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Beiträge: 115

Wohnort: Austria

Beruf: Studentin

1

08.12.2003, 14:43

pure love waits

Hi!
Ich möchte kein sex vor der Ehe haben.
Was denkt ihr darüber?
Meine Schulkollegen verstehen, dass nicht.

Beiträge: 8

Wohnort: Fürstenfeld (A)

Beruf: Schüler

2

08.12.2003, 14:56

Ich finde deine Einstellung echt super!
Bin genau der gleichen Meinung und freue mich, dass du den Mut hast das auch in deiner Schulklasse zu bekennen!

Gott segne dich, Steffi
Beten ist für uns so notwendig wie das Atmen. Ohne Gebet können wir nichts tun. (Mutter Teresa)

PREISET DEN HERRN! HALLELUJA!! :) :) :)

Beiträge: 1 396

Wohnort: Göppingen [D]

Beruf: Lehrer

3

08.12.2003, 14:57

Grüß Dich Catholicgirl !

Ich sehe es wie Du - "wahre Liebe wartet"
Liebe ist etwas unheimlich großes und wenn ich einen Menschen gefunden habe, den ich liebe, dann wird er mir so kostbar, so wertvoll, dass ich nicht "unüberlegt" etwas so großes wie eine Vereinigung zwischen 2 Menschen vollziehe.

Zitat

Weil du in meinen Augen teuer und wertvoll bist und weil ich dich liebe, Jes 43,4


Viele meinen ja, es gehe ja nicht um das "Papier" wenn man dann heiratet, es gehe vielmehr doch um die "Liebe" und "wir lieben uns doch ... :)) - Das stimmt auch es geht nicht um das Papier es geht vielmehr um die Entscheidung, eine Entscheidung, die mein Leben prägt, für mich ist es DIE Entscheidung.

Für mich geht es hier um einen Vorgang "Von innen nach aussen" - unser kostbares inneres wollen wir mit einem Menschen teilen, einem Menschen unser kostbarstes was wir haben schenken und das vollzieht sich vorerst nicht im "Sex", sondern in einer seelischen Verbundenheit, dann kommt die Phase der Reifung und der Prüfung, dann die Entscheidung und DANN, kommt es zu dem köperlichen Ausdruck dessen, was in uns lebt, nämlich die Liebe.
In diesem Sinne geht es dann auch gar nicht um die moralischen Aspekte der kirchlichen Lehre, das ist nur der Rahmen, es geht um dieses Kostbare, Wertvolle im anderen Menschen, das man nicht so "ohne weiteres" - "zerstört", indem man nach Lust und Laune hier und da ... - ohne eine innere Verbundenheit zu spüren ... !

Man kommt ins Reden ... ;) - ich wollt Dich aj eigentlich nur bestärken, dass Du Dich nicht drausbringen lässt !

Alles Gute und herzliche Grüße

Mathias
Für den Menschen gibt es nur eine Wahrheit, das ist die, die aus ihm einen Menschen macht.
Antoine de Saint-Exupéry
Mater perfectam habebit curam et victoriam - mphcev =)

Philothea

Moderator

Beiträge: 6 138

Wohnort: Region Bonn

Beruf: Kinderkrankenschwester

4

08.12.2003, 16:53

liebes catholicgirl

ich kann dich nur unterstützen - es lohnt sich.

Wir haben bis zur Ehe gewartet und nie bereut.

Es stifftet wirklich gute Gespräche und kann zu einer super Basis für die Ehe werden.
Die Zeit muß man natürlich auch in diese Richtung nutzen ;) ;)

liebe Grüße und viel Mut auf diesem Weg
Gottes Segen
Philothea
Gegen Stolz, gegen Neid, gegen Lieblosigkeit und Hass gibt es ein einziges, großes Heilmittel - die Liebe.
(Franz von Sales)
:P Philothea 8)

Beiträge: 1 591

Wohnort: Wien

Beruf: Computertechniker

5

08.12.2003, 17:01

Kann das nur unterstützen. Bin auch verheiratet, und bei uns gabs jeweils ein "vorher" (diverse Verliebtheiten, Schwärmereien, auch einigermassen ernsthafte Beziehungen); aber ich kann rückblickend keinen Nachteil darin erkennen, gewartet zu haben. Es gehört natürlich schon eine gewisse Selbstsicherheit dazu, die diversen Spötteleien ungerührt (aber hoffentlich auch ohne Groll und ebenso ohne Hochmut) zu überstehen - aber ein oft gehörtes Argument der "Gegenseite" darf ich jedenfalls mit bestem Gewissen kontern: "Früh übt sich..." hat in diesem Fall keinerlei Grundlage, und man "versäumt" auch nichts, wenn man bis zur Ehe wartet.

Dafür gibt es (abseits aller katholischer Morallehre) ein sehr gutes Argument, zu warten: Für meine Frau und mich ist es immer wieder eine Freude, zu wissen, dass wir füreinander jeweils die "ersten" waren und erst miteinander das weite Feld der ehelichen Liebe "erforscht" haben.

Grüße,
Georg

Andrew

Anfänger

Beiträge: 13

Wohnort: Schleswig Holstein

6

09.12.2003, 20:51

Ich finde Deine Einstellung super.
Ich bereue es, daß ich früher nicht soviel Kraft hatte, wie Du sie jetzt beweist.
Ich kann Dir nur sagen, daß Sex eine Beziehung nicht als Allheilmittel verbessert.
Es sollte durchaus Teil der Ehe sein, eine Ehe aber nicht dominieren. Es gibt durchaus wichtigeres dabei.
Also, behalt Deine Stärke und vergiß den Spott der anderen Menschen. Es ist nur ihre Schwäche und das Unverständnis. die aus ihnen spricht.

Alles Gute

Andrew
Die größte Wohltat, die man einem Menschen erweisen kann, besteht darin, dass man ihn vom Irrtum zur Wahrheit führt.
Thomas von Aquin

Beiträge: 115

Wohnort: Austria

Beruf: Studentin

7

22.01.2004, 16:27

pure love waits

Danke für Eure antworten! :)

BuPe

Anfänger

Beiträge: 49

Wohnort: Amstetten (NÖ)

Beruf: Sozialpädagogin

8

29.01.2004, 21:02

ich schätze und respektiere deine einstellung sehr, jedoch kann ich mich nicht mit ihr identifizieren. ich denke dass sex einfach zu einer partnerschaft gehört, natürlich wenn beide damit einverstanden sind, und wenn die zeit dafür gekommen ist, dann sollte man sexuelle dinge unbeschwert ausleben können.
ich könnte es mir für meinen teil nicht vorstellen, bis zur ehe zu warten.
und ich denke auch nicht, dass ich deswegen eine schlechtere oder weniger gläubige christin bin als menschen, die bis zur ehe warten wollen. es ist einfach eine sache, die jeder für sich selber entscheiden soll.
aber wie schon gesagt, ich schätze deine einstellung und bewundere dich dafür, da es in der modernen gesellschaft nur mehr wenige menschen gibt, die so denken.
Wenn ihr aber betet, sollt ihr nicht plappern wie die von den Nationen; denn sie meinen, daß sie um ihres vielen Redens willen erhört werden.
Seid ihnen nun nicht gleich; denn euer Vater weiß, was ihr benötigt, ehe ihr ihn bittet. Mt 6,7

9

21.02.2004, 08:37

Ich finde dieses Thema sehr gut, leider ist die Jungfräulichkeit in dieser Gesellschaft nicht mehr sehr beliebt, man wird ausgelacht, verspottet manchmal sogar beleidigt, man fühlt sich als Außenseiter...
In meinem Land sieht man die Dinge ganz anders. Meine Cousine ist mittlerweile 28 Jahre alt und ist noch immer Jungfrau. Sie ist sehr religiös und wartet auf den richtigen. Solche Leute schätze ich sehr , da man wirklich Geduld und Ausdauer haben muss. Überhaupt wenn man manchen Männer begegnet die es nicht mit einem gut meinen (schade dass es so etwas überhaupt gibt)...Aber ich finde auch, dass es sich lohnt bis zum Schluss zu warten, jedoch muss man beachten dass unsere Vorahnen schon viel früher geheiratet haben und sie nicht so "leiden" mussten wie die heutige Generation. Meine Oma heiratete schon mit 14! man kann natürlich nicht vorahnen wann die große Liebe kommt, aber meine Devise heiratet in diesem Fall: Je früher man heiratet (ab 18 Jahren), desto besser! he he he...

CathoPhil

Anfänger

Beiträge: 44

Wohnort: Deutschland/Schweiz

10

25.06.2004, 22:42

@ BuPe

Hallo BuPe,

interessante Diskussion hier. Falls Dich meine Meinung dazu interessiert: ich sehe das ganz anders.

Zitat

BuPe schrieb: "ich denke dass sex einfach zu einer partnerschaft gehört, natürlich wenn beide damit einverstanden sind, und wenn die zeit dafür gekommen ist, dann sollte man sexuelle dinge unbeschwert ausleben können."


Ich denke, dass wir nicht einer Meinung darüber sind, was Sex denn genau bedeutet. Für mich ist Sex nicht ein Sport oder eine angenehme Betätigung wie Joggen oder Tanzen. Es ist auch nicht etwas wie eine Umarmung oder das Zeigen von Zuneigung, das zu einer Partnerschaft dazugehört. Wenn Du schreibst, dass Sex ganz natürlich zu jeder Partnerschaft dazugehört, verkennst Du einiges:

- Sex hat von Natur aus nicht nur die Funktion die Partnerschaft zwischen Mann und Frau zu stärken, sondern auch in Gottes Schöpfungsakt bei der Schaffung von neuem menschlichen Leben mitzuhelfen. Dass die aller meisten der heute leider so modernen "Partnerschaften" total kurzlebig sind, ist ja bekannt. Ein Kind sollte aber wenn möglich doch optimale Bedingungen haben, und dazu gehört ein stabiles Zuhause mit seinem Vater und seiner Mutter. So ein stabiles Zuhause ist eben nur in der Ehe, wo sich Vater und Mutter lebenslange Treue versprochen haben und nicht wie bei unverbindlichen "Partnerschaften" bei kleinen Problemen schon auseinander laufen. Es gibt zwar Scheidungen (auch, weil die wechselnden Partnerschaften viele Leute leider unfähig zu einer guten Ehe machen!), aber dennoch ist die Ehe statistisch gesehen der stabilste und daher beste Ort, um Kinder aufzuziehen. Daher: Sex nur in der Ehe!

- Sex ist nicht wie Händeschütteln. Es betrifft uns tief in unserem Innersten, unser Wesen. Es ist wunderbar, dass sich zwei Menschen ganz einander schenken können, mit Körper und Geist - nicht umsonst heisst es in der Bibel dass die zwei "ein Fleisch und ein Blut werden". Die Fähigkeit sich ganz einer anderen Person mit Körper und Geist zu schenken erlischt mit wechselnden Sex-Partnern. Dieses einzigartige (!) Geschenk, ist mit einem tiefen Vertrauen auf eine feste, lebenslange Partnerschaft verbunden - so, wie sie nur in der Ehe gesichert ist. Bei den kurzlebigen Partnerschaften heute wird dieses Ur-Vertrauen bei der Trennung enttäuscht, diese total tiefe komplette Hingabe an jemanden ist später nicht mehr möglich - im Hinterkopf ist ab dann die Angst aus der Erfahrung, dass es bald wieder aus sein wird und diese wunderbare Fähigkeit zum Einswerden mit dem oder der Geliebten ist verloren! Schau' Dir doch bitte die ganzen "Beziehungs-Opfer" an, die heute rumlaufen. Es ist wirklich schrecklich - sie konnten nicht warten und haben sich leichtfertig an den oder die falsche verschenkt - mit dem Ergebnis, dass für sie bald nach der bei Partnerschaften meist vorprogrammierten Trennung eine Welt einstürzt und die Leute mit "gebrochenen Herzen" rumlaufen. Wenn sie nicht schon Sex gehabt hätten, wären sie nicht lebenslang von ihren Beziehungsproblemen gezeichnet. Ab sofort begleitet sie lebenslang eine Horde von "mein(e) Ex", prägt ihre Erinnerungen, dient fortan immer als Vergleich, hemmt die Fähigkeit zur vollen Hingabe an jemand anderen. Um auf Deinen Ausspruch zu kommen, sexuelle Dinge sollten unbeschwert ausgelebt werden: dies ist aus obigen Gründen nur in der Ehe möglich! Denn nur hier kann man im vollen Vertrauen auf Dauerhaftigkeit sich ganz dem oder der Geliebten mit Körper und Geist voll und ganz schenken. Alles andere ist nicht voll ausgelebter Sex, sondern eine verstümmelte, reduzierte, gehemmte und von Angst vergiftete Abart davon. Daher: Sex nur in der Ehe!

- Du schreibst, dass jeder selbst entscheiden soll ob Sex vor der Ehe gut oder schlecht ist, und dass Sex vor der Ehe Dich nicht zu einer schlechteren oder weniger gläubigen Christin macht. Auch hier stimme ich Dir absolut NICHT zu: wir Katholiken glauben daran, dass der Heilige Geist wie von Jesus versprochen in seiner Kirche wirkt, insbesondere in den offiziellen Organen seiner Kirche (Papst, Glaubenskongregation, ...). Der Papst ist der direkte Nachfolger des von Jesus selbst eingesetzten Apostels Petrus. Als gläubige Katholiken würde es unserem Glauben widersprechen, wenn wir uns den Weisungen der Kirche widersetzen. Und diese Weisungen sind in der Frage Sex vor der Ehe ganz sonnenklar: jeder Sex ausserhalb der Ehe ist eine Sünde! Wenn Du wählen kannst, lieber mehr oder weniger Sünden zu haben, ist doch ganz klar der Zustand mit weniger Sünden besser, der mit mehr Sünden schlechter! Übrigens, es wäre fatal, wenn jeder sein eigenes Gewissen als oberste Instanz sehen würde, denn gerade in Fragen wie Sex vor der Ehe wäre unser privates Gewissen nicht objektiv, der Sextrieb würde sicherlich immer eine passende Erklärung finden, warum gerade jetzt Sex absolut ok sei.

Es gibt noch viele andere Argumente, warum es sich lohnt mit Sex bis zur Ehe zu warten (es ist die beste Vorbereitung auf volle Treue in der Ehe, es zeigt, dass man nicht einfach nur in irgendeiner Partnerschaft sein will sondern bewusst auf die oder den einen für's ganze Leben wartet, es gibt uns wirkliche Freiheit, weil wir lernen den Sextrieb voll zu beherrschen, Enthaltsamkeit ist die einzige absolut sichere Verhütungsmethode, wir folgen damit dem Beispiel von vielen Heiligen und Märthyrern, es führt dazu, dass man später mehr Spass an der Ehe hat, ...). Wer bis zur Ehe wartet ist übrigens bei weitem nicht so alleine wie es immer scheint - zumeist prahlen viele mit angeblichen Sexkontakten und solche Stimmen werden immer viel lauter gehört als die vielen die eben enthaltsam leben und sich ganz bis zur Ehe aufsparen. Ich bin 29 und hatte noch nie Sex - nicht mangels Gelegenheiten, sondern ganz bewusst als Entscheidung damit bis zur Ehe zu warten, damit ich mich einmal voll und ganz der einen Frau meines Lebens schenken kann.

Soweit meine Gedanken zu dem Thema. Denk' es mal durch - und warte mit Sex bis zur Ehe!
Viele Grüsse,
Ph!l!pp

FingO

Profi

Beiträge: 911

Wohnort: BERLIN!!!

Beruf: Doktorand der Experimentalphysik

11

26.06.2004, 18:47

@Cathophil: Großer Vorname, Respekt! Einige der besten tragen diesen Namen ;)

Nun, ich will bis zur Ehe warten. Nicht nur, weil mir das Mutter Kirche vorschreibt (obwohl das schon ein guter Grund ist), sondern weil ich das bei nichtgläubigen Freunden mitbekomme, wie groß ihr Schmerz ist, wenn die Beziehung in die Brüche geht. Klar, das ist immer schmerzhaft, aber ab und an hört man schon dann auch nen Spruch wie "Wie konnte ich mich der nur hingeben!", und in solchen Momenten verstehen Atheisten dann auch recht gut, was an kein Sex vor der Ehe der vorteil ist (leider nicht mehr später ;) ).
"You profess Calcedon, or you take a beaten" - Deacon Payne

Erziehungstrends

Beiträge: 714

Wohnort: Deutschland Bistum Limburg

12

27.06.2004, 19:29

@Cathophil

Danke für dein ausführliches Zeugnis, dem ich nur noch zustimmen kann.

Ich bin ein 24jähriger Student und kann Gott nur dankbar sein, das es mir erspart blieb, mich wie die meisten meiner Kommilitonen zu verhalten und vor- bzw. außereheliche "Erfahrungen" zu sammeln. Bekannt sind mir natürlich auch solche Standardäußerungen wie: "Was, du hast mit 24 immer noch nicht?" 8o, inklusive darauf folgendem Mitleid. Zum Thema Gelegenheiten kann ich nur sagen, das ich einerseits bislang keine zu mir passende Partnerin fand und andererseits auf Unverständnis gegenüber der katholischen Sittenlehre ebenso mit selbigem reagiere. ;)
Wie ich hier im Thread las, wäre angeblich das warten bis zur Ehe unzumutbar hart. Ich hingegen denke, das ein sich wegwerfen vor der Ehe (und nichts anderes ist es) wesentlich härter wäre.
Desweiteren höre oder lese ich öfter von Menschen verschiedener christlicher Glaubensgemeinschaften, Christsein und nichtehelicher Verkehr wären vereinbar oder oblige gar der Subjektivität (d.h. dem eigenen privaten Lehramt). Ganz ehrlich: Ich halte diese Menschen nicht für Christen. Bei solchen Ansichten frage ich mich dann, ob ich mich mit dem Lehramt des Nachfolgers des heiligen Apostelfürsten Petrus auf eine Stufe stellen darf, komme aber zu dem Schluss, das dies anmaßend wäre. Wenn der Papst als Stellvertreter Christi spricht, so ist es bestimmt nicht seine Absicht uns zu unterhalten oder Witze zu reißen. Ich erwähne das, weil offenbar einige "deutsche Besitzer eines katholischen Taufscheines" solche Aussagen erheiternd finden, wobei die Frage bleibt, über wen sie sich da gerade so amüsieren, über den Papst oder über ihr eigenes Unvermögen? ;)
"Der Bischof ist ein Missionar, aber keiner im Auftrag des Bistums, sondern im Auftrag Roms."
(Bischof emeritus von Limburg, Prof. Dr. theol. Franz-Peter Tebartz-van Elst)

"Der Besitzlose ist nicht der bessere Mensch, Formenflucht ist kein Gottesbeweis."
(Dr. phil. Alexander Kissler)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Erzmagier« (13.04.2008, 19:52)


Gracchus

unregistriert

13

29.06.2004, 01:08

@Erzmagier:

Ich kann mich deinen Ausführungen voll und ganz anschließen.

PS: In unserer lieben Gesellschaft wird ja immer sehr groß von Toleranz geredet - und der Kirche wirft man dann auch oft Intoleranz vor (z.B. in der Frage der Wiederverheiratung, Frauenordination, etc.).

Aber von dieser so gepriesenen Toleranz bleibt nicht viel übrig, wenn es sich jemand heutzutage erlaubt gegen die totale Sexualisierung der Gesellschaft aufzutreten. Naja, aber bei unserer degenierten und kranken Spaßgesellschaft wundert mich das auch nicht wirklich. Mir tun nur immer wieder die Jugendlichen leid, die fast panisch versuchen dieses angebliche Übel der Jungfräulichkeit loszuwerden. Aber dank der Gehirnwäsche von Bravo, MTV & Co kennen sie ja auch nichts anderes.

sie1

Fortgeschrittener

Beiträge: 424

Wohnort: Österreich

14

29.06.2004, 11:02

Zitat

Original von CathoPhil
Wer bis zur Ehe wartet ist übrigens bei weitem nicht so alleine wie es immer scheint ...


Na ja, ob das so stimmt, wage ich einmal zu bezweifeln. Alleine ist man sicher nicht, aber der Anteil ist meiner Einschätzung nach doch äußerst gering. Zumindest brauche ich mir nur die Umgebungen ansehen, wo ich lebe.
"Alles zur größeren Ehre Gottes!" Hl. Ignatius von Loyola

Gracchus

unregistriert

15

30.06.2004, 02:18

Zitat


Na ja, ob das so stimmt, wage ich einmal zu bezweifeln. Alleine ist man sicher nicht, aber der Anteil ist meiner Einschätzung nach doch äußerst gering.


Eine Statistik sagt, dass 3% der Bevölkerung vor der Ehe enthaltsam leben. Aber auch hier gilt der alte Spruch: Traue keiner Statistik ...

PS: Ob 3%, 10% oder was auch immer: Wir sind am richtigen Weg! Es ist nicht unser Fehler, dass wir eine Minderheit sind. Ganz im Gegenteil. Es ist die große Tragödie der Mehrheit, dass sie am falschen Weg ist ...

CathoPhil

Anfänger

Beiträge: 44

Wohnort: Deutschland/Schweiz

16

30.06.2004, 16:40

@Sie1:

Zitat

CathoPhil: "Wer bis zur Ehe wartet ist übrigens bei weitem nicht so alleine wie es immer scheint"
Sie1: "Na ja, ob das so stimmt, wage ich einmal zu bezweifeln."


Wir sind sicher in Deutschland/Österreich/Schweiz eine Minderheit, das ist klar. Aber wir sind bei weitem mehr als man es auf den ersten Blick meinen würde. Sex ist nun einmal fast überall in den Medien präsent und nach Ehe fragt da ja schon gar keiner mehr; leider ist das für viele normal und zu sagen, dass man keusch lebt, braucht heute viel mehr Mut als sich damit zu brüsten, sich regelmässig "vor der Ehe wegzuwerfen" (Cooles Zitat von Erzmagier!). Der Eindruck, dass nur ein "paar verklemmte alte Männer im Vatikan" einer angeblich längst überholten Moralvorstellung nachlaufen, täuscht daher. Das wirkliche Leben vieler Menschen ist heute zum Glück immer noch anders, als es in den Medien dargestellt wird...

Zitat

Erzmagier: "bislang keine zu mir passende Partnerin fand"


Das Problem ist tatsächlich, diese im Vergleich zum falschen Bild in den Medien doch recht zahlreichen aber verstreuten Leute mit gesunden Moralvorstellungen kennenzulernen. Ich bin daher gerade dabei, zu diesem Zweck eine katholische Internetplattform zu gründen. Sie wird voraussichtlich am 15. Juli ihren Betrieb aufnehmen, Ihr könnt sie aber schon jetzt einmal ansehen auf vaticanfriends.com.

Zitat

Erzmagier: "deutsche Besitzer eines katholischen Taufscheines"

Der ist gut, den Spruch muss ich mir merken. Ich glaube, die hatten kürzlich in Ulm eine Versammlungsrunde :-)

Zitat

Gracchus: Ob 3%, 10% oder was auch immer: Wir sind am richtigen Weg!


Genau! Dutzende von Milliarden Fliegen ernähren sich von Kot. Die Menschheit hat trotz dieser erdrückenden Mehrheit daher schliesslich auch nicht ihre Ernährungsgewohnheiten geändert :-)

Gracchus

unregistriert

17

01.07.2004, 00:07

Zitat

Original von CathoPhil

Das Problem ist tatsächlich, diese im Vergleich zum falschen Bild in den Medien doch recht zahlreichen aber verstreuten Leute mit gesunden Moralvorstellungen kennenzulernen. Ich bin daher gerade dabei, zu diesem Zweck eine katholische Internetplattform zu gründen. Sie wird voraussichtlich am 15. Juli ihren Betrieb aufnehmen, Ihr könnt sie aber schon jetzt einmal ansehen auf vaticanfriends.com.


Das ist eine super Idee! Viel Glück mit diesem Projekt! Es ist heutzutage ja wirklich schwierig Partner zu finden, die noch eine gesunde moralische Einstellung haben.

sie1

Fortgeschrittener

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18

01.07.2004, 08:55

@Gracchus

Na ich würd mal sagen, es ist generell schon schwer, einen Partner zu finden, der zu einem passt und dann noch mit diesen Moralvorstellungen. Das grenzt wohl an einen Jackpot.

@Cathophil

Ja, hab auf der HP schon vorbeigeschaut. Gefällt mir auf den ersten Blick gut und auch das Design ist sehr ansprechend. Sieht professionell aus. Möchte dir ebenfalls alles Gute wünschen.

Ich würde die Minderheit, wie du schreibst, allerdings nicht nur auf den deutschsprachigen Raum reduzieren, sondern es stimmt doch generell. Sogar die Mehrheit der "Katholiken" hält sich nicht mal dran.

Aber wie Gracchus so schön gesagt hat:
Man ist auf dem richtigen Weg.

Cathophil, dein Vergleich mit dem Kot hingt ein wenig, auch wenn er ein wenig amüsant ist. Es geht ja schließlich nicht um das WAS, sondern WANN *gg*
"Alles zur größeren Ehre Gottes!" Hl. Ignatius von Loyola

CathoPhil

Anfänger

Beiträge: 44

Wohnort: Deutschland/Schweiz

19

01.07.2004, 11:57

@Sie1, Gracchus:
Herzlichen Dank für die guten Wünsche. Das ganze funktioniert natürlich nur, wenn die richtigen Leute auch davon erfahren - ich wäre Euch daher dankbar, wenn Ihr dafür in Eurem Freundes- und Bekanntenkreis etwas Mund-zu-Mund-Propaganda für vaticanfriends.com machen könntet. Unter "gallery" sind dort übrigens auch Fotos vom Papstbesuch in der Schweiz zu sehen.

Zitat

Sie 1: Sogar die Mehrheit der "Katholiken" hält sich nicht mal dran.

Die Mehrheit ist vermutlich zunächst einmal gar nicht von vorehelichem Sex betroffen, wenn man alle Verheirateten, Witwer, sowie die Vorpubertären und die jenseits des mehrheitlich sexuell aktiven Alters berücksichtigt. Aber Du hast wohl recht, dass sie sich unter den heutigen Umständen mehrheitlich nicht daran halten würden. Es stimmt ganz sicher, dass die Mehrheit der "katholischen Taufscheinbesitzer", wie Erzmagier sie so schön nannte, bei öffentlichen Umfragen wohl leider nicht mit kirchlichen Positionen zur Sexualmoral übereinstimmt. Vieles kommt dabei natürlich auch auf die Art der Umfrage an, wie Gracchus richtig andeutete. Ich möchte wetten, dass sich eine Mehrheit finden lässt, welche die Frage, ob ihre minderjährige Tochter vorehelichen Sex mit einem psychopatischen Alkoholiker haben sollte, ganz klar mit nein beantwortet (und viele Umfragen kommen tendenziell auf diese Weise zustande, nur eben als Unterstützung der Kirchengegner). Ich meine, dass die Ursache für die geringe Verbreitung moralisch gesunder Einstellungen nicht nur bei den normalen Leute zu suchen ist, die zum Teil gar nicht mehr wissen, was gut und böse ist, sondern vor allem bei vielen Kirchenvertretern. Was ich bedaure ist, dass sich Priester, Katecheten und Religionslehrer heute oft entweder offen gehen die katholische Lehre stellen (mein Religionslehrer verkündete im Unterricht stolz, dass er "für den Fall der Fälle" immer ein Kondom in der Tasche habe), beschämt schweigen und insgeheim den kirchlichen Standpunkt nicht teilen, oder zwar das Richtige glauben aber zuwenig Mut haben, um dies öffentlich zu vertreten. In mnachen anderen Ländern ist dies tendenziell etwas besser, z.B. auf den Philippinen - obwohl sicher auch dort die meisten der offiziell katholisch Getauften ihren Glauben eher oberflächlich leben. Aber schon alleine dadurch, dass z.B. in Mittel- und Südamerika junge Menschen bis zu ihrer Heirat bei den Eltern leben, sind dort die moralischen Sitten nicht ganz so verkommen wie bei uns.

Mein Vergleich hinkt (wie die meisten Vergleiche) an vielen Stellen - er soll lediglich ausdrücken, dass die Frage nach der Mehrheit im Grunde irrelevant ist. Um ihn korrekt zu interpretieren, muss man das WAS als "vorehelicher Sex" definieren (und damit wäre das WAS eine zeitliche Grösse und würde nichts über Sex an sich aussagen, der ja von unserer Kirche bejahend und leibfreundlich als bereicherndes Gottesgeschenk in der Ehe angesehen wird).

Zitat

Sie1 schrieb: es ist generell schon schwer, einen Partner zu finden, der zu einem passt und dann noch mit diesen Moralvorstellungen. Das grenzt wohl an einen Jackpot.


Ja, das stimmt - aber ich sehe das positiv: wenn die Suche nicht so schwer wäre, wäre danach das Finden auch nicht so schön. Und ausserdem: wir Katholiken sind ja sehr "sparsam" weil jeder nur einen Partner pro Leben braucht :-)

sie1

Fortgeschrittener

Beiträge: 424

Wohnort: Österreich

20

01.07.2004, 12:35

@CathoPhil

Vielleicht sollten wir die ganze Diskussion um die "Mehrheit" sowieso besser bleiben lassen. Denn nur weil ein anderer in den Brunnen springt, spring ich ja nicht nach, wie es so schön heißt. (Na ja, außer vielleicht zum Retten, wenn dies denn Möglich ist. Aber da wird man wohl auch Besser Maßnahmen vom Festland ergreifen, als das man dann selber auch in dem Brunnen sitzt - aber das führt schon wieder zu weit, das sind nur Hirngespinste meinerseits).

Was ich vielleicht mit meinem Statement einfach sagen wollte, ist einfach, dass ich Leute kenne, die wirklich versuchen auf der einen Seite "katholisch" zu leben und auf der anderen aber sich u.a. bei dieser Sache nicht daran halten. Aber da hast du auch mit deinen Ausführungen ganz Recht. Selbst Priestern, Katecheten und Religionslehrern fehlt es manchmal am nötigen Mut um die Lehre der katholischen Kirche treu zu vertreten oder sie glauben selbst nicht mehr so ganz daran, was es auch gibt. Umso mehr bewundere ich jene, die voll und ganz und ohne Zögern das Wort Gottes treu verkünden und leben. Sie alle brauchen unser Gebet. Auch ist es sicherlich nicht einfach, in unserer Gesellschaft bewusst keusch zu leben. Und wie du auch richtig bemerkt hast, braucht man manchmal wirklich mehr Mut um zu sagen, ich will warten, als "ich hab schon x-Mal"...

Somit: True love waits.
Wer es fassen kann, der möge dies tun. (und auch danach handeln *fg*)
"Alles zur größeren Ehre Gottes!" Hl. Ignatius von Loyola

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