.
Und bei dieser Frau kam die Frage auf: Gott, wo bist du gewesen, als meine Mutter das mit mir gemacht hat? Diese Frau geht bis heute nicht mehr in die Kirche. Langsam findet sie den Weg zurück. Es muss erst Heilung geschehen.
Und wie soll die konkrete Frage dieser Frau beantwortet werden ohne die Wahrheit zu verbiegen? Wissen Sie eine Antwort?
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herzrosenduft

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107

05.10.2017, 20:29

Und jetzt soll dieser geplagte Mensch dadurch auch noch gesündigt haben.


Es gibt schlimme Verletzungen, die Menschen in eine heftige Glaubenskrise stürzen können. Nennt man so etwas nicht für die, die jemanden schwer verletzt haben, dass er in Glaubenszweifel gerät, ein Ärgernis geben?

Und wer hat dann gesündigt? Der, der ein Ärgernis erleiden muss und in eine Glaubenskrise gerät oder der, der ein Ärgernis gegeben hat? Sie verdrehen mir etwas das Wort im Mund.
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lamwool

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108

06.10.2017, 17:27

@Herzrosenduft:
Ich glaube ich lasse es so bleiben. Wir könnten noch lange diskutieren, ob Fragen erlaubt ist oder nicht.

Nur noch dies: Heisst es nicht am Anfang des Gebetes, dass Jesus uns gelehrt hat, 'Vater'?

Das hat doch eine grosse Bedeutung, nicht wahr und sagt soviel über das Verhältnis zwischen uns aus.

Haben Sie eine gute Herbstzeit und dann kommt ja der Advent.

Freundliche Grüsse
Lamwoll

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