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Ben

unregistriert

1

30.06.2003, 21:11

Wie kommt Glauben zustande

Neuthema, weil Einige dies Thema im Thread
„Glaubenskurse für Erwachsene“
unpassend hielten ;-) – siehe dort am 30.6.03

GaA fragte in Glaubenskurse für Erwachsene
>Wie kommt Glauben zustande?<

das kann ich sehr genau sagen, weil ich’s aus eigener wie aus meiner Kinder Erfahrung weiß - auch von meinen und deren Freunden.
Nämlich wie ich schon oben im Thread Glaubenskurse für Erwachsene sagte: Dazu braucht’s religiöser Erziehung in allerersten Linie durch die Eltern, in zweiter Linie durch Religionsunterricht an Schule und Kirche, Kommunionunterricht insbesondere, aber auch Firmunterricht.
Wenn dabei ganz besonders bei der KJG und den Messdiener-Treffen nur Blödsinn gemacht wird und außer (störenden) Gottesdiensten nichts über das Lebenswichtigste gesprochen wird – den Glauben, und der eben nicht auf natürlichste Weise der Welt weitergegeben wird, dann kann man’s vergessen :-(

Am Beispiel aus meiner Kindheit muss ich sagen, dass ich ab dem Alter als ich halbwegs sprechen konnte, Gott als UNSEREN VATER IM HIMMEL kannte. Immer mehr kennen lernte in den darauffolgenden Jahren aufgrund tiefreligiöser Eltern.
Kommunionunterricht war absolut und „so ist es und nicht anders“. Wir hatten einen sehr gottesfürchtigen Pfarrer als Reli-Lehrer und das war mein Glück. Firmunterricht ebenso – aber immer wieder – die Eltern. Sie legen das Fundament in den ersten 6 Jahren jedes Kindes und das muss 100% von Glaube durchdrungen sein und Glaube als einzigen Lebenszweck haben. Alles Andere wie Kinderglück, Freude am Leben, Erkennen des Wahren Schönen und Guten, kommt dann automatisch.
„Suche den Glauben – der Rest wird dir dazu gegeben“ sagt die Heilige Schrift und so ist es!

Xavia schrieb:
>habe ich das Gefühl, dass die enormen Streitigkeiten innerhalb der katholischen Kirche zur Vertiefung der Wurschtigkeit beitragen< und das trifft den Nagel auf den Kopf! Genau das ist der Punkt: Wurschtige Priester, interesselose Theologen, romfeindliche Kirchenrichtung, Religionslehrer (mein Hauptgegner in den Schulen meiner Söhne) deren Glaube ein „Schulfach“ und kein Lebensinhalt ist. Zum Kotzen – anders kanns mans nicht sagen!
Dazu kommen Bewegungen wie „Kirche von unten“ und das ZDK die mehr zerschlagen – insbesondere junge Glaubenstriebe in Jungchristen, als zum Glauben beitragen. Für Viele von ihnen ist Kirche eine Organisation von „Licht und Liebe“ oder piep piep piep, wir haben uns alle lieb. Frage sie was Gottesfurcht ist und sie werden es als irrelevant beiseite schieben.

MilesChristi schreibt:
>Die "enormen Streitigkeiten" innerhalb der Kirche haben mit der Verlust am Glauben nichts zu tun. Warum gestritten wird, eher<
Gaue liebe/r MC, dass es viele tiefreligiöse Priester gibt, die daran zerbrechen, dass die Kirche im deutschsprachigen Raum zunehmend romfeindlich wird.

Lass mich fragen (ohne eine Antwort zu erwarten), wie Viele in diesem Forum eher dem ZdK und ähnlichen Strömungen – auch den multireligiösen Gottesdiensten anhängen, und wie viele Teilnehmer romtreu blieben. Oft war ich schon dankbar, dass die kath. Kirche Deutschlands nur 2,5% des Weltkatholizismus ausmacht!

Geist aus Appenzell

unregistriert

2

30.06.2003, 21:37

@Ben

Wo wir stehen geblieben sind in unserer Diskussion ist:

Kann Glaube auch durch einen Kurs, sprich durch Glaubenswissen entstehen?

Ich denke ja, denn das Wissen über den Glauben fordert Verstehen, ja impliziert es geradezu und Verstehen fordert vertrauen, glauben!

Vielleicht kannst Du noch einmal Deinen Standpunkt darlegen!

Gottes Segen

FraFran

unregistriert

3

30.06.2003, 21:48

Zitat

Ben:
... „Suche den Glauben – der Rest wird dir dazu gegeben“ sagt die Heilige Schrift und so ist es!
...


Meiner Kenntnis nach heisst es:
"Suchet zuerst das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit, alles andere wird euch dazu gegeben".

Aber,
die Hl Schrift sagt, der Glaube kommt vom hören.
Zutreffend ist darum auch, dass die Erziehung, insbesondere die frühkindliche im Elternhaus ein solides Fundament legen kann, soll und auch muss.
Das allein ist, so wichtig es ist, nicht alles.
Glaube ist vor allem! ein Gnadengeschenk.
Ohne die Gnade kann ich Glaubenswissen mir aneignen, doch führt dies nicht zwangsläufig zum Glauben, bisweilen ist es gar umgekehrt, wie manch grosser Theologe zeigte.

Denn, was heisst Glaube;
Glaube ist festhalten an dem was wir erhoffen, also eine grundlegende Frage des Vertrauens!
Vertrauen entsteht aber nicht vorrangig durch Information, sondern ist Gnadengeschenk, bei dem das gute Vorbild - insbesondere der Eltern - eine hervorragende Hilfe, ja oftmals elementare Voraussetzung ist.

Nun habe ich gerade in den letzten Jahren einige Menschen kennenlernen dürfen, wo von ihrer Sozialisation her so gar nichts für den Glauben sprach, und dennoch packte es sie, als Erwachsene vornehmlich.
Also auch das ein deutliches Plädoyer, dass es zuerst die Gnade ist.

reto

Erleuchteter

Beiträge: 4 027

Wohnort: Bistum Chur

Beruf: Dipl. El.-Ing ETH, Primarlehrer

4

01.07.2003, 00:17

Glaube kommt vom Hören...

...und das Hören ist dort möglich, wo der Glaube verkündigt wird - auch in einem Glaubenskurs. (Und ich habe auch schon Leute kennen lernen dürfen, die gerade durch einen Glaubenskurs zu einer vollständigen Bekehrung geführt wurden. :) Natürlich nicht durch dieses Ereignis allein - aber dadurch entscheidend unterstützt.)

Wie FraFran richtig schreibt braucht es dazu vor allem auch die Gnade unseres Herrn. Ohne Gnade kein Glaube. Darum ist es auch eine gute Sitte für Glaubenskurse zu beten, wenn sie denn stattfinden. Und der Inhalt des Kurses muss natürlich so aufgebaut sein, dass er wirklich Kernthemen des Glaubens aufgreift und nicht einfach zur Wissensvermittlung und Unterhaltung da ist.

[URL=http://theol.uibk.ac.at/leseraum/bibel/roem10.html;mark=211,76,86#13]Im Römerbrief heisst es:[/URL]

Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden.

Wie sollen sie nun den anrufen, an den sie nicht glauben?
Wie sollen sie an den glauben, von dem sie nichts gehört haben?
Wie sollen sie hören, wenn niemand verkündigt?
Wie soll aber jemand verkündigen, wenn er nicht gesandt ist?

Darum heißt es in der Schrift: Wie sind die Freudenboten willkommen, die Gutes verkündigen!
[...]
So gründet der Glaube in der Botschaft, die Botschaft im Wort Christi.
Quoniam si reprehenderit, nos cor nostrum:
maior est Deus corde nostro, et novit omnia. (1 Joh 3,20)

JoJo-hannes

unregistriert

5

01.07.2003, 08:30

Mal ne andere Richtung:

Glaube kommt von...

...Gott! Ich empfange den Glauben als Gnadengeschenk.

Es ist kein Superakt des Menschen (Luther)! Viele der Dinge die oben genannt werden, sind wohl wenigerer strikte Bedingungen für den Glauben als vielmehr Rahmenbedingungen in welchen der Glaube gedeihen und wachsen kann. Sie sind natürlich wichtig.

Glaube ist gehaltvoll - aber nicht gleich Wissen
Glaube ist das sich-anvertrauen an Gott. Dazu hilft es natürlich sehr Gott kennen - denn man kann nicht lieben/ sich-anvertrauen (an) was man nicht kennt . Deshalb ist Glaube "gehaltvoll" (Dogmatisch) Aber:
Wenn Glaube Wissen von Glaubenssätzen wäre, müssten Theologieprofessoren Heilige sein - sind es aber meistens leider nicht.

Also bleibt Glaube ein Geschenkt

Als Konsequenz?
Unendliche Dankbarkeit und brennende missionarische Sorge für Seelen - nicht weil man ihnen selbst den Glauben schenken könnte, sondern damit sie (auch wieder mit Gottes Hilfe) bereitet werden das Geschenk zu empfangen.

reto

Erleuchteter

Beiträge: 4 027

Wohnort: Bistum Chur

Beruf: Dipl. El.-Ing ETH, Primarlehrer

6

01.07.2003, 08:49

Sic!

Da hast du recht Johannes.
Merci.
Quoniam si reprehenderit, nos cor nostrum:
maior est Deus corde nostro, et novit omnia. (1 Joh 3,20)

corinquietum

unregistriert

7

01.07.2003, 09:41

Da mein Glaube immer wieder einmal "angefochten" ist, habe ich gelernt, einfach in solchen Situationen still zu werden. Um den Glauben wieder neu geschenkt zu bekommen, muß ich eine tiefinnerliche Bereitschaft entwickeln, mich ihm zu öffnen; denn Gottes Geschenk ist mir in gewisser Weise zwar immer wieder angeboten, aber wie mit allen Gnaden, die Gott für mich bereit hält, so ist es auch mit dem Glauben: er deckt mich nicht einfach zu, wird mir nicht übergestülpt und überfällt mich auch nicht unerwartet. Da muß schließlich immer eine gewisse Bereitschaft vorhanden sein, eine innere Einstellung zu den Möglichkeiten der Transzendenz.
Die oftmals zu beobachtende "Glaubenslosigkeit" oder zumindest Reserviertheit gegenüber dem, was wir gemeinhin "Glauben" nennen, entspringt zumeist der Tatsache, dass wir den inneren Riegel (obex), den wir Menschen auf Grund unserer Willensfreiheit vor die "Tür unseres Herzens" schieben können, nicht bereit sind zu entfernen.
"Ja ich möchte glauben, Herr hilf meinem Unglauben auf!"
So können wir auch zumeist in entsprechender Umgebung oder "Atmosphäre" viel leichter glauben.
In Gemeinschaft, z.B. an Wallfahrtsorten, bei großen Gottesdiensten fällt uns plötzlich das Glauben so leicht, dass wir es anders uns gar nicht vorstellen können.

Nicht umsonst ruft uns die Kirche im Namen Gottes zum gemeinsamen Gottesdienst.
Wer allein glauben will, muss bereits im Glauben gefestigt sein und fast so etwas wie Mechanismen entwickelt haben, die in Stunden der Anfechtung dann wirksam werden. Vgl. die Stunden oder Tage der geistlichen Trockenheit großer heiliger Menschen!

C.

Ben

unregistriert

8

01.07.2003, 10:35

Geist aus Appenzell’s Frage: > Kann Glaube auch durch einen Kurs, sprich durch Glaubenswissen entstehen?< muss bejaht werden mit großen Einschränkungen, denn man kann ein Haus nicht im Schnelldurchlauf auf Sand bauen. Das sieht schön aus, hält aber keinem Sturm stand.
Was heißt denn Glaube: Glaube ist die feste Gewissheit, dass sich erfüllt, was Gott versprochen hat; die tiefe Überzeugung, dass die unsichtbare Welt Gottes Wirklichkeit ist, auch wenn wir sie NOCH nicht sehen können.
Diese tiefe Gewissheit kann nur im Leben auf starkes Fundament aufgebaut werden, nicht im Kurs.
FranFran gab dazu eine gute Antwort; ein Gnadengeschenk aber gibt’s nicht im Kurs.

Ich hatte den Hauselektriker in der Tiefgarage genannt. So ein Erlebnis haut JEDEN um. Da lächelt keiner mehr. Lächeln über christl. Glauben ist ohnehin das Grinsen des Totenschädels.

Johannes schreibt > Glaube ist gehaltvoll - aber nicht gleich Wissen< das ist richtig und falsch gleichzeitig. Paulus sprach beim Glauben von höherem Wissen, das alle Weisheit der Welt in sich trägt.
Natürlich gibt es glaubenslose Theologen, die die Bibel vor- und rückwärts aufsagen können. Glaube ist eben nicht Wissen, sondern göttliche Weisheit die dem geschenkt wird, der Gott darum bittet. Dennoch wird das Sein Gottes niemand, selbst bei komprimierter Wissensessenz der ganzen Menschheit, jemals fassen können. Was ist für Gott unser Denken und Wissen? Null und nichtig! Es ist das Wort Gottes das zählt - sonst nichts!
Hast du den Glauben, bekommst du den Rest dazu geschenkt – auch das entspr. Wissen.

Ein Redemptorist sagte mir; ich glaube nicht nur, ich weiß: Wenn dir ein Freund etwas sagt, dann glaubst du es nicht nur, du weißt es hinfort. Wie viele mehr als ein Freund ist Jesus Christus. Er sagte uns Vieles, das wir nun wissen.
Glaube ist ein Geschenk, das man annehmen, oder ablehnen kann – mit allen Konsequenzen.

Sollten uns tatsächlich einmal Zweifel anfechten wie "corinquietum" (Mann habt ihr närrische Namen ;-) schrieb, so erfüllt sich das Wort, dass dem Teufel gestattet ist uns zu sieben wie Weizen. Genau dafür ist die Bitte UND FÜHRE UNS NICHT IN VERSUCHUNG von Christus uns gegeben.

Allerdings wehre ich mich gegen die Ansicht, man sei in Kirche, Wallfahrtsort usw. Gott näher. Mann KANN durchaus dort Gott näher sein (alleine das Ambiente läd zu größerer Gottnähe) aber wie schwach wäre unser Glaube an Gottes Gerechtigkeit, wenn der Gefangene im abgeschiedensten Schmutz- und Folterkerker der Welt, nicht Gott ebenso nahe sein kann, wie wir mitten im Petersdom?

Geist aus Appenzell

unregistriert

9

01.07.2003, 11:41

Ein Kurs geht ja auch nicht 2 Tage, sondern in meinem Falle 2 Jahre, bzw. 4 Jahre!

Ich glaube wir verstehen uns weitgehend!

Glaube ist primär Gnade Gottes, kann ausgebaut werden durch Wissen und Verständnis und braucht vor allem Praxis und Gemeinschaft.

Viele verschiedene Faktoren gibt es, die es möglich machen in andere Dimensionen des Glaubens vorzustossen: Hl. Geist, tägliches Gebet oder Messbesuch, Gemeinschaftserlebnisse, Studium, Diskussionen, allgemeine Erlebnisse, usw.

Ich möchte mich nur klar ausdrücken, dass Glaube auch durch einen umfassenden Kurs, wie sie auch Poldi zu machen sucht, indirekt vermittelt und gefördert werden kann. Dies hast Du in Abrede gestellt. (Einzige Differenz)

Grüss Gott

Ben

unregistriert

10

01.07.2003, 11:57

Ach weißt du, ich hüte mich im Allgemeinen, eine Meinung die nicht gerade gegen Bibel und Kirche gerichtet ist, in Abrede zu stellen ;-)
Wie oft stellte sich heraus, dass ich total falsch lag :-)

Durchaus kann Glaube von gottesfürchtigen Menschen auch im Kurs (ich wusste nichts von 4 Jahren – Mann – ist ja echt lang) erfahren werden. Glaube kommt aber nicht und nie durch Andere. Jeder muss glauben WOLLEN und Gott sehr innig darum bitten. Sonst bleibt’s hohles Wissen. Ich denke da an Theologen wie Drewermann & Co.

Ich kannte mal eine Dame die nur 3 Jahre die Volksschule besucht hat. Sie konnte kaum lesen. Ausdrücken konnte sie sich schwer. Sprach wenig. Wusste aber die Heilsgeschichte und das neue Testament sehr genau durch Erzähnungen ihrer Mutter. Sie war eine Heilige, die mich sehr stark erschütterte als sie mir sagte: Wenn ihr (damit meinte sie „die Christen“) betet, dann plappert nicht monoton daher und kommt speziell in der Kirche durch monotones Gemeinschaftsgebet in eine Art Trance die ihr mit Gottverbundenheit verwechselt, sondern wenn ihr betet, dann betet immer nur IM NAMEN DES VATERS UND DES SOHNES UND DES HEILIGEN GEISTES vor jeder Bitte die ihn an Gott richtet – sonst ist das Gebet nichts.

Diese sehr ehrwürdige Dame, die Keiner beachtete, hatte Gott in sich, wie wir allenfalls mal nach der Kommunion. Ich weinte sehr nach dieser Erfahrung, wie kleingläubig doch ich Christ bin.

FraFran

unregistriert

11

01.07.2003, 15:18

corinquietum

"Glaube wird nicht übergestülpt" - ein Begriff, der gern in der Pädagogik verwandt wird. :)
Doch unabhängig davon, Glaube ist zuerst Geschenk, insoweit - auch wenn icvh das Wort so wenig mag - ist er schon übergestülpt, doch durch mein eigenes Tun kann ich helfen, ihn wahcsen zu lassen, oder aber ihn verkümmern zu lassen.

Und dann gibt es noch nicht wenige Fälle, z.B. Alphons Ratisbonne oder Bruno Carnacciola, die haben dann den Glauben wider ihrem Willen "übergestülpt" bekommen, durch Eingießung in einem Augenblick; auch die Hl Edith Stein ist ein ähnlich gelagerter "Fall".

Geist aus Appenzell

unregistriert

12

01.07.2003, 15:42

Zitat

Original von Ben
Glaube kommt aber nicht und nie durch Andere. Jeder muss glauben WOLLEN und Gott sehr innig darum bitten. Sonst bleibt’s hohles Wissen. Ich denke da an Theologen wie Drewermann & Co.


Wir sind uns eins,da bin ich mir sicher. Es kommt lediglich auf die Definitionen an:

Der Glaube kann selbstverständlich nicht durch andere kommen, in dem ich ihn dann kopiere und nachplappere!

Der Glaube kann sehr wohl von anderen initiiert werden, was etwas in mir auslöst und mich zum Glauben bringen kann, so Wissen, Erlebnisse usw. (Insofern kommt eben Glauben auch von aussen, wenn ich auch immer selber den Schritt, die Adaption machen muss!)

Bhüeti Gott

Geist aus Appenzell

unregistriert

13

01.07.2003, 15:45

Nachtrag

Ein solcher Kurs, wie ich ihn angesprochen habe, hat eben den Vorteil, dass ich alle Bereich streiffe und viele Einflüsse, Reize oder Impulse wahrnehmen kann, sofern ich will.

Nocheinmal ich mache den Schritt, ich glaube, aber ich kann von aussen Impulse (Wort gefällt mir) aufnehmen und verarbeiten.

Bhüeti Gott

Ben

unregistriert

14

01.07.2003, 18:04

Bingo
Volltreffer
sag uns zur Halbzeit, was es dir, deinen Mitmenschen und Euerem Gottbezug brachte

Geist aus Appenzell

unregistriert

15

01.07.2003, 18:27

Diesen Kurs, den KGK (2 Jahre) habe ich glücklicherweise beendet. Mit einigen Skripts und Kursleitern war ich nicht ganz eins und es hat mich nur teilweise befriedigt. Jetzt beginne ich zwei neue Kurse, die beide 2 Jahre gehen.

Gebracht hat es mir schon dies und jenes, so zum Beispiel die Mystik und das tiefe Gebet einer Communauté von Taizé, allgemein aber auch wie wichtig Gemeinschaft ist, die ich erleben durfte. Dann sicher auch Wissen über die Kirchengeschichte, über Liturgie, Kirche und AT und NT.

Mir hat es zum Beipiel auch sehr geholfen, im Sinne eine Katechumenat, eine fundierte und umfassende Katechese zu erfahren, woraus ich dies oder jenes in meinen Alltag einbauen konnte. So zB Stundengebet,...

Schlussendlich, aber wahrscheinlich am wichtigsten ist dabei, dass ich durch diesen Kurs meine Frau kennengelrnt habe, denn es waren riesige Schiksalswendungen nötig dafür; beide wollten eigentlich nicht in diesen Kurs: Ich dachte auf eine Anfrage, dass sei ein normaler (1-3 Tägiger Kurs) und sie wollte an einen anderen Ort!

Der Glaubenskurs wird mir nicht nur wegen den Inhalten in bleibender Erinnerung bleiben, eine wichtige Wegstation zum Glauben.

Bhüeti Gott

FraFran

unregistriert

16

01.07.2003, 18:32

Geist

Wenn ich dich richtig verstadnen habe, dann hast du einen zweijährigen katholischen Glaubenskurs absolviert und Teil dieses Kurses ist Taize?

Wenn dem so ist, dann wundert mich das aber schon sehr, denn Taize ist protestantisch und ob dies Inhalt eines kath. Glabenskurses sein soll oder besser darf???

Ben

unregistriert

17

01.07.2003, 18:46

genau das irritiert mich auch zu lesen mein lieber GaA
dort ist keine Eucharistie

es ist ohnehin sehr schmerzlich, wie sehr meine kath Kirche zu "multireligiösen" Gottessicht und Gottesdienst tendiert.
Vergleiche dazu die Befürchtungen der Pro Sancta Ecclesia die ich voll teile.

http://www.Pro-Sancta-Ecclesia.de/

Geist aus Appenzell

unregistriert

18

01.07.2003, 19:12

Tut mir leid, ihr habt mich falsch verstanden, obwohl Taizé keine protestantische Vereinigung ist, lieber FraFran.

Dies war nicht Inhalt des Kurses, sondern durch diese wir hatten Musik von dort, verbunden mit Kontemplation habe ich "Taizé" kennengelernt, dazu war in der Heimatgemeinde meiner Frau am Freitag Taizé - Gebet. Ich muss sagen, wenn es auch keine Organisation geweihtes Leben ist, hat diese Form von Gebet doch sehr viel gutes! Dies könnt ihr aber gerne im Thread Taizé diskutieren.

Vielleicht könnt ihr zum Rest des Beitrages Stellung nehmen, wenn ihr wollt?

Bhüeti Gott


FraFran

unregistriert

19

01.07.2003, 19:17

Geist

:D Nee, nee, ich wollte wissen, ob ich dich richtig verstanden habe und dies Teil des Kurses war?
Das ist keine Diskusion zu Taize.
Im übrigen ist dieser "Bruder" Roger Protestant und Taize war lange Zeit für Katholiken auch gar nicht zugänglich. (was ich nicht als Mangel oder gar Verlust empfinde :D ).

Was ist es denn deiner Meinung nach? :)

Geist aus Appenzell

unregistriert

20

01.07.2003, 19:47

Ich glaube, dass man Katholik sein kann und Gebete im Stile von Taizé beten kann, das schliesst sich nicht aus, denn schliesslich haben dies auch schon mehrere Papste zu verstehen gegeben und vorgezeigt! Es ist ja auch nur die Art des Gebetes, die mich faszinierte.

Zudem: Wenn alle Katholiken ihre Gebete (zB den Rosenkranz) in dieser Anbetung und Tiefe, wie die von Taizé machen würden, dann würde es keine Neuevangelisation brauchen.

Es sind ja nichts anderes als Psalmen und Evangeliumstexte, die gesungen werden. Gesang verbunden mit Kontemplation und Stille!

(Kommt mir bekannt vor, Rosarium Mariae Virgine?)

Bhüeti Gott

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