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81

13.10.2014, 20:41

Ich war übrigens erst letztes Jahr in Rom in der großartigen Kirche, in der der Heilige Philipp Neri begraben liegt.
Mein Sohn heißt übrigens auch Philipp, dessen Namenspatron Ihr nun raten könnt!

82

13.10.2014, 20:47

@Philipp Neri
Wäre Neid keine Sünde, so hätte ich beim Lesen soeben gesündigt.
So aber mag ich Dir diese Begegnung mit dem Apostel von Rom
herzlich gönnen und denke, dass sein Segen nicht nur über die Jahrhunderte,
sondern leicht auch über die Alpen hin reichen wird
cor ad cor loquitur
John Henry Newman

83

13.10.2014, 20:58

[attach]1057[/attach]
»Philipp Neri« hat folgendes Bild angehängt:
  • Philipp_Neri.JPG

84

13.10.2014, 21:05

:) Möge es Dir unser lieber heiliger Filippo herzlich vergelten!
cor ad cor loquitur
John Henry Newman

85

13.10.2014, 21:07

Wir brauchen in unserer Kirche viele "Philipp Neris" !

herzrosenduft

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86

09.11.2014, 13:02

1 Kor 7, 8ff

"Den Verheirateten gebiete nicht ich, sondern der Herr: Die Frau soll sich vom Mann nicht trennen, wenn sie sich aber trennt, so bleibe sie unverheiratet oder versöhne sich wieder mit dem Mann - und der Mann darf die Frau nicht verstoßen.
Den Übrigen sage ich, nicht der Herr: Wenn ein Bruder eine ungläubige Frau hat und sie willigt ein, weiter mit ihm zusammenzuleben, soll er sie nicht verstoßen. Auch eine Frau soll ihren ungläubigen Mann nicht verstoßen, wenn er einwilligt, weiter mit ihr zusammenzuleben. Denn der ungläubige Mann ist durch die Frau geheiligt und die ungläubige Frau ist durch ihren gläubigen Mann geheiligt. Sonst wären eure Kinder unrein; sie sind aber heilig. Wenn aber der Ungläubige sich trennen will, soll er es tun. Der Bruder oder die Schwester ist in solchen Fällen nicht wie ein Sklave gebunden; zu einem Leben in Frieden hat Gott euch berufen. Woher weißt du denn, Frau, ob du den Mann retten kannst? Oder woher weißt du, Mann, ob du die Frau retten kannst? "
_______________________________________________________________________________________

Der Papst betont die Wichtigkeit eines „christlichen Stils“ der Präsenz auch in der digitalen Welt:

„Dieser verwirklicht sich in einer Form
aufrichtiger und offener, verantwortungsvoller und dem anderen gegenüber
respektvoller Kommunikation“.

87

06.08.2015, 13:17

Einen schönen, nicht allzu heissen Tag zusammen.
Mich treibt die Frage der Ehe- und Familienpastoral im Allgemeinen sowieso, jedoch aus aktuellem Anlass besonders herum.
Zuerst zum aktuellen Anlass:
Letzten Samstag durfte ich als Schwester der Braut einer „kirchlichen Trauung“ beiwohnen. Man muss dazu sagen, dass die Braut aus diesem Anlass erstmals seit Jahrzehnten wieder eine Kirche betreten hat, die Taufe der kleinen Tochter letztes Jahr natürlich ausgenommen. Der Bräutigam ist getaufter Protestant, jedoch vor Jahren ausgetreten.
Die Trauung wurde durch einen Diakon vorgenommen, fand also ohne Eucharistiefeier statt. Was den Trauritus selbst angeht, fehlten einige Passagen der üblichen Formel, wie z.B. die Frage des Priesters bzw. Diakons, ob die Eheleute bereit sind, die Kinder anzunehmen, die Gott ihnen schenken will. Weitere Kinder werden sowieso kategorisch ausgeschlossen, daher ist das Fehlen dieser Frage objektiv verständlich. Auch das „bis der Tod Euch scheidet“ war nicht zu vernehmen. Das Eheversprechen, das sich die zu Trauenden gegenseitig geben, was ja eigentlich die sakramentale Trauung ausmacht, war ebenfalls nicht das, wie ich es als für katholische Trauungen üblich kenne, sehr verallgemeinernd und, naja, sagen wir, „verweltlicht“.
Die Bestätigung der Vermählung durch den Geistlichen war ebenso stark abgewandelt. So fehlte u.a. das, so meine ich, elementare: „Sie aber (Namen der Trauzeugen) und alle, die zugegen sind, nehme ich zu Zeugen dieses heiligen Bundes. „Was Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen (Mt 19,6).“
Die Vorbereitung bestand meines Wissens lediglich aus einer Handvoll Treffen zur organisatorischen Vorbereitung der Feier zwischen dem Paar und dem Geistlichen.

Nun, angesichts der Tatsache, dass die Eheleute entweder nicht praktizierend oder gar nicht kirchlich gebunden sind, verstehe ich natürlich, dass diese Trauung gar keine „klassisch-katholische“ sein konnte. Nur frage ich in die Runde: Ist diese Trauung eine sakramental gültige, d.h. eine bindende? Kann sie das, schon aufgrund der mangelnden Voraussetzungen, die das Brautpaar mit sich bringt, überhaupt sein?

Meine allgemeine Herumgetriebenheit in Fragen der Ehe- und Familienpastoral, meiner Meinung nach einer der grössten Baustellen, die die Kirche momentan zu bewältigen hat, schildere ich später in einen gesonderten Beitrag.
Der Mensch von heute will nicht Lehrer, sondern Zeugen.
Und wenn er Lehrer akzeptiert, dann deswegen, weil sie Zeugen sind.

Evangelii nuntiandi

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88

06.08.2015, 13:52

@Talita kum

Zur Gültigkeit dieser Trauung sind einige Fragen zu stellen:
1) hat es ein Brautgespräch gegeben, bei dem die Partner EINZELN über eventuelle Ehehindernisse oder Willensmängel befragt worden sind?
2) der Hinweis auf "KINDER" darf NUR entfallen, wenn das fortgeschrittene Alter der Ehepartner dies nahe legt.
3) die Trauung erfolgt entweder durch den GROSSEN VERMÄHLUNGSSPRUCH oder durch das JA-WORT nach vorgelegten 3 Fragen.
4) wenn der Hinweis, "bis der Tod euch scheidet" gefehlt haben sollte, liegt ein schwerer Mangel in der Form vor!
Leider bekommen wir öfters Hinweise auf Eheschließungen mit INSUFFIZIENTEN Vermählungssprüchen, welche nicht im liturgischen Handbuch stehen. In dem vom Ihnen geschilderten Fall KÖNNTE die Eheschließung UNGÜLTIG sein! Dann wäre der Diakon zu suspendieren. Wenden Sie sich an das zuständige bischöfliche Ordinariat.Msgr. Franz Schlegl

89

06.08.2015, 14:56

Herzlichen Dank lieber Herr Monsignore.

Diese beiden Fragen fehlten:
Willst Du Deinen Mann/ Deine Frau lieben und achten und ihm/ ihr die Treue halten alle Tage Deines Lebens, bis der Tod Euch scheidet?
Seid Ihr bereit, die Kinder, die Gott Euch schenken will, anzunehmen und sie im Geiste Christi und seiner Kirche zu erziehen?

Diese beiden Fragen wurden gestellt:

Sind Ihr hier hergekommen, um nach reiflicher Überlegung aus freiem Entschluss mit Deiner Braut / Deinem Bräutigam den Bund der Ehe zu schließen?
Sind Ihr beide bereit, als christliche Eheleute Eure Aufgaben in Ehe und Familie, in Kirche und Welt zu erfüllen?

Bezüglich der fehlenden Frage zu den Kindern:
Als fortgeschritten kann man das Alter der beiden nicht bezeichnen, beide sind Ende 30.

Ad Vermählungsspruch:
Der grosse Vermählungsspruch fehlte ganz, statt dessen wurde vom Brautpaar ein mehrzeiliges Trauungsversprechen vorgelesen, das dem liturgischen Vermählungsspruch nicht ansatzweise ähnlich war.

Ad Brautgespräch:
Sicher hat ein solches stattgefunden. Ob die Partnere einzeln über eventuelle Ehehindernisse oder Willensmängel befragt worden sind, weiss ich nicht, bezweifle ich aber eher.

Ad Diakon:
Der ging einen Tag nach der Trauung in Rente, die Trauung war seine letzte Amtshandlung.

Nun, ich wäre erleichtert, wirklich erleichtert, wenn diese Trauung nichts weiter gewesen wäre als eine schöne, feierliche Zeremonie (aber nicht einmal das war sie, der Rahmen glich eher einem Kindergottesdienst), und keine sakramentale Eheschliessung.
Denn für eine christliche Ehe, eine sakramentale Ehe fehlen nicht nur die Voraussetzungen, sondern auch der Wille.

Bis später und danke!
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Evangelii nuntiandi

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »talita kum« (06.08.2015, 15:55)


90

07.08.2015, 14:56

RE: @ Copertino


Ein Priester mit 90 Jahren, römisches Doktorat der Theologie, viele Jahre Pfarrer, sagte mir vor seinem Tod vor ungefähr 10 Jahren, er sei zur Überzeugung gelangt, dass ein nicht geringer Prozentsatz der heute von jüngeren Leuten geschlossenen Ehen UNGÜLTIG seien und daher auch nach dem alten Kirchenrecht annulliert werden könnten! Ich habe im Beichtzimmer des Domes und im Gespräch mit vielen Leuten ganz ähnliche Beobachtungen! Die griechisch katholischen Bischöfe der Ukraine haben daher beschlossen NIEMAND mehr kirchlich zu trauen, wenn das Brautpaar nicht mindestens EIN JAHR Glaubensunterricht genommen hat! Man muss dasselbe für Westeuropa empfehlen.
Der Tanz der Hormone, besonders der jungen Leuten, macht blind. Schon ein Sprichwort sagt: "Liebe macht blind!" Die Möglichkeit Empfängnis zu verhüten, verführt viele junge Menschen dazu "einander auszuprobieren". Nur diese Abkürzung geht in den meisten Fällen schief! Papst Johannes Paul II sagte in Deutschland: "Ihr könnt nicht auf Probe leben, ihr könnt nicht auf Probe sterben, ihr könnt nicht auf Probe lieben!" In der Schule habe ich meistens hinzugesetzt: "Ihr könnt nicht auf Probe Kinder kriegen".
Einerseits müssen Menschen, die in ihrer Ehe gescheitert sind und nicht allein leben können (auch weil vielleicht die unschuldig geschiedene Mutter für ein Kinde zu sorgen hat), erfahren, dass sie zur Kirche gehören, auch wenn sie nicht zur heiligen Kommunion gehen können. Das muss klar sein.
Auf der anderen Seite hat das Konzil von Trient (1545-1563) die Praxis der orthodoxen Kirche eine zweite Ehe zu segnen, wenn die erste gescheitert ist, NICHT als HÄRESIE verurteilt!
Meiner Ansicht nach liegt die Lösung in einer rascheren leichteren Form der Annullierung einer Ehe .Msgr. Franz Schlegl



Lieber Herr Monsignore,

ich habe gerade diesen Beitrag von Ihnen entdeckt, er gibt exakt meine Gadanken zum Thema Ehevorbereitung und -pastoral wieder.
Nach meinem Dafürhalten ist jedoch das Problem der mangelnden Ehevorbereitung, bzw. der Prüfung, ob das Paar überhaupt fähig und Willens ist, eine sakramentale Ehe zu führen, das grösste.

Folgende Fragen erachte ich als eminent wichtig:
Gibt es Punkte in der Lebensgeschichte der beiden, die vor einer Eheschliessung noch geklärt, bzw. geheilt werden müssen? Verletzungen, Konflikte? Welches Beispiel hat das Paar durch die jeweiligen Eltern?
Kinder aus zerrütteten Ehen und/ oder prekären Familienverhältnissen werden es allein schon aus psychologischen Gründen schwer haben, eine Beziehung zu führen, erst recht eine christliche Ehe, wenn ihnen der kirchliche "Background" fehlt.

Begreifen beide das Sakrament der Ehe? Wissen sie, was es heisst, eine christliche Ehe zu führen, kennen sie die Lehre der Kirche zu Ehe und Famile und zu einer verantwortungsvollen Umgangsweise für einander, auch in der Sexualität? Was beduetet das "ein Fleisch werden"?
Haben sie eine Beziehung zu Christus? Glauben sie an die Vergebung der Sünden, die Versöhnung in der Ehe erst möglich macht?

Ist der Partner eigentlich der richtige?
Ist es besser zu warten, um sich ernsthaft zu prüfen?

Sie sagen, dass viele kirchlich geschlossene Ehen eigentlich ungültig sind.
Das sehe ich auch so.
Ich bin mir auch sicher, dass die Trauung, von der ich gestern erzählte, eine ungültige war. Was mich unheimlich erleichtert, weil ich für beide Brautleute keine der o.g. Fragen positiv beantworten könnte, was heisst, das beide eigentlich unfähig sind, eine christliche Ehe auch zu vollziehen.
Mich treibt die Sache, allein schon aus biographischen Gründen, deshalb so herum, weil die Kirche es versäumt, eine anständige Ehepastoral anzubieten, Ehen vorzubereiten, die Fähigkeit zur Ehe zu prüfen und die Ehepaare, besonders in Krisenzeiten zu begleiten und zu unterstützen. Was viele unglaubliche Leiden durch Unversöhntheiten, die sich auch in meiner Familie dem Erbgut gleich über Generationen fortsetzen, zerstörte Kindheiten, Trennungen, Scheidungen.

Die Lehre der Kirche zu Ehe, Familie und Sexualtität ist so unendlich weise, wahr und schön.
Warum gibt sie diese Lehre nicht weiter, gerade heutzutage, wo viele Familien zerbrechen, was eine Katastrophe für die Gesellschaft ist, und so viele Menschen sich nach einer erfüllten Ehe sehnen?
Warum wirft sie den Menschen das Sakrament so billig hinterher, nur einer romatischen Feier wegen, um sich gleichzeitig um die Zulassung der Wiederverheirateten zur Kommunion zu streiten?
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »talita kum« (07.08.2015, 15:18)


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91

07.08.2015, 16:44

@»talita kum«

Kardinal Dr. Franz König (1905-2004), der wohl berühmteste Erzbischof von Wien, hat uns vor 40 Jahren als Jugendseelsorger gesagt: "Was nichts kostet, ist nichts wert!"
Leider hat sich die Sakramentenspendung zu Billigpreisen in vielen Pfarren durchgesetzt. Erstkommunionunterricht ohne Erstbeichte, Unterricht vor der Firmung ohne Vermittlung des religiösen Grundwissens, stattdessen nicht selten Gruppendynamik, natürlich auch keine Beichte. Dasselbe gilt sehr oft für kirchliche Trauungen, die ohnehin relativ selten geworden sind.
Nicht selten werden aber auch dann die Pfarren und die Seelsorge gegeneinander ausgespielt: "Beim Pfarrer X. geht das viel einfacher, da müssen wir nicht so viele Termine wahrnehmen." Der Vorbereitung auf die kirchliche Trauung geht auch ein Eheseminar voraus, welches entweder ein ganzes Wochenende, oder 3 Abende in Anspruch nimmt. Was da manche Leute für Theater machen, muss man sich anhören!
Ich habe ehemalige Schülerinnen und Schüler erlebt, die ich schließlich kirchlich getraut habe, die zum Brautgespräch das entsprechende Formular mitgebracht haben, welches ich in der 7. Klasse, ein Jahr vor der Matura im Rahmen der Moraltheologie bei der Besprechung von Ehe und Familie ausgeteilt habe. Die haben das 7-10 Jahre aufgehoben :), mitsamt dem Heft.
Manchmal ist es sogar besser, wenn ein Priester den Brautleuten ABRÄT kirchlich zu heiraten, weil er die Katastrophe voraussieht. Was glauben Sie, was der sich dann anhören kann? Man will doch ein SCHÖNES FEST, mit weißem Brautkleid, Orgel, Blumen und ein bisschen Zeremoniell, in dessen Mittelpunkt natürlich das Brautpaar steht! Der liebe Gott, die Kirche und der Priester haben lediglich eine FUNKTION!
Denselben Zirkus kann man vielfach bei der Erstkommunion erleben, wehe dem Pfarrer, der für alle Kinder diese weißen Erstkommunionkutten vorschreibt, anstelle der entzückenden weißen Kleidchen der Mädchen und dem 1. Anzug der Buben! Da gibt es sogar Beschwerden an den Bischof, auf die aber nicht reagiert wird.
Ich glaube, wir müssen erst ganz unten angekommen sein, um wieder neu aufbauen zu können, auch in der Eheseelsorge. Msgr. Franz Schlegl

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92

15.08.2015, 20:51

Ad Diakon:
Der ging einen Tag nach der Trauung in Rente, die Trauung war seine letzte Amtshandlung.


Dass ein Diakon in Rente geht, heißt nicht automatisch, dass er keine Amtshandlungen mehr vornehmen kann. Selbstverständlich kann er weiter trauen, beerdigen, etc.
Ubi petrus ibi ecclesia
Wo Petrus ist, da ist die Kirche

93

25.08.2015, 16:51

Lieber Mognsignore,
ich danke Ihnen für den interessanten Diskurs und entschuldige mich für mein derzeitiges Schweigen.
Wenn es die Umstände erlauben, steige ich gerne wieder ein, momentan fehlen mir Zeit und Energie, das Thema Ehe- und Familienpastoral ist meiner Meinung nach das Drängendste, mit dem sich die Kirche derzeit beschäftigen muss, neben der allgemeinen verkündigung und Katechese, an der es auch oft genug fehlt.

Ich las neulich eine wunderbare Abhandlung des verstorbenen Kardinal Scheffczyk über das Sakrament der Ehe, leider ist sie digital nur für Online-Abonnenten der Tagespost verfügbar.

http://www.die-tagespost.de/feuilleton/E…t;art310,162832

Wem es möglich ist, sollte sie lesen, es lohnt sich sehr.

Bis bald!
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94

18.10.2015, 09:58

Heute vor hundert Jahren wurde der Allgemeine Deutsche Frauenverband gegründet. Damit hatte sich der Feminismus in Deutschland etabliert. Wenn ich im Rückblick sehe, was aus der Ehe und der Famiie geworden ist, dann sehe ich das auch als Folge des Feminismus. ...

Als Christ stehe ich dagegen für eine echte Partnerschaft zwischen Mann und Frau. Die beiden sollen darauf bedacht sein sich zu ergänzen und nicht sich gegenseitig zu bekämpfen und miteinander zu rivalisieren. Als Christ bin ich für ein gutes Miteinander und ein gutes Verhältnis zwischen Mann und Frau. Und das in Ehe und Gesellschaft... Das ist mein christliches Ideal.
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10.12.2016, 19:33

Als Christ muss ich Einspruch gegen die Art und Weise erheben wie heute mit Partnerschaft und Ehe umgegangen wird. Ehebruch ist weit verbreitet. Vor der Ehe und neben der Ehe werden Verhältnisse eingegangen... und man muss objektiv feststellen, dass das Zusammenleben von Mann und Frau zu einem großen Fragezeichen geworden ist. Man kann es heute den jungen Leuten fast nicht mehr raten und zumuten zu heiraten und eine Ehe einzugehen, sieht man auf die Zahl der Scheidungen und der gescheiterten Beziehungen.Kaputte Beziehungen und Scheidung, ... das bedeutet in meinen Augen die Katastrophe des Lebens... sie zerstören das Grundvertrauen ins Leben und in jede Beziehung zum Mitmenschen überhaupt! Das kann und darf einfach so nicht weitergehen!

Ehebruch ist reiner Egoismus! Wieviel Leid kommt durch Ehebruch in die Familien, zuerst auf den Partner und auf die Kinder, dann auch auf die ganze Familie mit allen Angehörigen, die es mitbekommen und darunter zu leiden haben. Da ist auch nichts Gutes dran, wenn man etwas mit jemandem anderes anfängt, der verheiratet und gebunden ist. Was bringt der Ehebruch für ein Leid über die Menschen. Das kann man keineswegs gutheißen! Und wer dem Ehebruch das Wort redet, der soll sich was schämen; denn ihm oder ihr fehlt das Gefühl für Anständigkeit und Gerechtigkeit anderen gegenüber. Ehebruch ist und bleibt eine böse Sache!!!

Wer Ehebruch begeht, der kann eigentlich keine Gemeinschaft mit Gott haben. Denn er lädt schwere Schuld auf sich, und Gott ekelt sich davor. Wie kann man noch zur Kommunion gehen, wenn man solche Dinge auf dem Gewissen hat, ohne gebeichtet und ohne den Willen zur Besserung zu haben?

Eigentlich kann man sich nur wünschen, dass dies hier viele lesen, die es betrifft,... und dass sie mal in sich gehen und überlegen und sich besinnen auf das, was gut und böse ist. Es wäre zu wünschen, dass ihnen ihr Verhalten leid tut, und dass sie sich zum Guten ändern. Es gibt soviele Wege, die aus diesem Unglück und aus der Schuld, die sicherlich vielen bewusst ist, herausführen. Eine gute Beichte ist sicher ein guter Anfang. Dort bekommt man dann auch Rat und Stärkung auf dem guten Weg durchzuhalten.
...Und diejenigen, deren Partner Ehebruch begangen hat, es bereut und sich ändern will, ... sie sollen verzeihen und einen neuen Anfang wagen...

Wünscht sich denn nicht jeder einen Partner für das ganze Leben, einen Partner, mit dem man in treuer Liebe zusammenlebt, mit dem man sich ergänzt, dem man vertrauen kann, und mit dem man eine Familie gründen und etwas aufbauen kann? Die christliche Ehe bietet eine solche Alternative zu dem, was heutzutage üblich ist! Beide Partner müssen die christliche Ehe wollen und bejahen. Dann wird Gott in diesem Sakrament der Dritte im Bunde sein, und diese Ehe wird letztenendes auch gelingen...!
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10.12.2016, 22:05

Ehebruch u.s.w.

Was glauben Sie,wer hier in diesem Forum liest, was Sie geschrieben haben? Potentielle Ehebrecher? Wohl kaum! Denen ist es völlig egal, was hier gesagt wird. Der erhobene Zeigefinger, die Rute im Fenster bringen uns auch nicht weiter.
Aber die jungen Leute, die erlebt haben, wie die Ehe ihrer Eltern in Trümmer gegangen ist. Stimmt, ein Teil wird wohl nicht heiraten, aber ein anderer Teil, und ich kenne nicht wenige, werden aus der Erfahrung dieser Defizite versuchen ihren Kindern ein ZUHAUSE zu schenken. Mit Strafpredigten erreichen wir heute nichts mehr, etwas mehr vielleicht, wenn wir Menschen auf die persönliche Folgen ihres Tun's aufmerksam machen.Msgr. Franz Schlegl

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97

07.04.2017, 20:55

Wer das Sakrament der Ehe eingeht und heiratet, nimmt damit seinen Ehepartner grundsätzlich so an, wie er ist, also auch mit allen Macken und Fehlern...

aber...

wenn der Mann dann hingeht und die fruchtbaren Tage der Frau umgehen will, indem er Verhütungsmittel nimmt, dann nimmt er seine Frau nicht mehr vollständig an wie sie ist... denn dann nimmt er es nicht an, dass es zu ihr gehört, dass sie fruchtbare Tage hat. Die einzige christliche Antwort kann deshalb nur entweder die Enthaltung aus Gründen der natürlichen Empfängnisregelung oder der Wille und das "Ja" zum Kind sein...
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98

19.08.2017, 14:18

EHE wir uns trennen...

https://www.horeb.org/index.php?id=1279
und
https://www.horeb.org/index.php?id=download-lh-ehe


"Unter dem Titel "EHE wir uns trennen" bietet Radio Horeb Unterstützung und praktische Hinweise für Menschen, die sich schwertun mit ihrer Ehe",
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99

08.10.2017, 12:53

Die Hochzeit in Kana
Am dritten Tag wurde in Kana in Galiläa eine Hochzeit gefeiert. Die Mutter von Jesus war dabei, und auch Jesus war mit seinen Jüngern dazu eingeladen. Als der Weinvorrat zu Ende war, sagte seine Mutter zu ihm: »Sie haben keinen Wein mehr!« Jesus erwiderte ihr: »Frau, das ist meine Sache, nicht deine! Meine Stunde ist noch nicht gekommen.« Da wandte sich seine Mutter an die Diener und sagte: »Tut alles, was er euch befiehlt!«
Im Haus standen sechs Wasserkrüge aus Stein, von denen jeder etwa hundert Liter fasste. Man brauchte sie wegen der Reinigung, die das Gesetz vorschreibt Jesus sagte zu den Dienern: »Füllt diese Krüge mit Wasser!« Sie füllten sie bis an den Rand. Dann befahl er ihnen: »Jetzt nehmt eine Probe davon und bringt sie dem Mann, der für das Festessen verantwortlich ist.« Sie brachten ihm eine Probe, und er kostete das Wasser, das zu Wein geworden war. Er wusste nicht, woher dieser Wein kam; nur die Diener, die das Wasser geschöpft hatten, wussten es. Er rief den Bräutigam zu sich und sagte: »Jeder bringt doch zuerst den guten Wein auf den Tisch, und wenn die Gäste schon reichlich getrunken haben, folgt der schlechtere. Aber du hast den guten Wein bis zuletzt aufgehoben!«
So vollbrachte Jesus in Kana in Galiläa sein erstes Wunderzeichen und offenbarte seine Herrlichkeit. Und seine Jünger kamen zum Glauben an ihn. Danach ging er mit seiner Mutter, seinen Brüdern und seinen Jüngern nach Kafarnaum hinunter und blieb einige Tage dort.


Dieses Evangelium verbirgt viele Aussagen. Es gibt einen Hinweis auf das ewige Hochzeitsmahl im Himmel. Aber könnte man dieses Evangelium auch in Verbindung mit dem Sakrament der Ehe sehen? Ein Hochzeit wurde zur Zeit Jesu sieben Tage lang gefeiert. Ist das nicht ein Hinweis auf die ganze Dauer einer Ehe? Wie oft kann uns in der Ehe der Wein ausgehen, so dass wir hinschmeißen und weglaufen möchten? Und da ist es gut, wenn wir Jesus dabei haben. Denn er kann uns das Wasser zu Wein verwandleln und dafür sorgen, dass unsere Ehe gelingt. Ehesakrament heißt doch genau das: Mit Jesus im Bunde eine Ehe schließen. Und darauf könnte uns dieses Evangelium auch hinweisen wollen.
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31.10.2017, 09:25

Dieses Evangelium verbirgt viele Aussagen. Es gibt einen Hinweis auf das ewige Hochzeitsmahl im Himmel. Aber könnte man dieses Evangelium auch in Verbindung mit dem Sakrament der Ehe sehen? Ein Hochzeit wurde zur Zeit Jesu sieben Tage lang gefeiert. Ist das nicht ein Hinweis auf die ganze Dauer einer Ehe? Wie oft kann uns in der Ehe der Wein ausgehen, so dass wir hinschmeißen und weglaufen möchten? Und da ist es gut, wenn wir Jesus dabei haben. Denn er kann uns das Wasser zu Wein verwandleln und dafür sorgen, dass unsere Ehe gelingt. Ehesakrament heißt doch genau das: Mit Jesus im Bunde eine Ehe schließen. Und darauf könnte uns dieses Evangelium auch hinweisen wollen.


Die christliche Ehe, ...sie beruht auf dem Naturgesetz, dass Mann und Frau sich für das ganze Leben verbinden und gemeinsam eine Familie gründen. Dadurch, dass Gott mit in diesem Bund ist, wird eine christliche Ehe zum Sakrament erhoben.
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