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Siegfriedo

Schüler

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Wohnort: Kanarische Inseln

Beruf: Pensionär

581

06.08.2016, 13:56

Liebe Freunde,

alles das was hier @herzrosenduft und @corinquietum geschrieben haben
möchte ich ausdrücklich bestätigen, auch und vor allen Dingen aus der Zeit
in der ich noch in Deutschland lebte und dort ab und zu auch mal wieder bin.
Einen guten Priester zu finden zu dem man Vertrauen hat, seine Beichte zu verrichten
ist doch wirklich nicht so einfach. Es sei denn, man lebt in einer Großstadt und hat
dort die Auswahl zwischen mehreren Kirchen.
Im Allgemeinen fand ich oft im Pfarrblättchen z. B. die Bekanntmachung, dass
Beichtmöglichkeit einmal in der Woche vor der Hlg. Messe möglich sei.
Das ist sicher recht "bequem" für den zuständigen Priester, der das dann kurz vor der Hlg. Messe
"abhaken" kann. Da traut man sich doch gar nicht hin, wenn man schon das Gefühl hat,
dass der Pfarrer sowieso unter Zeitdruck steht. Zu einer Beichte gehört doch auch, dass
man sich nicht gehetzt fühlt. Man möchte doch so manches Problem in Ruhe "durchsprechen".

Nun lebe ich in Spanien, noch dazu auf einer kleinen Insel
und wir haben hier keinen deutschen Priester und auch keinen spanischen, der des deutschen mächtig ist.
Das ist eine ganz schlimme Situation und alles das was hier von meinen beiden Vorrednern geschrieben wurde
ist, wie schon geschrieben richtig, doch ist es "stöhnen auf hohem Niveau" , wenn man meine Situation bedenkt.
Nun ja, man kann ja sagen, dass ich da selber dran schuld habe. Warum lebe ich denn hier und das hätte ich
ja wissen müssen.
Alles kann man nicht haben, leider.

Und so nutze ich denn jede mir bietende Möglichkeit, irgendwo und auch irgendwie bei sich mir bietenden
Gelegenheiten, eine Beichte "abzustauben".

Ist ein bisschen lang geworden mein Bericht und Kommenetar.
Doch ich musste das los werden und jetzt schon beim schreiben ist mir leichter.

Gott segne euch.

Siegfriedo
Maria unsere Liebe Frau,
auf dich wir hoffen und vertraun.
Du führst uns hin zu Jesus Christ,
der unser aller Heiland ist.

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Beruf: Kath.Priester des röm.Ritus (Stephansdom) u.Erzpriester des byzant.Ritus(für Ukrainer) / Gymnasiallehrer ( Rk ) i.R.

582

06.08.2016, 18:15

@corinquietum

Es freut mich sehr, hochwürdiger Mitbruder, dass Sie jetzt eine Möglichkeit haben täglich zu zelebrieren. In Wien wird der Dienst älterer Mitbrüder sehr geschätzt, auch als Aushilfe zur Spendung des Sakramentes der Buße werden ältere Mitbrüder gern eingeladen. Früher, bevor die Touristenströme von 8:30 Uhr bis 11:30 Uhr und von 13:00 Uhr bis 17:00 Uhr den Stephansdom gestürmt haben, konnten Priester auch bis 11:00 Uhr an einem Seitenaltar, oder in einer Kapelle (meist lateinisch) eine private Messe zelebrieren, meistens sind gleich ein paar Leute, die den Priestern zum Altar gehen sahen, mitgegangen und haben mitgefeiert.
In Wien haben wir jetzt in fast jedem Bezirk eine Kirche in der der Ablass der göttlichen Barmherzigkeit gewonnen werden kann. Dort wird auch regelmäßig Beichte angeboten. Auch die Ordensgemeinschaften (Kapuziner, Franziskaner,Oblaten des hl. Franz von Sales und das Opus Dei) bieten regelmäßig Stunden für die Beichte an.
In unserer ukrainisch griechisch katholischen Kirche könne die Gläubigen VOR der Göttlichen Liturgie und auch DANACH das Sakrament der Buße empfangen. Wer bei uns nicht regelmäßig an Sonntagen die Liturgie mitfeiert, oder wenigstens am Samstag abends an der feierlichen Vesper, gemäß den Vorschriften des II.-Vatikanums für die katholischen Ostkirchen, teilnimmt, geht nicht mehr zur Kommunion, bevor er gebeichtet hat. Sind zufällig einmal 2 Priester (wir haben 2 Außenstellen) in der Kirche anwesend, so hört einer während der ganzen Liturgie die Beichte. Wir tun natürlich alles, um diesen guten Zustand weiter zu erhalten. Natürlich erzähle ich das auch im Stephansdom bei der Predigt, um auch den Lateinern wieder die Kultur der Beichte schmackhaft zu machen.Msgr. Franz Schlegl

herzrosenduft

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583

12.10.2016, 09:22

"Für Radio Vatikan hat Aldo Parmeggiani mit Nobelpreisträger Günter Grass zum 80. Geburtstag ein Gespräch geführt.

Frage: "... Gibt es etwas, was Ihnen an der Kirche gefällt?"

Grass: "Ja, ich finde die Einrichtung der Beichte etwas sehr Menschliches. Weil die Gegenseite ans Schweigegebot gebunden ist, und der Mensch sich erleichtern kann, von dem, was ihn bedrückt. Eine sehr menschliche Geste. Keine öffentliche Anklage, man macht das im Beichtstuhl aus. Die Beichte sollte mehr praktiziert werden." "

Zitiert von einem Gebetszettel des Marienwallfahrtsortes Neviges im Bistum Köln.
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Der Papst betont die Wichtigkeit eines „christlichen Stils“ der Präsenz auch in der digitalen Welt:

„Dieser verwirklicht sich in einer Form
aufrichtiger und offener, verantwortungsvoller und dem anderen gegenüber
respektvoller Kommunikation“.

herzrosenduft

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584

14.01.2017, 20:03

Aus dem Katechismus der Katholischen Kirche

"982 Es gibt keine Verfehlung, mag sie auch noch so schlimm sein, die durch die heilige Kirche nicht vergeben werden könnte. „Es kann keinen Menschen geben, der so schlecht und verworfen wäre, daß ihm nicht die sichere Hoffnung auf Vergebung in Aussicht stehen müßte, wenn er seine Verirrungen wahrhaft bereut" (Catech. R. 1,11,5). Christus, der für alle Menschen gestorben ist, will, daß in seiner Kirche jedem, der sich von der Sünde abwendet, die Pforten zur Vergebung immer offenstehen [Vgl. Mt 18, 21-22]"

siehe http://www.vatican.va/archive/DEU0035/__P2K.HTM
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585

30.03.2017, 11:08

Es ist ein Kirchengebot einmal im Jahr das Sakrament der Beichte zu empfangen. Es ist keine Entschuldigung zu sagen: "Ich habe niemanden umgebracht, ich habe keine Bank überfallen. Ich brauche nichts zu beichten..." In Mt 25, 41-43 lesen wir: "Dann wird er sich auch an die auf der linken Seite wenden und zu ihnen sagen: Weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist! Denn ich war hungrig und ihr habt mir nichts zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir nichts zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich nicht aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir keine Kleidung gegeben; ich war krank und im Gefängnis und ihr habt mich nicht besucht." Unterlassungssünden sind auch Sünden! Wer sagt "Ich habe keine Sünden getan", der müsste demzufolge heilig sein... aber das will dann auch niemand hören.
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586

04.06.2017, 12:59

"Am Abend des ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden die Türen verschlossen hatten, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch!
Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, dass sie den Herrn sahen.
Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.
Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist!
Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert."
Joh 20,19-23


Jemand könnte sagen: "Ich brauche die Beichte nicht, ich mache das mit dem Lieben Gott persönlich aus" ... - aber wer sagt dir denn, dass dir deine Sünden dann tatsächlich vergeben sind?
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587

04.06.2017, 13:33

"Am Abend des ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden die Türen verschlossen hatten, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch!
Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, dass sie den Herrn sahen.
Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.
Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist!
Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert."
Joh 20,19-23


Jemand könnte sagen: "Ich brauche die Beichte nicht, ich mache das mit dem Lieben Gott persönlich aus" ... - aber wer sagt dir denn, dass dir deine Sünden dann tatsächlich vergeben sind?

Gott bestimmt, wie er dem Menschen die Sünden vergeben will. Und er hat beschlossen es durch die Beichte und die Lossprechung durch den Priester zu tun. Dann müssen wir uns auch darin fügen und beichten gehen, wenn wir Gott um die Vergebung unserer Sünden bitten wollen.
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588

09.07.2017, 14:40

Um die Vergangenheit zu heilen,
mache die Zukunft rein.
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10.07.2017, 11:43

@herzrosenduft

Ihr Zitat:"Gott bestimmt, wie er dem Menschen die Sünden vergeben will. Und er hat beschlossen es durch die Beichte und die Lossprechung durch den Priester zu tun. Dann müssen wir uns auch darin fügen und beichten gehen, wenn wir Gott um die Vergebung unserer Sünden bitten wollen." ENDE
Also, das stimmt nicht ganz! Das Konzil von Trient (1545-1563) legt fest, dass TODSÜNDEN nach Art und Anzahl gebeichtet werden müssen.
Bis ins 5.-6. Jahrhundert gab es überhaupt KEINE Ohrenbeichte, diese wurde von den iro-schottischen Mönchen eingeführt (die so genannte Tarifbuße!), Ab dem 4. Jahrhundert gab es bei den ägyptischen und orientalischen Mönchen die SEELENFÜHRUNG, oft mit dazugehöriger Beichte. Es war aber in vielen Fällen eine sogenannte Laienbeichte, weil die Mönche KEINE Priester gewesen sind.
In der frühen Kirche, am 2. Jahrhundert waren nur folgende Sünden der öffentlichen Kirchenbuße zu unterziehen:
1) qualifizierter Mord
2) Ehebruch
3) Glaubensabfall
4) ab Ende des 2. Jh Abtreibung
Wer so etwas auf sich geladen hatte, war von den Sakramenten ausgeschlossen (Exkommunikationsbuße), der Bischof setzte eine bestimmte Bußzeit fest, sie konnte auch lebenslänglich sein, außer bei Todesgefahr. Nach Ende der Bußzeit erfolgte die Absolution am Gründonnerstag (der Tag der "Greinenden = Weinenden). Erst dann durften die Büßer wieder an der Eucharistie teilnehmen.
Der heilige Augustinus († 430), ebenso wie der heilige Hieronymus († 420), haben niemals in ihrem Leben gebeichtet.
Das Bußsakrament hat in der Kirchengeschichte die größten Veränderungen aller Sakramente erlebt.Msgr. Franz Schlegl

herzrosenduft

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590

09.09.2017, 19:32

Zitat von Mutter Teresa

"Eines Tages stellte mir ein Journalist eine seltsame Frage: „Sie, gehen Sie selber zur Beichte?“ – „Ja“, antwortete ich, „ich gehe jede Woche zur Beichte“ – „Gott muss mehr als streng sein, wenn sogar Sie beichten müssen.“

Darauf sagte ich zu ihm: „Es kommt hin und wieder vor, dass Ihr Kind sich schlecht benimmt. Was geschieht, wenn es zu Ihnen sagt: ‚Papa, es tut mir leid!‘ Was machen Sie da? Sie nehmen Ihr Kind in die Arme und geben ihm einen Kuss. Warum? Weil Sie ihm auf diese Weise sagen, dass Sie es liebhaben. Gott tut dasselbe. Er liebt Sie zärtlich.“ Wenn wir gesündigt oder einen Fehler gemacht haben, tun wir etwas, was uns hilft, Gott wieder näher zu kommen. Wir sagen ganz schlicht zu ihm: „Ich weiß, ich hätte mich nicht so benehmen dürfen, aber auch diesen Ausrutscher schenke ich Dir.“

Wenn wir gesündigt haben, gehen wir doch zu ihm und sagen: „Es tut mir leid! Ich bereue es!“ Gott ist ein Vater, der Erbarmen hat. Er ist größer als unsere Sünden. Er wird uns vergeben."
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26.11.2017, 19:48

Das Sakrament der Versöhnung


Es ist ein Kirchengebot einmal im Jahr das Sakrament der Beichte zu empfangen. Es ist keine Entschuldigung zu sagen: "Ich habe niemanden umgebracht, ich habe keine Bank überfallen. Ich brauche nichts zu beichten..." In Mt 25, 41-43 lesen wir: "Dann wird er sich auch an die auf der linken Seite wenden und zu ihnen sagen: Weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist! Denn ich war hungrig und ihr habt mir nichts zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir nichts zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich nicht aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir keine Kleidung gegeben; ich war krank und im Gefängnis und ihr habt mich nicht besucht." Unterlassungssünden sind auch Sünden!
Durch eine gute Beichte kann man mit ein wenig Mühe viele seiner Schulden, die man durch seine Sünden hat, abbezahlen. Ansonsten kann es sein, dass man diese Sündenschulden später im Fegefeuer in aller Schwere abbüßen muss. In der Beichte kann ich durch das Bekenntnis meiner Sünden die Gemeinschaft mit Gott und den Menschen wiedererlangen. Ich möchte es mal ganz bildlich und kindlich ausdrücken: Wir alle haben Schulden beim Teufel. Aber Jesus hat alle Schulden am Kreuz für uns bezahlt. Doch wir müssen jetzt zu Jesus gehen und IHM unsere Schuldscheine bringen, damit ER sie zerreißen kann, d.h. beichten gehen. Jede Sünde hat Folgen, Streit hat Folgen, Neid hat Folgen, Hass hat Folgen. Diese Folgen belasten unsere Seele und unser Gemüt. Viele Menschen laufen deshalb, und weil sie diese Sünden nicht gebeichtet haben, mit einem verdrießlichem Gesicht herum. Diese Dinge setzen sich in unserem Herzen fest und bedrücken uns. Wenn wir diese Sünden in die Beichte tragen und sie Jesus, nicht dem Beichtvater, sagen, dann kann Jesus alle diese Dinge wieder gutmachen. Es ist wahr, ich kann es aus eigener Erfahrung sagen: Alles, was ich gebeichtet habe, ist hinterher irgendwie wieder gut geworden, und wenn ich später eine Gelegenheit bekommen habe, um eine Sache selber wieder gutzumachen, aber es ist alles wieder gut geworden. Und deshalb ist es so wichtig beichten zu gehen. Beichten reinigt die Seele und bringt dem Herzen Frieden. Beichten, d.h. nicht nur seine Sünden zu bekennen, sondern auch sich als Christ weiter zu entwickeln. Die Beichte ist ein Sakrament des Heiles. Darüber hinaus schafft sie Versöhnung mit Gott und den Menschen und der Schöpfung. Das ist ein Heil mit viel höherer Qualität als nur das medizinisch seelische Heil des Menschen hier auf Erden. Das Getrennt-Sein von Gott und den Mitmenschen durch die Sünde kann krank machen. Man kann dadurch krank an Leib und Seele werden.
Warum lassen wir es zu, dass Unfriede mit anderen und Unfrieden wegen anderer uns lähmt und uns hindert die Zukunft positiv zu gestalten. Unfriede ist ein Energie, die uns lähmt. Das kann für uns nicht gut sein. Deshalb sollten wir hingehen und denen verzeihen, die uns gekränkt oder uns sonst irgendein Leid angetan haben. Es können Menschen sein, über die wir uns sehr ärgern. Vielleicht sind es die Eltern, denen wir etwas vorzuwerfen haben oder es ist der geschiedene Ex-Ehepartner, dem wir nicht verzeihen können. Was nützt das ganze Jammern über diese vergangenen Dinge? Sie können uns nur hinderlich sein für eine gelungene Zukunft. Vergangenes ist vergangen und nicht mehr zu ändern, aber die Zukunft liegt noch vor uns und wartet auf unser Tun. Wir sollten allen unseren Mitmenschen verzeihen, was sie uns angetan haben, und zwar verzeihen im Namen Jesu Christi; denn wir selbst können nicht verzeihen, sondern es nur in Verbindung mit der Quelle des Verzeihens, Jesus Christus, tun. Dann werden wir nicht nur vergeben, sondern ganz schnell auch vergessen, und dann sind wir frei für die Dinge, die noch vor uns liegen und auf unsere Gestaltung warten. Außerdem gilt: Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Wenn wir wollen, dass Gott uns unsere Schuld und unsere Vergehen verzeiht, dann müssen wir unbedingt auch unseren Mitmenschen verzeihen, die irgendwie schuldig an uns geworden sind.
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Der Papst betont die Wichtigkeit eines „christlichen Stils“ der Präsenz auch in der digitalen Welt:

„Dieser verwirklicht sich in einer Form
aufrichtiger und offener, verantwortungsvoller und dem anderen gegenüber
respektvoller Kommunikation“.

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