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Kathrin

Fortgeschrittener

1

12.11.2004, 14:44

Galater 2,19

Was bedeutet Gal 2,19 "Denn ich bin durchs Gesetz dem Gesetz gestorben, damit ich Gott lebe."?

Beiträge: 1 396

Wohnort: Göppingen [D]

Beruf: Lehrer

2

12.11.2004, 14:55

Hi Kathrin!

Hier der Bibelkommentar dazu:

Zitat

3.3. DAS NEUE LEBEN MIT CHRISTUS (2,19-21) Gal 2,19: »Denn ich bin durchs Gesetz dem Gesetz gestorben, damit ich Gott lebe, ich bin mit Christus gekreuzigt.« »Ich bin mit Christus gekreuzigt«, von diesem Nachsatz her wird der Vordersatz verständlicher. Das neue Leben mit Christus zieht den Nachfolger hinein in das Geschick seines Herrn. Jesus wurde als Gotteslästerer an das Kreuz geschlagen. Die Juden fühlten sich nach ihrem Gesetz völlig im Recht (vgl. 3. Mose 24,16). Dass Jesus sich als der Sohn Gottes bekannte, war für sie Gotteslästerung und darauf stand nach dem Gesetz Israels der Tod. Sie vollzogen die Strafe des Gesetzes an ihm und eben dadurch wurde das Gesetz als Heilsweg und Heilsmittel außer Kraft gesetzt. Das Kreuz Jesu Christi ist das Ende des Gesetzes. »Durch das Gesetz dem Gesetz gestorben«, das wird am Christus deutlich und so auch an seinem Nachfolger. Paulus erlebte das an sich selbst. Auch ihn suchten die Juden Jerusalems zu töten (vgl. Apg 9,29), denn das Gesetz forderte dies. Auch er wurde des Todes schuldig, weil er den Gotteslästerer Jesus als Messias verkündigte. Dadurch starb »er dem Gesetz«. Die von den Juden eingesetzte, richtende Macht des Gesetzes hat das Gesetz als Heilsweg selbst entmachtet. Paulus sagt hier mehr als im Römerbrief (vgl. Röm 7,4-10); der neue Mensch ist nicht nur dem Gesetz abgestorben - es bleibt zwar in Kraft, hat aber für ihn keine Bedeutung mehr -, es ist vielmehr das Gesetz an sein Ende gekommen, außer Kraft gesetzt und seiner Heilsbedeutung entledigt. Also nicht nur: Ich, Paulus, lebe nun nicht mehr nach dem Gesetz und für das Gesetz, denn ich bin ihm tot, andere mögen diesen Weg noch gehen und so ihre Gerechtigkeit finden. Nein, sondern so: Im Kreuz Jesu Christi, das auch ich trage, kommt das Gesetz zum Ende, wird als falscher Weg erwiesen. Ich kann nun nicht mehr mein Heil in der Erfüllung des Gesetzes suchen, niemand kann das mehr. »Ich lebe Gott«,. Das neue Leben ist nicht mehr Leben für das Gesetz, um dadurch zu Gott zu kommen. Nein, es ist schon »Leben für Gott«, weil ich von ihm angenommen bin. Wie »ich lebe«, das verdeutlicht Paulus jetzt.


Hoffe das hilft weiter ... ;)

Mathias
Für den Menschen gibt es nur eine Wahrheit, das ist die, die aus ihm einen Menschen macht.
Antoine de Saint-Exupéry
Mater perfectam habebit curam et victoriam - mphcev =)

herzrosenduft

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3

13.06.2017, 09:57

Galater 2,19

Was bedeutet Gal 2,19 "Denn ich bin durchs Gesetz dem Gesetz gestorben, damit ich Gott lebe."?


In der Bibelübersetzung "Gute Nachricht Bibel" heißt es bei Gal 2, 19:
"Das Gesetz hat nichts mehr von mir zu fordern: Es hat mir den Tod gebracht, deshalb bin ich für das Gesetz tot und lebe jetzt für Gott."

Paulus erklärt im Galaterbrief, dass niemand durch die Befolgung der Gebote und Gesetze Gottes gerecht werden kann. Nur durch den Glauben an Jesus Christus können wir versöhnt sein mit Gott. "Denn nicht durch das Gesetz, sondern einzig und allein durch vertrauenden Glauben sollten wir vor Gott als gerecht bestehen." Gal 3, 24 und "Es zählt nur der vertrauende Glaube, der sich in tätiger Liebe auswirkt." Gal 5, 6 (siehe Übersetzung: Gute Nachricht Bibel)

Paulus schreibt im Galaterbrief Abraham hätte zwei Söhne gehabt, den einen von der Sklavin und den anderen von seiner Frau Sarah. Dies sei ein Sinnbild. Diese beiden Söhne stünden für das Volk Israel, das verworfen wurde, und für das Volk Gottes, das Erbe Gottes sei.
"Ihr wollt euch dem Gesetz unterwerfen. Ich frage euch: Hört ihr nicht, was das Gesetz sagt? Im Buch des Gesetzes steht: Abraham hatte zwei Söhne, einen von der Sklavin Hagar und einen von der freien Frau Sara. Der Sohn der Sklavin verdankte sein Leben den menschlichen Kräften, der Sohn der Freien verdankte es der Zusage Gottes. Diese Erzählung hat einen tieferen Sinn: Die beiden Mütter bedeuten zwei verschiedene Ordnungen Gottes. Die eine Ordnung, für die Hagar steht, wurde am Berg Sinai erlassen und bringt Sklaven hervor. Das Wort Hagar bezeichnet nämlich den Berg Sinai in Arabien. Er entspricht dem jetzigen Jerusalem; denn dies lebt mit seinen Kindern in der Sklaverei. Das Jerusalem dagegen, das im Himmel bereitsteht, ist frei. Das ist unsere Mutter! Von ihr heißt es: »Freu dich, du Unfruchtbare, obwohl du keine Kinder zur Welt bringst! Juble laut, obwohl du nicht in Wehen kommst! Denn die verlassene Frau hat viele Kinder, mehr als die, die den Mann hat.« Brüder und Schwestern, ihr verdankt wie Isaak euer Leben der Zusage Gottes. Aber schon damals verfolgte der Sohn, der aus menschlichen Kräften geboren wurde, den andern, der sein Leben vom Geist Gottes hatte. So ist es auch jetzt. Aber was steht in den Heiligen Schriften? »Jage die Sklavin und ihren Sohn fort; denn der Sohn der Sklavin darf nicht mit dem Sohn der Freien zusammen erben.« Begreift doch, Brüder und Schwestern: Wir sind nicht Kinder der Sklavin, sondern der Freien! "
Gal 4, 21ff
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Der Papst betont die Wichtigkeit eines „christlichen Stils“ der Präsenz auch in der digitalen Welt:

„Dieser verwirklicht sich in einer Form
aufrichtiger und offener, verantwortungsvoller und dem anderen gegenüber
respektvoller Kommunikation“.

herzrosenduft

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4

14.06.2017, 09:53

Darf ich den Begriff "Gesetzesfrömmigkeit" zur Diskussion stellen? Was könnte man aktuell darunter verstehen? Ich denke speziell an die ultrakonservativen Mitchristen, die sich ganz und gar auf vorkonziliare Kirchenstrukturen versteifen und dabei für meine Begriffe die Mitte des Glaubens aus den Augen verlieren... ich bitte um kontroverse Diskussionsbeiträge
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