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Geist aus Appenzell

unregistriert

1

09.08.2003, 08:19

Heilige an Gedenktagen

@alle

Hierhin kann man Tagesheilige (oder -selige) posten, deren Lebenslauf, Zitate, theologische Aussagen, Links, Daten, usw. die mit einem gebotenen G oder nichtgebotenen g Gedenktag begangen werden.

Bhüeti Gott

Domministrant

unregistriert

2

12.08.2003, 15:22

Karl Leisner

Zumindest im Bistum Münster bedenkt man ihn mit einem nichtgebotenen Gedenktag. Eigentlich bin ich da anderer Meinung, was den rang angeht, aber bei mir ist Karl sowiso ein persönliches Hochfest! Hier ein paar Daten.

Karl Leisner war Diakon. Im November 1939 weilte er zu einer Kur im Schwarzwald, als er vom missglückten Attentat des == Georg Elsner auf den Diktator Adolf Hitler erfuhr; sein Kommentar "Schade!" wurde von einem Mitpatienten denunziert, Karl Leisner am nächsten Tag verhaftet. Er kam ins Gefängnis nach Freiburg, dann nach Mannheim, wo seine Tuberkulose-Krankheit wieder aufbrach, dann ins Konzentrationslager erst nach Sachsenhausen, später nach Dachau. Dort wurde er 1944 vom Mithäftling Bischof Piquet von Clérmont-Ferrand zum Priester geweiht. Die letzten Monate verbrachte er im Krankenlager, die Befreiung durch die Amerikaner im April 1945 überlebte er ob seiner Krankheit nur um wenige Wochen.

Kanonisation: Karl Leisner wurde 1996 selig gesprochen

Melamori

Schüler

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3

12.08.2003, 23:21

Heute?

Das heisst, bei mir ist es eh schon gestern (0:24).
Auf jeden Fall - danke fuer die Information, wusste ich gar nicht, wann sein Gedenktag ist...
Pro-Choice is the rather odd belief that women need surgery to be equal to men

4

13.08.2003, 14:25

Heute, am 13. August begeht die Trierer Kirche dén nichtgebotenen Gedenktag ("klein" g) der seligen Gertrud. - Da ich der Kirche von Trier immer noch verbunden bin (obwohl eigentlich "Paderborner), möchte ich die vielleicht etwas im Schatten ihrer Mutter stehenden Seligen in Erinnerung bringen.

Die selige Gertrud war eine Tochter der heiligen Elisabeth von Thüringen. Sie wurde 1248 Meisterin des Prämonstratenserinnenklosters Altenberg bei Wetzlar an der Lahn, das bis in die dreißiger Jahre des 19. Jahrhunderts zum Bistum Trier gehörte. In ihrem Kloster führte sie 1270 das Fronleichnamsfest ein. Nach dem Beispiel ihrer heiligen Mutter Elisabeth galt ihre besondere Fürsorge den Notleidenden. So stiftete sie außer der Klosterkirche mit Mitteln ihres elterlichen Erbgutes auch ein Armen- und Krankenhaus. Das Grab der am 13. August 1297 gestorbenen Seligen wird heute noch in der ehemaligen Klosterkirche von Altenberg in Ehren gehalten.


Oratio: Gütiger Gott, wir begehen in Freude den Gedenktag der seligen Gertrud. Gib uns die Kraft, nach ihrem Beispiel auch ein wahrhaft christliches Leben zu führen. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

(Aus: Die Feier des Stundengebetes - Eigenfeiern des Bistums Trier, Trier 1983.)


Gottes Segen
Philosophus

Melamori

Schüler

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Beruf: Übersetzerin

5

17.08.2003, 13:53

Heute begeht der Dominikanerorden...

...den Gedenktag des heilihen Hyazinth (Jacek)

Hyazinth Odrowaz war ein Verwandter von Bischof Ivo von Krakau, stammte aus polnischem Adel und trat 1218 in Rom in den Dominikanerorden ein. Dominikus schickte ihn 1219 nach Polen zurück, auf dem Weg gründete er 1221 in Friesach in Kärnten ein erstes Dominikanerkloster. Er predigte unaufhörlich, gründete Klöster in Polen, Schlesien, Pommern, Preußen und Russland, so in Kraków/Krakau, Kiew und Gdansk/Danzig und schuf so die polnische Ordensprovinz.

Mit Marienstatue und Ziborium soll er in Kiew, wo er fünf Jahre lang wirkte, trockenen Fußes über den Dnjepr geschritten und so den die Stadt belagernden Tataren entkommen sein. Heilungen und zahlreiche Wunder werden ihm zugeschrieben.
Pro-Choice is the rather odd belief that women need surgery to be equal to men

Geist aus Appenzell

unregistriert

6

17.08.2003, 20:07

@melamori

Schönes Beispiel eines Heiligen, wie auch wir versuchen können, überall Inseln des Glaubens zu schaffen, wo Gott im Zentrum steht und das auch auf festem Fundament steht (sprich Bibel und Lehre Kath. Kirche!).

Bhüeti Gott

7

18.08.2003, 10:28

Hl. Helena, Römische Kaiserin (18. August, g im Bistum Trier):

Helena war die Mutter Kaiser Konstantins des Großen, der zeitweilig in Trier residierte. 324 wallfahrtete sie als eine der ersten Frauen ins Heilige Land, wo sie nach der Legende das Kreuz Christi gefunden hat. Die Legende schreibt ihr die Überführung des Heiligen Rockes und der Gebeine des Apostels Matthias nach Trier zu. Nach der Überlieferung schenkte sie dem Trierer Bischof Agritius ihren Palast, an dessen Stelle die antike Doppelkathedrale errichtet wurde. Gestorben um 330 in Nikomedien, beigesetzt in Rom, später nach Konstantinopel überführt, wurde sie im 9. Jahrhundert in die Abtei Hautvillers überführt. Im Dom zu Trier wurde der Heiligen am Ende des 12. Jahrhunderts die Ostkrypta geweiht.

Responsorium

R Heute feiert die heilige Kirche den Gedenktag der ruhmvollen Kaiserin, die das siegreiche Holz des Kreuzes aufgefunden hat: * An dem der Urheber des Heiles durch eigenen Tod den Tod aller überwunden hat.

V Helena, die Mutter Konstantins, hat mit Eifer das Kreuz gesucht, das mit vortrefflicher Zierde ausgezeichnet ist. * An dem der Urheber des Heiles durch eigenen Tod den Tod aller überwunden hat.


(Aus: Die Feier des Stundengebetes - Eigenfeiern des Bistums Trier, Trier 1983.)


8

27.08.2003, 18:16

Morgen, am 28. August, begeht die Kirche den Gedenktag des hl. Bischofs und Kirchenlehrers Augustinus.

Zitat aus der Lesehore nach den "Bekenntnissen":

Zitat

"Du ewige Wahrheit, wahre Liebe, geliebte Ewigkeit! Du bist mein Gott, nach dir verlange ich Tag und Nacht. Gleich als ich dich erkannte, zogst du mich an dich, damit ich sähe, es gebe etwas, was zu sehen ich bestimmt bin: nur daß ich es noch nicht schauen kann. Deine Strahlen drangen mächtig auf mich ein, und du blendetest mein schwaches Sehvermögen. Ich zitterte vor Liebe und Furcht, und ich entdeckte, daß ich weit weg von dir war in einem Bereich, der dir nicht gleicht. ...

Spät habe ich dich geliebt, du Schönheit, so alt und doch so neu, spät habe ich dich geliebt. Siehe, du warst in meinem Innern, und ich war draußen und suchte dich dort. Ich stürzte mich, häßlich wie ich war, auf diese schönen Dinge, die du geschaffen hast. Du warst bei mir, aber ich nicht bei dir. Die Dinge hielten mich fern von dir. Und sie wären doch nicht, wären sie nicht von dir. ..."



(Quelle: Lektionar zum Stundenbuch.)

reto

Erleuchteter

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9

27.08.2003, 18:43

Morgen der Hl. Augustinus ...
... und heute seine Mutter, die Hl. Monika, die Gott jahrelang unter Tränen bestürmte, dass ihr verdorbener Sohn umkehren konnte und sogar die Gnade erhielt ein Kirchenlehrer zu werden.

Lesetipp:
Aurelius Augustinus: Bekenntnisse
(vollständiger deutscher Text auf dem Internet)
Quoniam si reprehenderit, nos cor nostrum:
maior est Deus corde nostro, et novit omnia. (1 Joh 3,20)

corinquietum

unregistriert

10

27.08.2003, 20:56

Augustinus

Noch ein paar Daten und Worte zu Augustinus (meinem Namengeber).
Er wurde geboren am 13. November 354 zu Tagaste in Numidien als Sohn des Heiden Patricius und der frommen Christin Monika. Seine Mutter erzog ihn in christlichem Sinn, doch empfing Augustin die Taufe nicht.Seine Studienjahre entfremdeten ihn dem katholischen Glauben. Er wandte sich dem Manichäismus zu und später dem Skeptizismus der Akademiker. Als Professor für Rhetorik in Mailand lernte er durch die Predigten des hl. Ambrosius das Chrsitentum von einer neuen Sicht her kennen. In der Osternach 387 empfing er durch Ambrosius die Taufe. 388 kehrte Augustinus nach Tagaste zurück, vor der Einschiffung im alten Ostia, dem früheren Meereshafen Roms starb in seinen Armen seine über alles verehrte und geliebte Mutter. Die Worte in seinen "Bekenntnissen", die er über seine Mutter und ihren Tod niederschrieb, gehören mit zum ergreifendsten und schönsten der gesamten Literatur.
In Tagaste lebte Augustin nach klösterlicher Weise. 391 wurde Augustinus zum Priester, 395 zum Bischof geweiht. Das Bistum Hippo leitete er unermüdlich als Seelsorger und Anwalt der wahren Lehre. Durch seine zahlreichen Schriften entwickelte er sich zum geistlichen Führer der abendländischen Kirche, der auch heute noch von großem Einfluß ist. Augustinus starb während der Belagerung Hippos durch den Vandalenkönig Geiserich am 28. August 430. Seit dem 8. Jahrhundert befinden sich seine Reliquien in Pavia.

Dargestellt im bischöflichen Ornat, in der Hand ein flammendes oder von Pfeilen durchbohrtes Herz, (das immer unruhig blieb= Cor inquietum!)zu Füßen ein wasserschöpfendes Kind.
Patron der Theologen, Buchdrucker, Bierbrauer; für gute Augen.

corinquietum

unregistriert

11

28.08.2003, 19:05

Ãœber Augustinus

Am Abend seines Gedenktages jene Stellen aus seinen "Bekenntnissen", die ihn als ganz großen, liebenswerten Sohn zeigen:

Er schreibt zum Tod seiner geliebten Mutter:
"Und also ward am neunten Tag ihrer Krankheit, im sechsundfünfzigsten Jahre ihres Lebens, im dreiunddreißigsten meines Lebens diese gottverbundene, edle Seele aus ihrem Leibe gelöst.
Ich drückte ihr die Augen zu, und es floß mir in der Brust gewaltiges Weh zusammen und floß über zu Tränen, und schon tranken meine Augen unter dem Machtgebot des Geistes ihren Quell wieder auf, daß sie trocken blieben - ein Kampf, in dem es erbärmlich um mich stand....
Was also war es, was immer so schwer mich schmerzte?Doch nur die frische Wunde vom jähen Zerreißen der süßen, lieben Gewohnheit des Zusammenlebens. Es blieb mir wohl die Freude über ihr Wort, mit dem sie mich in ihrer letzten Krankheit, noch zärtlich meiner Dienste gedenkend, ihren guten Sohn nannte und mit großer Liebeswärme davon sprach, nie habe sie aus meinem Munde ein hartes Wort oder einen kränkenden Ton vernommen.
Aber was ist das schon, mein Gott, der uns erschaffen, - wie ließ sich die Ehre, die ich ihr erwies, vergleichen mit ihrem Dienst an mir? Also weil sie, mein großer Trost, mich allein ließ, darum ward meine Seele verwundet, wie auseinandergerissen das Leben, das aus dem meinigen und dem ihrigen eins geworden war.....
Und wieder umsann ich gemach mit den alten Gefühlen Deine Magd, und wie sie wandelte, so fromm vor Dir, so heilighaft liebreich und dienstsam gegen uns, und daß ich nun plötzlich ihrer beraubt war, und es wollte geweint sein vor Deinem Angesicht - über und über für sie, über und für mich. Und ich ließ die Tränen los, die ich verhalten, daß sie strömten, wie sie wollten. Ich bettete mein Herz darein, und es ruhte in ihnen, weil da nur Deine Ohren waren, nicht die eines Menschen, der mein lautes Weinen kaltstolz aufgenommen hätte.
Und heute, bekenne ich Dir in diesem Buch. Das lese, wer will, und nehme es auf, wer will, und wenn er es sündhaft findet, daß ich nur den Teil eines Stündchens um meine Mutter weinte, die meinen Augen einstweilen tot war, die viele Jahre um mich geweint hatte, damit ich in Deinen Augen lebe, so spotte er nicht darüber, sondern weine besser, wenn er die große Liebe hat, für meine Sünden selber zu Dir, dem Vater aller Brüder deines Christus.

C.

Vips

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12

28.08.2003, 19:58

Hl. Augustinus




Augustinus wurde zum geistlichen Führer des Abendlandes und wirkt mit seiner Theologie bis heute.


Der heilige Augustinus wurde am 13. November 354 in Numidien, nördl. des heutigen Tunis als Sohn des Heiden Patricius und der frommen Christin Monika geboren.
Seine Studienjahre entfremdeten ihn dem Glauben.
Er wandte sich dem Manichäismus und später dem Skeptizismus zu.
Als Professor für Rhetorik in Mailand lernte er durch die Predigten des hl. Ambrosius das Christentum von einer neuen Sicht her kennen.
In der Osternacht 387 empfing er durch Ambrosius die Taufe.
Dann kehrte Augustinus in seine Heimat zurück, wo er nach klösterlicher Weise lebte.
391 wurde er in Hippo zum Priester, 395 zum Bischof geweiht.
Das Bistum Hippo leitete er als Seelsorger und Anwalt der wahren Lehre.
Durch seine zahlreichen Schriften entwickelte er sich zum geistigen Führer der abendländischen Kirche, der, zeitweise von der Scholastik zurückgedrängt, bis heute großen Einfluss hat.
Augustinus starb während der Belagerung Hippos durch den Vandalenkönig Geiserich am 28. August 430.

Er ist einer der vier großen lateinischen Kirchenlehrer.

Dargestellt wird Augustinus in bischöflichen Gewändern, in der Hand ein flammendes oder von Pfeilen durchbohrtes Herz, zu Füßen ein Wasser schöpfendes Kind.
Er ist Patron der Theologen, Buchdrucker und Bierbrauer.




Herr, du bist groß und hoch zu loben; groß ist deine Macht,
deine Weisheit ohne Ende. Und dich zu loben wagt der
Mensch, ein winziger Teil deiner Schöpfung, der Mensch,
der dem Tod verfallen ist, der weiß um seine Sünde und
weiß, dass du dem Hoffärtigen widerstehst; und dennoch
du selbst willst es so: wir sollen dich loben aus fröhlichem
Herzen; denn du hast uns auf dich hin geschaffen, und
unser Herz ist unruhig, bis es Ruhe findet in dir.

aus: „Bekenntnisse“ des hl. Augustinus

"Nur die Liebe zählt" (Terese von Lisieux)
Nur Mut, immer Mut!
Wir wollen nie ermüden Gutes zu tun, und Gott wird mit uns sein.(Don Bosco)

Vips

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13

28.08.2003, 19:59

Hl. Augustinus

....
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Nur Mut, immer Mut!
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Vips

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14

29.08.2003, 14:43

Hl. Sabrina 29.August

Sabina war eine frühchristliche Märtyrerin.

Die heilige Sabina wurde der Legende nach um 126 in Rom enthauptet.

Sie wird verehrt in der Kirche Santa Sabina/ Rom auf dem Aventin. Doch ist die Kirche wohl nach der ursprünglichen Besitzerin benannt.

Dargestellt wird sie als jugendliche Märtyrin mit Krone, Palme und Buch.

Sabina ist Patronin der Hausfrauen und Kinder. Ihre Fürsprache wird angerufen gegen Regen und Blutfluss

Vips

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15

29.08.2003, 14:48

30. August: Sel. Ildefons Schuster

Ildefons mühte sich besonders um die Menschen in der Großstadt.

Der selige Ildefons Schuster wurde am 18. Januar 1880 in Rom geboren, entstammte einer bayrisch-tiroler Familie und wurde auf den Namen Alfred Alois getauft.

Als 18-Jähriger trat er in die Benediktiner-Abtei S. Paolo furi le mura in Rom ein und empfing 1904 die Priesterweihe. Als bekannter Liturgiker wurde er 1918 zum Abt seiner Heimatabtei gewählt.

Elf Jahre später berief ihn Papst Pius XI. auf den erzbischöflichen Stuhl von Mailand.

1929 erhielt er - erst 49-jährig - das Kardinalsbirett.

Auch als Erzbischof führte er das monastische Leben weiter. Dazu setzte er neue Akzente in der Großstadtseelsorge. Besondere Verdienste erwarb sich der Kardinal beim moralischen und materiellen Wiederaufbau seines Erzbistums nach dem Zweiten Weltkrieg.

Am 30. August 1954 starb er in einem Vorort von Mailand und wurde am 12. Mai 1996 selig gesprochen.


Vips

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16

29.08.2003, 15:00

31 August : Hl. Paulinus

Paulinus hielt an seiner Ãœberzeugung fest und wurde verbannt.

Der heilige Paulinus, wohl wie sein bischöflicher Vorgänger Maximin Aquitanier, wurde um 346 Bischof von Trier.

Er stand unentwegt auf Seiten des heiligen Athanasius des Großen bei der Verteidigung des katholischen Glaubens gegen die Arianer.

Auf der Synode von Arles 353 weigerte er sich als einziger der anwesenden Bischöfe, Athanasius zu verurteilen. Daher wurde er von Kaiser Konstantius II. nach Phrygien verbannt, wo er nach großen Entbehrungen 358 starb.

Später wurde seine Gebeine nach Trier überführt und an einem 31. August in der Krypta der nach ihm benannten Kirche beigesetzt.

Dargestellt wird er in bischöflichen Gewändern, mit Taube.

"Nur die Liebe zählt" (Terese von Lisieux)
Nur Mut, immer Mut!
Wir wollen nie ermüden Gutes zu tun, und Gott wird mit uns sein.(Don Bosco)

Geist aus Appenzell

unregistriert

17

29.08.2003, 16:33

Danke Vips, für Deinen Ueberblick!

Es bringt mir Heilige ein bisschen näher, was ja nur erstrebenswert sein kann! ;)

Bhüeti Gott

reto

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18

29.08.2003, 17:10

@Geist und andere

Infos zu den Tagesheiligen gibt es immer auch unter kath.Facts.
Quoniam si reprehenderit, nos cor nostrum:
maior est Deus corde nostro, et novit omnia. (1 Joh 3,20)

corinquietum

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19

29.08.2003, 18:35

29.8.: Enthauptung Johannes des Täufers -G-

Schriftlesung Jer 1,4.17-19; Mk 6,17-29

"...verkünde ihnen alles, was ich dir auftrage" (Jer 1,17)

Um die prophetische Gestalt Johannes des Täufers am Gedenktag seiner Enthauptung umrisshaft in der kirchlichen Verkündigung gegenwärtig zu machen, wählt die Liturgie die folgenden Worte aus der Berufungsgeschichte des Propheten Jeremia: "Gürte dich, tritt vor sie hin und verkünde ihnen alles, was ich dir auftrage. Erschrick nicht vor ihnen, sonst setze ich dich vor ihnen in Schrecken" (Jer q,17). Es sind Worte, die dem Gerufenen jede Möglichkeit nehmen, sich aus dem Geschehen, das durch das Wort Gottes in Gang kommen soll, herauszuhalten. Von Gott zum Propheten bestimmt, konnte es für Jeremia, was immer auch mit ihm geschah und ihn an die inneren und äußeren Grenzen seiner Möglichkeiten brachte, keinen Ausstieg aus seiner Berufung geben. Als Prophet, der er schon vom Mutterschoß an war, mußte er das Prophetenschicksal auf sich nehmen. Ihm stand nur eine einzige Tüt offen: die Erfüllung seiner prophetischen Auftrags.
Damit bekommt die Liturgie - und darin ist ihr offensichtlich sehr gelegen - Johannes den Täufer so in den Blick, wie sie seine Gestalt im Tagesgebet mit einmalig starken Strichen gezeichnet hat: Er sei - so betet die Kirche - von Gott berufen worden, seinem "Sohn im Leben und im Tod voranzugehen und für Recht und Wahrheit Zeugnis zu geben". Ganz in Übereinstimmung mit dem Zeugnis der Heiligen Schrift erblickt die Liturgie in Johannes dem Täufer am Gedenktag seiner Enthauptung mehr als nur einen Mann Gottes, der sich bei aller Herausgehobenheit aus den vielen anderen, denen der Titel Mann Gottes auch zuerkannt werden kann, doch erst durch Vergleich mit ihnen genauer bezeichnen ließe; denn man wird seiner noch nicht ansichtig mit dem Hinweis, dass er kein Schilfrohr gewesen sei oder keine feine Kleidung getragen habe. Man ist auch noch nicht bei ihm angekommen, wenn man ihn für einen Propheten hält und von ihm sagt, er habe auf Gottes Geheiß hin den Willen Gottes verkündet.
"Ihr habt sogar", so sagt Jesus über den Täufer zu der Menge, "mehr gesehen als einen Propheten" (Lk 7,26). Selbst Herodes legt, obwohl er, der Fuchs, von Herodias und ihrer Tochter in die Falle gelockt, den Täufer umbringen läßt, über ihn ein Zeugnis ab, das ihn, den Gefangenen in seiner Hand, zu einer Autorität erhebt, die durch Gefängnismauern und das Schwert des Scharfrichters nicht zu zerstören war. "Denn Herodes fürchtete sich vor Johannes, weil er wusste, dass dieser ein gerechter und heiliger Mann war. Darum schützte er ihn. Sooft er mit ihm sprach, wurde er unruhig und ratlos, und doch hörte er ihm gern zu."
Seine Einsicht, dass er sich seinem Worte nicht entziehen konnte, war tief in ihm verankert. Denn als die Tochter der Herodias zu ihm kam und den "Kopf des Täufers Johannes" von ihm verlangte, " da wurde der König sehr traurig" (Mk 6,20.24.26).
Mit welch tiefer, wenn auch nicht eingestandener Wertschätzung er dem Täufer gegenüberstand, wird besonders deutlich an der Weise, wie er, Herodes, nachdem Johannes tot war, in Jesu Wirken die Kräfte des Johannes am Werke sah. In MT 14,2 und Mk 6,126 finden sich die Worte, mit denen Herodes "seinem Gefolge gegenüber" seiner Meinung über Jesus Ausdruck verlieh. d.h. sein Erscheinen vom toten Johannes her zu verstehen sucht hat. "Das (d.h. Jesus) ist Johannes der Täufer. Er ist von den Toten auferstanden. Deshalb wirken solche Kräfte in ihm." Angesichts dieser Äußerung wird die Abwehrhaltung verständlich, mit der Johannes die Leute, die aus Jerusalem zu ihm an den Jordan kamen, davor bewahren wollte, seinen prophetischen Auftrag mit dem messianischen Werk Jesu zu vermengen. Mit aller Bestimmtheit erklärt er, der - so scheint es jedenfalls - die Vielen hätte auf seine Seite ziehen können, aber nur Knecht sein durfte und nur Stimme sein wollte: "Ich bin nicht der Messias" (Joh 1,20). Auch das ist die Sache des Propheten: Das Wort Gottes vom Menschenwort zu unterscheiden.
Äußerlich betrachtet erscheint der Tod des Täufers als die Rache der Herodias, die es nicht verwinden konnte, dass sie als Ehebrecherin kritisiert wurde. Bei genauerem Zusehen aber führt das Sterben des Täufers in die Situation der Menschheit, in der das Wort Gottes denjenigen, der in die Mitte der Welt getreten ist und alles verkündet, was ihm (von Gott) aufgetragen ist, zu dem unbequemen Mahner macht, den man mit geeigneten Mitteln - es muss nicht das Schwert sein - zum Schweigen zu bringen weiß. Und immer wird das Verstummen des Wortes Gottes, wie es nach jeder Revolution zu beobachten ist, als Errungenschaft gefeiert. Später zeigte es sich immer als Fehlschlag.

Vips

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20

31.08.2003, 14:39

Hl. Ägidius

Ägidius zählt zu den 14 Nothelfern.

Der heilige Ägidius lebte als Einsiedler in der Provence.

Er gründete um 680, möglicherweise mit Unterstützung des Westgotenkönigs Wamba, vor der Rhonemündung ein Kloster, das er als erster Abt leitete und das später nach ihm Saint-Gilles benannt wurde.

Ägidius starb um 720. Sein Grab, an der Pilgerstraße nach Compostela gelegen, war im Mittelalter ein berühmter Wallfahrtsort.

Ägidius ist einer der Vierzehn Nothelfer.

Dargestellt wird er in der Gewandung eines Abtes mit Pfeil und Hunden.

Er wird angerufen in geistiger Not und Verlassenheit und um Beistand für eine gute und reumütige Beichte.

"Nur die Liebe zählt" (Terese von Lisieux)
Nur Mut, immer Mut!
Wir wollen nie ermüden Gutes zu tun, und Gott wird mit uns sein.(Don Bosco)

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