18.12.2017, 17:23 UTC+1

Sie sind nicht angemeldet.

  • Anmelden
  • Registrieren

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: kathNews. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

corinquietum

unregistriert

61

13.10.2003, 21:59

Ich darf bescheiden daran erinnern, dass ich in keinem meiner Beiträge, die immer nur ein Versuch einer Erklärung für junge Leute sein wollten, auch nur entfernt von Sünde geschrieben habe.

Ich bin selbst in der Schule gelegentlich zum Thema gefragt worden und habe immer in ähnlicher Weise geantwortet und nie habe ich dabei die Gewissen beunruhigt und von Sünde gesprochen. Da dem Reinen alles rein ist, gilt auch das Gegenteil.
Meine Schüler waren jedenfalls mit meiner Antwort zufrieden, eben weil sie der Versuch einer möglichen Denkrichtung war, mehr nicht!

Also, nun seid bitte so gut und bleibt beim Thema und weicht weder süffisant lächelnd, oder hämisch grinsend auf Nebengleise aus.

Wir wollen doch jungen Leuten ein wenig zum Verständnis der Schrift verhelfen. Scheints sind hier manche nie mit solchen Fragen konfrontiert worden.

Das kann ja auch nur Seelsorgern passieren und dafür werden sie dann noch ausgelacht! Das ist schamlos!

Werner

Gandalf

Administrator

Beiträge: 25 889

Wohnort: Mittelerde

Beruf: M+M (Medien+Management)

62

13.10.2003, 23:17

Zitat

Original von corinquietum
... Das kann ja auch nur Seelsorgern passieren und dafür werden sie dann noch ausgelacht! Das ist schamlos!


Diejenigen, die Dich auslachen (?) - die Namen kennt hier eh jeder, wer gemeint ist - werden sich wundern, wer zuletzt lachen wird.

Gandalf

P. S. @alle: Wenn hier jemand eine ehrliche Anfrage hat, dann mögen bitte nur diejenigen hier sich melden, die dazu einen konstruktiven Beitrag leisten, um diese Frage zu beantworten. Polemik ist in diesem Thread und in diesem Forumsbereich wirklich absolut unerwünscht!
MARY'S MEALS - 10 EURO für ein Kind - Rettet Kinder vor dem Hungertod!
Mit Kath.Net nach IRLAND: Juni 2012 - Papstbesuch - Eucharist. Weltkongress

Padre Pio: "Überlege gut, was du schreibst, denn der Herr wird dich darüber zur Rechenschaft ziehen."

63

15.10.2003, 16:17

Hallo hier meldet sich ein neuer Grünschnabel!

Grüss Gott an alle Forumsteilnehmer

Zu der gerne von Theologen vertretenen Meinung, die Heilige Schrift sei ja kein Naturkundebuch und die Aussagen über die Natur brauchten so gar nicht zu stimmen, meint der Physiker Karl Philbert, wir seien doch überzeugt, dass die Heilige Schrift von Gott inspiriert sei. Gott inspiriere jedoch nichts Falsches. Es gehe um die Glaubwürdigkeit der Heiligen Schrift.
Beglückend sei daher die Erkenntnis, dass die Aussagen der Heiligen Schrift über natürliche Dinge so gut mit dem heutigen Stand der Naturwissenschaft übereinstimme.
Anhand des Schöpfungsberichtes zeigt er das auf.

Nach den Erkenntnissen der allg. Relativitätsphysik sei jeder Beobachter frei, den für seine Beschreibung sachgerechtesten Standpunkt einzunehmen und das sei für die HeiligeSchrift selbverständlich der Ort des Heilsgeschehens, nämlich die Erdoberfläche.

So kommt es denn zu überraschender Übereinstimmung zwischen den Vorstellungen der Astrophysiker und den Beschreibungen der Schöpfungsgeschichte:
Dunkelheit auf der Erdoberfläche wegen dichter Wolkenschicht. Fortschreitende Abkühlung führt zu Ausregnung- es wird heller (1. Tag)
Trennung des Wassers: ein Teil bleibt als Wolken im Firmament, ein anderer Teil fällt zur Erde (2. Tag)
Dadurch bilden sich Seen, Flüsse, Meere. Durch Erosion, u. Sedimentation, Senkung u. Hebung der Erdkruste entsteht festes Land. Im indirekten Licht wachsen erste Pflanzen (3. Tag)
Am vierten "Tag" (jom= Zeitabschnitt) reisst die Wolkendecke auf und Sonne, Mond, Sterne werden sichtbar usw.
Karl Philbert weist in seinem Vortrag "Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde" auf ein Buch von Karel Claeys hin "Die Bibel bestätigt das Weltbild der Naturwissenschaft" ( Chritiana- Verlag ), das er wärmstens empfiehlt.


Gandalf

Administrator

Beiträge: 25 889

Wohnort: Mittelerde

Beruf: M+M (Medien+Management)

64

15.10.2003, 16:19

@filia ecclesiae:
Hallo Grünschnabel. Willkommen im Forum! :)

Gandalf

P. S. Schöner Nick-Name!
MARY'S MEALS - 10 EURO für ein Kind - Rettet Kinder vor dem Hungertod!
Mit Kath.Net nach IRLAND: Juni 2012 - Papstbesuch - Eucharist. Weltkongress

Padre Pio: "Überlege gut, was du schreibst, denn der Herr wird dich darüber zur Rechenschaft ziehen."

65

15.10.2003, 16:24

Ups- mein 1.Beitrag ist schon da, das ging ja schnell und ich hab mich getraut!

Unsern Stammeltern auf der Spur scheinen die Genetiker zu sein.
Den Untersuchungen von Bryan Sykes zufolge ("Die Sieben Töchter Evas") scheint auch die Wissenschaft nicht auszuschliessen, dass die ganze Menschheit von einem einzigen Ur- Elternpaar abstammt.

Gandalf

Administrator

Beiträge: 25 889

Wohnort: Mittelerde

Beruf: M+M (Medien+Management)

66

15.10.2003, 16:26

Zitat

Original von filia ecclesiae
Ups- mein 1.Beitrag ist schon da, das ging ja schnell und ich hab mich getraut! ..



Hoffentlich nicht dein letzter. Also auf viele Beiträge von filia ecclesiae! NUR MUT ! ;)

Gandalf
MARY'S MEALS - 10 EURO für ein Kind - Rettet Kinder vor dem Hungertod!
Mit Kath.Net nach IRLAND: Juni 2012 - Papstbesuch - Eucharist. Weltkongress

Padre Pio: "Überlege gut, was du schreibst, denn der Herr wird dich darüber zur Rechenschaft ziehen."

67

15.10.2003, 16:28

Hallo und Danke Gandalf- den im Buch mag übrigens auch sehr gerne

Michelle

Fortgeschrittener

68

16.10.2003, 09:05

@Josephus

Mit dem Begriff "Schwester" war genauso wenig eine leibliche Schwester von Kain gemeint, als mit dem Begriff "Brüder" ein leiblicher Bruder von Jesus gemeint war.

Die Inzucht-Theorie existiert doch nur deswegen, weil Gott nicht zugetraut wird, wie Gott zu handeln.

Gott ist eben nicht so, dass er die Welt nur erschaffen hat und danach vom Himmel aus zuschaut und die Welt sich selbst überlässt. Wenn dem so wäre, dann, und nur dann, hätte es Inzucht gegeben.

Gott sei Dank ist Gott aber nicht auf unser menschliches Verstandes-Denken zu begrenzen...

Wenn man Gott schon so auf menschliche Logik festlegt, dann sollte das mit den Blutgruppen ebenso möglich sein. Auf diese Problematik bist du leider nicht eingegangen.

Bei der Theorie, die ich weiter oben angeführt habe, erklärt sich die Existenz der Blutgruppen, bei Inzucht dagegen niemals.

Herzlichen Gruß
Die Homepage Gottes ist die Schöpfung, und ein Teil davon bin ich. 8)

karl

Profi

Beiträge: 1 611

Wohnort: Wien

Beruf: Programmierer

69

16.10.2003, 13:41

Hallo Werner,

Ich möchte auf Deinen Beitrag antworten, denn ich fühle mich dadurch indirekt angesprochen.
Du hast schon recht, dass die Befassung mit meiner abschliessenden Frage auf ein anderes Gleis geführt hätte, doch hängt sie immer noch mit dem Threadthema
zusammen.
Ich möchte auch auf das von Dir beklagte "ausgelacht werden" eingehen, allerdings nicht jetzt, da mir gerade die dafür notwendige Ruhe fehlt.

Ich will mal das 'Problem' aus meiner Sicht nochmal zusammenfassen:

Die Frage lautet 'Gibt es tatsächlich nur ein einziges Stammelternpaar, und bedeutet dies, dass sich die Menschheit damals nur durch Inzucht vermehren
konnte, welche ja wohl eine Sünde ist?'

Hintergrund der Frage: 'Kann man die Bibel ernst nehmen, wenn sie so einen Unsinn erzählt bzw. sich selbst widerspricht indem sie einerseits die Sünde
verdammt aber genau diese anscheinend notwendig ist damit 'wir' überhaupt heute über solche Fragen diskutieren können?'


Hier nun die Antwortvarianten, mit den jeweiligen Schwachstellen (und möglichen Auswegen):

1) Nein, es war keine Inzucht , denn es haben sich (vermutlich) die Kinder von
Adam und Eva mit Menschen verbunden, welche
1.1) noch nicht wahre (geisterfüllte,...) Menschen waren
oder
1.2) von Gott, ähnlich wie Eva, erschaffen wurden.

Schwachstellen von 1.1)
- Widerspricht der katholischen Lehre von einem einzigen Stammelternpaar, denn auch die noch-nicht-wahren Menschen hatten wohl Eltern.
Ausweg1: Man definiert, dass Stammeltern bloß 'wahre Menschen' sein können
Ausweg2: Man verschiebt die Akzentuierung und sagt, dass es nicht auf beide
Stammelternteile ankommt, sondern nur auf die Beteiligung Adams um die Vererbung der Sünde aufrecht erhalten zu können. (Das ist aber im Grunde mit Ausweg1 identisch).

Interessanterweise ist die Passage in 'Humani Generis' so formuliert, dass beide Interpretationsvarianten möglich sind. Sowohl die Strenge, die die Entstehung von Menschen an mehreren Orten gleichzeitig verbietet (und welche vermutlich von Stan und Ruddel unterstützt wird), als auch die Offene die bloß eine Unterscheidung zwischen wahren und nicht-wahren Menschen benötigt um wieder akzeptabel zu sein (siehe Beiträge von Georg&Werner).
Um zu eruieren was der Papst hier tatsächlich sagen wollte, muß man den ganzen Kontext lesen. Hier wendet er sich ganz klar gegen wissenschaftliche Erkenntnisse welche die Möglichkeit der Entstehung von Menschen an verschiedenen Orten durchaus für möglich halten. Da die Wissenschaft dies an Hand von archäologischen Funden schließt, bei denen man eine Unterscheidung von 'wahren' und 'nicht-wahren' (noch dazu wenn diese biologisch identisch/kompatibel sind) nicht vornehmen kann, so gehe ich davon aus, dass damit Ausweg1&2 verbaut sind. Sorry Georg und Werner, eure Meinung ist wohl tatsächlich nicht katholisch (oder wie es Louis-Louis so gekonnt zitronig formuliert hat: Ihr habt da ein Problem).

- Wenn man gewohnt ist in Schubladen zu denken und man irdische Lebewesen ganz grob in Menschen und Tiere einteilt, tut man sich schwer die noch-nicht-wahren Menschen einzuordnen.
Ausweg: Man ordnet sie bei den Menschen ein.

- Die noch-nicht-wahren Menschen müssen irgendwann aufgehört haben zu bestehen, sonst gäbe es ja wohl heute noch welche.
Ausweg: Da es heute (vermutlich) keine mehr gibt, nimmt man an, dass sie
irgendwann ausgestorben sind (die Sintflut würde sich da anbieten).

Schwachstellen von 1.2)
- Diese Variante legt nahe, dass alle Nachkommen (für eine gewisse Zeit) entweder männlichen Geschlechts waren oder Nachkommen weiblichen Geschlechts
keine Kinder hatten.
Ausweg: Das wäre zwar bemerkenswert es spricht aber nichts dagegen, dass es wirklich so war

- Die Erschaffung des weiblichen Geschlechts auf diese Art und Weise muß irgendwann durch die "natürliche Methode" abgelöst worden sein, was ich persönlich bedaure - (eine Eva nach meinem Traumbild, das wäre schon was) - daher führe ich das als Schwachstelle an.

- Obwohl von Gott erschaffen dürfen diese Eva's nicht "wahre Menschen" gewesen sein. Denn "Humani Generis" verbietet expliziet die Vorstellung, dass es "wahre Menschen" gäbe welche nicht Adam im Stammbaum haben. Womit sich Variante 1.2
schon sehr an 1.1 annähert.

Generelle Schwachstelle von 1)
Diese Variante bietet zwar Erklärungsansätze um zumindest bei der Ersterschaffung des Menschen die Notwendigkeit der Inzucht zu umgehen, aber
spätestens bei der Geschichte mit Noah stößt man wieder auf des gleiche Problem, und zumindest 1.1) fällt da überhaupt flach, da ja alle Landlebewesen bei der
Sintflut umgekommen sind (ausser Noah hatte auch ein Paar noch-nicht-wahre Menschen an Bord).

2) Man interpretiert 'Adam' als Synonym für 'die Menschheit'

Schwachstelle:
Darf man net. (siehe Humani Generis, wo von einem individuellen Adam gesprochen
wird)
Ausweg: keiner
Einwand: 'Aber der Katholische Erwachsenenkatechismus der Deutschen
Bischofskonferenz...'
Gegeneinwand: Der Papst hat gesprochen: Hugh!

3) Ja, es war Inzucht, und es war gut so.
Schwachstelle:
Widerspruch mit anderen Bibelstellen welche die Inzucht als Sünde bzw. gar als
Greuel verdammen. (Durch diese Variante wird auch die Vorstellung impliziert, dass sich eine Wahrheit wandeln kann).
Ausweg: Naja, schon, aber es war halt trotzdem 'irgendwie' gut so.

Ich persönlich halte Variante 3) nicht für abwegig. Mich stört nur das 'irgendwie' an der Sache. Es gab' auch hier schon Erklärungsversuche. Nämlich,
- das es 'normal' war, und erst als sich Nachteile (Erbschäden) bemerkbar machten entstand ein entsprechendes Verbot. Die Sündhaftigkeit besteht also nicht in der Handlung an sich, sondern im...hmm ...etwas anderem. (siehe nächster Punkt).
- Sexualität dient der Weitergabe des Lebens und ist an sich etwas reines, heiliges und konnte somit keine Sünde sein, auch wenn sie unter Geschwistern/Verwandten ausgeübt wurde. Erst als der Mensch in seiner Unersättlichkeit diese Gabe missbrauchte war es notwendig verschiedene Einschränkungen zu treffen. Daher die Gebote Mosis.

4) Ja, es war Inzucht, und es war ganz und gar nicht gut so.
Schwachstelle :
Anders war der Auftrag 'wachset und vermehret euch' nicht zu erfüllen, was ebenso einen Widerspruch darstellt.

5) Man hält das ganze für eine mystische Geschichte und glaubt einfach daran .
Schwachstelle: Dies ist eine etwas unbefriedigende, wie ich meine auch bequeme, Haltung.

6) ... hab ich was vergessen?

Karl

Albert

Profi

Beiträge: 864

Wohnort: München

Beruf: Selbstständig

70

16.10.2003, 15:46

Hallo Karl

Zitat

6) ... hab ich was vergessen?


...und ob, einfach den Kreisverkehr – bei Karl auch nichts neues. :D

Nur dein Posting vom 13.10. erhält noch mal exklusive Aktualität : :P

Zitat

also, auf einem grünen Zweig ist die Diskussion noch nicht angelangt, und ich zweifle auch daran, dass wir auf einen solchen kommen werden.
Ohne eine göttliche Offenbarung werden wir wohl weiter im Dunkeln tappen und bloß unnütze Spekulationen anstellen.

Gut, ich habe mich nicht mit einer "diebischen Freude" aus dem Spekulations-Karussell verabschiedet. ;)

Dafür aber jetzt, Karl, gutes gelingen.

Gruß Albert
Ave Maria
Totus - tuus

Edi

Erleuchteter

Beiträge: 3 730

Wohnort: DE

71

16.10.2003, 17:39

Es ist ja auch nicht so, dass Inzucht immer zu geschädigten Nachkommen führt. Im Gegenteil kann Inzucht auch zu Hochleistungen führen. Ich habe selber einige Zeit bei Goldhamstern Inzuchtversuche gemacht, die zwar auch zu geschwächten Tieren führte, aber auch zu normalen. Die geschwächten habe ich mit bestimmten natürlichen lebenden Substanzen wieder recht normalisieren können. Offenbar können sich bei Inzucht sowohl ungute als auch gute Anlagen potenzieren.
Einmal beklagte sich eine besessene Frau beim Heiligen Pfarrer von Ars: „Warum predigst Du so einfach? Warum predigst Du nicht hochtrabender, wie in den Städten? Oh, wie ich diese prächtigen Predigten liebe, die niemanden stören.“

Louis-Louis

unregistriert

72

16.10.2003, 18:26

Zitat

Original von Edi
Ich habe selber einige Zeit bei Goldhamstern Inzuchtversuche gemacht, die zwar auch zu geschwächten Tieren führte, aber auch zu normalen.

Ach, das bringt mich auf eine Idee: könnten vielleicht durch solche Inzucht-'Schwächen' auch die schwarze, 'gelbe', braune(n) Hautfarben, Schlitzaugen u.ä. entstanden sein?

karl

Profi

Beiträge: 1 611

Wohnort: Wien

Beruf: Programmierer

73

16.10.2003, 19:18

Zitat

Original von Albert
[..]Karl, gutes gelingen.

Ich werd' mich bemühen. ;)

Ich bin grad' (d.h. eigentlich schon früher, aber ich wollt' mich mal ein wenig in die Texte einlesen bevor ich davon erzähl) auf die 'Pseudepigraphen des Alten Testaments' gestoßen.

Hier gibt's die Lebensgeschichte von Adam&Eva nachzulesen, wieviele Kinder sie hatten, mit wem sich Kain und Abel vermählten usw.

Das wäre also mein Beitrag zu den

Zitat

Original von Karl
unnütze(n) Spekulationen.

8)

Karl

Albert

Profi

Beiträge: 864

Wohnort: München

Beruf: Selbstständig

74

16.10.2003, 22:00

Hallo Karl,

ich komme auch nicht voran, das einzige wo ich weiter gekommen bin sind die "Gottessöhne und Menschentöchter" – denke ich wenigstens.

Du schreibst: ...mit wem sich Kain und Abel vermählten usw. ?(

Ich dachte Abel hat das nicht erlebt, die Hochzeit, es sei denn vor seinem gewaltsamen Tod.

Aber..., die Heilige Messe, heute um 18 Uhr im TV mit dem Heiligen Vater, unbeschreiblich wenn sich Himmel und Erde berühren, da wird etwas bewegt.

Gruß Albert

Ave Maria
Totus - tuus

Pippi Langstrumpf

Fortgeschrittener

Beiträge: 449

Wohnort: Wien

Beruf: Mathematikerin

75

16.10.2003, 22:15

Kain & Abel

Mir hat vor kurzem ein bibelkundiger Protestant, wie ich ihn auf dieses Thema angesprochen habe, gesagt, dass Kain und Abel zu der Zeit, wo Kain Abel erschlagen hat, schon ca. 300 Jahre alt waren. Daher ist es leicht möglich, dass Abel vorher schon geheiratet hat, und der Protestant meinte auch, dass sich da die Familie schon so weit verzweigt haben könnte, dass auch welche, die der Kain nicht mehr persönlich kannte, ihn hätten erschlagen können.
Ich hatte allerdings noch keine Zeit, diese These nachzuprüfen.

76

17.10.2003, 14:12

300 (DREIHUNDERT) Jahre alt? Wie soll denn bitte schön das gehen? Das kann man jetzt aber naturwissenschaftlich wirklich nicht mehr untermauern! So alt, wie die Menschen heute werden, sind sie noch nie geworden, und wenn ich an die 101 jährige im Altersheim der Urgroßmutter meiner Kinder denke, dann ist das wohl auch gut so....

Wie sagte schon Fred Feuerstein in 'The Flintstones': mein Großvater ist im gesegneten Alter von 37 Jahren gestorben....

Toula
Bei Gott ist nichts unmöglich!

77

17.10.2003, 14:57

Inzucht?

ich denke, es gibt eigentlich nur zwei Möglichkeiten:

1. Man hält Adam und Eva für eine mythologische Geschichte (historisch-kritische Exegese), dann stellt sich die Frage nicht.

2. Oder man hält das ganze für wahr, dann ist das ganze auch kein Problem, denn das inzuchtverbot kommt ja erst später, da es zu Beginn der Schöpfung (bzw. auch direkt nach dem Sündenfall) noch keine Rolle gespielt hat (hier kann ich auch die evangelikale These anführen, daß die Gene ja noch nicht defekt waren, da sie ja direkt nach der Schöpfung noch "ganz frisch waren")

P.S. Die "Rassentheorie" würde ich ganz schnell vergessen, denn wer von uns weiß schon, welche Hautfarbe und Augenform der Mensch bei der Schöpfung hatte.
Die Entwicklung nterschiedlicher Merkmale hat sicherlich nichts mit Inzucht zu tun, sondern mit Spontan-Mutationen, die in der Entwicklung des Embryos immer auftreten. Ist die Mutation hilfreich, setzt sie sich durch...

Pippi Langstrumpf

Fortgeschrittener

Beiträge: 449

Wohnort: Wien

Beruf: Mathematikerin

78

17.10.2003, 20:56

Biblisches Alter

In Genesis 5 steht, wie alt ein paar direkte Nachkommen von Adam wurden (z.B. Adam 930 Jahre). Soviel ich weiß, kommt davon der Ausdruck ''biblisches Alter''.

Und in Genesis 6 steht (das ist wahrscheinlich das, was Corinquietum auch gemeint hat), dass die ''Gottessöhne'' (männliche Nachkommen von Adam offenbar) sich ''Menschentöchter'' zur Frau genommen haben, und aus Strafe hat dann Gott gesagt, dass sie nur mehr 120 Jahre alt werden sollen. Irgendwie lustig, dass da gerade das Alter genannt wird, das jetzt ca. die Obergrenze bildet - vor ein paar Jahrhunderten sind die Menschen aber nicht so alt geworden.

Weil, wie ich gerade nachgelesen habe, Set geboren wurde, wie Adam 130 war, und das passiert ist, nachdem Kain den Abel erschlagen hat, kann das mit den 300 Jahren doch nicht stimmen - aber Abel kann ruhig alt genug geworden sein, um zu heiraten.

79

18.10.2003, 10:07

Hallo Georg und Werner!

Ich versuche eine kurze Darstellung, weshalb ich in gewissen aber schon sehr bedeutenden Punkten mit eurer Ansicht Probleme habe. Ich schweife dabei ein wenig aus, was nicht immer mit dem konkreten Problem zusammenhängt. :rolleyes:

Was macht den Menschen zum Mensch? Ist es nur sein Leib? Nein! Denn dann wären wir wahrlich bloß Tiere, wie jedes andere Tier, lediglich ein wenig höher entwickelt, aber nichts besonderes. Der Unterschied zum Tier wäre nur gradueller und nicht qualitativer Natur. Die hochentwickelten Affen könnten also auch schon sprechen, hätten Kultur, bloß noch alles primitiver und ihre Erkenntnis wäre noch gerade nicht ausreichend, um auf Gott zu schließen und ihn zu suchen, zu preisen. Sie wären also schon beinahe Menschen, mehr oder weniger bereits in der Lage zu philosophieren oder Gott zu erkennen und die Einhauchung Gottes bewirkte nur mehr eine veränderte Berufung, nämlich die Gotteskindschaft.

Der Mensch besteht aber aus Leib und Seele. Ein auch noch so hochentwickelter Leib, ohne Seele, ist nichts anderes als ein Tier. Alle Leistungen und Gaben die uns Menschen in der belebten Natur einzigartig machen entstammen der Seele(Sprache, Vernunft, Gewissen, Gotteserkenntnis...). Die Geistseele benutzt das Gehirn nur als Instrument, auf dessen Funktionsfähigkeit sie deshalb angewiesen ist. Wie sollten unsere Stammeltern mit unbeseelten Leibesvorfahren Umgang und Nachkommen haben? Trennt sie nicht ein unendlicher Abgrund? Denn die anderen sind in Wahrheit Tiere: unvernünftig, rein triebgesteuert und unfrei in ihrem Wesen.
Ein unbeseelter Leibesvorfahre ist also kein Mensch, auch nicht im geringsten. Es sind nämlich nicht kleine Schritte, nicht einmal beim Leib, die uns vom noch so hoch entwickelten Tier, Primaten, unterscheiden, sondern ein unendlicher Abgrund: die unsterbliche Geistseele. Diese ist weder Produkt einer Entwicklung noch in kleinen Schritten entstanden. Sie ist auch nicht begründet durch unser Gehirn, sondern ein völlig eigenständiges von Gott eingehauchtes Prinzip. Wohl aber verbindet sie sich mit dem Leib zu einer Einheit: der menschlichen Natur, die völlig einzigartig ist in der Schöpfung. Und das Gehirn ist sozusagen die Schnittstelle zwischen Geist und Fleisch(wohl haben Tiere auch Geist, aber wahrscheinlich keinen unsterblichen, sicher keinen freien, vernünftigen und gottähnlichen). Im Gehirn müssen natürlich die Vorrausetzungen für die Ausübung der geistigen Fähigkeiten des Menschen vorhanden sein, sie sind aber nicht die Ursache. Das Gehirn ist also nur das Instrument der Geistseele(wäre dies nicht so, wäre das unmittelbare Fortleben des Menschen nach dem Tode unmöglich). Unbeseelte Leibesvorfahren, um bei diesem tollen Begriff zu bleiben, sind also nach katholischer Auffassung des Menschen tatsächlich Tiere und nichts anderes. Es gibt keine Halbheit an Erkenntnis Gottes, dies war kein Prozess der auch nur einen Millimeter hinter unsere Stammeltern zurückreicht. Mit der Eingießung der Seele allein wurde unseren Stammeltern das Menschsein und die Erkenntnis verliehen, wie auch alle anderen rein geistigen Fähigkeiten und Vorzüge des Menschen wie etwa Sprache, Verstand und freier Wille(man beachte: echte Sprache des Menschen ist etwas wesentlich anderes als Lautverständigung im Tierreich, Buch: „Zwischen Tier und Mensch“ von Kuhn). Abgesehen von zahlreichen theologischen Gründen, ist also auch nach natürlichen Gründen eine Vermischung zwischen Menschen und irgendwelchen primatischen Leibesvorfahren undenkbar, da eben diese nichts anderes als Tiere sind. Das ist also der springende Punkt meiner Kritik an eurer Darstellung.

Die These der parallelen Entstehung der Menschheit an mehreren verschieden Orten ist ebenso abzulehnen. Gott hauchte nur Adam und Eva die Seele ein. Es ist nun einmal klare Lehraussage, dass es nur ein Stammelternpaar gibt von dem wir alle abstammen. Die ganze Erbsündenlehre und der Fall des Menschengeschlechts und seine Einheit sind andernfalls völlig undenkbar.

Werner, ich habe ja lediglich deinen Gedankengang in dieser Problematik als unkatholisch bezeichnet, aber nicht dich und nicht deine Gedankengänge allgemein. Ist das nicht erlaubt? Und wir haben schon eine Offenbarung in diesem Bereich: die eindeutigen Dogmen der Kirche, die mit der Wissenschaft nicht im Widerspruch stehen können. Entweder mangelt die Auslegung oder das Wissen. Aber gewisse Grenzen beim Auslegen denke ich sind durch das Lehramt und seine Aussagen schon vorgegeben. Wie und wann der Leib jetzt wirklich genau entstanden ist und wie das alles vor sich ging ist wohl größtenteils Spekulationssache. Ich bin übrigens auch noch relativ jung(wenn auch älter als deine Schüler) und Nawi-Student. Dies sage ich, weil du ja hinweist dies jungen Leuten verständlich machen zu müssen.
Und von wem fühlst du dich in diesem Thread verspottet? Mir fällt da keiner ein. ?(

Stan grüßt freundlich und wünscht Gottes Segen!

Geist aus Appenzell

unregistriert

80

18.10.2003, 16:10

@all @Stan

Versteht mich bitte richtig, ich will nicht Stellung nehmen für oder gegen eine These, eine Ueberlegung oder so, sondern nur hinweisen:

Wer sind wir denn?
Was wissen wir denn?


Ich stütze mich auf den Glauben (beschränken ist falsch hier) und bin zufrieden, was mir das Glaubensbuch so mitgibt, gerade auch bei Adam und Eva!

Sollten wir das nicht alle so tun, oder verwechseln da einige wissen mit glauben?

Gottes Segen

Thema bewerten