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Beiträge: 1 683

Wohnort: Deutschland, NRW

1

27.07.2003, 11:30

Der erste Brief an die Korinther (1 Kor)

Herzlich willkommen zum Thread „Erster Korintherbrief (1 Kor)“! :)



Zwei Empfehlungen zum HOHELIED DER LIEBE (1 Kor 13):

A) Das Buch vom Kirchenlehrer Alfons Maria von Liguori „Die Liebe zu Jesus Christus“ ist ein wunderbarer theologischer Exkurs zum Thema. Es ist eine umfangreiche Anleitung für das gesamte geistliche Leben und Streben des Christen. Jeder paulinische Aspekt „Die Liebe ist...“ wird aufgegriffen und ausführlich kommentiert.

Das Buch ist auf Spendenbasis erhältlich bei:

P. Engelbert Recktenwald
Johann-Heinrich-Platz 12
50935 Köln
Förderverein St.-Alfons: 0221-9435425


B) Sehr zu empfehlen sind die Kassetten von Pater Hans Buob SAC (Pallottiner), der das Exerzitienzentrum in Hochaltingen (evangelii nuntiandi) leitet.

Kurs: Jesus lieben lernen (10 Kassetten)

P. Buob greift häufig auf das obige Buch von Liguori zurück, ergänzt aber noch von vielen Heiligen wie Caterina von Siena, Teresa von Avila, Franz von Sales, Thomas von Aquin, ... - Natürlich kann in einem Werk solchen Umfangs nicht ein exegetisch-wissenschaftlicher Umfang en detail vermittelt werden. Dennoch: mE ist der Inhalt dieser Vorträge extrem tiefgängig, wahrhaftig, ist eine „beglückende“ Erschliessung und trägt hervorragend zum Verständnis bei.

Der Preis pro Kassette ist 4,50 Euro.

Bestelladresse:

Unio-Verlag Hochaltingen
St.-Ulrich-Str. 4
D-86742 Fremdingen
Tel.: 09086-90045
Fax: 09086-1264
e-mail: unio-verlag@web.de

(Ich persönlich finde alle dort erhältlichen Kassetten und Bücher sehr empfehlenswert)


Gottes Segen!

Seraphus

www.imitatio.de
- eine werdende homepage, die (hoffentlich) mit der Zeit wächst... :)

www.marienforum.de

2

30.07.2003, 13:11

Ich habe ein Problem mit dem siebten Kapitel des Korintherbriefes.
Paulus redet da über die Ehe, und er sieht sie irgendwie nur als Notlösung an, wenn man nicht die Kraft zu einem zölibatären Leben hat.

Dem entgegensteht, was Jesus über die Ehe sagt.

Ich denke, dass beides, Ehe und Ehelosigkeit, eine Berufung ist. Und dass beides gleich gut ist, und man es nicht gegeneinander ausspielen kann und soll.

Was meint ihr dazu?

Beiträge: 1 396

Wohnort: Göppingen [D]

Beruf: Lehrer

3

17.08.2003, 01:57

Ich denke ...

... auch so !

Grüß Dich Miss Marple !

Ich glaube nicht, dass das zölibatäre Leben "über" das Eheleben gesetzt werden kann, erst vor ein paar Stunden habe ich mit einer Freundin über das Thema geredet - interessant war, dass sie den Weg der Ehe und ich den zölibatären Weg als "schwieriger" gesehen hat... - wir sind draufgekommen, dass man das so nicht sagen kann - Wie Du sagst es ist Berufung !
Ich denke beides ist Sakramnet und damit "Heilig"
(leider wissen und praktizieren viele Eltern den Segen nicht, der ihnen durch die Ehe geschenkt wurde ... - also ich gehe nicht ohne Weihwasser und dem Segen meiner Mama aus dem Haus ;) - wenn ich daheim bin ;) ) !

Paulus kommt ja drauf, weil er das Zusammenleben unter den Korinthern regeln muss und sie all die "praktischen Fragen" stellen ...

Ich denke er hat gesehen, wie viele Leute "Probleme" mit dem Partner hatten und "schlußfolgerte", dass so wie er lebe ohne Frau ... es der bessere Weg sei, aber "ein jeglicher hat seine eigene Gabe von Gott, einer so, der andere so."
Damit wären wir wohl wieder bei der Berufung ;)
Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass "man" oder Paulus sagen kann dies ist besser - das widerspräche ja der obigen Aussage ... !

Grüße aus der Ruhe der Nacht ! ;)

Mathias
Für den Menschen gibt es nur eine Wahrheit, das ist die, die aus ihm einen Menschen macht.
Antoine de Saint-Exupéry
Mater perfectam habebit curam et victoriam - mphcev =)

4

19.08.2003, 15:30

*lächel*
Welchen Weg man schwieriger findet, ist eigentlich eine Frage, die bei der Klärung der Berufung ziemlich gut helfen kann.......denn sicher ist jeder zu dem Weg verufen, den ER leichter gehen kann......

Aber Paulus´ Worte kommen mir doch sehr deutlich wertend vor.....

5

23.08.2003, 19:51

Jetzt möcht ich auch mal meinen Senf dazu geben! :)

Damit dass es eine Berufung ist, da bin ich mal eurer Meinung.
Wie ich mir das gerade durchgelesen habe, so habe ich es so aufgefasst, dass es mal nicht wirklich von Jesus gesagt wurde, denn es steht dort dass es kein Gebot dafür gibt. Daraus folge ich einfach mal dass es zum Teil seine eigene Interpretation war.

Es steht auch:
7, 35 Das sage ich zu eurem Nutzen: nicht um euch eine Fessel anzulegen, vielmehr, damit ihr in rechter Weise und ungestört immer dem Herrn dienen könnt.

Wegen diesen Satz schließe ich mal daraus dass er eine Ehe so sieht, dass man eben gebunden ist. Da muss ich ihm mal recht geben. Wenn man verheiratet ist, dann hat man jemanden zu Hause. Ja, früher oder später ne Familie - die darf man nicht allein lassen, und so ist man *gefesselt*
Man ist im Raum eingeschrenkt. Ist man aber nicht verheiratet, so kann man auch mal weg. Man muss nicht ständig sagen - ich bin jetzt dort oder dort, und ich komme ca. um diese Zeit nach Hause ect.
Man kann spontaner sein. Ich denk mir mal dass man so besser die Liebe und die Botschaft des Herrn an die weite Welt verkünden kann, und in der Ehe eben "nur" in der Familie und im Bekanntenkreis.

Und so gesehen ist es natürlich für Paulus (er sogesehen als Missionar) besser nicht verheiratet zu sein, und somit vertritt er eher die Meinung dass man unverheiratet leben soll.

Ich hoffe ich bin nicht zu weit weg vom Thema...

Eva

"Mit der Hilfe Gottes erstrahlt selbst das Schrecklichste in einem strahlenden Licht der Hoffnung."

"Gott gab dir ein Gesicht - lächeln musst du selbst!"

6

26.08.2003, 00:05

Liebe Eva,
Missionare sollen wir doch alle sein, unabhängig von der Berufung.
Klar, vieles ändert sich, wenn man Familie hat, aber so wie missionstechnisch manches schwieriger wird, gibt es auch neue Gelegenheiten, und neue Kreise in die man das Evangelium tragen darf.

Ich glaube, ich störe mich daran, dass ich genau das als meien Berufung sehe: Mission und Familie.

Glücklicherweise kenne ich einige, die das wunderbar miteinander verbinden, möglcih ist es also schonmal.... ;)

Alles gute
Miss Marple





Philothea

Moderator

Beiträge: 6 138

Wohnort: Region Bonn

Beruf: Kinderkrankenschwester

7

26.08.2003, 10:32

Hallo Eva, Hallo Miss Marple

Jetzt geb ich als Familíenfrau mal meinen Senf dazu :D ;)

Klar in gewisser Weise ist man gefesselt - ich kann nicht mehr so leicht nach China oder sonst in ein fremdes Land zum missionieren ( ich glaube mein Mann hätte da einiges dagegen ;) )
Aber da Deutschland inzwischen ein missionierungsbedürftiges Land ist, brauche ich ja auch gar nicht so weit zu fahren! :P

In meiner Umgebung kann ich Zeugnis geben für Christus und meinen Glaubwen.
Ich werde wohl nicht als Missionar kanonisiert werden ;)
Aber als Mutter hab ich schon mal meine Kinder, die es in den Glauben zu führen gilt (meine wichtigste Aufgabe), dann bleiben mir aber noch die NAchbarn, die Freunde etc. - ein großes Betätigungsfeld ;) :))

Und außerdem: Dem Herrn dienen nicht nur die Missionare, sondern auch die Hirten, Lehrer etc.
Also die, die Bekehrte leiten und ihnen helfen auf dem richtigen Weg zu bleiben.

liebe Grüße
Philothea
Gegen Stolz, gegen Neid, gegen Lieblosigkeit und Hass gibt es ein einziges, großes Heilmittel - die Liebe.
(Franz von Sales)
:P Philothea 8)

Benedikt

Meister

Beiträge: 2 878

Wohnort: Deutschland

8

26.08.2003, 11:02

@Miss Marple
Nein, wir sind nicht alle Missionare. Jedenfalls nicht ein Missionar wie Paulus es war. Wenn man verheiratet ist, dann ist die Familie die Mission. Wenn man diese Mission vernachlässigt, indem man anderswo missioniert, dann hat man sein Missionsziel nicht erreicht.
Weblog:Speculum@kathhost
Mein Nutzername im Kath.net-Leserbereich: Nyger

Philothea

Moderator

Beiträge: 6 138

Wohnort: Region Bonn

Beruf: Kinderkrankenschwester

9

26.08.2003, 11:26

lieber Benedikt

Dem kann ich mich nur anschließen

liebe grüße
Philothea
Gegen Stolz, gegen Neid, gegen Lieblosigkeit und Hass gibt es ein einziges, großes Heilmittel - die Liebe.
(Franz von Sales)
:P Philothea 8)

Pippi Langstrumpf

Fortgeschrittener

Beiträge: 449

Wohnort: Wien

Beruf: Mathematikerin

10

26.08.2003, 11:37

Wenn man verheiratet ist, kann man aber doch trotzdem im Freundeskreis ''missionieren'', wenn man die Gabe dazu hat? (Ich habe sie leider nicht - ich weiß nicht, was ich zu den Ungläubigen in meiner Verwandtschaft und meinem Freundeskreis sagen soll!!!) Natürlich ist Mission im Sinne des Paulus mit ständigen Missionsreisen mit einer Familie nicht so gut möglich, weil sowohl die Ausbildung als auch die sozialen Kontakte der Kinder darunter leiden würden.

@Godjonga: Vielleicht liegt die unterschiedliche Meinung daran, dass es Frauen im Durchschnitt leichter fällt, zölibatär zu leben, als Männern?

Geist aus Appenzell

unregistriert

11

26.08.2003, 12:17

@Philothea

Danke für die Worte, ich versuche sie auch genau so zu leben, daher sprichst Du mir aus dem Herzen!

Gottes Segen

12

27.08.2003, 00:13

Liebe Philothea,
so stell ich mir das auch vor! :) :)

Lieber Benedikt,
Missionare sind wir natürlich alle, oder sollen es zumindest sein. Aber nicht jeder muss Missionsreisen machen wie Paulus. Das dürfte mit einer Familie auch nur schwer möglich sein, klar.

Aber jeder kann an dem Ort, an dem er ist, Zeugnis ablegen von Gottes Liebe und Barmherzigkeit. Das ist doch schon längst Mission.

Das man manchmal verschiedene Aufgaben hat (hier Familie und Mission) die sich manchmal widersprechen (oder den anschein machen, als würden sie) ist auch völlig normal, und mit anderen aufgabenbereichen mit sicherheit etwas, was auch zölibatäre kennen.
Die Kinder sollen nicht darunter leiden, und sind erstmal vorrangige aufgabe, das ist klar.
Aber Kindern tut es auch nicht gut, wenn man vierundzwanzig Stunden am Tag und sieben Tage die Woche nur um sie kreist, die Gelegenheit, beim Einkauf, Krabbelgruppe ... mit anderen Leuten ins Gespräch zu kommen, und dabei von der eigenen Hoffnung zu erzählen, hat wohl jeder.

Liebe Pippi,
(Pippi Langstrumpf war übrigens ein meiner Lieblingsbücher als ich klein war, ich wollte auch so stark sein! ;) )
man kann das ducrchaus auch lernen. ;)
Missionieren bedeutet nicht, dem anderen wortgewaltig etwas aufdrücken, sondern einfach nur, dass man erzählt von dem, was Gott tut, in meinem eigenen Leben. Warum ich auf ihn vertraue, ihm nachfolgen will.
Dann braucht man noch etwas Feingefühl, wieviel man wem wann erzählen kann (bloss niemanden überfahren....) und dass ist schon alles.......

Alles Gute
Miss Marple


Philothea

Moderator

Beiträge: 6 138

Wohnort: Region Bonn

Beruf: Kinderkrankenschwester

13

27.08.2003, 15:09

liebe Miss Marple

Erst einmla schließe ich mich dir an :) :))

Noch ein Nachtrag zur Mission:
Die größten "Erfolge" habe ich, wenn ich den Glauben lebe und dadurch missioniere.

Gerade im Freundeskreis fällt es auf, wie man lebt.
Ich bin auch kein Missionar mit Worten, wurde aber schon öfter auf einiges in meinem Leben angesprochen und konnte dann Zeugnis ablegen.

liebe Grüße
Philothea
Gegen Stolz, gegen Neid, gegen Lieblosigkeit und Hass gibt es ein einziges, großes Heilmittel - die Liebe.
(Franz von Sales)
:P Philothea 8)

Beiträge: 1 396

Wohnort: Göppingen [D]

Beruf: Lehrer

14

08.11.2003, 00:49

Grüß Euch !
Da wir im Seminar gerade den Korintherbrief behandeln hier mal eine Textstelle, bei der um die zentrale Kreuzestheologie von Paulus geht:

Zitat

Die Botschaft vom Kreuz
18 Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die gerettet werden, ist es Gottes Kraft. 19 Es heißt nämlich in der Schrift: Ich lasse die Weisheit der Weisen vergehen / und die Klugheit der Klugen verschwinden. 20 Wo ist ein Weiser? Wo ein Schriftgelehrter? Wo ein Wortführer in dieser Welt? Hat Gott nicht die Weisheit der Welt als Torheit entlarvt? 21 Denn da die Welt angesichts der Weisheit Gottes auf dem Weg ihrer Weisheit Gott nicht erkannte, beschloss Gott, alle, die glauben, durch die Torheit der Verkündigung zu retten. 22 Die Juden fordern Zeichen, die Griechen suchen Weisheit. 23 Wir dagegen verkündigen Christus als den Gekreuzigten: für Juden ein empörendes Ärgernis, für Heiden eine Torheit, 24 für die Berufenen aber, Juden wie Griechen, Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit. 25 Denn das Törichte an Gott ist weiser als die Menschen und das Schwache an Gott ist stärker als die Menschen. 26 Seht doch auf eure Berufung, Brüder! Da sind nicht viele Weise im irdischen Sinn, nicht viele Mächtige, nicht viele Vornehme, 27 sondern das Törichte in der Welt hat Gott erwählt, um die Weisen zuschanden zu machen, und das Schwache in der Welt hat Gott erwählt, um das Starke zuschanden zu machen. 28 Und das Niedrige in der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt: das, was nichts ist, um das, was etwas ist, zu vernichten, 29 damit kein Mensch sich rühmen kann vor Gott. 30 Von ihm her seid ihr in Christus Jesus, den Gott für uns zur Weisheit gemacht hat, zur Gerechtigkeit, Heiligung und Erlösung. 31 Wer sich also rühmen will, der rühme sich des Herrn; so heißt es schon in der Schrift. 1. Kor. 1,18f


Mich würde jetzt mal Eure Meinung interessieren:
1. Fachwissenschaftlich, was genau versteht man unter Kreuzestheologie ?
2. Ich für mich denke Paulus argumentiert immer aus der Kreuzestheolohie heraus, aber auch immer in Verbindung mit der Rechtfertigungslehre - also in bestimmer Weise eine Korrelation zwischen den beiden Polen - kann man das so sagen ?
3. Gibt es einen wichtigen Hintergrund - Beweggrund, aus dem Paulus auch noch wirkt ?

Eigentlich eine "leichte" Frage - oder ? Sie ist ja nur fachwissenschaftlich ... ;) Da es hier natürlich viele Meinugnen gibt - Deine würd mich interessieren ;)

Um nicht auf diesem Niveau stehen zu bleiben noch eine Frage aus dem Leben und der Anwendung:

Inwieweit muss ich die Balance halten (muss ich sie halten?) zwichen "Dienen", klein sein, weil es das Kleine ist was Gott erwählt und inwieweit darf ich "mein Licht nicht unter den Scheffel stellen ... ?
Wie finde ich hier eine gute Basis, mit der ich "Gottgefällig" (so dass es Gott gefällt) leben kann ?
(Ist zum Teil nur eine "rethorische" Frage, aber ich wollte den Alltagsbezug nicht aussen vor lassen ;) )

Ich freu mich auf Euer fundierstes Wissen, wie Eure Lebensund Alltagserfahrung !!

Herzliche Grüße

Mathias
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Antoine de Saint-Exupéry
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Geist aus Appenzell

unregistriert

15

08.11.2003, 08:22

off topic

Matthias

Möchtest Du nicht eine Frage stellen, diese beantwortet wissen und dann die nächste?
Ich weiss eigentlich gar nicht, auf was ich antworten soll....
Ich habe auch das Gefühl, dass Du die Antwort schon kennst, und unsere Antworten zur Ueberprüfung Deiner Antwort verwenden willst. ;)

Gottes Segen

Albert

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Beruf: Selbstständig

16

08.11.2003, 10:06

Paulus stellt die menschliche Weisheit, die Gott nicht einbezieht und den Menschen in den Mittelpunkt stellt, der Weisheit Gottes gegenüber.

Aber dieser Gott ist für Paulus wiederum in der Offenbarungstat Christi geschichtlich greifbar geworden, so das Gott nur im Christusereignis, das in der Auferstehung gipfelt, in seiner vollen Größe erkannt werden kann.

Nicht weniger Geheimnishaft, aber im Heilsplan Gottes und in seiner Weisheit begründet, ist die Rechtfertigung des Sünders durch den Tod am Kreuz und durch die "Botschaft vom Kreuz" = Kreuzestheologie (hier 1Kor 1,18 ) in dem Zusammenhang mit der Auferweckung- Gott seine Herrschaft in der Weise einer Versöhnung aufgerichtet hat.

Gotteskraft ist "Dynamit", mit dem er menschliche Überheblichkeit und Weisheit zerschlägt (Jes 29,14). Der Gegensatz zwischen Gottes Weisheit und Menschenweisheit war schon im AT zur genüge offenbar, zB in den Sprüchen.

Gruß Albert
Ave Maria
Totus - tuus

Beiträge: 1 396

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Beruf: Lehrer

17

08.11.2003, 10:39

Das stimmt schon

Grüß dich Geist !

Das siehst Du schon richtig, aber deswegen gibt es ja das Forum - oder ?
Man will doch sehen, aus welcher Perspektive es die anderen sehen, welchen Gesichtspunkt sie hervorheben etc. ich finde das immer sehr bereichernd ... ;)

Danke Albert !

Zitat

Nicht weniger Geheimnishaft, aber im Heilsplan Gottes und in seiner Weisheit begründet, ist die Rechtfertigung des Sünders durch den Tod am Kreuz und durch die "Botschaft vom Kreuz" = Kreuzestheologie (hier 1Kor 1,18 ) in dem Zusammenhang mit der Auferweckung- Gott seine Herrschaft in der Weise einer Versöhnung aufgerichtet hat.


Ist bei der Rechtfertigung nicht mehr der Aspekt der Gnade Gott zu sehen ? "Allein aus Gnade ... ?
Natürlich hat uns Jesus durch das Kreuz erlöst ... oder ist die Gnade, dass er uns erlöst hat ?
Ich glaube Gnade geht ein wenig weiter oder ?

Derweil mal herzliche Grüße

Mathias
Für den Menschen gibt es nur eine Wahrheit, das ist die, die aus ihm einen Menschen macht.
Antoine de Saint-Exupéry
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Geist aus Appenzell

unregistriert

18

08.11.2003, 10:47

@Godjonga

Ich möchte zuerst Deine Meinung wissen zu dem Thema! ;)

Gottes Segen

Albert

Profi

Beiträge: 864

Wohnort: München

Beruf: Selbstständig

19

08.11.2003, 11:35

Freilich ist die Universalität seines Heilshandelns zugleich mit dem gnadentheologisch wichtigen Gedanken der Auserwählung verknüpft, der dem menschlichen Denken einiges zumutet, theologisch aber die geheimnishafte Größe des Gottes der Gnade hervortreten läßt.

Ja, die Gnade und Versöhnung geht weiter im Dienst der Kirche , und führt den Glaubenden durch den Geist zur Sohnschaft Gottes, zu einer Bruderschaft, in der Christus der Erstgeborene von vielen Brüdern ist (siehe auch Römer 8,29).

Diese Aussagen stehen oftmals im lebendigen Bezug zum irdischen Leben und seinen Nöten. Hier wird in Christus ein menschlich konkretes Vorbild gegeben, das ich durch meine Ebenbildlichkeit erkennen kann - oder sollte.

Gruß Albert
Ave Maria
Totus - tuus

20

08.11.2003, 12:06

Hallo Godjonga,

Du möchtest wissen, was man "fachtechnisch" unter der Kreuzestheologie versteht.

Nun, das kannst du ja bei den vielen Autoren in theologischen Werken nachlesen.

Wenn ich an Kreuzestheologie denke, so werde ich immer wieder an meinen Fundamentaltheologie-Professor erinnert. Er sagte, die theoretischen (Du meinst damit sicherlich die "fachtechnischen") Grundlagen müssen gerade wir Theologen mit Leben erfüllen, damit jeder bekennen kann: "Jesus Christus ist der Herr" - zur Ehre Gottes des Vaters." (vgl. Phil 2,11)

Gerade gestern erst wurde mir bei der Betrachtung zum Kreuzweg (ich gestatte mir, statt der Vesper am Freitag den Kreuzweg zu beten) wieder einmal ins Bewußtsein gerufen, was Kreuzestheologie ist - anhand einer Betrachtung von H. U. von Balthasar, die ich mal auszugswiese hier wiedergeben möchte:

Zitat

Jesus hängt zwischen Erde und Himmel, von der Erde verstoßen, vom Vater im Himmel verlassen, und gerade so stellt er die Einheit zwischen ihnen her. Jesus streckt seine Arme nach beiden Seiten aus: zu dem Sünder, der ihm zugewandt ist, aber auch zum andern, der von ihm wegsieht, dieser kann die nach ihm ausgestreckte Hand nicht hindern. Wie die Senkrechte den ganzen Abstand zwischen Mensch und Gott überwindet, so erreicht die Waagerechte alle Fernen der Welt. Die Kirchenväter konnten deshalb sagen, daß das Kreuz die Dimensionen der gesamten Schöpfung hat. Es hat auch die Dimensionen der gesamten Geschichte, weil hier - in diesen zeitlosen drei Stunden - alle Schuld vom ersten zum letzten Menschen zusammengeholt worden ist. Für jede Sünde ist genug getan worden: das ist Dogma.




Ein gesegnetes Wochenende wünscht
Philosophus

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