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mirabunda

Schüler

Beiträge: 98

Wohnort: Bayern

Beruf: Studium

21

06.04.2006, 22:17

Liebe und Verantwortug

Schau doch mal in die Unibibliothek. Unsere Bibliothek jedenfalls hat das Buch.

Lg,
Mirabunda
Gott ist die Sonne, die in mein Herz scheint.

reto

Erleuchteter

Beiträge: 4 027

Wohnort: Bistum Chur

Beruf: Dipl. El.-Ing ETH, Primarlehrer

22

07.04.2006, 00:23

Könnte in diesem Zusammenhang auch interessant sein.

Folgende Bücher des Patris-Verlags kann man als pdf downloaden:

Johannes Paul II. (hrsg. und eingel. Norbert und Renate Martin), Die menschliche Liebe im göttlichen Heilsplan. Katechesen 1979-1981. Vallendar-Schönstadt 1985, 404 Seiten.

Johannes Paul II. (hrsg. und eingel. Norbert und Renate Martin), Die Erlösung des Leibes und die Sakramentalität der Ehe. Katechesen 1981-1984. Vallendar-Schönstadt 1985, 359 Seiten.

Johannes Paul II. (hrsg. und eingel. Norbert und Renate Martin), Die Familie - Zukunft der Menschheit. Aussagen zu Ehe und Familie 1978

Auf den Seiten von HLI Schweiz (runterscrollen bis "Ehe und Familie")
Quoniam si reprehenderit, nos cor nostrum:
maior est Deus corde nostro, et novit omnia. (1 Joh 3,20)

Beiträge: 85

Wohnort: Erzbist. München Freising

23

16.04.2006, 14:39

Liebe und Verantwortung

Zitat

Original von lightning
kann mir jemand sagen, ob es irgendwo das Buch "Liebe und Verantwortug" von Karol Woityla gibt?
Habe schon sämtliche Antiquariate durchgestöbert, aber das Buch ist einfach nicht aufzutreiben.

DANKE!!!


Hallo lightning,
ich hab es über das INternet , Amazon Gebrauchtmarkt, bestellt und länger meine Suche drin gelassen. Nach ein paar Wochen hatte ich es dann.

Mr.Incredible

Beiträge: 85

Wohnort: Erzbist. München Freising

24

14.05.2006, 21:41

aktuelle Vorträge

gerade erst erfahren:
am 20./21.Mai findet in München das XIII. Katholische Studentenforum mit dem Thema "Theologie des Leibes" statt

Teilnehmer und Sprecher unter anderem auch Kardinal Trujillo !
Link

Sonnenkind

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Beiträge: 289

Wohnort: Baden- Württemberg

25

15.05.2006, 11:29

Hallo!
Habe vor ein paar Tagen in einem (aufgenommenen) Vortrag von Kaplan Erich M. Fink von dem Buch "Theologie des Leibes für Anfänger" von Christopher West (?) gehört. Er hat aus dem mit dem Untertitel "Sexuelle Revolution nach Papst Johannes Paul II." zitiert und ich bin sehr angeregt von dem, was da drin steht.

Ich bin auch so froh, dass das Thema einmal anders aufgelistet wird und nicht mehr nur unter dem 6. Gebot (was alles verboten ist etc.). Sondern, dass es wirklich als Geschenk betrachtet wird.

LG
Sonnenkind
Den Rosenkranz in meinen Händen,
auf das Kreuz mein letzter Blick,
so möchte ich mein Leben enden,
o Mutter, schenke mir dies Glück

Albert

Profi

Beiträge: 864

Wohnort: München

Beruf: Selbstständig

26

15.05.2006, 15:48

Sonnenkind,

das Buch ist "Spitze" und liegt schon länger auf meinem Tisch.

Einfach wunderbar, wie unser + Papst Johannes Paul II.

Grüße,
Albert
Ave Maria
Totus - tuus

Sabrina

Fortgeschrittener

Beiträge: 513

Wohnort: Franken

27

16.05.2006, 19:37

Hi,

ich oute mich auch als ein FAn von diesem Buch. Leider habe ich es aus diversen Grünen noch nicht geschafft bis zum Ende vorzudringen, aber ich bleibe dran.

Sabrina

georgtrakl2

Anfänger

Beiträge: 8

Beruf: angehender Student

28

25.07.2009, 23:03

Welchem von den 7 wird sie nun bei der AUferstehung als Frau angehören ?

Grüß Gott liebe Diskutierenden,

mich beschäftigt schon seit längerem folgende Fragen im Zusammenhang mit der Theologie des Leibes, bisher konnte ich keine Lösung dafür finden.

Grundlage ist die Auferstehungsfrage der Sadduzäer (Mt 22, 23 ff). Zur Erinnerung : Eine Frau heiratet nacheinander 7 Brüder, wem gehört die Frau nach der Auferstehung des Leibes ?

Mir ist das Jesuswort bekannt, welches da lautet : "nur in dieser Welt heiraten die Menschen. Die aber, die Gott für würdig hält, an jener Welt und an der Auferstehung der Toten teilzunehmen, werden dann nicht mehr heiraten." (Lk 20, 34f)

Aber immer wenn ich diese Zeilen lese, kommt mir in den Sinn, dass sich die Ehepartner im Himmel irgendwie entfremdet hätten, keine Liebe zueinander mehr empfinden, ja sogar sich nicht mehr kennen würden und da läuft es mir wie kalter Schauer über den Rücken, nein, so kann es der Herr nicht geplant haben. Dazusagen muss man, dass ich im Himmel von einer Gemeinschaft der Personen ausgehe, d.h. dass sich zwei Liebende, ein Mann (X) und eine Frau (Y), die sich auf der Erde lieben, auch im Himmel sehen, noch kennen und lieben.

Deswegen habe ich die Stelle im Kontext der Heirat einer Frau, die 7 Männer heiratet so verstanden, dass es ja wohl keine Heiraten aus wahrer Liebe waren, so wie der Herr die Ehe geplant hat, sondern dass Jesus die in der damligen Zeit weit verbreiteste "Nutzehe" verurteilen wollte und zwangverheiratete Frauen lossprechen wollte, die auch im Himmel unter dem "Joch" ihres Mannes zu leiden hätten.

Ich gehe davon aus, dass bei 2 wahrhaft füreinander Berufenen Menschen die wahre geschlechtliche Liebe als Gnade Gottes und als Abbild der Dreifaltigkeit zugrunde liegt. Somit wird es diese wahre Liebe kein 2. mal geben.

Wenn wir nun den Fall zulassen würden, dass ein Mensch sich wahrhaft 2 mal auf der Erde verlieben kann, und ein Mann (X) und beide Frauen (Y1 und Y2) in den Himmel kommen würden, wie sieht es mit ihrer Liebe aus ? Konnten auf der Erde beide Frauen als zur Ehe berufene den einen Mann wahrhaft lieben ?
Oder müssen wir nicht vielmehr feststellen, daß die Maßstäbe, nach der der liebe Gott die Gnade der echten geschlechtl. Liebe schenkt, allezeit auf die Trinität, auch der Menschen im Himmel ausgerichtet ist, sodass Zwei auf der Erde Liebende auch im Himmel zusammen sind, weil sie von Gott für ihre duale Personengemeinschaft bestimmt waren und dass jede weitere gültig geschlossene Ehe nach der 1. Ehe eine wie auch immer geartete Form der Nutzehe darstellt ?

Daraus leiten sich viele andere Fragen ab:

  • Wieso kann man kirchlich gültig wiederheiraten, wenn ich doch im Himmel keine Ehedrama vorstellen kann?
  • Ist die Ehe nur eine irdische Institution und die Gemeinschaft der Personen im Himmel eine Farce, so dass ich mir keine Sorgen machen muss, wie viele Menschen ich auf der Erde heirate, ich sehe sie ja eh nie wieder ?
  • oder ist die geschlechtliche Liebe eine Welt-überdauernde Kraft, die auch im Himmel 2 Personen verbindet, da es da heißt : "Die Liebe hört niemals auf" (1.Kor 13, 8 ) ?
  • -->schenkt der liebe Gott die Gnade der wahren geschlechtlichen ein einziges mal oder sogar mehrmals ?
  • Wieso gilt das Eheversprechen, das sich 2 Ehegatten geben nur bis zum Tod, wohingegen Ordensmitglieder ewige Gelübde ablegen können und ein Priester sich auch "ewig" dem Herrn verpflichtet ?

Es ist etwas beschämend für mich, dass ich die Antwort Jesu "Ihr irrt, weil ihr weder die Schriften kennt noch die Macht Gottes" (Mt 22, 29) nun voll und ganz auf mich zutrifft, trotzdem wende ich mich damit an euch in der Hoffnung Antworten zu finden.

Viele Grüße

georgtrakl2
„Die Mitte der Nacht ist auch schon der Anfang eines neuen Tages.”
Johannes Paul II. (1920-2005)

"Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar."
Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944 ; Märchen vom kleinen Prinz)

29

25.07.2009, 23:38

Hallo Georg,

mir fällt beim Lesen Deiner Frage spontan die Stelle des 1. Korintherbriefs ein, wo es heisst:

Denn ich sage euch, Brüder: Die Zeit ist kurz. Daher soll, wer eine Frau hat, sich in Zukunft so verhalten, als habe er keine, wer weint, als weine er nicht, wer sich freut, als freue er sich nicht, wer kauft, als würde er nicht Eigentümer, wer sich die Welt zunutze macht, als nutze er sie nicht; denn die Gestalt dieser Welt vergeht.
1 Kor 7, 29

Nur Gott ist ewig, er ist das Zentrum, der Rest "dazugeschenktes Beiwerk" als Hilfe auf unserem Weg zu ihm

Vielleicht hilft Dir mein spontaner Gedanke weiter, um Dir das genauer auseinanderzuklamüsern bin ich heute abend zu müde.

Petra
Der Mensch von heute will nicht Lehrer, sondern Zeugen.
Und wenn er Lehrer akzeptiert, dann deswegen, weil sie Zeugen sind.

Evangelii nuntiandi

K.Windhauch

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30

26.07.2009, 00:12

mich beschäftigt schon seit längerem folgende Fragen im Zusammenhang mit der Theologie des Leibes, bisher konnte ich keine Lösung dafür finden.

Grüß Dich Georg, nun ich sehe dies so ähnlich wie Petra. Wir sind alle verbunden im mystischen Leib Christi. Geschlechtlichkeit gibt es da, wo wir hinkommen nicht mehr, wenn wir es schaffen zu Gott zurückzukehren, sind wir ein Leib, unsere Seelen bleiben in einer uns noch nicht erkennbaren Form erhalten. Die geschlossene Ehe ist nur für diese irdische Welt wichtig, genauso wie viele andere irdischen Dinge, letztendlich wird alles davon abhängen, wie wir Gott geliebt haben und wie wir miteinander umgegangen sind.
Die Frage nach dem wichtigsten Gebot Mt 22,34-40 Als die Pharisäer hörten, dass Jesus die Sadduzäer zum Schweigen gebracht hatte, kamen sie (bei ihm) zusammen. Einer von ihnen, ein Gesetzeslehrer, wollte ihn auf die Probe stellen und fragte ihn: Meister, welches Gebot im Gesetz ist das wichtigste? Er antwortete ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken. Das ist das wichtigste und erste Gebot. Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz samt den Propheten.


Somit ist die Frage, der wahren Liebe relativ. Es ist ja auch möglich, dass verheiratete Paare sich später in einen andere Menschen verlieben. Was bleibt, wird sein, wie die Menschen damit umgegangen sind. Eine Entfremdung der Ehepaare kann es nur geben, wenn einer es eben nicht zu Gott schafft, wenn er nicht an Ihn glaubt, Ihn nicht liebt. Ansonsten werden sie beide im mystischen Leib Christi vereint sein. So sehe ich dies, ob es nach dem KKK so ist, kann ich nicht genau sagen. Klara
Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast. Joh 17, 21

Hannah

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31

26.07.2009, 00:22

Gott hat Mann und Frau erschaffen und in sie die Liebe gelegt, damit sie einander lieben wie Gott in der Hl.Dreifaltigkeit liebt.
In der Ewigkeit entsteht für beide eine noch intensivere Liebe weil Gott sichtbar ihre Liebe bestätigt und das von erfüllender Schönheit. Im Himmel braucht man keine Versprechungen,keine Trauungen, weil die Liebe alles durchdringt und wesentlich macht. Liebe erfüllt uns alle im Himmel so total, dass sie durch nichts gestört wird. Sie wird das einzige und wichtigste sein, Das "Zelt" in dem Gott alle erleuchtet, eine Schönheit die alles übertrifft, was je an Vorstellung auf Erden möglich ist. "Kein Auge und kein Ohr hat je gesehen und gehört, was Gott (die Liebe) denen bereitet die IHN lieben. Davon, dass die Ehepaare sich nicht mehr erkennen sollen, ist nicht die Rede. Im Gegenteil sie werden in der Liebe Gottes noch viel mehr eins sein.
Auf Erden darf der Mensch auch Trost finden und Liebe empfangen. Als wieder heiraten. Denn im Himmel gibt es keine Eifersucht und keine Zurückweisung, weil einer den Anderen durch Gottes Liebe eben liebt.
Es gibt keine Kränkung, kein Leid, keinen Schmerz, sondern nur Freude tiefe Freude in Gott und mit jedem Menschen im Himmel.
Sehnsucht ist der Wille zum Ziel
Liebe aber, ist Entscheidung.
: http://lorehanna.kostenloses-forum.com/
Chat: http://lichtumdieecke.mainchat.de/index.php

K.Windhauch

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32

26.07.2009, 12:39

In der Ewigkeit entsteht für beide eine noch intensivere Liebe weil Gott sichtbar ihre Liebe bestätigt und das von erfüllender Schönheit. Im Himmel braucht man keine Versprechungen,keine Trauungen, weil die Liebe alles durchdringt und wesentlich macht.
Ja Hannah, diese intensive Zweisamkeit würden wir uns wünschen, ich glaub jedoch nicht, dass wir in der jetzigen Form ein Zweisamkeit oder mit unseren Familien eine Kompaktheit haben werden. In der Liebe Gottes kann es nur sein, dass sich unsere ganzen Seelen vereinen, jede jedoch wichtige Teile der ursprünglichen Seele behält. Ich glaube auch, dass in dem sogenannten Zeitraum zwischen Tod und Vereinigung mit Gott, dass wir da die anderen Seelen antreffen, welche die in unserem Leben eine Rolle gespielt haben und das wird spannend, da gibt es dann keine Lüge und Ausflüchte mehr, da kommt dann sozusagen alles auf den Tisch (Wolke???...).
Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast. Joh 17, 21

georgtrakl2

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33

26.07.2009, 16:55

... Im Gegenteil sie werden in der Liebe Gottes noch viel mehr eins sein.
Auf Erden darf der Mensch auch Trost finden und Liebe empfangen. Als wieder heiraten. Denn im Himmel gibt es keine Eifersucht und keine Zurückweisung, weil einer den Anderen durch Gottes Liebe eben liebt.
Es gibt keine Kränkung, kein Leid, keinen Schmerz, sondern nur Freude tiefe Freude in Gott und mit jedem Menschen im Himmel.
Das ist ein sehr beruhigender Gedanke, danke Hanna. Lediglich ein Problem besteht weiterhin, wenn wir das Wesen der Liebe selbst betrachten. Durch den Schöpfungsbericht wird aufgezeigt, dass in der geschlechtlichen Liebe der zur Ehe berufene Adam einen ontologischen "Mangel" leidet. Es fehlt ihm nicht einmal Gott, sondern ein anderer Mensch. "Das ist endlich Fleisch von meinem Fleisch ..." (Gen...)

Wir akzeptieren nun diese Prämisse , dass der Ehepartner ein nicht-ersetzbares Gut für einen Menschen X darstellt. Wenn ich nun im Himmel den Ehepartner durch Gottes Liebe liebe, dann ist dieser für mich aber kein Gut mehr, aufgrund des objektiven Mangels meines Wesens, weil ich z.B. ein Mann bin, und die Weiblichkeit einer (bestimmten, nicht beliebigen)Frau nicht habe, deswegen suche. Sondern ich würde den Ehepartner vielmehr als "Freund" lieben, an dem ich keinen objektiven Mangel hätte, auch wenn er nicht da wäre.
Das würde aber meinem Wesen widersprechen, nachdem ich auch im Himmel "Mann" bin, daher den objektiven Mangel einer Frau immer noch innehabe.

die Frauge lautet nun : Fehlt mir nicht mein Ehepartner im Himmel, wenn er/sie in der Hölle ist, da ja er/sie als Person alteri incommunicabilis - unersetzbar aufgrund des Person-seins - einzig ist? Wenn die Liebe das aufrichtige Verlangen, nach dem Gut des anderen Menschen ist, und dieser in der Hölle ist, und ich ihn/sie im Himmel ja noch liebe, müsste ich im Himmel nicht unendlich traurig sein ?

Das theoretische Problem liegt nämlich darin, dass Gott den Mangel, der durch eine Person entstanden ist, nicht füllen will.
Das liegt daran, dass nach dem personalistischen Prinzip (JPII) die Würde des Menschen, als mögliches Obkjekt des Gebrauchs, gesichert ist. Denn wenn Gott den Mangel an einer anderen Person bei mir füllen würde, sos hieße das, dass die andere Person lediglich ein Objekt ist und gewesen wäre, dass durch eine andere Person, in diesem Fall Gott, ersetzbar ist. Dieser Schritt richtet sich aber, wie wir gesehen haben, aufgrund der Einzigartigkeit und Unersetzbarkeit einer Person gegen derselben Würde.
Mit anderen Worten : Selbst in der vollkommenen Liebe ist keine Person ersetzbar; ich kann und will mir keinen Menschen, noch Gott als "Ersatz" wünschen, wenn ich einen bestimmten Menschen wahrhaft liebe.
Da aber im Himmel die Erfüllung meines Wesens nicht in Frage steht, tritt hier ein logisches Problem auf, denn die Möglichkeit des ewigen Verlorengehens des Ehepartner besteht.

Wie ist das Problem im Himmel gelöst, oder sollte ich eher fragen : wo liegt mein Denkfehler ? ;(
„Die Mitte der Nacht ist auch schon der Anfang eines neuen Tages.”
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Hannah

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34

26.07.2009, 19:31

Lieber Georgtrakel
DIe Liebe führt nicht dazu, dass wir im Himmel als Ehepartner einander fremd sind im Gegenteil die Liebe wird noch größer, weil ich ja dann alles an Liebe des Partners sehe, was mir auch Erden verborgen war.
Wenn Deine Partnerin tatsächlich auf Erden so böse gewesen sein sollte, dass sie die Hölle verdient hat. Dann hat die Liebe Gottes zwei Möglichkeiten. Du hast Deiner sündhaften Frau alles verziehen, was durch ihre Sünden, Auch Dich belastet und Leid bereitet hat, dann hast Du gehandelt wie Jesus am Kreuz, der alles Böse verzeihen hat um uns eine neue Lebenschance zu geben. Dann ist Gottes Vergebung nicht kleiner, als Deine Vergebung.
Die zweite Möglichkeit aber wäre, Deine Partnerin will gar nicht in den Himmel kommen, weil sie Heiligmäßige verachtet und so auch Dich, dann würde sie lieber in der Hölle sein. Dann wage ich zu behaupten, dass Du ihr den Willen gewährst, dort hin zu gehen, wo sie sich glücklich fühlt.
Hasser wollen keine Liebe, ja sie halten sie sogar für unverzeihliche Dummheit. So ist auch Gott bei ihnen, mit SEINER LIEBE, dumm.Sie wollen nichts mit Gott zu tun haben. Auf Erden kommt uns unsere Vergebungsbereitschaft für die Ewigkeit, zu Gute. Wem viel vergeben wird, der hat auch viel geliebt. Sagt Jesus
Das bedeutet aber seine Trennungen von Gott zu bereuen, zu bekennen, und sich der Liebe wirklich immer wieder zuzuwenden. Das heißt immer wieder die selben Fehler einzubekennen und um Verzeihung zu bitten. Wer das tut, dem wird der Stolz in Demut gewandelt und langsam in Güte und Großmut umgewandelt. Gott macht aus dem viel um Vergebung Bittenden, langsam und geduldig, einen wahren aufrichtigen Menschen und was in ihm trotz aller Fehler und Schwächen, dabei wächst, ist eine große Dankbarkeit und Liebe. Diese gewandelte Liebe aber, wird nach dem liebendenGott und den liebenden Menschen in alle Ewigkeit, Ausschau halten und immer in der Liebe
e i n s sein wollen.
Im Himmel verlieren wir wirklich nichts. Im Gegenteil, alles wird verwandelt in eine Herrlichkeit, die nur die Liebe schenken kann. :)
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Hannah

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35

26.07.2009, 19:52

An meine liebe Klara
Ja da hast Du ganz recht alles kommt auf den Tisch, dann aber ist das nur zu verkraften, wenn wir bereits auf Erden von Jesus das Verzeihen erlernt haben. Ich könnte mir vorstellen, dass es dann ein gegenseitiges Bereuen gibt und ein gegenseitiges Umarmen, denn keiner hat ohne Trennung von Gott auf Erden durch gehalten. Keiner hat voll geglaubt. und vertraut.
Nur der Hasser bleibt im Stolz und Reue wird ihm dann nicht vorteilhaft scheinen. Er wird dann auch nicht bei den Liebenden sein wollen. Also wird auf ganz selbständige Weise jeder seinen auf Erden begonnenen Weg weiter gehen. Entweder durch das Fegefeuer bis zum Himmel oder direkt in die Hölle. Aber Jeder bekommt wonach er, ohne Irrtum, weil dann völlige Klarheit besteht, strebt.
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K.Windhauch

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36

27.07.2009, 18:39

Liebe Hannah, so sehe ich es:
Alle sollen eins sein:Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast. Joh17-21
Nur der Hasser bleibt im Stolz und Reue wird ihm dann nicht vorteilhaft scheinen.
Da wird es keine Hasser mehr geben. Hassen ist für mich eine Gefühl, mit welchem ich keine Probleme habe. Dies ist leicht auszuschalten.
Aber Jeder bekommt wonach er, ohne Irrtum, weil dann völlige Klarheit besteht, strebt.
Schauen wir mal ....
Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast. Joh 17, 21

Edi

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37

05.08.2009, 19:51


Das würde aber meinem Wesen widersprechen, nachdem ich auch im Himmel "Mann" bin, daher den objektiven Mangel einer Frau immer noch innehabe.

Wie ist das Problem im Himmel gelöst, oder sollte ich eher fragen : wo liegt mein Denkfehler ? ;(

Im Himmel ist alle Liebe auf Christus ausgerichtet. Von daher kann man dort jede Seele innig lieben. Aber diese Liebe ist nicht mehr begehrend und mit Mängeln behaftet, sondern ganz frei von allem Irdischen. Christus wird dann zum Seelenbräutigam und erfüllt die Seele völlig. Gewisse Mystiker haben so etwas Ähnliches ja schon auf Erden empfunden.
Einmal beklagte sich eine besessene Frau beim Heiligen Pfarrer von Ars: „Warum predigst Du so einfach? Warum predigst Du nicht hochtrabender, wie in den Städten? Oh, wie ich diese prächtigen Predigten liebe, die niemanden stören.“

georgtrakl2

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38

06.08.2009, 16:07


Das würde aber meinem Wesen widersprechen, nachdem ich auch im Himmel "Mann" bin, daher den objektiven Mangel einer Frau immer noch innehabe.

Wie ist das Problem im Himmel gelöst, oder sollte ich eher fragen : wo liegt mein Denkfehler ? ;(

Aber diese Liebe ist nicht mehr begehrend ...,sondern ganz frei von allem Irdischen.
Christus wird dann zum Seelenbräutigam und erfüllt die Seele völlig. Gewisse Mystiker haben so etwas Ähnliches ja schon auf Erden
Dein Gedanke stimmt leider nicht ganz.

Die Behauptung, dass die begehrende Liebe "irdisch" sei ist bereits von JPII wiederlegt, wir finden sie vor allem in der allerheiligsten Dreifaltigkeit selbst, von dort stammt sie.(s. Liebe und Verantwortung S. 120ff)

Dass Christus zum alleinigen Seelenbräutigam wird, der allein die Seele erfüllt, ist durchaus möglich, soll aber nicht heißen, dass die Liebe zu anderen Menschen "verdrängt" oder "überlagert" wird.
Nach der früheren Feststellung alteri incommunicabilis ist dies ebenfalls unmöglich.
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Johannes Paul II. (1920-2005)

"Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar."
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Edi

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39

06.08.2009, 19:06


Das würde aber meinem Wesen widersprechen, nachdem ich auch im Himmel "Mann" bin, daher den objektiven Mangel einer Frau immer noch innehabe.

Wie ist das Problem im Himmel gelöst, oder sollte ich eher fragen : wo liegt mein Denkfehler ? ;(

Aber diese Liebe ist nicht mehr begehrend ...,sondern ganz frei von allem Irdischen.
Christus wird dann zum Seelenbräutigam und erfüllt die Seele völlig. Gewisse Mystiker haben so etwas Ähnliches ja schon auf Erden
Dein Gedanke stimmt leider nicht ganz.

Die Behauptung, dass die begehrende Liebe "irdisch" sei ist bereits von JPII wiederlegt, wir finden sie vor allem in der allerheiligsten Dreifaltigkeit selbst, von dort stammt sie.(s. Liebe und Verantwortung S. 120ff)

Dass Christus zum alleinigen Seelenbräutigam wird, der allein die Seele erfüllt, ist durchaus möglich, soll aber nicht heißen, dass die Liebe zu anderen Menschen "verdrängt" oder "überlagert" wird.
Nach der früheren Feststellung alteri incommunicabilis ist dies ebenfalls unmöglich.

Die Liebe, die Gott schenkt und Gott zurückgeben wird, wird doch auch zur Nächstenliebe. Wie sollte es anders sein, wenn Liebe allumfassend wird.
Was JPII zu dem Thema geschrieben hat, weiss ich nicht, aber begehrende und besitzenwollende Liebe gehört immer dem irdischen Bereich an. Darum gibt es ja im Himmel kein Freien mehr.
Einmal beklagte sich eine besessene Frau beim Heiligen Pfarrer von Ars: „Warum predigst Du so einfach? Warum predigst Du nicht hochtrabender, wie in den Städten? Oh, wie ich diese prächtigen Predigten liebe, die niemanden stören.“

K.Windhauch

Fortgeschrittener

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40

07.08.2009, 21:07

Die Liebe, die Gott schenkt und Gott zurückgeben wird, wird doch auch zur Nächstenliebe. Wie sollte es anders sein, wenn Liebe allumfassend wird.

Grüß Dich Edi, so wie Du sehe ich es auch, Dein Zitat: "Christus wird dann zum Seelenbräutigam und erfüllt die Seele völlig".

Nun ist mir das Kompendium des KKK in die Hände gefallen, unter 203. Was bedeutet die "Auferstehung des Fleisches"? Steht tatsächlich: "Es bedeutet, dass der endgültige Zustand des Menschen nicht nur die vom Leib getrennte Geisterseele betrifft, sondern dass auch unsere sterblichen Leiber einst wieder lebendig werden". Also dies verstehe ich überhaupt nicht, was sollen wir denn mit unseren sterblichen Leibern :wacko: ?(
Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast. Joh 17, 21

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