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Vips

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23.10.2003, 14:03

28.10: Hl. Simon und Judas Thaddäus

"Nicht zu töten, sondern lebendig zu machen sind wir gekommen."

Der heilige Simon war Apostel Jesu. Sein Beiname "Zelotes", das bedeutet der Eiferer, rührt daher, dass er, bevor er sich Jesus anschloss, der jüdischen Partei der Zeloten angehört hatte.

Vermutlich wirkte Simon später in Palästina als Glaubensbote. Über sein Lebensende gibt es keine gesicherten Quellen.

Dargestellt wird Simon mit Säge, Keule oder Beil.

Er gilt als Patron von Goslar sowie der Holzhauer, Waldarbeiter, Maurer, Gerber, Lederarbeiter, Weber und Färber.

Der heilige Judas Thaddäus war von Jesus zum Apostel berufen worden. Die schon in alter Zeit verworrene Überlieferung gibt keine Klarheit, wo er später den Glauben verkündigt hat und als Märtyrer gestorben ist.

Seit Ende des 18. Jahrhunderts nahm seine Verehrung stetig zu.

Dargestellt wird Judas Taddäus mit Buch, Keule oder Hellebarde.

Er ist der Patron von Goslar und wird in schweren Nöten und Anliegen, in verzweifelten Situationen angerufen.
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27.10.2003, 15:43

29. Oktober: Sel. Maria Restituta


Sel. Maria Restituta

Schwester Restituta ließ sich von der SS den Mund nicht verbieten und handelte, wie es ihr recht erschien.

Helene Kafka, mit Ordensnamen Maria Restituta, wurde am 1. Mai 1894 in Brünn geboren. Helene besuchte in Wien die Volks- und Bürgerschule. Als Dienstmädchen hatte Helene bereits einige Jahre gearbeitet, bevor sie 1913 in Wien-Lainz eine Stelle als Hilfskrankenschwester bei den "Franziskanerinnen von der christlichen Liebe", den "Hartmannschwestern", übernahm.

Im folgenden Jahr trat sie in diese Gemeinschaft ein und begann 1915 ihr Noviziat. Seit 1919 war sie im Krankenhaus in Wien - Mödling tätig, wo sie wegen ihrer Fachkenntnisse bald die Stelle der ersten Operationsschwester erhielt.

Diesen Dienst versah sie über dreiundzwanzig Jahre. Den "Anschluss" Österreichs an das Deutsche Reich verurteilte sie entschieden. Schwester Restituta wurde in ihrem großen Bekanntenkreis zur treibenden Kraft des Widerstandes gegen den nationalsozialistischen Terror.

Von Mitarbeitern wegen ihrer Aktivitäten denunziert, verhaftete die Gestapo am 18. Februar 1942 die couragierte Schwester im Operationssaal. Nach Verhören und Untersuchungshaft fällte das Wiener Landesgericht am 29. Oktober des gleichen Jahres unter dem Vorsitz eines aus Berlin angereisten Mitglieds des NS-Volksgerichtshofes das Urteil: "Die Angeklagte Kafka wird wegen landesverräterischer Feindbegünstigung und Vorbereitung zum Hochverrat zum Tode und zum Ehrenrechtsverlust auf Lebenszeit verurteilt."

Am 30. März 1943 wurde Schwester Restituta enthauptet und auf dem Zentralfriedhof bestattet.

Ihre Seligsprechung erfolgte durch Papst Johannes Paul II. am 21. Juni 1998 in Wien.

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27.10.2003, 15:46

29. Oktober: Sel. Maria Restituta

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27.10.2003, 15:48

30. Oktober: Hll. Maria und Martha

Hll. Maria und Martha

Marta sagte zu Jesus: Herr, wärst du hier gewesen, dann wäre mein Bruder nicht gestorben. Aber auch jetzt weiß ich: Alles, worum du Gott bittest, wird Gott dir geben. Jesus sagte zu ihr: Dein Bruder wird auferstehen.
(Joh 11,21-23)

Marta und Maria, sowie ihr Bruder Lazarus von Betanien waren nach dem Johannesevangelium Gastgeber Jesu und ihm freundschaftlich verbunden.

Marta von Betanien bemühte sich als sorgende Hausfrau um das Wohl ihres Gastes Jesus. Nach dem Tod des Lazarus setzte sie ihre ganze Hoffnung auf Jesus und bekannte ihren Glauben an ihn als den Messias und Sohn Gottes.

Die ungeschichtliche Legende lässt Marta mit ihren Geschwistern später in die Provence fahren, wo ihr Grab in Tarascon gezeigt wird.

Dargestellt wird Marta als Hausfrau mit Kochgerät und Schlüsselbund oder mit Weihwasserkessel und Weihwedel oder einem Drachen an einem Strick.

Sie gilt als Patronin der Häuslichkeit, der Hausfrauen, Hausangestellten, Dienstmägde, Köchinnen, Wäscherinnen und Arbeiterinnen, Gastwirte, Hotelangestellten, Bildhauer und Maler, der Sterbenden. Ihre Fürsprache wird angerufen gegen Blutfluss.



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27.10.2003, 15:50

31. Oktober: Hl. Wolfgang


Hl. Wolfgang

Legenden betonen die heilkräftige und Böses abwehrende Wirksamkeit von Wolfgang und seine Fürsorge.

Der heilige Wolfgang wurde um 924 in Schwaben geboren und wurde nach dem Studium Lehrer an der Domschule Trier. 965 nahm Wolfgang das Kleid des hl. Benedikt in Einsiedeln und empfing dort die Priesterweihe.

972 wurde er, nach kurzer Tätigkeit als Glaubensbote in Ungarn, zum Bischof von Regensburg ernannt. Hier entfaltete Wolfgang eine segensreiche Tätigkeit. Er förderte die Bildung und das geistliche Leben in Klerus und Volk, in Klöstern und Stiften.

Auch als Bischof führte er ein streng asketisches Leben. Durch den Verzicht auf seine bischöflichen Rechte in Böhmen ermöglichte Wolfgang die Gründung des Bistums Prag.

Wolfgang starb am 31. Oktober 994 in Pupping/ Oberösterreich und wurde in St.-Emmeram/Regensburg beigesetzt.

Dargestellt wird Wolfgang im Benediktinerhabit mit bischöflichen Insignien oder in Pontifikalgewändern mit Bischofsstab sowie mit Kirchenmodell, Wolf, Beil oder Teufel.

Er gilt als Patron von Bayern und Regensburg; sowie der Hirten, Schiffer, Holzarbeiter, Köhler, Zimmerleute, Bildhauer, unschuldig Gefangenen; des Viehs; bei Schlaganfällen; Angerufen wird er um Fürbitte und Hilfe gegen Gicht, Lähmung, Fußleiden, Ruhr, Hauterkrankungen, Hautentzündungen ("Wolf"), Blutfluss, Schlaganfall, Augenkrankheiten, Unfruchtbarkeit und Missgeburten

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30.10.2003, 19:39

1. Nov: Rupert Mayer

Gedenktag katholisch: 1. November
Gedenktag in München-Freising: 3. November
Name bedeutet: der Ruhmreiche, Glänzende (germanisch - althochdt.)
Priester, Mönch
* 23. Januar 1876 in Stuttgart
+ 1. November 1945 in München


Ein Seliger der Neuzeit

Lebensgeschichte
Rupert Mayer wurde am 23. Januar 1876 in Stuttgart geboren. Er besuchte das humanistische Gymnasium und studierte Philosophie und Theologie in Freiburg, München und Tübingen. Im Priesterseminar war er in Rottenburg am Neckar, wo er 1899 zum Priester geweiht wurde. Ein gutes Jahr später trat er in den Jesuiten-Orden in Feldkirch in Vorarlberg ein. Ab 1906 war er als Volksmissionar in der Schweiz, in Holland, in Deutschland und im Vorarlberg tätig. 1912 wurde er vom Münchner Kardinal Franziskus von Bettinger mit der Großstadtseelsorge in der bayerischen Landeshauptstadt beauftragt. Als 1914 der Erste Weltkrieg ausbrach, zog Rupert Mayer als Feldgeistlicher und Divisionspfarrer an die Front. Bei dem Versuch, einen Soldaten vor Kugeln zu schützen, erlitt er selbst so schwere Verletzungen, dass sein linkes Bein bis weit über dem Knie amputiert werden mußte und er ab diesem Zeitpunkt nur mehr mit einer Prothese laufen konnte.

Kampf gegen Unrecht
Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges betrachtete Pater Rupert Mayer es als seine wichtigste Aufgabe, den Menschen in ihren wirtschaftlichen und seelischen Nöten beizustehen und sie im Glauben zu bestärken. Bis zu 70 Predigten hielt er monatlich in und um München. Anfang der Dreißiger Jahre nahm der Nationalsozialismus erste Konturen an. Rupert Mayer erkannte die Gefahr und erhob früh seine Stimme dagegen. Von 1937 an versuchten die Nationalsozialisten, ihn mundtot zu machen. Er wurde erstmalig festgenommen und zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Wegen „fortgesetzten Vergehens“ gegen den sogenannten „Kanzelparagraphen“ - Mayer hatte gepredigt, dass der Mensch Gott mehr gehorchen müsse als den Menschen - wurde er danach sechs Monate in der Strafanstalt in Landsberg inhaftiert. Nach seiner Freilassung aber predigte Mayer unerschrocken weiter und wurde erneut verhaftet. Die Nazis internierten ihn 1939 im Konzentrationslager Sachsenhausen. Dort magerte er rapide ab und schwebte in akuter Lebensgefahr. Unter der Maßgabe, daß seine Vorgesetzten ihm Predigtverbot erteilen, ließ ihn die Gestapo aus dem KZ frei und übergab ihn der Benediktinerabtei Ettal zur Klosterhaft (1940-45). Wieder zurückgekehrt nach München war Pater Rupert Mayer körperlich völlig aufgezehrt. Am 1. November 1945 starb er nach der heiligen Messe in der Kreuzkapelle in der Münchner St. Michaelskirche.

Seligsprechung
Nach dem Tod von Pater Rupert Mayer hatten sich jahrzehntelang Hunderttausende für seine Seligsprechung eingesetzt. Über 40.000 Gebetserhörungen sind in den Akten über Rupert Mayer, die der päpstlichen Ritenkongregation in Rom vorlagen, vermerkt. Am 3. Mai 1987 wurde Pater Rupert Mayer von Papst Johannes Paul II. vor über 80.000 Menschen im Münchner Olympiastadion selig gesprochen. Im Erzbistum München und Freising wird der 3. November als sein Gedenktag gefeiert.

Patron des Jesuitenordens und der Marianischen Männerkongregation
Die selige Rupert Mayer ist Patron des Jesuitenordens und der Marianischen Männerkongregation. Mayer war im Jahr 1921 von Kardinal Michael von Faulhaber zum Präses der Marianischen Männerkongregation ernannt worden war. In der Münchner Bürgersaalkirche, einer der meist besuchten Wallfahrtsstätten in Deutschland, liegt er seit dem 23. Mai 1948 begraben. Täglich besuchen Hunderte von Menschen die Kirche, zünden eine Kerze vor seinem Bild an und bitten um seine Fürsprache in ihren Anliegen.



Lieblingsgebet von Pater Rupert Mayer

Herr, wie Du willst, soll mir gescheh`n
und wie Du willst, so will ich geh`n;
hilf Deinen Willen nur versteh`n!

Herr, wann Du willst, dann ist es Zeit;
und wann Du willst, bin ich bereit,
heut und in alle Ewigkeit.

Herr, was Du willst, das nehm` ich hin,
und was Du willst, ist mir Gewinn;
genug, dass ich Dein eigen bin.

Herr, weil Du`s willst, drum ist es gut;
und weil Du`s willst, drum hab` ich Mut.
Mein Herz in Deinen Händen ruht!“

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30.10.2003, 19:44

2. Nov: Angela von Stolberg

Name bedeutet: die Engelin (griech. - latein.)
Nonne, Dulderin
* 1833 in Stolberg, dem heutigen Kamien Maly in Polen
+ 2. November 1905 in Wien


Agnes ist vielen Kranken ein Vorbild im Leid.

Agnes von Stolberg, wurde 1833 geboren und trat mit 30 Jahren mit dem Namen Angela bei den "Hedwigsschwester" in Breslau ein.

Später trat sie in die "Genossenschaft der Schwestern vom Armen Kinde Jesu" über und war seit 1881 in Wien tätig.

Vom Knochenfraß befallen ertrug sie seit 1898 in vorbildlicher Geduld und Gottergebenheit alle Leiden und Qualen, von denen sie am 2. November 1905 erlöst wurde.

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30.10.2003, 19:46

3. Nov: Hubertus von Lüttich (von Tongern-Maastricht)

Gedenktag katholisch: 3. November

Name bedeutet: der durch Verstand Glänzende (althochdt.)

Glaubensbote in den Ardennen,
Bischof von Maastricht und Lüttich
* um 655 in Toulouse (?)
+ 30. Mai 727 in Tervueren bei Lütt


Hubertus war nach der Überlieferung Sohn des Herzogs Bertrand von Toulouse, wohl auch verwandt mit dem ostfränkischen Hausmeier Pippin, dem Mittleren. Er lebte als Pfalzgraf am Hof von Theoderich III. in Paris, musste aber aus dieser Position fliehen und ging nach Metz zu Pippin. Er heiratete die Prinzessin von Löwen und bekam den Sohn Floribert, der später Bischof von Lüttich wurde. Nach dem Tod seiner Gattin bei der Geburt dieses ersten Sohnes zog er sich von allen Ämtern zurück, lebte sieben Jahre als Einsiedler in den Ardennen und ernährte sich durch die Jagd.

In dieser Zeit festigte sich sein Glaube, er ließ sich zum Priester weihen, wirkte als Glaubensbote in Brabant und den Ardennen und gilt deshalb als der "Apostel der Ardennen". Um 705 wurde er Bischof von Tongern-Maastricht, 716 verlegte er den Bischofssitz nach Lüttich und erbaute die Kathedrale an der Stelle, an der sein Lehrer Lambert ermordet worden war. Er galt als umsichtig und milde, bei einer Hungersnot rettete er Tausende Menschen vor dem Tod.

Seit dem 15. Jahrhundert wird die Legende vom Jäger Hubertus erzählt, dem ein mächtiger Hirsch mit dem Kruzifix zwischen dem Geweih erschien, was ihn bekehrte; dieses Motiv stammt aus der Eustachius / Placidus-Legende. Die Grundlage für die Zuschreibung dieses Motivs an Hubertus war seine Zeit als Einsiedler.

Hubertus' Gebeine wurden am 3. November 743 erhoben, 825 kamen sie nach Andagium, dem heutigen St.-Hubert in den Ardennen, seit der französischen Revolution sind sie verschwunden. St.-Hubert war im Mittelalter ein bedeutender Wallfahrtsort. Am Hubertus-Tag wird Brot, Salz und Wasser geweiht, der Verzehr soll vor Hundebiss schützen. Hubertus-Brot schützt Haustiere, umgekehrt heißt die Tollwut in der französischen Sprache "Hubertus-Krankheit". Im 15. Jahrhundert wurde ein Ritterorden nach Hubertus benannt. In der Zeit um den Gedenktag finden traditionell die nach Hubertus benannten Jagden statt. Er gehört zu den vier heiligen Marschällen, in manchen Gegenden wird er auch zu den 14 Nothelfern gezählt.

Attribute: Hirsch mit Kreuz im Geweih
Patron der Ardennen; der Jäger, Schützen, Kürschner, Gießer, Metallarbeiter, Drechsler, Metzger und Optiker, Fabrikanten mathematischer Geräte, Mathematiker, Schellenmacher; der Jagdhunde; gegen Tollwut der Hunde, Hunde- und Schlangenbiß; bei Wasserscheu

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05.11.2003, 16:44

5. Nov.: selige Bernhard Lichtenberg

Der selige
Bernhard Lichtenberg
1875-1943

Der selige Bernhard Lichtenberg wurde am 3. Dezember 1875 in Ohlau in der preußischen Provinz Schlesien geboren, nahe Breslau, wo er 1899 zum Priester geweiht wurde. Im Jahre 1900 begann er sein priesterliches Wirken in Berlin. 1913 wurde er zum Pfarrer der Herz-Jesu-Gemeinde in Charlottenburg ernannt, wo er als Pionier beim Aufbau der katholischen Gemeinden in der ständig wachsenden Metropole und Reichshauptstadt den Grund für fünf Pfarreien und ein Kloster legte und für das Zentrum auch Bezirksverordneter war. 1931 berief ihn der erste Bischof des neuerrichteten Bistums Berlin, der hochwürdigste Herr Dr. Christian Schreiber, in das Domkapitel und ernannte ihn 1932 zum Dompfarrer der St. Hedwigs-Kathedrale. 1938 wurde er Dompropst von St. Hedwig. Seit dem Judenpogrom am 9. November 1939 betete er jeden Abend in St. Hedwig - tausend Meter von der Reichskanzlei entfernt - mit lauter Stimme öffentlich für die verfolgten Juden. Nachdem er im August 1941 noch einmal gegen das Euthanasieprogramm der nationalsozialistischen Regierung protestiert hatte, wurde er im Oktober aufgrund der Denuntiation zweier Besucherinnen seiner Abendandachten verhaftet und am 22. Mai 1942, bereits schwer krank, zu zwei Jahren Haft verurteilt, die er in christlicher Geduld als „Gefangener im Herrn“ trug. Da die Behörden Lichtenberg für „unverbesserlich“ hielten, ordneten sie seine fortdauernde Inhaftierung und den Transport in das Konzentrationslager Dachau an. Auf dem Wege brach der selige Bernhard in Hof an der Saale zusammen und übergab seine Seele am 5. November 1943 dem Herrn. Im April 1965 wurde der Seligsprechungsprozeß eingeleitet; am 23. Juni 1996 erhob Seine Heiligkeit, Papst Johannes Paul II., bei einem Pontifikalamt im Berliner Olympiastadion den seligen Bernhard zur Ehre der Altäre. Sein Grab befindet sich in der Krypta der St. Hedwigskathedrale zu Berlin. Sein Fest wird im Erzbistum Berlin am 5. November im Range eines Gedenktages begangen. Beten Sie mit den Gläubigen der Kirchenprovinz Berlin um seine baldige Heiligsprechung.



Gebet zum seligen Bernhard Lichtenberg
Seliger Bernhard!
Der unerschütterliche Glaube an Gott, den Herrn über Leben und Tod, gab dir Kraft und Zuversicht für dein Leben. Freude und Schmerz wolltest du aus Seiner Hand annehmen. So ertrugst du um Seinetwillen Krankheit, Verfolgung und Todesangst mit wahrhaft christlichem Opfersinn. Dem Beispiel unseres göttlichen Herrn und Erlösers folgend, hast du der ungerechten Gewalt getrotzt und den Notleidenden durch Gebet und Tat geholfen. Du hast das Volk Gottes gestärkt, daß es den teuflischen Lehren des Hasses widerstehe, und mit ihm gebetet für die Opfer gottloser Gewalt, dabei die Gefahr für dein irdisches Leben geringachtend. Ungerecht verurteilt, wolltest du lieber sterben, als den Heiland, dessen heiligstes Herz alle Menschen gleich innig liebt, zu verraten. Wir bitten dich: Sei uns Freund und Schutzherr auf dem Wege unseres Lebens. Erflehe uns am himmlischen Thron die Gnade, gleich dir mutige Streiter und getreue Knechte unseres Herrn Jesu Christi zu sein, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit Gott dem Vater lebt und regiert, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

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05.11.2003, 16:49

6.Nov: Hl. Leonhard von Limoges

Hl. Leonhard von Limoges
Name bedeutet: der wie ein Löwe Starke (latein. - althochdt.)
oder: der für das Volk Starke (althochdt.)
Einsiedler, Abt in Noblat bei Limoges (?)
* um 500 in Frankreich
+ 559 (?) im heutigen St-Léonard-de-Nolat bei Limoges


Leonhard half den Kranken, den Hilflosen und den Gefangenen.

Der selige Leonhard war Einsiedler, der wahrscheinlich im 6. Jahrhundert im Bistum Limoges/Frankreich eine Zelle gründete.

Nach der legendarischen Lebensbeschreibung stammte er aus fränkischem Adel, war Schüler des Remigius von Reims, gründete das Kloster St.-Léonard-de-Noblac und nahm sich besonders der Gefangenen an.

Seine Verehrung ist in Deutschland, Österreich, Frankreich, England und Italien verbreitet.

Ihm geweihte Kirchen sind vielfach mit Ketten umspannt.

Dargestellt wird er in Abtskleidung mit Stab und Buch, mit Gefan-genenfessel, Fußblock, Ketten und Stallvieh. Er gilt als Patron der Bauern, Ställe, Stallknechte, Fuhrleute und Schmiede.

Er gilt als Patron der Bauern und des Viehs, vor allem der Pferde, der Ställe, Stallknechte, Fuhrleute, Schmiede, Schlosser, Lastenträger und Böttcher, Obsthändler, Bergleute, der Wöchnerinnen, Gefangenen. Angerufen wird er für alle Anliegen der Bauern, um eine gute Geburt, gegen Kopfschmerzen, Geistes- und Geschlechtskrankheiten
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05.11.2003, 16:53

7. Nov: Hl. Willibrod

Gedenktag katholisch: 7. November
Regionalkalender Aachen, Luxemburg, Münster, Trier
in Utrecht: Ãœbertragung der Gebeine: 19. Oktober

Willibrord stammte aus Nordengland; sein Vater == Willigis, später selbst Mönch, gab ihn schon als Kind ins Benediktinerkloster nach Ripon, wo er von Wilfrith erzogen wurde, ehe er die Weihen zum Benediktinermönch erhielt. Im Jahre 678 begab er sich in die Abtei von Rathmelsigi - dem heutigen Mellifont - in Irland. Nach zwölf Jahren als Klosterschüler bei Egbert wurde er mit 30 Jahren zum Priester geweiht und 690 mit zahlreichen Gefährten als Missionar nach Friesland gesandt.

Entgegen der Praxis vieler anderer Missionare ging Willibrord systematisch und planmäßig an die Arbeit. Er knüpfte Verbindungen mit Pippin II., der gerade Friesland erobert hatte, und band seine Arbeit eng an Rom an: 692 reiste Willibrord nach Rom, wo er die Zustimmung von Papst Sergius I. für seine Mission erhielt. Während eines zweiten Besuchs in Rom 695 erfolgte seine Ernennung zum Erzbischof auf Reisen. Er schuf Verbindungen zwischen dem Papst und dem karolingischen Königshaus; all das verlieh seiner Arbeit Stabilität und Dauer.

Willibrord richtete seine Gemeinde in Trajectum - dem heutigen Utrecht - ein und hatte große Erfolge in der Missionsarbeit, nicht zuletzt dank der Unterstützung des Adels. 698 schenkte ihm Irmina von Öhren, Ehefrau eines Pfalzgrafen, Land, auf dem er das Kloster Echternach gründete. Utrecht entwickelte sich zu einem Zentrum christlicher Kultur. Über 40 Jahre wirkte Willibrord unter den Friesen, unterbrochen lediglich während der kurzen Herrschaft des Friesenkönigs Radbod von 716 bis 719, der heidnischen Kult wieder einführen wollte. In dieser Zeit unternahm Willibrord einen der frühesten Versuche, die Dänen zu missionieren. Ab 719 wurde Willibrord tatkräftig von Bonifatius unterstützt, der später Willibrords Werk fortsetzte.

Willibrord trägt den Titel "Apostel der Friesen". In den Niederlanden wird sein Gedenktag noch heute festlich begangen. Sein Grab in Echternach ist seit dem 15. Jahrhundert jedes Jahr am Pfingstdienstag Ziel der "Springprozession", bei der er vor allem zur Heilung von Epilepsie angerufen wird. "Willibrord-Brunnen" sollen gegen Hautkrankheiten helfen.

Bild: aus "Batavia Sacra", Antwerpen 1715

Kanonisation: Willibrord wurde schon kurz nach seinem Tod heilig gesprochen.
Patron von Luxemburg; gegen Epilepsie, Hauterkrankungen und Zuckungen
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05.11.2003, 16:55

8. Nov: Hl. Gottfried

Bischof Gottfried sorgte sich besonders um die Armen und Kranken.

Der heilige Gottfried wurde um 1065 in Frankreich geboren und erhielt seine Bildung im Benediktiner Kloster Mont-St.-Quentin bei Péronne. Im Alter von 25 Jahren empfing er die Priesterweihe und wurde 1091 Abt in Nogent-sous-Coucy, das er vollständig erneuerte. 1104 wurde er gegen seinen Willen zum Bischof von Amiens berufen.

Hier zeigte er sich von äußerster Güte und Mildtätigkeit gegenüber Armen, Kranken und Bedrängten.

Am 8. November 1115 starb Gottfried in Soissons, wo er im Chor der Abteikirche bestattet wurde
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07.11.2003, 20:52

7. Novemeber: Engelbert I. von Köln

Name bedeutet: wie ein Engel glänzend (althochdt.)
Erzbischof von Köln, Märtyrer
* 1185 im Rheinland
+ 7. November 1225 bei Gevelsberg bei Köln

Engelbert stammte aus einem Grafengeschlecht; schon im Alter von dreizehn Jahren wurde er mit kirchlichen Pfründen bedacht als Propst des Georgstifts von Köln, ein Jahr später als Dompropst. Er war weniger dem geistlichen Amt zugetan, als der praktischen und handfesten Politik. In Auseinandersetzungen zwischen Philipp von Schwaben und Otto IV. wurde er wegen falscher Parteinahme seines Amtes enthoben und sogar exkommuniziert.

Engelbert tat Buße, unterwarf sich dem Papst, beteiligte sich 1212 am Kreuzzug gegen die Albigenser und wurde 1216 Erzbischof von Köln. Seine politischen und verwaltungstechnischen Erfahrungen nutzte er zum Aufbau und zur Reorganistion des Bistums. Besonders bemüht war er um die Einführung der neuen Bettelorden in seiner Diözese, er rief Dominikaner und Franziskaner nach Köln und trat gegen jede Bedrückung durch die Klostervögte auf. Als Reichsverweser für König Friedrich II. übte er die Herrschaft in verschiedenen Gebieten aus, er erzog den jungen Heinrich VII. und krönte ihn 1222 in Aachen zum König. Streitigkeiten um Machtansprüche rheinischer Grafen und von deren Verwandten, die Bischöfe der benachbarten Diözesen Münster und Osnabrück waren, führten 1225 zu Engelberts Ermordung bei Gevelsberg durch seinen Neffen Friedrich von Isenberg, der Klostervogt in Essen war.

Ein barocker Schrein im Domschatz in Köln bewahrt Engelberts Gebeine




Ein Graf, ein Erzbischof und ein Mordmotiv in Essen


„Das schwirrt und klingelt durch den Wald,
Die Blätter stäuben von den Eichen,
Und über Arm und Schädel bald
Blutrote Rinnen tröpfeln, schleichen...“

Das, was Annette von Droste-Hülshoff da in einem Gedicht poetisch-schaurig beschreibt, war ein Gemetzel im Wald bei Gevelsberg. Tatzeit: Spätherbst 1225, „wie dämmerschaurig ist der Wald, an neblichten Novembertagen“, genau der 7. November. Prominentes Todesopfer des Hinterhalts war der Kölner Erzbischof Engelbert von Berg, fieser Täter der Graf Friedrich von Berg-Altena-Isenberg, oder kurz: der „Isenberger“, was eh schon ziemlich mittelalterlich und angsteinflößend klingt.

Fehlt natürlich noch das Motiv, und das ist zu einem ganz erheblichen Teil im Essener Damenstift zu finden. Da regierte nämlich zu dieser Zeit die Äbtissin Adelheid, Gräfin von Wildenberg, die reichlich Ärger mit dem Isenberger hatte. Graf Friedrich besaß nicht nur eine stolze Burg an der Ruhr, bei Hattingen, sondern war auch durch Erbschaft an das Amt des Vogtes von Essen gekommen. Eigentlich war es also seine Aufgabe, als Schutzmacht der Fürstäbtissin zur Seite zu stehen. Nur, der Isenberger selbst verstand das wohl etwas anders und nutze seine Stellung dazu aus, sich am Essener Damenstift ordentlich zu bereichern.


Erzbischof Engelbert von Köln
Büstenreliquiar, Domschatz Essen Als die Essener schließlich kurz vor dem Ruin standen, sucht Äbtissin Adelheid wirklichen Schutz und bat den Kölner Erzbischof um Beistand gegen die Übergriffe des gräflichen Vogtes. Engelbert ließ sich nicht lange bitten, hatte bei seinem Einsatz aber nicht nur das Wohl der Essener Stiftsdamen im Auge. Die Kölner Erzbischöfe hatten in dieser Zeit ohnehin das Bestreben, mit den Vögten aufzuräumen, um die eigenen Machtbereiche zu erweitern. Zudem waren Graf Friedrich und Erzbischof Engelbert familiär verbunden, hauptsächlich durch Erbstreitigkeiten. Also alles andere als ein freundschaftliches Verhältnis.

Der Tathergang lässt sich auch in etwa rekonstruieren. Es ging nämlich –immerhin- nicht gleich an die Stichwaffen, sondern zunächst mal für drei Tage an den Verhandlungstisch, nach Soest. Ein lobenswerter, aber letztlich erfolgloser Versuch, noch eine friedliche Lösung zu finden.

Im Wald bei Gevelsberg lauerte dann der Isenberger mit seinen Leuten der rückreisenden Kölner Delegation auf. „Blutrote Rinnen tröpfeln schleichen.“ Und unter krachenden Zweigen sank Erzbischof Engelbert von Köln erstochen zusammen, "wie ein gestellter Eber".

Tatfolgen gab es dann auch noch. Den jungen König Heinrich erreichte die Kunde von der Untat Friedrichs nämlich ausgerechnet bei seiner Hochzeit mit Margarete von Österreich in Nürnberg. Unter den fürstlichen Hochzeitsgästen brach eine -sagen wir- Diskussion darüber aus, ob der Isenberger des Mordes oder der Tötung im Handgemenge schuldig sei. Das ganze entwickelte sich in Windeseile zu einem wüsten Aufruhr, bei dem dann eine Treppe einstürzte und fast 50 Menschen unter sich begrub.

Und der Täter selbst? Der fiese Isenberger versuchte zwar noch zu fliehen, wurde aber in Lüttich gefasst und schließlich in Köln hingerichtet.

„Am Rabensteine unterm Rade,
Und überm Rade liegt ein Leib,
An dem sich weiden Kräh' und Made;
Zerbrochen ist sein Wappenschild,
Mit Trümmern seine Burg gefüllt,
Die Seele steht bei Gottes Gnade.“

Annette von Droste-Hülshoff, „Der Tod des Erzbischofs Engelbert von Köln“. Schaurig, schaurig...
(me)


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10.11.2003, 15:19

10. November: Hl. Leo I. der Große

Name bedeutet: der Löwe (latein.)
Papst, Kirchenlehrer
* um 400 in der Toskana
+ 10. November 461 in Rom


Leo war Archidiakon beim römischen Bischof Coelestin, ein hervorragender Prediger, ein bekannter und anerkannter Kleriker und Diplomat. 440 wurde er zu Coelestins übernächstem Nachfolger gewählt. Nach der Legende soll ihm Petrus selbst das Pallium überreicht haben: Leo arbeitete nachdrücklich an der Auffassung, der Bischof von Rom verwalte den "Stuhl Petri", seine Aufgabe sei die "Obhut über die ihm anvertrauten Schafe"

Es war die Zeit der Völkerwanderung und des unter ihrem Ansturm zerbrechenden römischen Reiches und zugleich innerkirchlich die Zeit harter Auseinandersetzungen um den rechten Glauben: Arianismus, Nestorianismus, Manichäismus, Pelagianismus und Gnosis machten der Kirche zu schaffen. In harten Auseinandersetzungen mit der Ostkirche vertrat Leo die Lehre von den zwei Naturen Christi. Als die Ostkirche 449 auf einer Synode in Ephesus am Monophysitismus festhielt, verdammte Leo diese Versammlung als "Räubersynode". Leos "Tomus", ein doktrinärer Brief an den Patriarchen Flavian von Konstantinopel aus diesem Jahr 449, wurde dann 451 beim Konzil von Chalkedon mit dem Bemerken, Petrus selbst habe durch Leo gesprochen, vom Konzil angenommen. Das Konzil wurde einberufen, um die Irrlehre des Eutychianismus, einer Form des Monophysitismus, zu verdammen; Leos Legaten hatten den Vorsitz inne und konnten sich durchsetzen, mit Hilfe des byzantinischen Kaisers wurde der Patriarch von Alexandria gestürzt und der römischen Lehre zum Durchbruch verholfen.

In vielen Ländern ordnete Leo die Kirche organisatorisch neu und stärkte die kirchliche Hierarchie. Er festigte entscheidend die Stellung des Bischofs von Rom und kann dadurch als der erste wirkliche "Papst" mit Macht zur Leitung der gesamten abendländischen Kirche angesehen werden. Als Bischof von Rom war er bestrebt, eine überregionale Gesamtverantwortung aufzubauen und als "Princeps apostolorum", "Erster der Apostel", Vollmacht über die anderen Bischöfe und die gesamte Kirche auszuüben. Seine Macht festigte 451 er durch die Einberufung einer Bischofssynode in Mailand, der Stadt mit dem mächtigsten Bischofssitz außerhalb Roms. Als er während einer Synode in Rom von Bischof Hilarius aus Arles angegriffen wurde, der sich als von Rom unabhängiger Metropolit von Gallien bestätigen lassen wollte, ließ Leo durch kaiserlichen Erlass dessen Aufenthaltsrecht auf seine Diözese beschränken.

So setzte Leo seine Oberhoheit über alle Bischöfe der Kirche im Westen durch: als "vicarius Christi" sei dem Amtsinhaber in Rom die Sorge für die gesamte Kirche übertragen. Der (gefälschte) 6. Kanon von Nicäa, überschrieben "De primatu ecclesiae Romanae", "über den Vorrang der römischen Kirche" beginnt mit den Worten "Ecclesia Romana semper habuit primatum", "Die Kirche von Rom hatte schon immer den Vorrang".

452 reiste Leo den einmarschierenden Hunnen unter Attila entgegen; in Mantua sei er vor Attila so mutig und mit solcher Würde aufgetreten, dass dieser neben Leo Paulus und Petrus mit gezücktem Schwert geschaut haben soll; so habe Leo die Umkehr der Hunnen erreicht und Rom vor Zerstörung und Plünderung gerettet. Drei Jahre später stand Rom vor der Plünderung durch die Vandalen unter Geiserich; der Kaiser war bereits tot, das römische Militär geflohen, Rom offene Stadt; Leo trat der Überlieferung nach nun auch den Vandalen entgegentritt und konnte zwar nicht die Plünderung der Stadt verhindern, aber das Überleben der Bürger erreichen. So galt Leo als der Retter Roms und wurde schon zu Lebzeiten hoch verehrt.

Als erster Papst wurde Leo in der Peterskirche beigesetzt. Sein Grab ist heute im Petersdom in Rom. 1754 wurde er von Papst Benedikt XIV. zum Kirchenlehrer ernannt.

Dargestellt wird er in päpstlichem Ornat mit Tiara, Evangelienbuch und Drachen.

Er gilt als Patron der Sänger, Musiker und Organisten
"Nur die Liebe zählt" (Terese von Lisieux)
Nur Mut, immer Mut!
Wir wollen nie ermüden Gutes zu tun, und Gott wird mit uns sein.(Don Bosco)

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10.11.2003, 15:55

11. November: Hl. Martin

Name bedeutet: dem (römischen) Kriegsgott Mars geweiht (latein.)
Bischof von Tours
* um 316 in Sabaria, dem heutigen Szombathely in Ungarn
+ 8. November 397 in Candes bei Tours in Frankreich


Martin war der Sohn eines heidnisch-römischen Tribuns. Er wurde in Pavia, der Heimatstadt des Vaters, christlich erzogen und im Alter von 10 Jahren in die Gruppe der Katechumenen - der Taufbewerber - aufgenommen. Mit 15 Jahren musste er auf Wunsch des Vaters in den Soldatendienst bei einer römischen Reiterabteilung in Gallien eintreten, schied aber mit 18 Jahren aus, weil Christsein und Militärdienst sich nicht vereinbaren lassen. Er wurde von Hilarius, dem späteren Bischof von Poitiers, getauft. Zuvor geschah nach der Legende, was Martin weltberühmt machte: Martin begegnete am Stadttor von Amiens als Soldat hoch zu Ross einem frierenden Bettler, ihm schenkte er die mit dem Schwert geteilte Hälfte seines Mantels; in der folgenden Nacht erschien ihm dann Christus mit dem Mantelstück bekleidet: er war es, der Martin als Bettler prüfte.

Nach seiner Entlassung aus dem römischen Heer kehrte Martin nach Pannonien - der damaligen römischen Provinz im heutigen Ungarn - zurück; er wollte dort missionieren und taufte zuerst seine Mutter. In den Streitigkeiten um den Arianismus wurde Martin wieder ausgewiesen und zog sich nach mancherlei Wundern und Abenteuern über Mailand, wo ihm Ambrosius begegnet sein mag, auf die kleine Insel Gallinaria vor Albenga im Golf von Genua zurück. Er führt ein Einsiedlerleben, bis ihn Bischof Hilarius 360 nach Poitiers zurückrief. Martin errichtete in Ligugé in der Nähe von Poitiers 361 eine Einsiedlerzelle, aus der das erste Kloster Galliens wuchs.

Martin wurde 371 auf Drängen des Volkes Bischof von Tours, trotz Vorbehalten seitens des Klerus und gegen seinen Willen. Die Legende berichtet, er habe sich in einem Stall versteckt, um der Wahl zu entgehen, doch hätten ihn die Gänse durch ihr Schnattern verraten. Der volkstümliche Brauch der Martinsgans, die man vielerorts zum Martinsfest verzehrt, rührt wohl von dieser Geschichte her. Andere Überlieferung berichtet: als Martin als Bischof predigte, wurde er durch eine Schar schnatternder Gänse, welche in die Kirche watschelten, unterbrochen. Sie wurden gefangen genommen und zu einer Mahlzeit verarbeitet.

Beim Volk war Martin beliebt als ein gerechter, treusorgender Bischof. Seine Missionsreisen führten ihn durch das ganze Bistum, überall kümmerte er sich um Missstände. Auch in seinem hohen Amt verzichtete er auf alle Privilegien und zog sich in armseligen Holzhütten vor der Stadt zurück; aus dieser Einsiedelei entwickelte sich das Kloster Marmoutier, das zu einem bedeutenden religiösen Zentrum wurde. Alle Legenden betonen Martins schlichte Lebensart und demütige Haltung: Er putzte selbst seine Schuhe und saß nicht auf der bischöflichen Kathedra, sondern auf einem Bauernschemel. Als er seinen Rock einem Armen gab und der für ihn auf dem Markt neu gekaufte zu kurze Ärmel hatte, bekleideten ihn Engel während der Messe. Bei einem Mahl mit dem Kaiser ließ dieser Martin den Pokal zuerst reichen, er aber gab ihn nicht dem Kaiser zurück, sondern an seinen Priester weiter. Seine Askese brachte ihm aber immer wieder die Gegnerschaft des Klerus ein.

Andere Legenden erzählen, wie Martin ein Kind vom Tod erweckte, einen heidnischen Baum gefällt habe, oder dass er das Blut des Märtyrers Mauritius und seiner Gefährten aufgefangen habe.

Auf einer Missionsreise starb Martin, zu seiner Beisetzung am 11. November - daher der Gedenktag - strömte eine riesige Menschenmenge. Sein Schüler und Nachfolger als Bischof, Brictus, errichtete über seinem Grab eine Kapelle, die ein vielbesuchtes Ziel von Pilgern und fränkisches Nationalheiligtum wurde. König Chlodwig I. erklärte Martin zum Schutzherrn der fränkischen Könige und ihres Volkes. Die Reliquien wurden größtenteils im 16. Jahrhundert von Hugenotten zerstört, Reste sind in der um 1900 neugebauten Martinskirche von Tours. Sein Mantel galt als fränkische Reichsreliquie, wurde am Königspalast in Paris aufbewahrt und auf allen Feldzügen mitgeführt.

Mit der Ausdehnung des Fränkischen Reiches breitete sich der Martinskult nach Osten aus, zunächst besonders im Harz und in Thüringen. Nach dem Zweiten Weltkrieg brachten die Flüchtlinge aus Schlesien den Brauch der Martinsumzüge in den Westen Deutschlands: an der Spitze des Zuges reitet "der Heilige", oft vom Bettler begleitet; dann folgen singende Kinder mit Lampions in den Händen. Der Lichterbrauch geht auf die Bedeutung Martin Luthers in Thüringen zurück: am 10. November, dem Geburtstag Luthers und Vorabend des Fests seines Namenspatrons, versammelten sich auf dem Erfurter Domplatz abends Kinder mit Papierlaternen, um des Reformators zu gedenken. Der Martinsumzug ist nun in der katholischen Kirche ein Teil der Lichtsymbolik, welche am Allerseelentag am 2. November beginnt und über Advent und Weihnachten bis Lichtmess am 2. Februar führt.

Auf die in Paris aufbewahrte Mantelreliquie des Martin wird sowohl die Bezeichnung "Kapelle" für eine Palastkirche schon der Merowinger wie auch Karls, des Großen, ebenso die der dort amtierenden Geistlichen als "Kapellani" zurückgeführt: sie stammt demnach von "cappa", "Mantel".

Der volkstümliche Brauch der Martinsgans, die man vielerorts zum Martinsfest verzehrt, basiert auf dem Martinstag als Hauptzinstag: Am Martinstag begann das neue Wirtschaftsjahr des Bauern, an das Gesinde wurde die Löhne bezahlt, Pachtverträge wurden geschlossen, Steuern abgeführt, Knechte und Mägde konnten, wie an Lichtmess, den Dienstherrn wechseln. Zu Martini wurde das Vieh geschlachtet, das aus Kostengründen nicht den ganzen Winter hindurch gefüttert werden konnte: dazu gehörten die Gänse; so ergab sich der Brauch, am Martinstag, vor dem großen Fasten im Advent, Gänsebraten zu essen. Die Gans war auch eine bevorzugte Zinsbeigabe an den Grundherrn, Tribute waren oft bezahlbar in Form von Gänsen. Später erzählte man Legenden, in denen Martin mit Gänsen in Verbindung gebracht wurde.

Martin war der erste Nichtmärtyrer, der als Heiliger verehrt wurde.

Attribute: als römischer Reiter, Bettler, Mantel, Gans
Patron von Frankreich, des Kantons Schwyz, des Burgenlands; der Soldaten, Kavalleristen und Reiter, Huf- und Waffenschmiede, Weber, Gerber, Schneider, Gürtel-, Handschuh- und Hutmacher, Ausrufer, Hoteliers und Gastwirte, Reisenden, Armen, Bettler, Bürstenbinder, Flüchtlinge, Gefangenen, Hirten, Böttcher, Winzer, Müller; der Abstinenzler; der Gänse; gegen Ausschlag, Schlangenbiss und Rotlauf; für Gedeihen der Feldfrüchte
Bauernregeln: "St. Martin ist ein harter Mann / für den, der nicht bezahlen kann."
"Ist es um Martin trüb', / wird der Winter gar nicht lieb."
"Martinstag trüb, macht den Winter lind und lieb; / ist er hell, macht er das Wetter zur Schell!"
"Ist St. Martin trüb, wird der Winter lieb. / Ist St. Martin hell, wird er kalt für äll'."
"Ist um Martini der Baum schon kahl, / macht der Winter keine Qual."
"Wenn's Laub nicht vor Martini fällt, / kommt 'ne große Winterkält'."
"Hat Martini weißen Bart, / wird der Winter lang und hart."
"Auf Martini Sonnenschein, / tritt ein kalter Winter ein."
"Ist die Martinsgans am Brustbein braun, / wird man mehr Schnee als Kälte schaun.
Ist sie aber weiß, / kommt weniger Schnee und Eis."
"Nur die Liebe zählt" (Terese von Lisieux)
Nur Mut, immer Mut!
Wir wollen nie ermüden Gutes zu tun, und Gott wird mit uns sein.(Don Bosco)

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10.11.2003, 15:57

Hl. Martin



Das Fest der Epiphanie (Anbetung der Heiligen Drei Könige am 6. Januar) galt lange Zeit als eigentlicher Jahresbeginn und als zweites altes Hochfest der Christen. Hochfeste sollten aber immer durch eine Art Vorbereitungszeit eingeleitet werden. Wie man Ostern durch eine 40-tägige Fastenzeit vorbereitet, so sollte auch das Feste der Epiphanie durch Besinnung angegangen werden.
Rechnet man 40 Tage von diesem Tag zurück (ohne Samstage und Sonntage), so kommt man auf den 12. November. Der 11. November konnte so zu einer kleinen "Fastnacht" (Nacht vor der Fastenzeit) werden. Unter diesem Gesichtspunkt ließ man im 19. Jahrhundert den Fasching am 11. November beginnen.

Die Martini-"Fastnacht" ergab sich somit aus einer einfachen Rechnung. Dass der 11. November als Tag des hl. Martin begangen wurde, war hier bloß zufällig. Erst im Laufe der Zeit ergaben sich aus dem Zusammenfall der beiden Feste Bräuche, die auch heute noch begangen werden. Die Laternen-Umzüge der Kinder etwa entwickelten sich wohl aus den Vorschriften des Missale Romanum und den kirchlichen Lesungen, die am Tag des hl. Martin abgehalten worden sind. In diesen Schriften ist immer wieder vom "Licht" und von der "Lampe" die Rede, Licht im Sinne des wahren Glaubens und des Sichtbaren. Vermutlich starb der hl. Martin an einem 11. November. Auch Christus gilt als das Licht.

Die Martinigans geht vermutlich auf den Umstand zurück, dass in der Epiphanie-Fastenzeit auch keine größeren Rechtsgeschäfte abgewickelt werden durften und Martini deshalb zu einem wichtigen Zinstermin und Markttag wurde. Gänse waren eine typische Abgabe der bäuerlichen Bevölkerung. Auch ging nach alter Zeitrechnung Anfang November das Sommerhalbjahr mit einem Herbstfest zu Ende: Schlachtfeste und Gelage wurden gefeiert. Somit gelten die Gans und das "Ganslessen" als Symbole des bäuerlichen Jahres.

Am Martinstag konnte das Gesinde (Mägde, Knechte) auch seinen Herrn (Bauern) wechseln. Ebenfalls ist an diesem Tag nach dem Almabtrieb das Ende des Weidejahres zu sehen.

Die Gans als Attribut des hl. Martin taucht erst viel später auf. Der Legende nach soll er zum Bischof gewählt worden sein, sich aber versteckt haben und durch das Schnattern von Gänsen verraten worden sein. Die erste "Martinigans" gab es jedoch schon vor der Entstehung dieser Legende.

Die Laternenumzüge und das "Ganslessen" zum Fest des hl. Martin am 11. November finden sich in ganz Europa.

Die zweite Legende des hl. Martin berichtet davon, dass er als Reiter beim Stadttor von Amiens einen Bettler antraf und ihm seinen halben Mantel gab. Der halbe Mantel des hl. Martin, die "capa", wurde in einem eigens dafür geschaffenen Raum aufbewahrt, den man als "capella" bezeichnete. Die Betreuung hatte der "Capellanus" über. Die "Kapelle" und der "Kaplan" tragen von diesem Erinnerungsstück noch heute ihre Namen.
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11.11.2003, 14:20

15.11.: Heiliger Fintan - "Our Irish Roots"

Fintan: hl. Eremit,
geb. 803-804 in Leinster (Irland),
gest. 881 oder 878 auf Rheinau.

In Südleinster in Irland geboren, wurde er von Normannen nach denOrkney-Inseln verschleppt. Von dort flüchtete er nach Schottland. Im Jahre 845 Peregrinatio zu den Pikten, unmittelbar danach pilgerte er nach Rom. Als er von Rom zurückgekehrt war, trat er zunächst in den Dienst des alamannischen Adeligen Wolvene.

Darauf begann er das Mönchsleben im Benediktinerkloster Rheinau. Dort ließ er sich ab 859 in eine Zelle an der Klosterkirche einmauern. Hier verbrachte er sein Leben als Incluse in Gebet und strengster Abtötung.

Im Jahre 1446 wurden seine Gebeine aufgefunden. 1531 wurden sie teilweise verbrannt. Die noch erhaltenen befinden sich in Rheinau. Über ihn stammt eine zuverlässige Vita, die kurz nach seinem Tode von einem irischen Mitbruder verfaßt wurde. Georg Gresser weist darauf hin, daß in dieser Vita auch Sätze in irischer Sprache enthalten sind.

In der Kunst wird er dargestellt in Mönchshabit mit Herzogshut in der Hand.


Sein Leben, das Fintan lange Jahre als Mönch in Rheinau verbracht hat, gewinnt neue Bedeutung mit der Wiederbelebung der klösterlichen Tradition in Rheinau. Denn die Schwestern der Spirituellen Weggemeinschaft nehmen wieder neu das Gebet, die Meditation und die Spiritualität im Rahmen eines klösterlichen Lebens auf. Sie haben damit an der Lebensform Anteil, die der heilige Fintan auf der Insel Rheinau geführt hat. Sie schliessen ausserdem das Band des Ordenslebens auf der Insel Rheinau, das 778 mit der Gründung des Klosters entstand und durch die Klosteraufhebung 1862 für 140 Jahre zerschnitten wurde.

Rechtzeitig zum Fest des hl. Fintan erscheint dieses Jahr im Miriam-Verlag Jestetten ein Buch über den Heiligen, das die Bürgerin von Rheinau, Beatrix Zureich, geschrieben hat.


Quoniam si reprehenderit, nos cor nostrum:
maior est Deus corde nostro, et novit omnia. (1 Joh 3,20)

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11.11.2003, 14:30

16.11. Hl. Otmar von St.Gallen

Gründer und erster Abt in St. Gallen
* um 690 in der Schweiz (?)
+ 16. November 759 auf der Insel Werd bei Stein am Rhein

Der in der Domschule von Chur erzogene Alemanne Otmar wurde nach seiner Priesterweihe 719 zum Vorsteher der Zelle des Gallus ernannt. Er ließ sich von Pippin als Abt bestätigen, baute die Zelle zum Kloster aus und gab ihr die Benediktinerregeln. Er baute das erste Haus für Aussätzige in der Schweiz und nahm Kranke, Blinde und Arme in einem weiteren Bau auf, wo er sie auch nachts selbst betreute. Er fürchtete den wachsenden Reichtum seines Klosters und kleidete sich selbst einfach, ritt nur auf einem Esel statt auf einem Pferd.

Die Verteidigung der Rechte seines Klosters brachte ihn in Konflikt mit den fränkischen Gaugrafen Warin und Ruthard. Die Legende bezeichnet sie als teuflische Widersacher, die den Verleumdungen eines Lampertus glaubten, Otmar pflege unsittlichen weiblichen Verkehr. Otmar wurde von ihnen gefangen gesetzt, sollte zum Hungertod verurteilt werden, wurde aber zu lebenslänglicher Haft auf die Rheininsel Werd gebracht, wo er 759 starb.

Sein Biograph berichtet, dass man seinen Leib 10 Jahre später unverwest fand und nach St. Gallen überführte, wo heute sein Grab ist. Die ihn abholenden Brüder hätten ein Weinfässchen als Wegzehrung mitgenommen, es blieb auf dem Hin- und Rückweg stets gefüllt, auch wurde ein die ganze Gegend verwüstender Sturm auf wunderbare Weise vom Schiff und den Wagen ferngehalten.

Otmars Verehrung verbreitete sich schnell. Wasser, Öl und Kinderkleider werden in seinem Namen geweiht und sollen gegen Kinderkrankheiten helfen; die "Otmars-Kittelchen" wurden kranken Kindern neun Tage lang angezogen, was die Genesung bewirke. In Attenhausen bei Augsburg liegen Reliquien, zahlreiche Wunder seien geschehen, seit 1750 gibt es eine Wallfahrt.

Attribute: Weinfässchen

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11.11.2003, 16:03

12. Nov: Hl. Josaphat Kunzewitsch


Erzbischof von Polock, Märtyrer
* 1580 in Wolhynien, dem heutigen Volynskaja Oblast in der Ukraine
+ 12. November 1623 in Vitebsk in Weißrussland
Name bedeutet: Gott richtet (hebr.)

Josaphat Kunzewitsch wurde 1580 als Sohn des Stadtrats Kunzewitsch in Wlodzimierz (Wolhynien) geboren. Seine Eltern waren orthodox.Er kam als Kaufmannsgehilfe nach Wilna. Er trat als junger Mann zur mit Rom unierten ruthenischen Kirche über und wurde in Wilna 1604 Basilianermönch.

1614 wurde er Klostervorsteher in Wilna, 1617 Koadjutor des Erzbischofs von Polock im damaligen Polen - heute Weißrussland - und 1618 sein Nachfolger. Als Erzbischof von Polock förderte er mit Nachdruck die Einheit seiner Kirche mit dem Papst in Rom.

Durch sein Werben für die Union mit der römischen Kirche machte er sich bei den Ortodoxen verhasst; sie nannten ihn den "Seelenräuber". Seine Gegner, fanatisierte Schismatiker, ermordeten ihn 1623 grausam auf einer Visitationsreise.

Reliquien kamen 1916 nach Wien, 1949 nach Rom.

Kanonisation: Josaphat Kunzewitsch wurde 1643 selig- und 1867 heilig gesprochen.



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11.11.2003, 16:05

13. Nov: Hl. Stanislaus Kostka

Stanislaus Kostka
Stanislaus wurde am 28. Oktober 1550 auf Schloß Rostkow in Polen geboren. Seine Familie entstammte dem polnischen Hochadel. Er und seine vier Geschwister wurden streng katholisch erzogen.

Im Alter von 14 Jahren reiste Stanislaus mit seinem Bruder Paul und ihrem Hauslehrer nach Wien, um am dortigen Jesuitenkolleg zu studieren. Sie wohnten anfänglich im Konvikt der Adeligen, dann mit anderen Polen im Haus eines Protestanten. Stanislaus war ein begabter und fleißiger Schüler und zeichnete sich durch große Frömmigkeit aus. Sein Bruder und die Studienkollegen waren da ganz anderer Art und ließen ihn das häufig durch harte Worte und Mißhandlungen spüren. Stanislaus ertrug alles in Geduld. Eines Tages wurde Stanislaus so schwer krank, daß er nach einem Priester verlangte, um die hl. Kommunion empfangen zu können. Der protestantische Hausherr aber ließ keinen Priester in sein Haus. Da erschien die hl. Barbara und brachte Stanislaus die hl. Kommunion. Später erschien auch die Gottesmutter und trug ihm auf, dem Orden der Jesuiten beizutreten. Nach seiner Genesung bat er in Wien um die Aufnahme in den Orden.

Der Wiener Ordensobere war von dieser Idee nicht sehr begeistert, da er feindselige Schritte von Stanislaus Vater befürchtete und lehnte seine Aufnahme ab. Daraufhin flüchtete Stanislaus, als Bettler verkleidet, nach Deutschland zum hl. Petrus Canisius. Dieser sendete Stanislaus mit einem Empfehlungsschreiben nach Rom.

Stanislaus wurde am 28. Oktober 1567 in Rom in den Jesuitenorden aufgenommen und durch sein liebenswürdiges und bescheidenes Wesen von allen bewundert und geschätzt. Als Petrus Canisius in Rom weilte, hielt er eine Ansprache und sagte, man solle jeden Monat so beginnen, als ob er der letzte des Lebens sei. Stanislaus erzählte daraufhin seinen Mitbrüdern, das habe ihm gegolten, denn die Gottesmutter hätte ihm gesagt, er werde ihren Himmelfahrtstag bereits im Himmel mitfeiern können. Tatsächlich starb er, wie von ihm vorausgesagt, am 15. August 1568. Sein Gedenktag ist der 13. November.

Stanislaus ist der Patron der studierenden Jugend und der Jesuitennovizen. In unserer Pfarre ist er auch Ministrantenpatron.
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