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Papstfan

Schüler

Beiträge: 173

Wohnort: Schwarzwald

1

10.08.2004, 16:15

Paulus. Frauenfeindlich?



Hi Leute

Ich hab vor kurzem mal die Paulusbriefe gelesen. Einige Stellen wie z.B. "das Weib aber schweige in der Gemeinde" sind bei mir auf ziemlichen Wiederstand gestoßen.
Warum schreibt Paulus sowas? Hat er grundsätzlich was gegen Frauen?
Durch Maria zu Jesus, im Hl Geist mit Gott Vater!

ellias

unregistriert

2

10.08.2004, 18:15

Nein, ganz im Gegenteil. Er schreibt: "Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie Christus die Kirche liebt und sich für sie hingegeben hat " Eph.5,21-33. Der Mann hat für die Heiligung der Frau zu sorgen. Oder Kol. 3,19: "...und seid nicht aufgebracht gegen sie!". 1. Petr.3,7 sagt sogar, wer die Frau ehrt, dem steht im GEbet nichts mehr im Wege! :]
In 1.Kor.7,11 steht, der Mann darf die Frau nicht verstossen (sagt der Herr auch ). DAs war den Juden vorher durchaus erlaubt.

Aber er fordert die Unterordnung der Frau dem Mann gegenüber.


Muss jetzt weg, komm später wieder! Kann nicht zuende schreiben!

Ciao, Ellias

ellias

unregistriert

3

10.08.2004, 18:17

.

4

10.08.2004, 19:56

Bei meiner Bekehrung mit 26 Jahren wollte ich die absolute Wahrheit wissen. Ich bat den Hl. Geist, dass er mir Erkenntnis schenkt und schlug in diesem Sinn die Hl. Schrift auf und las und schlug sie wieder zu und schaute 2 Wochen nicht mehr hinein. :D
Ich las: Die Frau sei dem Manne untertan. 8o
Ich dachte darüber nach und sagte mir, dass, wenn ich die Wahrheit wissen will, dann muss ich sie auch annehmen, auch wenn sie bitter ist. ;(
Na gut, dachte ich, aber wie? 8)
Ich versuchte es in mein Leben zu bringen. Und ich muss sagen, seitdem führten wir eine glückliche Ehe. :]
Ich bin draufgekommen, dass ich eine Pseudoemanze war, die nichts gelten lies, was er für richtig hielt. :rolleyes: Er war in Dauerverteidigungsposition.
Und eigentlich wollte ich das ja gar nicht, ich liebte ihn ja.
Das ist meine persönliche Sicht dieser Dinge.
Arwen
Jesus, ich vertraue auf Dich!

ellias

unregistriert

5

10.08.2004, 22:05

( 1.Tim.2,8-15)
Ich glaube, dass Paulus es gut meinte. Er kannte ja seine Gemeinden, und jeder Brief ist so geschrieben, dass er die individuelle LAge der GEmeinde widerspiegelt.
Mit dem Christentum änderte sich vieles für die Frauen, z. B. die Teilnahme am Gottesdienst, der Wegfall von REinheits- und Unreinheitsgesetzen, etc. Vielleicht kamen einige Frauen damit nicht ganz klar und wurden stolz?

Die Demut und VErborgenheit Mariens soll allen Frauen ein Beispiel sein.
Nur durch sie hielt auch die Würde der Frau wieder Einzug (durch MAria :] ).

Weiber ist übrigens ein veraltetes Wort.

6

10.08.2004, 22:24

Im Vergleich dazu, wie die Stellung der Frau im Judentum war, war Paulus ja geradezu Feminist... :D

Wenn ich meine ganz, ganz persönliche Meinung kundtun soll: ich hab auch ein wenig den Eindruck, als ob Paulus ein bißchen Probleme mit Frauen und der Ehe hatte. Mir fällt da die Stelle ein, wo er den Männern empfiehlt, nicht zu heiraten, wenn es aber einer gar nicht aushält und seine 'Jungfrau' heiratet, dann sei es auch okay und keine Sünde. Dass er nur daran DENKT, dass es eine Sünde sein könnte, zu heiraten, find ich schon ein wenig komisch.

Außerdem würde mich wirklich sehr interessieren, was er damit meinte, dass er 'einen Stachel im Fleisch' hätte und Gott ihm den nicht nehmen würde....

Schönen Abend,

Toula
Bei Gott ist nichts unmöglich!

ellias

unregistriert

7

10.08.2004, 23:09

@toula

Soweit ich weiss, gab es damals den Brauch unter Christen, dass Frauen, die eigentlich die Jungfräulichkeit leben wollten, bei unverheirateten Männern lebten, um sich zu schützen. Sie wurden halt "ihre Jungfrau" genannt.
Paulus meinte wohl eher, dass man nicht in eine unkeusche Beziehung steigen sollte, oder auf die GEfahr hin so weiterleben sollte, wenn man sich verliebt hatte.


Da hat es wohl einige Verliebte gegeben ( :D ).

8

10.08.2004, 23:13

Zitat

Original von ellias
Soweit ich weiss, gab es damals den Brauch unter Christen, dass Frauen, die eigentlich die Jungfräulichkeit leben wollten, bei unverheirateten Männern lebten, um sich zu schützen. Sie wurden halt "ihre Jungfrau" genannt.


EHRLICH WAHR???? Die begaben sich in eine derartige Versuchung??????? Das ist ja eine unglaubliche Theorie, auf sowas wäre ich nie gekommen.... Hab ich auch noch nie auch nur ansatzweise gehört.... ?( ?( ?(

Darüber muss ich jetzt nachdenken....


Eine Gute Nacht einstweilen,

Toula
Bei Gott ist nichts unmöglich!

ellias

unregistriert

9

10.08.2004, 23:21

Deswegen gibt es das wohl auch nicht mehr. 8)

Beiträge: 1 683

Wohnort: Deutschland, NRW

10

11.08.2004, 09:32

Also, ich finde, wenn man sich mal die Ehe herauspickt und das Bibelwort betrachtet, was bereits Ellias zitiert hat:

Zitat

"Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie Christus die Kirche liebt und sich für sie hingegeben hat "

dann kann ich nicht umhin zu meinen, dass hier absolut keine Frauendiskriminierung herrscht.

Christus liebt die Kirche in einer absoluten, extremen und sich total aufopfernden und hingebenden Weise. Er stirbt für sie, um ihr Leben zu geben. Lasst das doch wirklich mal in Euer Herz! Ich empfinde das als ein totales Extrem. Mehr kann doch der Mann für die Frau nicht tun und geben als die totale Liebe und völlige Hingabe. Wenn die Männer das befolgen würden, würden sich alle Ehefrauen sicher auf Händen getragen wissen und wohlfühlen... :)

www.imitatio.de
- eine werdende homepage, die (hoffentlich) mit der Zeit wächst... :)

www.marienforum.de

ellias

unregistriert

11

11.08.2004, 10:05

Ich finde, das sollten sich wirklich einige Männer zu Herzen nehmen. Für manche kommt die Frau wohl erst nach dem Hobby. :D :D :D

Für Jesus bin ich an allererster Stelle. Das tut wirklich gut.

1.Petr.3,7: Frauen sind der schwächere Teil, ehrt sie, seid rücksichtsvoll im Umgang mit ihnen.

Dirk

Erleuchteter

Beiträge: 3 377

Beruf: Promovierter Naturwissenschaftler

12

11.08.2004, 10:17

Zitat

Original von ellias
Ich finde, das sollten sich wirklich einige Männer zu Herzen nehmen. Für manche kommt die Frau wohl erst nach dem Hobby. :D :D :D



Wie ich von einem Priester gehört habe, versucht er in Ehegesprächen, dieses häufige Missverständnis der Frau immer aufzuklären. Für die Frau bildet das ganze Leben eine Einheit, die sich nicht auseinanderklamüsern lässt. Beim Mann jedoch steht alles im Leben nebeneinander, ohne dass es sich großartig vermischt: Die Arbeit, das Hobby, die Ehe. Frauen können das oft nicht verstehen und beschweren sich, dass der Mann sie nicht lieben würde, weil ihm immer noch dieses oder jenes Hobby wichtig ist - dass der Mann sie nicht in all seine Lebensbereiche hineinlassen würde, etc.

Übrigens auch ein Grund, warum Frauen keine Priester sein können, man denke nur an die Beichte...

ellias

unregistriert

13

11.08.2004, 10:24

@dirk

Es gibt sicher Männer die liebevoll und hingebend sind. Aber auch welche, die für ihr motorrad sterben würden statt für die Frau.

Es geht mir darum, dass Männer wie Christus werden müssen, und nicht nur verlangen sollen , die Frau müsse doch werden wie MAria.


oli

unregistriert

14

11.08.2004, 10:52

Zitat

Original von ellias


Aber er fordert die Unterordnung der Frau dem Mann gegenüber.




Hallo,

ich will dir wirklich keine Boswilligkeit unterstellen, aber ich bin doch sehr bestürzt dass eine solche Denkweise immer noch in den Köpfen der Menschen verankert ist, vor allem bei Christen. Bestützt nicht nur deshalb weil es viele suchende Frauen vom Glauben abhalten könnte, sondern weil ich denke dass sich viele Frauen, ob gläubig oder nicht, von solchen Argumenten vor den Kopf gestossen fühlen.

Wenn du von mir geposteten Artikel im Frauenordinationsthread liesst wird klar dass es auch eine andere Interpretation für die von Papstfan angesprochene Bibelstelle gibt.

Darüber hinaus und ganz allgemein gesprochen. In der Bibel heisst es dass Gott Mann UND Frau nach Seinem EBENBILD schuf. Von einer Unterordnung ist hier keine Rede.

Viele Grüsse

Edi

Erleuchteter

Beiträge: 3 730

Wohnort: DE

15

11.08.2004, 10:55

Alles gibt es: Frauen, die ihre Männer beherrschen wollen (erst gestern wieder mit einer Mitarbeiterin erlebt, die immer unnütz auf andere Druck ausübt und es so auch mich ihrem Mann macht) und ebenso Männer, die ihre Frauen unterdrücken.

Wo sich aber zwei Menschen gut verstehen, treten solche Fragen und Probleme kaum auf.

Geistlich gesehen sollte eine Ehe in etwa so sein , wie es in dem Lied etwa heisst: Herz und Herz vereint zusammen sucht in Gottes Liebe Ruh, lasset eure Liebesflammen lodern auf den Heiland zu.

Ist wohl aber selten so oder ?
Einmal beklagte sich eine besessene Frau beim Heiligen Pfarrer von Ars: „Warum predigst Du so einfach? Warum predigst Du nicht hochtrabender, wie in den Städten? Oh, wie ich diese prächtigen Predigten liebe, die niemanden stören.“

oli

unregistriert

16

11.08.2004, 11:08

Es ist weder gut dass Männer Frauen noch Frauen Männer unterdrücken, ich denke auch kaum dass es vielen Feministinnen darum geht das männliche Geschlecht zu unterdrücken. Wäre dies der Fall würde man nicht von einem "extremen Feminismus" sprechen, diese Unterteilung wäre dann überflüssig.

Im Gegenteil denke ich dass sich die meisten Feministinnen (also die gemässigten) nur darum bemühen mit dem Mann gleichgestellt zu werden, aber selbst dieses simple Prinzip wird ihnen, leider Gorttes auch durch die Kirche, verwehrt.

Tut mir Leid das zu sagen, aber wenn mir jemand einreden will die Frau müsse dem Mann gehorchen und dies sei auch noch biblisch zu begründen dann ist dies eine der zum Glück wenigen Situationen in denen ich ausflippen könnte.

Dabei frage ich mich immer: Wie kann man auf der einen seinen einen liebenden Gott verkünden und auf der anderen Seite ein solch wie ich finde krasses Unverhältnis zwischen Frau und Mann vertreten?

Schade dass sich hier scheinbar keine Frau aus Osteuropa auf dem Forum befindet, sie könnte garantiert erzählen welche Verhätnisse doch herrschen wenn man einem so gläubigem Volk wie z.B. den Polen erzählt der Mann herrsche über die Frau. Ich denke viele die hier für eine Unterordnung der Frau gegenüber dem Mann plädieren habe nicht auch nur die leiseste Ahnung welche Konsequenzen ein solches Denken hat wenn es sich ersteinmal in den Köpfen der Menschen (Männern) festgesetzt hat.

Grüsse


ellias

unregistriert

17

11.08.2004, 11:14

@oli

Nur kurz voraus: Ich bin Inderin und weiss sehr wohl, wie Frauen unterdrückt werden können.

ellias

unregistriert

18

11.08.2004, 11:17

Ich habe kein Problem, mich unter meinen Ehemann unterzuordnen.
Aber es muss gegeben sein, dass beide nach Heiligkeit streben.
Bist du nicht mal zufrieden, wenn dein Ehepartner bereit ist für dich in den Tod zu gehen? Alles , was Christus für die Kirche tut, ist aus LIebe.

Ihc glaube, Unterordnung wird mit Sklaverei verwechselt. Deswegen reagieren da manche fRAuen allergisch. Verständlich. Sowas gibt es immernoch.
Bei Christen wird die Frau nicht mit dem Stock in der Küche gehalten, sondern es ist ein Geben und Nehmen aus Liebe.

Die Liebe ist alles.

Dirk

Erleuchteter

Beiträge: 3 377

Beruf: Promovierter Naturwissenschaftler

19

11.08.2004, 11:22

Ich glaube, oli, Du verstehst nicht, was im katholischen Sinne "gehorchen" bedeutet. Gehorsam ist dialogisch gemeint, bedeutet, dass man gemeinsam den Willen Gottes sucht, die letzte Entscheidung aber beim Mann liegt. Gehorchen und unterordnen hat in diesem Sinne nichts mit Unterdrückung zu tun.

oli

unregistriert

20

11.08.2004, 11:24

Zitat

Original von ellias
Bei Christen wird die Frau nicht mit dem Stock in der Küche gehalten, sondern es ist ein Geben und Nehmen aus Liebe.


Dass die Verhätnisse in Indien noch schlimmer sind als in Europa ist denke ich leider wohl war, dennoch teile ich diese romantische Sichtweise der christlichen Ehe absolut nicht.

Darüber hinaus kann ich mir auch unter keinen Umständen vorstellen dass Gott es "gut" findet wenn der Mann die Frau zwar unterdrückt die Frau ihm aber trotzdem, durch religiöse Ideologie bedingt, an der angeblichen Unterwürfigkeit festhält.

Dieses Bild der Ehe ist für den christlichen Gott meines Erachtens absolut unwürdig.


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