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Geist aus Appenzell

unregistriert

1

01.11.2002, 15:34

Abtreibung und Fristenlösung

Abtreibung und Fristenlösung in der "postmodernen" Gesellschaft

Heute habe ich in der Zeitung von einem Fall gelesen, da haben zwei Britinnen eine künstliche Befruchtung erhalten, leider sind dabei die Embryos vertauscht worden.
Beide Frauen haben ihr Embryo abgetrieben!!


Wir sind nicht nur auf dem besten Weg in eine Gesellschaft mit Menschen hineinzuwachsen, in der jeder der Ueberzeugung ist, dass alle alles können und dürfen (ein bisschen Gott spielen), sondern wir sind bereits mitten drin in dieser Gesellschaft.

(Allerdings zähle ich mit meiner Familie nicht dazu!)

Dieser Fall aus London, die Klinik musste übrigens schliessen, es war auch nicht der erste solche, zeigt auf, dass es leider Gottes Menschen gibt, für die ein Kind nur Mittel zum Zweck ist.

Ich bin sehr befremdet und auch etwas verärgert, wie man immer mehr mit dem Geschenk Gottes des Lebens umgeht und es nicht mehr als solches wahr nimmt und würdigt! X(

Bhüeti Gott

LordVader

unregistriert

2

01.11.2002, 17:43

Ich finde es immer wieder bestürzend wenn ich höre, das jemand abgetrieben hat!
Erst waren es die Ungeborenen denen durch Abtreibung das Leben genommen wurde, jetzt sind es die schwer Kranken, denen man z.B. in Holland NAHE LEGT (!!!) Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen, da es keine ärztliche Hilfe für sie gibt (dabei gibt es das Wunder der Heilung immer wieder!!).
Wer sind die nächsten? Die Schwerstbehinderten?
Alles was Bösewicht Adolf Hitler schon gemacht hat (Abteribungen - gut es waren zwangsabtreibungen, euthanasie...), ist jetzt praktisch Bestandteil der "modernen" Welt! *kotz*

Geist aus Appenzell

unregistriert

3

01.11.2002, 22:43

Genau so wird es enden:

1) Mit der fiktiven Gleichsetzung des Menschen mit Gott (betreffs der Verfügbarkeit von Leben)

2) Einer willkürlichen und egoïstischen Praxis über den Start und die Beendigung des Lebens.

3) Mit einer Bevölkerungsimplosion!

Bhüeti Gott, ich bete nun einen Rosenkranz für alle armen Seelen!

avemaria

unregistriert

4

02.11.2002, 09:32

@ Geist aus Appenzell

Das Beispiel aus England ist bestürzend, aber leider nur die Spitze des Eisbergs. Das Royal College of Obstetricians and Gynaecologists (das ist so was ähnliches wie der offizielle Berufsverband der britischen Gynäkologen und Geburtshelfer) hat 2000 formuliert: "abortion is a basic health care need".
Wo Abtreibung, d.h. Tötung als Grundrecht bzw. Notwendigkeit zur Erhaltung der Gesundheit (!) angesehen wird, ist, wie ihr ganz richtig bemerkt, die nächste logische Konsequenz die Euthanasie...
Diese existiert im übrigen bereits seit ca. 30 Jahren in fast allen europäischen Ländern, aber halt eben recht unsichtbar, indem man behinderte (oder auch nur wahrscheinlich behinderte) Kinder noch vor der Geburt umbringt. Und damit ein Kind, das abgetrieben werden soll, aber bereits die Grenze zur Lebensfähigkeit überschritten hat (d. h. nach der 24. bis 28. Woche), nicht lebend auf die Welt kommt und man sich dann darum kümmern müsste, spritzt man z. B. Kaliumchlorid mit einer Nadel direkt ins Herz oder den Brustkorb und sieht im Ultraschall so lange zu, bis das Herz stehengeblieben ist. So was nennt man Fetozid. Erst dann wird abgetrieben.
Ist Euch jetzt schlecht? - Mir auch, aber leider ist es grausige Realität und gar nicht so selten!

Ansonsten herzlichen Glückwunsch dazu, in Appenzell zu wohnen, das scheint ja der letzte Kanton in der Schweiz zu sein, in dem sie nach dem Beschluss vom 2.6.02 nicht die Nerven verloren haben und gemeint haben, sie müssten jetzt unbedingt sofort und überall die Abtreibung einführen. Leider ist es in Nidwalden nicht gelungen, die Politiker davon zu überzeugen, dass es für die Umsetzung des Beschlusses VÖLLIG ausreichend gewesen wäre, die bisherige Regelung beizubehalten. Jetzt haben sie beschlossen, die Abtreibung ab 1.1.03 in den Leistungsauftrag für das Kantonsspital aufzunehmen, GEGEN den ausdrücklichen Willen des dortigen Chefarztes.

LordVader

unregistriert

5

02.11.2002, 11:23

Notwendigkeit zur Erhaltung der Gesundheit???
Bei einem gesunden Ungeborenen??
Seien wir doch ehrlich: Abtreibung ist eine Mega-Geschäft für die Durchführenden ("Kliniken", Ärzte etc.) und das ist die einzige Motivation! Leider macht der Kapitalismus auch vor den meisten Ärtzen nicht halt, egal wo sie tätig sind (der hypokratische Eid ist nicht mehr als eine Formel - ohne Geld keine Behandlung bzw. minderwertige Behandlung!).
Wenn schon jemand keine Kinder haben will, dann sollen sie doch um Gottes Willen verhüten, damit könnten, so meine ich, viele Abtreibungen verhindert werden.

Geist aus Appenzell

unregistriert

6

02.11.2002, 12:12

@LordVader

Genau so ist es. Das Geld macht viele Leute verrückt. Es gibt ja auch viele, die dem Geld nur teuflische Eigenschaften abgewinnen können!

Bhüeti Gott

7

02.11.2002, 12:14

Zitat

Wenn schon jemand keine Kinder haben will, dann sollen sie doch um Gottes Willen verhüten, damit könnten, so meine ich, viele Abtreibungen verhindert werden.

Das sehe ich ebenso. Aber leider spricht auch hier die katholische Kirche andere Worte. Dazu gab es ja schon einmal einen Thread.

Allgemein kann ich nur sagen, dass ich das zitierte Beispiel in keiner Weise nachvollziehen kann und auch nicht gut heisse.
Doch wie sieht denn an anderen Punkten die Realität aus?
Da steht eine Frau die durch Vergewaltigung schwanger geworden ist, oder der Teenager, der da in etwas hineinstolperte und nun von der Familie unter Druck gesetzt wird. Ich denke, sich hier ein Urteil zu erlauben und diese zu verdammen, weil sie sich keinen Ausweg mehr wussten als Abbruch, ist doch ziemlich leicht - jedenfalls wenn man niemals in der Situation war.
Leider hat sich die katholische Kirche entschieden, keine Beratungsstellen mehr zu unterhalten. Das finde ich sehr bedauerlich, denn auch solchen Frauen wurde hiemit eine Hilfsmöglichkeit genommen. Sehr unverständlich weshalb die Kirche das verwehrt, frei nach dem Motto, wenn wir nicht alle ungeborenen retten können, dann besser gar keines?
Ich habe im Familien-/Bekanntenkreis einen kirchlichen Würdenträger, der in einem Dritt-Welt-Land arbeitet. Interessant finde ich, dass er in einer grossen Villa lebt während rund um ihn herum Armut herrscht. In einem Diavortrag zeigte er, wie Mütter ihre Neugeborenen im Fluss ersäufen, weil sie keine Nahrung mehr für die Kinder haben. Trotzdem wird gegen Verhütungsmitteln proklamiert. Das passt doch nicht zusammen, schon gar nicht, wenn man sieht, dass so viele Kinder in der netten Villa Platz hätten, das, wenn er seinen Gürtel enger schnallen würde, sovielen Kindern und Müttern Qualen erspart bleiben würden.
Angesichts solcher tatsachen fällt es mir doch immer sehr schwer vorschnell mit Urteilen zu sein. Denn leider, und das bedaure ich zutiefst, bietet die Kirche sehr wenig Hilfe für solche Menschen um ihnen beizustehen.

Ich möchte nochmal betonen, das ich kein Befürworter der Abtreibung bin (habe selbst Kinder). Doch wenn man sich manch einen Fall anschaue, dann fällt es mir schwer jemanden gleich abzuurteilen.

Was die Strebehilfe anbelangt:
Ich finde es gut, wenn jemand die Option hat (und mehr ist es auch nicht) für sich entscheiden zu können, ob er noch länger mit der Krankheit leben kann. Wer einmal einen Krebskranken Menschen begleitet hat, dem nicht mehr geholfen werden konnte und unter unendlichen Qualen dahinsiecht - wird sicher auch differenzierter darüber denken. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Gott einen solchen Menschen, der für sich selbst die Erlösung wählt, verstösst. Ich denke, Gott (in seiner Güte) wird ihn immer noch mit offenen Armen empfangen und eine Platz für ihn haben.

Eowyn
Als Gott die Welt erschuf, da schuf er den Mann und das Weib, nicht Herrn und Knecht, nicht Juden und Christen, nicht Arme und Reiche.
(Ludwig Börne, dt. Schriftsteller, 1786-1837)



Geist aus Appenzell

unregistriert

8

02.11.2002, 12:17

@avemaria

Leider ist das von dir geschilderte "Paradies" in dieser Frage nur ein politisches. Denn am 8.10.02 haben sich die leitenden Aerzte des Kant. Spitals bereit erklärt, Abtreibungen künftig durchzuführen!

Zudem gibt es noch ganz andere Methoden zur Abtreibung, die zwar HAARSTREUBEND sind, aber trotzdem nicht den Weg in die Herzen der Urnengänger gefunden haben.

Zertrümmerung im Mutterleib, mit Schere Loch im Gehirn machen und aussaugen, usw.

Niemand denkt dabei an die Aerzte, die Gehilfen, die Mutter, den Vater! Der Bund hat kürzlich jegliche finanzielle Unterstützung zur vorgehenden Beratung untersagt!

Genauso wie auch nicht in die Familie, eine normale Sexualität, usw. investiert wird.

Bhüeti Gott

Geist aus Appenzell

unregistriert

9

02.11.2002, 12:23

Zitat

Original von Eowyn
Angesichts solcher tatsachen fällt es mir doch immer sehr schwer vorschnell mit Urteilen zu sein. Denn leider, und das bedaure ich zutiefst, bietet die Kirche sehr wenig Hilfe für solche Menschen um ihnen beizustehen.


Einerseits sehe ich es genau so, auch wenn man die Schwangeren durch Vergewaltigungen mehr oder weniger an einer Hand abzählen kann!

Trotzdem, was heisst denn für dich Kirche? Wir sind Kirche, du und ich.
Unsere Reaktion, Toleranz und unterstützende Hilfe ist gefragt!

Zur Euthanasie denke ich, dass Gottes Wille für uns nicht einsehbar ist, daher auch nicht von menschen entschieden werden kann!

Bhüeti Gott

10

03.11.2002, 18:30

Zitat

Trotzdem, was heisst denn für dich Kirche? Wir sind Kirche, du und ich.
Unsere Reaktion, Toleranz und unterstützende Hilfe ist gefragt!


Da stimme ich voll und ganz mit dir überein, das unsere unterstützende Hilfe gefragt ist. Doch für mich verbindet sich mit unterstützender Hilfe auch das Wort Verständnis. Gerade das vermisse ich nur allzu oft. So oft vergessen Christen, dass Gott uns NEBEN dem Gebet so vielfältige Möglichkeiten mitgegen hat um hilfreich zu sein.

Ich habe sooo oft das Gefühl, dass auch wir Christen von vorgefertigten Meinungen geprägt sind und das wir es uns zu einfach machen. Wir urteilen doch oft, ohne uns mit den Menschen zu unterhalten und bieten oft nur den einfachen Weg - das Gebet.

Um beim Thema zu bleiben:
Wenn schon die Kirche ihre Tätigkeit bei der Beratung eingestellt hat - das heisst doch nicht das wir nicht etwas tun können. Nicht in jedem Fall, doch jedes einzelne Leben zählt.
Ein Beispiel: Ein Teenager, der von seinen Eltern zum Abbruch getrieben wird, der keine abgeschlossene Berufsausbildung hat, nicht auf eigenen Füssen stehen kann. Wir urteilen über das Mädchen, aber tun nichts!
Doch sollten nicht die Eltern und die Familie ebenfass Anlass zu unserer Kritik sein? Sind sie es nicht, die das neue Leben ablehnen, die ihre Tochter in eine ausweglose Situation treiben?

Wenn wir diese Mädchen mit offenen Armen empfangen, aufhören ihnen ihre Schuld permanent vor Augen zu führen und reale Hilfe bieten, werden wir dann nicht erst unserer Rolle als Christen gerecht?
Das Mädchen, das beichtet, Gott um Vergebung gebeten hat, dem brauchen wir die "Verfehlung" nicht ständig vor Augen zu halten. Unsere Aufgabe besteht darin zu helfen, zu helfen das Kind zu bejahen, Möglichkeiten zu finden die Ausbildung zu beenden, vielleicht auch mal eine Kollekte zu machen und auch Menschen in unmittelbarer Umgebung zu unterstützen.
Es gehört auch dazu, dass wir als Gemeinde statt auf die Verfehlung zu schauen uns einfach über das neue Leben freuen, dass ja doch auch von Gott gewollt ist.

Es gibt soviele Dinge, die ich mir wünschen würde. Vor allem aber das wir Christen aufhören über die Gesellschaft und diese Welt zu jammern und anzuklagen. Wir sollten endlich konstruktiv werden und sagen, gut, es gefallt uns nicht wie es ist. Lasst uns die Ärmel hochkrempeln und AKTIV etwas tun.

Ich bin ganz ehrlich, manchmal wundere ich mich nicht bei soviel unverständnis und mangelnder Toleranz, dass Menschen der Kirche den Rücken kehren und sich unverstanden fühlen. Gerade bei jungen Menschen die eine Gemeinschaft, Verständis brauchen, versagen wir nur allzu oft. Die Hände dann über den Kopf zusammenzuschlagen, weil sie sich den Gothics zugewendet haben bringt nichts. Wir müssen uns fragen WARUM? Was geht auch bei uns schief.

Das sollte eigentlich Kirche für mich sein.

Eowyn
Als Gott die Welt erschuf, da schuf er den Mann und das Weib, nicht Herrn und Knecht, nicht Juden und Christen, nicht Arme und Reiche.
(Ludwig Börne, dt. Schriftsteller, 1786-1837)



Geist aus Appenzell

unregistriert

11

04.11.2002, 04:51

Zitat

Original von Eowyn
Es gehört auch dazu, dass wir als Gemeinde statt auf die Verfehlung zu schauen uns einfach über das neue Leben freuen, dass ja doch auch von Gott gewollt ist.
...
Lasst uns die Ärmel hochkrempeln und AKTIV etwas tun.


Ich bin ganz Deiner Meinung! Zudem würde ich mir nie anmassen auf Fehler der anderen zu schauen, denn auf die hat nur Gott zu schauen!

Trotzdem muss man über Gesetz und Umgang damit sprechen!

Ganz in Deinem Sinne, zum Christentum gehört auch anpacken!

Bhüeti Gott

LordVader

unregistriert

12

04.11.2002, 09:27

Zitat

Original von Eowyn

Zitat

Da steht eine Frau die durch Vergewaltigung schwanger geworden ist, oder der Teenager, der da in etwas hineinstolperte und nun von der Familie unter Druck gesetzt wird. Ich denke, sich hier ein Urteil zu erlauben und diese zu verdammen, weil sie sich keinen Ausweg mehr wussten als Abbruch, ist doch ziemlich leicht - jedenfalls wenn man niemals in der Situation war.
Leider hat sich die katholische Kirche entschieden, keine Beratungsstellen mehr zu unterhalten. Das finde ich sehr bedauerlich...


Ich sehe das ebenso mehr als bedauerlich!!
Ungewollte Schwangerschaften von Teenagern machen (glaube ich zumindest) den Großteil der Abtreibungen aus. Ich denke, die werdende Mutter kann absolut nicht objektiv und aus freien Stücken für das Kind entscheiden, da der Druck von allen Seiten zu groß ist (Vater noch ein Milchbubi, keine Ausbildung, Druck der Eltern usw...).
Für das Mädl eine absolute Horrorvision!

LordVader

corinquietum

unregistriert

13

04.11.2002, 09:41

Sollte die Kirche in Österreich wirklich alle Beratungsstellen geschlossen haben?
In Deutschland hat sie sich nach langem Ringen dazu entschlossen, die Beratung beizubehalten, aber keine Beratungsscheine mehr auszustellen!

14

04.11.2002, 12:06

in Ö

gibt es beratungsstellen der kath. kriche, nur daß wir auch keinen beratungsschein "brauchen"/ vorlegen müssen.
es gäbe zwar im gesetz zur fristenregelung die vorgabe, daß die frauen beratungsgespräche führen müssen, das wird aber (wahrscheinlich aus geldgründen/ um die frauen zu "schonen", damit sie nicht gezwungen werden, sich damit auseinanderzusetzen... oder so) nicht angeboten und auch nicht eingefordert.

die indikationsregelung erscheint mir problematisch, weil ein/ mehrere ärzte beschließen ob die frau arn genug ist um eine abtreibung rechtfertigen zu können, das hat auch für die kinder negative erscheinungen, da diese auswirkungen des abgelehnt werdens, noch bis in die 2./3. generatation nachzuweisen sind (da gibt es eine langzeitstudie)

daher: niemand darf daran verdienen, kein arzt darf dazu gezwungen werden, und die frau MUSS bereit sein sich damit auseinanderzusetzen... (zumindest)..
es gibt kein recht auf ein unrecht!


Benedikt

Meister

Beiträge: 2 878

Wohnort: Deutschland

15

04.11.2002, 12:43

Zitat

Original von LordVader
Ich sehe das ebenso mehr als bedauerlich!!
Ungewollte Schwangerschaften von Teenagern machen (glaube ich zumindest) den Großteil der Abtreibungen aus. Ich denke, die werdende Mutter kann absolut nicht objektiv und aus freien Stücken für das Kind entscheiden, da der Druck von allen Seiten zu groß ist (Vater noch ein Milchbubi, keine Ausbildung, Druck der Eltern usw...).
Für das Mädl eine absolute Horrorvision!

LordVader

Hi,
nein, der größte Anteil von Abtreibungen ist bei volljährigen Frauen zu finden, wenn auch Abtreibungen bei Minderjährigen schneller steigen.
Das ist zumindest bei den gemeldeten Abtreibungen in Deutschland so.

Zitat

Knapp drei Viertel (71 %) der Frauen, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen ließen, waren zwischen 18 und 35 Jahren alt, rund 5 % waren minderjährig, etwa 7 % 40 Jahre und älter. 40 % der Schwangeren hatten vor dem Eingriff noch keine Lebendgeburt.
- vom Statistischen Bundesamt
Weblog:Speculum@kathhost
Mein Nutzername im Kath.net-Leserbereich: Nyger

16

04.11.2002, 12:48

zudem möchte ich anmerken

daß es sich nicht um die fristenlösung (titel dieses threats) sondern um die fristenregelung handelt. jede forumlierung die impliziert, daß es sich um eine lösung handeln könnte, sollte hier wohl vermieden werden.

die firstenregelung kennzeichnet die abtreibung als strafbare handlung, die unter bestimmten bedingungen (zeitlich/ behinderung des kindes) straffrei gestellt wird!
es gibt kein recht auf ein unrecht!


Geist aus Appenzell

unregistriert

17

04.11.2002, 16:43

Zitat

Original von simoforever
daß es sich nicht um die fristenlösung (titel dieses threats) sondern um die fristenregelung handelt.


Sorry simoforever

Dass ist ein Patzer von mir, den ich wirklich entschuldigen muss. Es scheint, dass Abstimmungskampf un die Nachwirkungen des bedauerlichen (eigentlich mehr als das) Ergebnisses nachwirken bei mir!

Es ist auch in meinen Augen niemals eine Lösung, sondern eine Regelung!

Bhüeti Gott

18

04.11.2002, 16:57

@geist

das hab ich angenommen, aber genau deshalb ist es auch so wichtig manche dinge klarzustellen!
es gibt kein recht auf ein unrecht!


Geist aus Appenzell

unregistriert

19

05.11.2002, 00:18

Leider ist es so, dass man die Tragweite des Entscheides (in der CH) über die Anwendung der Froistenlösung erst später festsstellen wird. Es ist ein Boomerang, der irgendwann wieder auf uns retour kommt, da so das Leben keinen gebührenden Schutz mehr erfährt!

Ich hoffe, dass die Leute mit Macht dies bald einsehen werden und dem grausamen Töten ein Ende setzen werden.

Wir können indes nur warten und uns vor Gott so verhalten, wie er es uns aufgetragen hat.

Bhüeti Gott

Gast

unregistriert

20

08.11.2002, 17:54

wer schützt uns vor den lebensschützern?

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Soll Frau Hauft zurücktreten?

http://home.t-online.de/home/M.S.Salomon/schutz.htm

"Allen Lebensschutzorganisationen gemeinsam ist das Eintreten für ein generelles Abtreibungsverbot bei Strafandrohung, eine ungemeine Idealisierung der bürgerlichen Familie, sowie die Propagierung sexueller Enthaltsamkeit bis zur Ehe. Vermittelt werden diese "heiligen Werte des Abendlandes" meist auf höchst unsachliche Weise - mit dramatisch belichteten Bildern, rührenden Anekdoten, unzulässigen Generalisierungen und pseudowissenschaftlichem Hintergrundinformationen.


Ein typisches Beispiel hierfür ist das Internetangebot der vielbesuchten Domain http://www.abtreibung.de: Begrüßt wird man hier - wie auch auf vielen anderen Homepages von Abtreibungsgegnern - mit einem kunstvoll aufbereiteten Bild eines 9 Wochen alten Embryos. Der darunter stehende Einleitungstext suggeriert, daß Abtreibung Mord sei, weil bei jeder Abtreibung ein "richtiger Mensch" auf brutale Weise getötet werde. ..."

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