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Papstfan

Schüler

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381

25.08.2004, 14:13

25.August


Ludwig IX.



LudwigIX. (ahdt."ruhmvoller Kämpfer") wurde 1214 geboren und ab 1226 König von Frankreich. Seine Mutter Blanka von Kastilien übernahm während seiner Minderjährigkeit die Regierung. Durch kluge Reformen führte Ludwig das französische Königtum zu hoher Blüte.
Er half der Kirche bei der Durchsetzung ihrer Rechte. Er selbst lebte recht bescheiden. Für die von ihm erworbene Dornenkrone Jesu ließ er die Saint Chapelle in Paris bauen, in welcher er selbst nach seinem Tod(25.08.1270) beigesetzt wurde.
Durch Maria zu Jesus, im Hl Geist mit Gott Vater!

Vips

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382

25.08.2004, 16:02

25. August:

Hl. Ludwig


Ludwig war demütig und geduldig, ein liebevoller Vater, voller Zuneigung und Mitleid mit Armen und Kranken.


Der heilige Ludwig IX. wurde. am 25. April 1214 geboren und bereits mit 11 Jahren zum König gekrönt.

Seine Mutter Blanka übernahm die Vormundschaftsregierung. Ludwig führte durch kluge Reformen das französische Königtum zu höchstem Ansehen.

Er ordnete das Gerichts-, Münz- und Gewerbewesen neu, bändigte die streitbaren Vasallen, war ein Freund der Städte, begünstigte die Wissenschaft, sorgte durch mildtätige Stiftungen für Arme und Kranke.

Erfüllt von persönlicher Frömmigkeit, schritt er gegen Missbräuche der Kirche ein, wahrte aber gegenüber der Geistlichkeit die Rechte der Krone.

Für die von ihm erworbene Dornenkrone Christi und andere Reliquien aus dem Heiligen Land erbaute er in Paris die St.-Chapelle.

Bei einem 1248 unternommenen Kreuzzug geriet er in Gefangenschaft, aus der er sich loskaufen musste. Auf einem weiteren Kreuzzug gegen Tunis starb er nach der Eroberung von Karthago am 25. August 1270 an einer Seuche.

Sein Leib wurde in die Abtei St.-Denis bei Paris übertragen.

Ludwig wird dargestellt im Königsornat mit Lilienzepter, mit Dornenkrone und Nägeln.

Er ist Patron von Berlin, München, Saarbrücken, Saarlouis, Paris, Poissy und allen Orten in Frankreich, die nach ihm Louis heißen sowie der Wissenschaft, der Blinden, Pilger, Reisenden, Kaufleute, Bauarbeiter, Steinhauer, Maurer, Zimmerleute, Anstreicher, Stukkateure, Tapezierer, Hufschmiede, Bürstenbinder, Weber, Buchdrucker und Buchbinder, Fischer, Bäcker, Frisöre, Knopfmacher, Leinenverkäufer, Juweliere und Gerichtsdiener. Seine Fürsprache wird gegen Blindheit, Gehörkrankheiten und Pest angerufen.

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Wir wollen nie ermüden Gutes zu tun, und Gott wird mit uns sein.(Don Bosco)

Vips

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383

26.08.2004, 09:52

26. August:

Hl. Gregor


Gregor war ein treuer Begleiter des Hl. Bonifatius.


Der heilige Gregor stammte aus einem begüterten fränkischen Großgrundherrengeschlecht. Bei seiner Großmutter Adula, Äbtissin von Pfalzel, lernte der junge Gregor Bonifatius kennen, der ihn als Schüler annahm.

Gregor wurde später Abt des Martins-Klosters in Utrecht.

Nach dem Tod des Bonifatius wurde er Leiter der Friedensmission. Die Bischofsweihe lehnte er ab, weil er nur Mönch sein wollte. Gregor führte die Domschule von Utrecht zu großer Blüte.

Er starb am 25. August um 777.

Sein Haupt ruht heute in Susteren im niederländischen Limburg
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Vips

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384

27.08.2004, 18:51

27. August:

Hl. Monika


Monika war eine große Beterin.


Die heilige Monika wurde um 332 in Numidien geboren und heiratete in jungen Jahren den heidnischen Beamten Patricius. Den erfolgreichen Studienverlauf ihres jüngsten Sohnes Augustinus verfolgte sie mit mütterlichem Stolz.

Doch seine religiöse Entwicklung, die ihn immer mehr vom wahren Glauben wegführte, erfüllte sie mit Sorge. In flehentlichen Gebeten bestürmte sie immer wieder aufs neue Gott, ihrem Sohn die Gnade des Glaubens zu schenken.

Sie erlebte noch die Freude, dass sich Augustin in Mailand taufen ließ. Als Monika von dort nach Afrika zurückkehren wollte, starb sie im Herbst 387 in Ostia.

Ihre Gebeine ruhen in der Kirche S. Agostino/ Rom.

Dargestellt wird sie als Matrone mit Buch, Kruzifix oder Rosenkranz.

Sie ist Patronin der christlichen Frauen und Mütter und für die Seelenrettung der Kinder

Bild
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Vips

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385

27.08.2004, 19:00

27. August:

Hl. Amadeus Ocist


Bischof von Lausanne


Name: lat, ama (liebe!) + deus (Gott)

*um 1110 auf dem Schloss Chatte (Dauphiné, westl. von Grenoble). Sein Vater wurde 1119 Zisterziensermönch in Bonnevqux. Amadeus wurde zuerst dort, seit 1121 in Cluny, dann am Hof Heinrichs V. ausgebildet.
1125 wurde er Zisterziensermönch in Clairvaux (östl. von Paris), 1139 Abt von Hautecombe und 1144 Bischof von Lausanne (Genfer See).
Er starb am 27. August 1159 zu Lausanne. 1911 wurde seine Gebeine in Lausanne aufgefunden. S
ein Kult wurde 1710 und wieder am 9. Dezember 1903 approbiert.

Liturgie: Lausanne-Genéve-Fribourg G am 30. August; sonst 27 August ;

Darstellung: mit fürstlichen Insignien, die allerseligste Jungfrau Maria reicht ihm den Handschuh
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reto

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386

02.09.2004, 12:06

2. September

Sel. Apollinaris Morel
Priester, Märtyrer


* 12. Juni 1739 in Prez-vers-Noréaz (FR, Schweiz)
+ 2. September 1792 in Paris

Jean Jacques Morel wurde 1762 Kapuzinermönch (OFMCap) in Zug mit dem Ordensnamen Apollinaris und 1764 zum Priester geweiht. Er war dann als Lehrer und Seelsorger tätig, wurde 1774 Lektor für Philosophie und Theologie in Fribourg und Leiter des Gymnasiums in Stans. Als Missionar ging er 1788 nach Paris, wo er als Vorbereitung auf die Missionen östliche Sprachen studierte und als Seelsorger der 5000 Deutschen und von Gefangenen wirkte. Weil er nach der französischen Revolution den Eid auf die Zivilkonstitution verweigerte, wurde er zusammen 190 anderen bekennenden Priestern und Laien getötet.

Apollinaris Morel wurde am 17. Oktober 1926 von Pius XI. mit den 191 Septembermartyrern selig gesprochen. Deren Gedenktage sind auf den 2. und 3. September verteilt.

Ich habe heute in der Laudes seinen Abschiedsbrief an einen Priesterfreund gehört. Er ist sehr bewegend.
Quoniam si reprehenderit, nos cor nostrum:
maior est Deus corde nostro, et novit omnia. (1 Joh 3,20)

Tolkien

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387

04.09.2004, 10:18

sel. Dina Belanger

Heute vor 75 Jahren starb die selige Dina Bélanger. Sie war eine der größten Mystikerinnen des 20. Jahrhunderts, eine geistliche Schwester der kleinen hl. Therese. Hier gibt es ein Büchlein über sie:
http://www.apostolat.de/Unser_Angebot/unser_angebot.html

Vips

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388

05.09.2004, 15:24

5. Sept.:

Sel. Maria Theresia

Maria von den Aposteln gründete den Orden der Salvatorianerinnen.

Therese wurde als älteste von fünf Töchter der Familie von Wüllenweber auf Schloss Myllendonk bei Mönchengladbach am 19. Februar 1833 geboren.

Ihr Ordensname war Maria von den Aposteln.

1888 gründete sie nach mehreren Fehlschlägen, die sie in Geduld ertrug, mit P. Jordan in Tivoli bei Rom die Kongregation der "Schwestern vom Göttlichen Heiland" (heute "Salvatorianerinnen"), deren erste Generaloberin sie wurde.

Auch jetzt musste sie noch große Schwierigkeiten überwinden. Aber der Glaube an ihre Sendung wankte nicht.
Sie erlebte die Ausbreitung ihrer Gründung in der alten und neuen Welt.

1894 kann die Schwesterngemeinschaft in das ersehnte Rom übersiedeln. M. Maria bleibt bis zu ihrem Tod Generaloberin - 1905 wird sie das letzte Mal dazu gewählt.

Aber sie leidet an Asthma, erkrankt 1907 an einer schweren Gehirnhautentzündung und starb fast erblindet am 25. Dezember 1907.

Papst Paul VI hat M. Maria am 13. Oktober 1968 selig gesprochen.


Dargestellt wird sie in Ordenstracht, betend vor einem Kruzifix.

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Jakoba

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389

07.09.2004, 09:05

Dienstag, 07 September 2004

Gedenktag Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz
Gebetsbuch: "Sakrament des Altars" bei www.aszetik.net
Suche: "Leben der Heiligen" P. François Giry

Tolkien

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390

07.09.2004, 11:11

Zitat

Original von Jakoba
Dienstag, 07 September 2004

Gedenktag Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz


Der ist am 7. Oktober, nicht am 7. September.

Tolkien

Erleuchteter

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391

05.10.2004, 17:35

Heute ist der Todestag der hl. Schwester Faustina.
Aus diesem Anlaß möchte ich darauf hinweisen, daß man bei mir eine schöne Hörcassette über sie und ihre Botschaft bestellen kann.

Vips

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392

06.10.2004, 14:33

6. Oktober

Hl. Bruno


Klostergründer, Priester
* um 1030/35 in Köln
+ 6. Okt. 1101 in Apulien
Gedenktag: 6 Oktober (g)



"Die Einsamkeit ist der Weg, der zum Leben führt.
Hier tauscht man Irdisches für Himmlisches ein
und Vergängliches für Ewiges."


Bruno wurde um 1030/35 in Köln aus der Familie der Hartefaust geboren. Bruno bedeutet „ der braune Bär“ (Althochdeutsch). Er studierte in Reims und wurde in Köln zum Priester geweiht. 1057 übernahm er die Leitung der Domschule in Reims. Brunos berühmtester Schüler war Odo von Chatillon. Dieser wurde spätere Papst Urban II.

1075 wurde Bruno erzbischöflicher Kanzler in Reims. Bald in Gegensatz kam er mit Erzbischof Manasse I. von Reims, welcher sich mit dem Papst Gregor VII: überwarf, und mußte aus Reims fliehen. Später als Manasse im Jahr 1080 von Gregor VII. abgesetzt wurde, kehrte Bruno nach Reims zurück.


Dort wurde er 1081 zum Erzbischof von Reims gewählt. Er mußte jedoch vor dem königlichen Kardinal Helinand von Laon zurücktreten.

1083 nahm Abt Robert von Molesme Bruno als Mönch in das Benediktinerkloster auf. Der Abt erlaubte ihm und zwei anderen Mitbrüdern in Seche-Fontaine/Langres eine Eremitensiedlung einzurichten.

Ein wenig später schenkte ihnen der Bischof Hug von Grenoble das Felsengebiet Cartusia. Dort entstand 1084 die erste Kartause (La Grande Chartreuse), ein Oratorium, von Einzelzellen umgeben.

1090 rief sein ehemaliger Schüler Papst Urban II. Bruno nach Rom als seinen geistlichen Berater.

Schon 1091 gründete er in Apulien (Süditalien) eine weitere Kartause (La Torre). Dieses Gebiet übergab ihm der Herzog Roger von Apulien.

Bruno starb am 6. 10 1101 in Apulien und wurde auch dort begraben.
Von dort wurde 1514 sein Leichnam aus der Marienkirche von La Torre nach S. Stefano übertragen.

Sein Gedenktag ist der 6. Oktober.



Darstellung:
Mit Kartäuserhabit, mit Finger an der Lippe, mit Mitren zu seinen Füße, mit Erdkugel, Steinen, Totenschädel oder Kreuz.

Bruno wird gegen die Pest angerufen.
"Nur die Liebe zählt" (Terese von Lisieux)
Nur Mut, immer Mut!
Wir wollen nie ermüden Gutes zu tun, und Gott wird mit uns sein.(Don Bosco)

corinquietum

unregistriert

393

05.12.2004, 12:19

7. DEZEMBER
Hl. Ambrosius, Bischof von Mailand, Kirchenlehrer (um 339-397) Schriftlesung Joh 10,11-16; Mt 18,12-14:

Hirte sein

1. Wir alle sind Hirten
Sowohl im Evangelium vom Gedenktag des hl. Ambrosius (Joh 10) wie im laufenden Tagesevangelium (Mt 18) ist heute die Rede vom Hirten. Im ersteren tritt uns Christus und im letzteren Gott selbst als der Gute Hirte vor Augen. Er schenkt uns seine Hirtensorge. Im Verhältnis zu ihm sind wir alle Schafe. Und er lässt uns erkennen, wie wir mit ihm zusammen eintreten in
die Sorge um die anderen Menschen. In seinem Auftrag sind wir alle Hirten. Denn wo wäre ein Glaubender, dem kein einziger Mensch aufgegeben wäre? Und wo wäre ein Liebender, dem der Herr nicht sagen würde: "Weide
meine Schafe! (Joh 21, 1)? Jeder, der seine Sorge an sich erfährt ist auch gerufen zur Hirtensorge um andere. Das große Urbild und Vorbild aller Hirtenschaft aber ist er selbst.

2. Der göttliche Hirte

In jedem der beiden Evangelienabschnitte tritt eine Grundeinstellung des Hirten zutage, die sich dann in seinem Handeln auswirkt:
Joh 10: Der wahre Hirte ist Hirte nicht um Lohn, sondern aus Liebe zu seinen Tieren; es sind "seine eigenen", die er nicht aus Distanz betrachten kann. Das hat zur Folge:
- Er verausgabt sich für seine Schafe bis zur Hingabe des Lebens.
- Er läuft nicht davon vor der Gefahr, um sich selbst zu retten, sondern er sieht dem Feind seiner Herde ins Auge und nimmt den Kampf mit ihm auf. - Er "kennt" jedes einzelne Tier, weil er sich um jedes sorgt und kümmert. - Er begnügt sich nicht mit der Herde, die ihm folgt, sondern er behält auch alle die im Blick, die noch nicht zu ihr gefunden haben, die aber nach dem Willen des Vaters ebenfalls zu ihr gehören sollen. Daher kommt er nie zur Ruhe in dem, was er erreicht hat, und kann nie sagen: "Es genügt; ich habe genug getan''

Nach Mt 18 ist die Grundhaltung des göttlichen Hirten eine Liebe, die nicht zulässt, dass er sich jemals abfindet mit dem Verlust auch nur eines einzigen Tieres. Darum ist er ein ruhelos Suchender, für den es nur eine einzige Freude gibt: Verlorenes wiederzufinden und zurückzubringen.

3. Der heilige Ambrosius als guter Hirte

Am hl. Ambrosius treten sowohl die Liebe wie die Furchtlosigkeit eines Hirten nach dem Herzen Gottes in Erscheinung. So kann von ihm gesagt werden: "Seine größte Bedeutung liegt in der Kraft und Furchtlosigkeit, mit denen er als unbeugsamer Vorkämpfer der Kirche gegenüber Heidentum und Irrlehren für den rechten Glauben eintrat, selbst gegenüber der Staatsgewalt" (C. Melchers). Mehrmals wies er den Kaiser in seiner Grenzen, wenn dieser sich zum Herrn der Kirche machen wollte oder zu hart gegen die Bevölkerung vorging. Ohne Rücksicht auf sich selbst verteidigte er den Glauben der Kirche gegen die arianische Irrlehre und zog sich damit den Zorn der Kaiserinwitwe Justina zu.
So unbeugsam fest er den Herrschern entgegentrat, so gütig war der Bischof Ambrosius zu der Bevölkerung. Beim Antritt seines Amtes verschenkte er sogleich seine Reichtümer an die Armen. Um seine Gläubigen war er mit der Sorge des Guten Hirten bemüht. Sein innigster Wunsch war es, Christus zu ehren und ihm die Menschen zuzuführen. Dem dienten sein Bemühen um die Liturgie und seine Hymnendichtungen ebenso wie seine Schriften und Predigten.
Aus ihnen geht hervor, wie sehr Christus für Ambrosius die Mitte ist - wie sehr er selbst zu Christus hingekehrt lebt in Liebe und Dankbarkeit, und wie sehr er von ihm her, mit seiner Sorge und Güte, zu den Menschen geht, um sie zu Christus zu führen. So bittet und wirbt er: "Geh zu Christus. Er ist der Fels, aus dem das Wasser geflossen ist. Trinke Christus. Er ist die Lebensquelle. Trinke Christus. Er ist der Friede..." "Kann wohl ein größeres Glück gefunden werden, als mit Christus zu sein?" "Eine jede Seele, eine jede, ohne Ausnahme, trete heran zu Christus, die an Sünde kranke, die mit ihrer Bequemlichkeit wie mit Nägeln an diese Welt geheftete, die unvollkommene, die mit emsiger Bemühung höher strebt, und die vollkommene, mit aller Tugend gezierte. Eine jede Seele ist in Gottes Hand, und Christus muss uns allen alles sein."

Alle Zitate nach: Ambrosius von Mailand, Damit meine Freude in euch ist, Textauswahl, Hrsg. B. Senger, Kevelaer 1987.

corinquietum

unregistriert

394

06.12.2004, 18:51

8. DEZEMBER


Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria Schriftlesung Gen 3,9-15.20; Eph 1,3-6.11-12; Lk 1 ,26-38


Es war ein langer Weg vom Tag der Verkündigung des heiligen Erzengels Gabriel an Maria bis zum Tag der Verkündigung des Dogmas der Unbefleck­ten Empfängnis am 8. Dezember 1854.

Bei Irenäus von Lyon taucht der Gedanke auf, dass der Sohn Gottes und Sohn der Menschen... als Reiner rein den reinen Schoß öffnete, den nämlich, der die Menschen für Gott wiedergebiert und den er selber rein gemacht hat (Gegen die Häresien, 4,33,11).

Ambrosius spricht in seinem Werk "Über die Jungfrauen" von Maria als dem Spiegel aller Tugenden, der keine Trübung mehr an sich zeigte.

Der Schüler des heiligen Ambrosius, der für die Lehre von der Erbschuld einflussreich gewordene Augustinus, spricht in der Auseinandersetzung mit Pelagius ein vorausweisendes Wort für die Entwicklung der Sündenfreiheit Mariens, wenn er sagt: " Ausgenommen aber die heilige Jungfrau Maria, von der, wenn es um die Sünde geht, ich nicht im mindesten geredet haben will" (Über die Natur und die Gnade, 42).

Vor allem aber war es das Verdienst des seligen Franziskanertheologen Duns Skotus. Er, der ein ganz gründlicher Nachdenker der Pläne in Schöp­fung und Erlösung war und deshalb wesentlich zum Glaubensgeheimnis des heutigen Festtages beigetragen hat, betont: Der Weg des Menschen in der Geschichte ist: Homo mirabiliter formatus - der Mensch, wunderbar geschaf­fen - per peccatum deformatus - durch die Sünde deformiert - per Dominum nostrum Jesum Christum mirabilius reformatus - durch unseren Herrn Jesus Christus wunderbar erneuert.

Er brachte einen völlig neuen Gedanken in die Diskussion über die Unbe­fleckte Empfängnis Mariens, indem er den Begriff der "Vorerlösung" nannte. Das besagt: Maria war der erlösungsbedürftigen Menschheit durchaus zuge­hörig und musste demnach von der allgemeinen Menschheitssünde auch erlöst werden. Das jedoch leistet Jesus Christus in der Weise, dass er Maria im Augenblick ihrer Empfängnis durch sein Erlösungsverdienst vor der Befle­ckung der Erbschuld bewahrt hat. Entgegen der herrschenden Auffassung, dass die Freiheit Mariens von der Erbschuld die Würde des Erlösers und sei­nes Werkes beeinträchtigen könnte, vertritt Duns Skotus die Auffassung, dass gerade diese Art einer vorweggenommenen Erlösung Christus als den voll­kommensten Mittler und Erlöser darstellt.


Die theologischen Auseinandersetzungen gehen zwar weiter, aber mit dem Argument des seligen Duns Skotus war der Bann gebrochen und der Durch­bruch erreicht und der Weg frei geworden für den Glaubenssatz, den Papst Pius IX. in der Bulle "Ineffabilis Deus" am 8. Dezember 1854 in dem entschei­denden Satz zusammenfasst: "Wir erklären, verkünden und bestimmen: Die Lehre, dass die seligste Jungfrau Maria im ersten Augenblick ihrer Empfäng­nis durch ein einzigartiges Gnadengeschenk und Vorrecht des allmächtigen Gottes, im Hinblick auf die Verdienste Christi Jesu Christi, des Erlösers des Men­schengeschlechtes, von jedem Makel der Erbsünde rein bewahrt blieb, ist von Gott geoffenbart und deshalb von allen Gläubigen fest und standhaft zu glau­ben... Wie aber Christus den Schuldbrief am Kreuz ausgelöscht und sieg­reich ans Kreuz geheftet hat, so hat die seligste Jungfrau mit ihm und durch ihn, in ewiger Feindschaft gegen die giftige Schlange und in vollem Triumph über sie, diese mit dem unbefleckten Fuß zertreten." Damit ist ganz klar aus­gedrückt, dass eine grundsätzliche und durchgehende Gegnerschaft Mariens zur Macht des Bösen besteht und dass Maria eigentlich nie von dieser Macht des Bösen unterjocht und angetastet sein konnte.

Damit leuchtet neu auf, was der Engel im Gruß an die Jungfrau Maria in Nazareth zum Ausdruck gebracht hatte: "Du bist voll der Gnade," d. h. du bist die Gnadenvolle, du hast das Wohlwollen des ewigen Vaters in der ganzen Fülle geschenkt bekommen. Gruß und Anrede erhalten von hier aus ihren tiefsten Sinn. Die Wohnung, die Christus Jesus als Mensch bezieht, ist ganz rein und wunderbar, kein Schatten von Sünde liegt darüber. Maria ist wirklich das unfassbare Geschenk Gottes an uns Menschen.

Die heilige Theresia vom Kinde Jesu sagt: "Es genügt nicht, von Marias Vor­zügen zu sprechen. Es muss dafür gesorgt werden, dass sie geliebt wird."

Ob nicht der 150. Jahrestag der Wiederkehr des Dogmas ein tief greifender Grund sein könnte, die Mutter des Erlösers, die Immaculata, wieder mehr zu lieben?

C.


395

30.05.2005, 07:49

RE: Heilige an Gedenktagen

Hl. Johanna von Orléans

Jeanne, Tochter des Bauern und Bürgermeisters Jacques Tarc, hatte mit 13 Jahren im Garten ihres Elternhauses mehrere Erscheinungen des Erzengels Michael, der Katharina und der Margareta, die sie beauftragten, ein gutes Leben zu führen, dann ins benachbarte Frankreich zu gehen und das Land vor den Engländern zu retten. Im hundertjährigen Krieg versuchte England, die Oberherrschaft über Frankreich zu erringen. König Karl VI., der weithin als "schwachsinnig" galt, hatte seinen Sohn Karl VII., den "Dauphin", enterbt und den Thron den Engländern zugesagt. Englischen Truppen hatten schon weite Landesteile besetzt, Orléans war eingekesselt, da folgte Jeanne im Februar 1429 den "innere Stimmen". Sie erbat sich von einem Ritter Beaudricourt eine kleine Begleitmannschaft, mit der sie in Männerkleidung mitten durch Feindesland ritt, den Dauphin in der Stadt Chinon erreichte und ihm - im Namen des Himmels - die Rettung Frankreichs und seine Krönung in Reims zusagte. Drei Wochen lang ließ der ihre Glaubwürdigkeit prüfte und und gab ihr schließlich, mehr aus Verzweiflung und Alternativlosigkeit denn aus Überzeugung, eine kleine militärische Einheit und den Auftrag, einen Proviantzug nach Orléans durchzubringen.

Dies gelang; die Eingeschlossenen wurden von dem Erfolg motiviert, wagten den Ausfall und konnten den Belagerungsring sprengen. Dies war die Wende im Krieg; Jeanne säuberte die demoralisierte Truppe, die Franzosen konnten die Engländer zurücktreiben. Am 14. Juli 1429 konnte der Dauphin wie verheißen in der Kathedrale von Reims als Karl VII. gekrönt werden; Jeanne nahm, mit der Siegesfahne neben dem Altar stehend, an der Feier teil.
Der neue König distanzierte sich alsbald von Jeanne, er wollte Frieden schließen, entließ Teile der Armee und versagte ihr die Unterstützung in ihrem Bemühen, die Engländer restlos vom Festland zu vertreiben; die von Jeanne dennoch betriebene Befreiung von Paris misslang, sie selbst wurde verwundet. Die mit Karl VII. verbündeten Burgunder nahmen Jeanne bei Compiègne gefangen und verkauften sie an die Engländer, die sie als Hure, Hexe und Zauberin anklagten und der Inquisition übergaben. Drei Monate dauerte der Prozess, den Jeanne ohne Beistand führen musste; sie wurde tatsächlich zu einem Bekenntnis ihrer Schuld gebracht - nicht zuletzt wohl auch aus Enttäuschung, dass die von "ihren Stimmen" versprochene Rettung nicht erfolgt war -, doch hielt sie ihren Widerruf nicht aufrecht und wurde als "notorisch rückfällige Ketzerin" auf dem Marktplatz von Rouen auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

Eine Überprüfung des Urteils führte dazu, dass Papst Callistus III. es im Juli 1456 aufhob. Ab dem 19. Jahrhundert verbreitete sich Jeannes Ruf und die Verehrung in ganz Frankreich, Jeanne wurde zum Stoff von Romanen, Theaterstücken und Gesängen, die teilweise in die Weltliteratur eingingen. Jeanne nannte sich selbst "la Pucelle", "die Jungfrau", ihr Heimatort nennt sich heute danach Domrémy-la-Pucelle
Jesus, ich vertraue auf Dich!

Mati

Fortgeschrittener

396

30.05.2005, 21:48

Oh, ich liebe die Heilige Jeanne d´Arc!
Sie ist eine meiner liebsten Heiligen :)

Jungfrau und Märtyrerin, welche Gnade!

Heilige Jungfrau von Lothringen, Johanna von Orléans, bitte für uns
Jugendlichen bei unserem Herrn Jesus Christus, und sei stets an unserer Seite!

Anglican

Fortgeschrittener

397

23.06.2005, 17:44

Auch wenn es schon gestern war:

Gedenktag der Heiligen John Fisher, Bishop of Rochester und Thomas Morus, Lordkanzler, Märtyrer der Reformation.

Der anglikanische Gedenktag ist am 6. Juli (Tag der Hinrichtung Thomas Morus')

John Fisher studierte in Cambridge und wurde um 1495 zum Priester geweiht. Nach seinem Studium blieb Fisher an der Universität. 1504 erfolgte seine Ernennung zum Kanzler auf Lebenszeit. Im selben Jahr wurde er zum Bischof von Rochester geweiht. Zur Reform der Universität von Cambridge berief er == Erasmus von Rotterdam nach England. Als führender Humanist seines Landes besaß Fisher großen Einfluss, er hatte auch Kontakte mit == Johannes Reuchlin. Fisher verurteilte die Reformation scharf und verfasste mehrere Schriften gegen Martin Luther. Er setzte sich auch als Helfer der Armen ein.

Als Beichtvater == Katharinas von Aragon, der Ehefrau Heinrichs VIII., erhob er 1527 Einspruch gegen die Ehescheidung des englischen Königs. Nachdem sich Fisher 1534 gemeinsam mit dem englischen Staatsmann Thomas More weigerte, das königliche Supremat anzuerkennen und den Suprematseid zu leisten, wurden beide durch Heinrich VIII. im Tower von London eingekerkert. Im Mai 1535 ernannte Papst Paul III. Fisher zum Kardinal. Dennoch begann einen Monat danach das Verfahren gegen Fisher, der des Hochverrats für schuldig befunden und hingerichtet wurde.


Thomas More war Sohn eines Richters in London, wurde mit 13 Jahren Page des Erzbischofs, studierte Rechtswissenschaften in Oxford, wurde mit 23 Anwalt in London und mit 26 Mitglied des Parlamentes. 1504 heiratete er, aus der Ehe gingen vier Kinder hervor, bis die Frau 1511 starb und er in zweiter Ehe die Tochter eines Textilkaufmannes ehelichte. Thomas war Philosoph, Schriftsteller, Humanist und theologisch interessiert; er war befreundet mit == Erasmus von Rotterdam und dem Maler Hans Holbein. Seine programmatische Schrift "Utopia" über die Gestaltung eines idealen Gemeinwesens erlangte Weltgeltung. Er war religiös, pflegte in seiner Familie das gemeinsame Gebet - unter Einbezug der Dienerschaft - und Bibellesen.

Thomas bekam diplomatische Aufträge, wurde Sprecher des Unterhauses, zum Ritter geschlagen, in den Adelsstand erhoben, wurde Berater und 1529 als Nachfolger von Kardinal Wolsey und erster Laie Lordkanzler von König Heinrich VIII., dem "Defensor fidei", "Verteidiger des Glaubens" - ein Ehrentitel, der dem König vom Papst verliehen worden war wegen einer Kampfschrift gegen die Anhänger der Reformation von Martin Luther. Heinrich VIII. war verheiratet mit der Spanierin == Katharina von Aragon, einer Nichte des mächtigen deutschen Kaisers Karl V.; daneben unterhielt er eine Beziehung zu Anna Boleyn - möglicherweise aus ganz pragmatischen Gründen: er brauchte einen Thronfolger, den ihm seine Frau nicht gebären konnte; die Annullierung der bestehenden Ehe - die auch nur auf Grund einer päpstlichen Sondererlaubnis geschlossen werden konnte - beantragte er aber beim Papst ohne Erfolg.

Daraufhin betrieb der König die offizielle Loslösung von der Kirche in Rom. Er hoffte dabei - vergeblich - auf die Unterstützung seines Freundes Thomas. Thomas verweigerte 1534 den "Suprematseid", den Treueeid auf die neue Verfassung, in der sich der König zum religiösen Oberhaupt der neuen => Anglikanischen Kirche erklären ließ. Thomas wurde enteignet, dann im Tower eingesperrt, schließlich nach 15 Monaten zum Tod verurteilt und enthauptet. Dieses Schicksal teilte mit ihm ein paar Tage zuvor sein Freund und Schicksalsgefährte Kardinal John Fisher.

(Texte aus www.heiligenlexikon.de)

Gruß
Anglican
Congregavit nos in unum Christi amor.

398

24.06.2005, 15:53

@ anglican

Erstaunlich, daß Du als Anglikaner beim 22. Juni den dritten englischen Heiligen vergessen hast, der an dem Tag verehrt wird: den hl. Albanus, den ersten Märtyrer Englands.

Er ist eine echte Symbolfigur der katholisch-anglikanisch-orthodoxen Ökumene, würde ich sagen. Denn die aus Byzanz stammende deutsche Kaiserin Theophanu, die ja bekanntlich auch für die Verehrung des hl. Nikolaus von Myra im Westen viel getan hat, überführte Albanus' Gebeine im 10. Jahrhundert in unser schönes Köln, nach St. Pantaleon, wo sie noch heute in einem Schrein neben dem Altar ruhen. Auch Theophanu fand ihre Grabstätte übrigens in dieser schönen romanischen Kirche.

Vor drei Jahren nun überließ der katholische Pfarrer von St. Pantaleon eine Reliquie dieses Heiligen dem anglikanischen Dean von St Alban's in Hertfordshire (das Ganze war damals sogar der BBC einen kurzen Bericht wert), die seither in der dortigen Kathedrale verehrt wird.

Wie sich dank der Kaiserin Theophanu zwischen St. Pantaleon und den Ostkirchen über die Jahre enge Beziehungen entwickelt haben, so hat der hl. Albanus dafür gesorgt, daß auch zu den Anglikanern inzwischen rege Kontakte bestehen.
It would be a gain to the country were it vastly more superstitious, more bigoted, more gloomy, more fierce in its religion than at present it shows itself to be.

John Henry Cardinal Newman

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corinquietum

unregistriert

399

24.06.2005, 17:43

Geburt Johannes des Täufers

"Ein Mann trat auf, von Gott gesandt; sein name war Johannes"

Unsern Kaplan Johannes in Triesenberg/Liechtenstein herzliche Glück- und Segenswünsche zum Namenstag.

Ad multos annos!

Werner

Benedictus

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25.06.2005, 21:11

RE: Geburt Johannes des Täufers

Zitat

Original von corinquietum
"Ein Mann trat auf, von Gott gesandt; sein name war Johannes"

Unsern Kaplan Johannes in Triesenberg/Liechtenstein herzliche Glück- und Segenswünsche zum Namenstag.

Ad multos annos!

Werner

Also kann man auch Heilige hier erwähnen, deren Tag ein Hochfest ist? Ich fragte es mich nämlich gestern :)
Spiritus Domini replevit orbem terrarum. Alleluia.

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