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561

28.01.2009, 11:07

Hl. Thomas von Aquin
Ordenspriester, Kirchenlehrer

Um 1225 wird Thomas von Aquin, auf Schloss Roccasecca bei Neapel in Italien geboren. Er ist der jüngste Sohn von sieben Kindern des Landulf von Aquin. Der Vater gehört dem Landadel an und verwaltet Besitzungen in der nordwestlichsten Provinz des Königreichs Sizilien. Die Mutter, Donna Theodora, war die zweite Frau Landulfs, stammt aus Neapel und ist normannischer Herkunft.
Thomas von Aquin wird mit nur fünf Jahren in das Kloster Monte Cassino geschickt. Im Jahr 1244 tritt er gegen den Willen seiner Familie in Neapel in den Dominikanerorden ein. Thomas von Aquin studiert in Paris und wird 1248 als Lehrer der scholastischen Philosophie mit solchem Beifall aufgenommen, dass er den Beinamen eines Doctor universalis und Doctor angelicus erhält. Er wird 1248 bis 1252 Schüler des Albertus Magnus in Köln und nach späteren Vorlesungen in Paris (1256-1259) lehrt er in Rom, Viterbo und Orvieto.
Im Jahr 1269 begibt er sich nach Neapel, wo er als Studienpräfekt seines Ordens tätig ist und folglich 1272 eine Dominikanerschule aufbaut. Er hinterlässt eine gewaltige Anzahl verfasster Schriften, nach Aussagen seines Hauptsekretärs hat Aquin, ähnlich heutigen Schachmeistern, immer mehreren Sekretären simultan diktiert. ).
Thomas war auch religiöser Dichter; er schuf die Liturgie des Fronleichnamsfestes.
Auf einer Reise zum zweiten Konzil von Lyon in Fossanova verstirbt Thomas von Aquin im Jahr 1274. . Am 28. Januar 1369 wurde sein Leib in den Dom von Toulouse übertragen.
Papst Johannes XXII spricht Thomas von Aquin - nachdem seine Lehre nicht ohne Widersprüche geblieben ist - im Jahr 1323 heilig. 1567 wird er in den Rang des Kirchenlehrers erhoben.
Kein Auge hat es gesehen
kein Ohr hat es gehört
in keines Menschen Herz ist es jemals gedrungen
was Gott denen bereitet hat die ihn lieben

fiat

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562

28.01.2009, 11:25

Ein Gebet des hl. Thomas von Aquin - besonderer Fürbitter im Anliegen der Keuschheit

Mein lieber Jesus, ich weiß ganz wohl, dass jedes vollkommene Geschenk,
und mehr als jedes andere das der Keuschheit, von dem überaus mächtigen Einfluss Deiner Gnade abhängt und dass ohne Dich kein Geschöpf etwas vermag.
Darum bitte ich Dich, Du wollest mit Deiner Gnade die Keuschheit sowohl meiner Seele als auch meines Leibes verteidigen.

Und sollte ich etwa irgend einen sinnlichen Eindruck, der die Keuschheit und Reinheit beflecken könnte, in mich aufgenommen haben, so verbanne Du,
der Du der höchste Herr aller meiner Seelenkräfte bist, diesen von mir, damit ich mit unbeflecktem Herzen in Deiner Liebe und in Deinem Dienste voranschreite, indem ich mich alle Tage meines Lebens keusch auf den reinsten Altären Deiner Gottheit aufopfere.

Amen.
Jesus, Maria, Josef, ich liebe euch, rettet Seelen

563

21.02.2009, 11:35

Hl. Petrus Damiani

Bischof, Kirchenlehrer

In Ravenna 1007 geboren, wurde Petrus 1035 Mönch in Fonte Avellana bei Gubbio (Mittelitalien), 1043 Prior in Gubbio, 1057 Kardinal. Er war ein energischer Reformer der Klöster und des Klerus, stand als Verteidiger der Freiheit der Kirche an der Seite Hildebrands, des nachmaligen Papstes Gregor VII. Er starb am 22. Februar 1072 auf einer der vielen Reisen, die er als päpstlicher Legat unternehmen musste. Immer stand sein Leben in der Spannung zwischen der Liebe zur Einsamkeit und der Teilnahme an den großen Auseinandersetzungen seiner Zeit. Er hinterließ ein umfangreiches Schrifttum und wurde 1828 zum Kirchenlehrer erhoben.


Er hat sich selbst die Grabinschrift aufgesetzt:


„Was du bist, das war ich; was ich bin, das wirst du sein; bitte, denk an mich.“

„Mag auch die heilige Kirche durch die Verschiedenartigkeit der Menschen auseinander streben, so ist sie doch durch das Feuer des Heiligen Geistes zu einer Einheit zusammengeschweißt. Und mag sie auch wegen der räumlichen Entfernungen in Teile zerfallen, so kann das Mysterium ihrer innersten Einheit in seiner Unversehrtheit in keiner Weise verletzt werden.“ (Petrus Damiani)
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564

24.02.2009, 11:59

Fest - Hl. Matthias


Apostel


Über das Leben des Apostels Matthias wissen wir nur, was in der Apostelgeschichte steht (Apg 1, 15-25): Matthias wurde anstelle des Judas Iskariot zum Apostelkollegium hinzugewählt. Aus der Rede des Petrus ergibt sich, dass Matthias zu den Männern gehörte, „die die ganze Zeit mit uns zusammen waren, als Jesus, der Herr, bei uns ein und aus ging, angefangen von der Taufe durch Johannes bis zu dem Tag, an dem er von uns ging und aufgenommen wurde“ (Apg 1, 21-22). Nach der Legende soll Matthias in Äthiopien gewirkt und das Martyrium erlitten haben. Seine Reliquien wurden im Auftrag der Kaiserin Helena nach Trier gebracht; dort werden sie in der Abteikirche St. Matthias verehrt, die im Mittelalter das Ziel vieler Wallfahrten war.
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565

20.04.2009, 21:21

21. April - Bruder Konrad

Johannes sollte Bauer werden, den stattlichen Venushof in Parzham übernehmen. Zwei Jahrzehnte lang war das seine Heimat, sein Leben. Und doch zog es ihn immer fort von Haus und Hof. Er pilgert zu den Wallfahrtsorten des Umlandes. Seine Gedanken gehen in eine ganz andere Welt. Eine Volksmission in Ering gibt den Anstoß, ins Kloster zu gehen. Schließlich tritt der 31-Jährige bei den Kapuzinern in Altötting ein. „Konrad“ bekommt er als Ordensnamen zugeteilt und wird Gehilfe des Pförtners. Die Klosterpforte ist ihm Schicksal geworden. Mehr als 41 Jahre lang war er Pförtner, bis er im 76. Lebensjahr seinem Hausoberen sagen muss: „Pater Guardian, jetzt geht’s nimmer“. Am 21. April 1894, einem Samstag, schließt er für immer die Augen. Seine Mitbrüder im Orden und die Menschen, die mit ihm zu tun hatten, waren sich einig: Hier habe ein „heiliger Mensch sein Leben zu Ende geführt“. Darin liegt vielleicht auch der Grund, warum die Ordensoberen den Toten auf dem Sterbebett fotografieren ließen. Das Foto ist das einzige Originallichtbild eines deutschen Heiligen.

Doch das eigentliche Bild des Bruder Konrad entstand auf ganz andere Weise. Pfortendienst in einem Wallfahrtsort, das hieß damals, ungezählte Handreichungen für die müden Wallfahrer, für die Armen, die Hungrigen. Das Kunststück, das er an diesem Posten ein Leben lang fertig brachte, bestand wohl darin: die Geschäftigkeit an einem Wallfahrtsort mit den tausend Kleinigkeiten im Griff zu behalten und dennoch ein Bettelmönch zu bleiben, der aus der Stille des Gebetes zu leben weiß.

1924 wird der Seligsprechungsprozess in Gang gesetzt. Von Wundern ist die Rede, Heilungen werden bezeugt, hunderte von Akten angelegt. In zehn Monaten hielt der kirchliche Gerichtshof 160 Sitzungen ab, 86 Zeugen sagten aus und die gesamten Akten, insgesamt 18 Bände, wurden ins Italienische übersetzt. Schließlich, am 14. Juni 1930, spricht die Kirche den Bruder Konrad selig und vier Jahre später heilig. Das Namensfest des Heiligen wird auf seinen Todestag am 21. April festgelegt. Seit 1984 verehrt ihn das Bistum Passau neben Valentin und Maximilian als dritten Diözesanpatron. In der religiösen Kunst ist der Bruder Konrad meist im braunen Ordenshabit der Kapuziner und einem Rosenkranz am Cingulum dargestellt. Teilweise zeigen ihn Bilder oder Skulpturen mit einem Laib Brot in der Hand oder mit dem Kreuz. Das letztere soll den Leitspruch des Heiligen deuten: „Das Kreuz ist mein Buch“.
Wolfgang Duschl

Papst Benedikt XVI.: "In der Neuzeit war es Bayern, das der Gesamtkirche einen so liebenswürdigen Heiligen wie den Kapuzinerpförtner Bruder Konrad von Parzham geschenkt hat."

http://www.bruder-konrad-hof.de/index.php?ID=1
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566

05.06.2009, 20:01

Hl. Bonifatius

Bischof, Glaubensbote, Märtyrer

Apostel Deutschlands und Apostel der abendländischen Kultur


Bonifatius, ursprünglich Winfrid, um 673 im Königreich Wessex in England geboren, wurde in den Klöstern Exeter und Nursling erzogen. Mit dreißig Jahren wurde er zum Priester geweiht, mit vierzig reiste er zum ersten Mal als Missionar nach Germanien. Dreimal machte er die Reise nach Rom. Von Papst Gregor II. erhielt er 719 den Missionsauftrag und den Namen Bonifatius. 722 die Bischofsweihe. Von Gregor III. wurde er 732 zum Erzbischof ernannt. Er organisierte die Kirche in Bayern, Hessen und Thüringen durch Gründung von Bistümern und versuchte, die fränkische Kirche durch Synoden zu reformieren. Wo er missionierte, errichtete er auch Klöster als Mittelpunkte der Missionsarbeit, Orte des Gebets und Pflanzstätten der Kultur. Seine Lieblingsgründung war das Kloster Fulda (744), wo er auch begraben ist und wo sich seit 1869 die deutschen Bischöfe zu ihren jährlichen Konferenzen versammeln. Am 5. Juni 754 wurde Bonifatius mit 52 Begleitern bei Dokkum von den Friesen erschlagen.
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Hannah

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Beruf: Pensionistin

567

06.06.2009, 08:20

Schon gewaltig, was Gottes Gnade am Hl.Bonifatius gewirkt hat.
Manchmal bin ich versucht, mich zu fragen, haben wir heute überhaupt noch die Kraft so Großes zu wirken?
Aber ich weiß ja, dass Gott schon selbst am Besten weiß, wo und wann ER SEINE GNADE einsetzt. Verzeiht bitte.
Sehnsucht ist der Wille zum Ziel
Liebe aber, ist Entscheidung.
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568

13.06.2009, 15:08

Hl. Antonius von Padua

Ordenspriester, Kirchenlehrer


Antonius von Padua - sein Geburtsname ist eigentlich Ferdinand - war Portugiese, geboren in Lissabon 1195. Mit fünfzehn Jahren trat er bei den Augustinerchorherren ein. Als aber 1220 die ersten Märtyrer des Franziskanerordens von Marokko nach Portugal überführt und in Coimbra bestattet wurden, macht das einen so tiefen Eindruck auf Antonius, dass er Franziskaner wurde. Sein Wunsch, in Marokko zu wirken, ging aber nicht in Erfüllung: nach einem kurzen Aufenthalt dort wurde er krank, und auf der Rückreise verschlug es ihn nach Italien. Franz von Assisi ernannte ihn zum Lehrer der Theologie für die Minderbrüder in Bologna. Aber das eigentliche Feld seiner Tätigkeit wurde die Predigt. In Norditalien, Südfrankreich und zuletzt in Padua strömten ihm die Volksmassen zu. Er trat gegen den Wucher auf und setzte sich überhaupt für die Rechte der Armen ein. Schon 1231 starb er, erschöpft von seinen übermenschlichen Anstrengungen. Pius XII. erklärte ihn zum Kirchenlehrer.

Sein Grab wurde mehrmals geöffnet (1263, 1350 (wahrscheinlich) und 1981). Das Skelett ist noch erhalten und was besonders verwundert, ist, dass seine Zunge und seine Stimmbänder erhalten geblieben sind. Sie können in Padova in der Basilika des Hl. Antonius besichtigt werden. Der Hl. Antonius war ein großer Prediger und benutzt seine Zunge und Stimmbänder um Gottes Wort zu verkünden.


Zitat

„Ich will, dass du den Brüdern die heilige Theologie darlegst, jedoch so, dass weder in Dir noch in ihnen der Geist des Gebets ausgelöscht wird, gemäß der Regel, die wir versprochen haben.“ (Der hl. Franz von Assisi an Antonius von Padua)


Was wir vergessen und verlieren,
vor Gottes Augen liegt es da.
Uns hilft ein Freund, es aufzuspüren:
Antonius von Padua.

Er durfte Gott und Menschen finden,
als er sich Christus übergab.
Der Geist der Vollmacht zum Verkünden
kam überreich auf ihn herab.

Als Bettelmönch, geübt im Fasten,
warf er das Netz des Wortes aus.
Und die die satte Kirche hassten –
er führte sie ins Vaterhaus.

Er ließ es nie an Güte fehlen,
trug mit an Sünden, Kreuz und Leid
und fand für schwer geprüfte Seelen
das rechte Wort zur rechten Zeit.

Zuletzt, als seine Kraft sich neigte,
erkannte er: Es ist genug.
Da war es Gott, der sich ihm zeigte
als Kind, das er im Arme trug.

Wenn wir den starken Gott ersehnen,
ist er im Bild des Kindes nah.
Hilf, wenn wir uns verloren wähnen,
Antonius von Padua.

© Peter Gerloff
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569

20.06.2009, 15:57

Gedenktag des Unbefleckten Herzens Mariens


Hl. Maximilian Kolbe (1894-1941), Franziskaner, Martyrer

Bemühen wir uns darum, den Herrn Jesus mit dem Herzen der Unbefleckten zu lieben, ihn mit ihrem Herzen zu empfangen, ihn mit der ihr eigenen Haltung zu loben, ihn um Verzeihung zu bitten, zu danken, selbst wenn wir ihn nicht verstehen. Doch das ist die Wirklichkeit. Mit ihrem Herzen, mit ihrer Haltung loben wir den Herrn Jesus. Wenn wirklich sie es ist, die durch uns Jesus liebt und verherrlicht, dann sind wir ihre Helfer.
Sie allein wird uns lehren, wie der Herr Jesus geliebt sein will, besser noch als alle Bücher und alle Lehrmeister. Sie lehrt uns, ihn so zu lieben, wie sie ihn liebt. Und alle unsere Anstrengungen sollen dahin gehen, dass sie allein den Herrn Jesus mit unserem Herzen liebt.
Einzig die Seele, die von der Gottesliebe ganz erfüllt ist, kann sich von all dem befreien, was sie besetzt hält. Alles konzentriert sich auf die Liebe Gottes. Wer aber liebt den armen und gekreuzigten Jesus, der in der Krippe liegt, mehr als die allerseligste Mutter! Niemand in der Welt, selbst nicht unter den Engeln, hat so brennend den Herrn Jesus geliebt und liebt ihn so, wie die Gottesmutter...
Die Unbefleckte ist die volle Entfaltung der göttlichen Liebe in unseren Seelen und das Hilfsmittel, uns dem Herzen Jesu zu nähern.
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diaconus

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Beruf: Diakon, pens. selbst. Unternehmensberater

570

24.06.2009, 11:49

Geburt des Hl. Johannes des Täufers
Hochfest

Christus, dem Herrn,
Dientest du als Herold,
Ewiger Ratschluß
fand in dir den Boten.
Glücklich wir preisen
Alle deinen Namen.
Gruß dir, Johannes!

Stimme des Rufers,
der den Weg ihm ebnet,
dich hat vor allem
sich der Herr erkoren;
Jesus, der Heiland,
lässt isch von dir taufen,
er, das Lamm Gottes.

Lobpreis und Ehre
Gott, dem ew'gen Vateer,
Ehre dem Sohne,
den due uns verkündet,
Ehre dem Geist,
der iohn dir bezeuge,
immer und ewig.
Amen.

(Hymnus der Laudes vom Hochfest)
Preist den Herrn!

571

27.06.2009, 13:23

Siebenschläfer


Sieben Brüder, Christen und Schafhirten aus Ephesus, wurden ihres Glaubens wegen verfolgt, flohen in eine Höhle und wurden auf Befehl des Kaisers Decius im Jahr 251 eingemauert. Im Jahr 437 wollte ein Bürger die Höhle als Stall nutzen und ließ das Mauerwerk entfernen. die Brüder erwachten; einer lief, um Brot zu holen. Er kannte niemanden mehr in der inzwischen christlich gewordenen Stadt und gab dem erstaunten Bäcker eine Goldmünze mit dem Bild von Kaiser Decius. Da ging der Bischof mit den erstaunten Bürgern zur Höhle und fand alle Brüder lebend vor. Kurz darauf starben sie.

Bauernregel: "Regnet`s am Siebenschläfertag, es sieben Wochen regnen mag."
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Hannah

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572

27.06.2009, 14:49

Danke für Deinen Bericht, das ist schon sehr erstaunlich. Ich frage mich, wie sie fast 186 Jahre geworden sind ohne je aus der Höhle heraus zu kommen? Ist es eine Sage oder echt? Verzeih bitte, die Frage ist Dir gegenüber nicht misstrauisch gemeint, sondern, eben für mich, wirklich verwunderlich.
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573

27.06.2009, 20:03

Bis in das 18. Jahrhundert hinein gab es auch in Deutschland Wallfahrten zu den heiligen Siebenschläfern. In ganz Europa erinnern zwei Kirchen an dieses Geschehen: eine in Frankreich und eine in Rotthof im Landkreis Passau. Dort zeigt das Altarbild die sieben Jünglinge, die in einer Höhle schlafen.

in Wikipedia steht dies: Die Sieben Schläfer von Ephesus beruht auf einer Heiligenlegende, die sowohl im Christentum als auch im Islam eine Tradition besitzt.
Christliche Legenden bestehen oft aus Lebensbeschreibungen von Heiligen. Hier unterscheidet man zwischen Märtyrerlegenden, die nach dem Tod eines Märtyrers zu wuchern begannen, und Heiligenviten die bereits zu Lebzeiten erzählt und nicht selten auch mehr oder weniger dokumentiert wurden.
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Hannah

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574

27.06.2009, 22:07

Irgendwie werde ich an den Samen des Senfkorns erinnert. Soviel Hoffnung strahlt aus diesen Heiligenviten.
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575

02.07.2009, 14:51

Fest Mariä Heimsuchung


An diesem Tag wird die Erinnerung an den Besuch Marias bei Elisabet gefeiert. Die Heiligung Johannes‘ des Täufers im Mutterschoß (Lk 1, 41-44) und der Gesang des Magnificat (Lk 1, 46-56) gehören mit zum Inhalt des Festes. Die Erinnerung an diese Ereignisse wurde in der Alten Kirche nur im Rahmen der Adventsliturgie gefeiert. Erst der hl. Bonaventura hat das heutige Fest 1263 im Franziskanerorden eingeführt und auf den 2. Juli, den Tag nach der Oktav Johannes‘ des Täufers, festgesetzt. 1389 wurde das Fest auf die ganze abendländische Kirche ausgedehnt. Außerhalb des deutschen Sprachgebietes wird es seit 1970 am 31. Mai begangen.
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herzrosenduft

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576

23.07.2009, 14:34

Heute, am 23.Juli, feiert die Kirche den Gedenktag der Heiligen Birgitta von Schweden.
http://www.heiligenlexikon.de/Biographie…n_Schweden.html
_______________________________________________________________________________________

Der Papst betont die Wichtigkeit eines „christlichen Stils“ der Präsenz auch in der digitalen Welt:

„Dieser verwirklicht sich in einer Form
aufrichtiger und offener, verantwortungsvoller und dem anderen gegenüber
respektvoller Kommunikation“.

577

27.07.2009, 18:05

Es ist zwar kein Gedenktag, jedoch sehr nennenswert - am 27. Juli war die

"Heiligsprechung von Katharina Labouré durch Pius XII."
und mit 10 000 Kindern Mariens in weissen Kleidern

Sind nicht die Erscheinungen mit ihrer Wirkung und ihren Früchten, das Wunderbare an Katharina Labouré, der Seherin des Klosters in der Rue du Bac, der kleinen Schwester der Armen? Ist nicht vor allem der Dienst an den Armen unsere vorherrschende Aufgabe, wie Katharina die Worte des heiligen Vinzenz von Paul ("die Armen sind unsere Herren") in Erinnerung ruft? Sie wusste ihnen in ihrer eigenen Armut zu begegnen. Sie flickte ihre Kleider in derselben Weise wie ihre eigene, saubere Kleidung: ihre Flickarbeit war ebenso sorgfältig wie ihre Sauberkeit untadelig war, sagen jene, die sie kannten ...

Sie hatte keine Komplexe. Sie wagte es, mit allen, denen sie half, über Gott zu sprechen. Gott zu schenken und Brot zu schenken, den Herrn zu schenken und allen Leidenden ihre Liebe zu schenken, das passte zusammen, das floss aus demselben Herzen.

Wie Bernadette Soubirous in Lourdes, enttäuschte sie jene, die sich eine mystischere Seherin gewünscht hätten. Die "Mystik" von Katharina war die Einfachheit des Evangeliums, war die Transparenz. In ihr begann, im Morgengrauen des XIX. Jahrhunderts, der Heilige Geist, für die neue Zeit, ein neues Urbild der Heiligkeit zu formen, wiedergefunden in den Ursprüngen des Evangeliums: eine Heiligkeit ohne menschlichen Erfolg oder Triumph.



René Laurentin
"Vie de Catherine Labouré"


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herzrosenduft

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Beiträge: 5 771

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578

31.07.2009, 15:04

Heute feiert die Kirche den Gedenktag des Ignatius von Loyola. Hat er nicht ein Buch "Geistliche Übungen" geschrieben? Welchen Einfluss hat er damit auf die Spiritualität der Orden genommen? Haben sich seine Erkenntnisse auch im Leben der einfachen Laienchristen ausgewirkt, wenn ja, wie?
_______________________________________________________________________________________

Der Papst betont die Wichtigkeit eines „christlichen Stils“ der Präsenz auch in der digitalen Welt:

„Dieser verwirklicht sich in einer Form
aufrichtiger und offener, verantwortungsvoller und dem anderen gegenüber
respektvoller Kommunikation“.

Sporrie

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Beiträge: 246

Wohnort: Diözese Regensburg

579

31.07.2009, 21:43

Hallo Herzrosenduft,
ich hab eine kleine Zusammenfassung über Ignatius von Loyola, vielleicht hilft Dir ja die weiter.

Der Heilige Ignatius war Offizier. Bei der Belagerung von Pamplona am Bein schwer verwundet, beginnt für ihn eine Zeit der Besinnung. Er zog sich nach Manrese zurück, wo er sich ganz seinen Geistlichen Übungen widmet, die er in seinem Exerzitienbüchlein zusammenfassen sollte.

Erstmals in der Geschichte des Ordenslebens gründete Ignatius mit seiner Gesellschaft Jesu einen rein apostolischen Orden.
Das radikal Neue ist in der Lebensform zu sehen: er lebt nicht im Kloster, trägt keinen Habit, verrichtet keine Bußwerke, es gibt kein gemeinsames Chorgebet und keine feierlichen Gottesdienste in der Ordensgemeinschaft. Ignatius verzichtet nicht auf das Offizium (pflichtgemäßes Stundengebet) überläßt es aber der Praxis des einzelnen, damit dieser für das apostolische Wirken freier ist.

In allem gilt der Vorrang der Freiheit für den apostolischen Dienst, der seine geistliche Mitte darin findet, „Gott in allen Dingen zu suchen und zu finden“: Diese geistliche Übung bildet das wahre „Chorgebet“ der Jesuiten und die Grundweise des Betens.

Die Sendung der Gesellschaft Jesu richtet sich nicht primär auf das Suchen und Finden des eigenen Seelenheils, sondern darauf, zur größeren Ehre Gottes das Heil des Nächsten zu suchen und „den Seelen zu helfen“.

Für den Jesuiten bedeutet es mehr Tugend und Gnade, Gott in verschiedenen Geschäften und an verschiedenen Orten zu finden als nur an eine Ort, nämlich im Gebet. Gott bedient sich ja des Menschen nicht nur, wenn er betet.
Das Charisma des Jesuiten ist, dass er sich nicht nur im Gebet und bei der Messe, sondern auch in der Arbeit als ein geistlicher Mensch erweist.

LG, Sporrie

herzrosenduft

Erleuchteter

Beiträge: 5 771

Wohnort: Deutschland

Beruf: Gärtner

580

01.08.2009, 14:39

@Sporrie
Danke für die wertvollen Informationen
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