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Edi

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41

07.08.2009, 23:03

Die Liebe, die Gott schenkt und Gott zurückgeben wird, wird doch auch zur Nächstenliebe. Wie sollte es anders sein, wenn Liebe allumfassend wird.

Grüß Dich Edi, so wie Du sehe ich es auch, Dein Zitat: "Christus wird dann zum Seelenbräutigam und erfüllt die Seele völlig".

Nun ist mir das Kompendium des KKK in die Hände gefallen, unter 203. Was bedeutet die "Auferstehung des Fleisches"? Steht tatsächlich: "Es bedeutet, dass der endgültige Zustand des Menschen nicht nur die vom Leib getrennte Geisterseele betrifft, sondern dass auch unsere sterblichen Leiber einst wieder lebendig werden". Also dies verstehe ich überhaupt nicht, was sollen wir denn mit unseren sterblichen Leibern :wacko: ?(

Grüß dich auch K.Windhauch,

unser Leib wird dermaleinst wie Jesus nach seiner Auferstehung in einen Auferstehungsleib verwandelt und den Engeln gleich sein. Matthäus 22,30: "In der Auferstehung werden sie weder freien noch sich freien lassen, sondern sie sind gleichwie die Engel Gottes im Himmel."
Wie das vonstatten geht, wissen wir nicht, aber das Zeugnis der Schrift tut das ja deutlich kund.
Einmal beklagte sich eine besessene Frau beim Heiligen Pfarrer von Ars: „Warum predigst Du so einfach? Warum predigst Du nicht hochtrabender, wie in den Städten? Oh, wie ich diese prächtigen Predigten liebe, die niemanden stören.“

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Edi« (07.08.2009, 23:08)


K.Windhauch

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42

08.08.2009, 08:22

Grüß dich auch K.Windhauch,

unser Leib wird dermaleinst wie Jesus nach seiner Auferstehung in einen Auferstehungsleib verwandelt und den Engeln gleich sein. Matthäus 22,30: "In der Auferstehung werden sie weder freien noch sich freien lassen, sondern sie sind gleichwie die Engel Gottes im Himmel."
Wie das vonstatten geht, wissen wir nicht, aber das Zeugnis der Schrift tut das ja deutlich kund.

Danke Edi, hab echt einen Schreck bekommen (wobei ich mit meinem Körper zufrieden bin), so bin ich wieder mit dem KKK im Gleichklang :P .

Können wir verstorben, wenn wir wie Engel gleich sind, den Menschen, welchen wir nahestehen und welche noch auf der Erde verweilen, dann in irgendeiner Form beistehen?
Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast. Joh 17, 21

Edi

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43

08.08.2009, 10:58

Grüß dich auch K.Windhauch,

unser Leib wird dermaleinst wie Jesus nach seiner Auferstehung in einen Auferstehungsleib verwandelt und den Engeln gleich sein. Matthäus 22,30: "In der Auferstehung werden sie weder freien noch sich freien lassen, sondern sie sind gleichwie die Engel Gottes im Himmel."
Wie das vonstatten geht, wissen wir nicht, aber das Zeugnis der Schrift tut das ja deutlich kund.

Danke Edi, hab echt einen Schreck bekommen (wobei ich mit meinem Körper zufrieden bin), so bin ich wieder mit dem KKK im Gleichklang :P .

Können wir verstorben, wenn wir wie Engel gleich sind, den Menschen, welchen wir nahestehen und welche noch auf der Erde verweilen, dann in irgendeiner Form beistehen?

Ich gehe ganz einfach davon aus, dass die Heiligen und das sind wir ja im Himmel dann Fürbitte für die Menschen leisten. Wenn wir hier schon Fürbitte tun, dann doch erst recht und viel intensiver im Himmel.
Einmal beklagte sich eine besessene Frau beim Heiligen Pfarrer von Ars: „Warum predigst Du so einfach? Warum predigst Du nicht hochtrabender, wie in den Städten? Oh, wie ich diese prächtigen Predigten liebe, die niemanden stören.“

Josephus

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44

08.08.2009, 17:13

Als Christen erwarten wir die ewige Vollendung bei Gott nicht einfach spiritualisiert als reine Geistwesen wie die Engel, sondern als Menschen in der Einheit von Leib und Seele!
Darum sagt der Katechismus mit Recht, dass sich bei der Auferstehung die unsterbliche Seele durch das machtvolle Wirken Gottes wieder mit ihrem Leib vereinigt. Dieser ist aber nunmehr nichts Vergängliches, sondern unvergänglich; nicht leidensfähig, sondern verherrlicht. Wenn wir auf die Gottesmutter Maria und auf Jesus Christus blicken, dann wird uns diese Vollendung des Menschseins schon im Glauben offenbar! Zur Einheit von Leib und Seele gehört auch das Mann- und Frau-Sein; d.h. im Himmel sind wir nicht geschlechtslose Wesen, sondern wir werden in unserer männlichen bzw. fraulichen Eigenart das ewige Glück der Seligen in der Einheit von Gottes Liebe genießen.

K.Windhauch

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45

09.08.2009, 08:21

Als Christen erwarten wir die ewige Vollendung bei Gott nicht einfach spiritualisiert als reine Geistwesen wie die Engel, sondern als Menschen in der Einheit von Leib und Seele!
Darum sagt der Katechismus mit Recht, dass sich bei der Auferstehung die unsterbliche Seele durch das machtvolle Wirken Gottes wieder mit ihrem Leib vereinigt. Dieser ist aber nunmehr nichts Vergängliches, sondern unvergänglich; nicht leidensfähig, sondern verherrlicht. Wenn wir auf die Gottesmutter Maria und auf Jesus Christus blicken, dann wird uns diese Vollendung des Menschseins schon im Glauben offenbar! Zur Einheit von Leib und Seele gehört auch das Mann- und Frau-Sein; d.h. im Himmel sind wir nicht geschlechtslose Wesen, sondern wir werden in unserer männlichen bzw. fraulichen Eigenart das ewige Glück der Seligen in der Einheit von Gottes Liebe genießen.
Grüß Dich Josephus, mit Deiner Aussage hab ich echt Schwierigkeiten. Kannst Du mir Bibelstellen zitieren, welche dies begründen?
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herzrosenduft

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46

09.08.2009, 11:23

Als Christen erwarten wir die ewige Vollendung bei Gott nicht einfach spiritualisiert als reine Geistwesen wie die Engel, sondern als Menschen in der Einheit von Leib und Seele!
Darum sagt der Katechismus mit Recht, dass sich bei der Auferstehung die unsterbliche Seele durch das machtvolle Wirken Gottes wieder mit ihrem Leib vereinigt. Dieser ist aber nunmehr nichts Vergängliches, sondern unvergänglich; nicht leidensfähig, sondern verherrlicht. Wenn wir auf die Gottesmutter Maria und auf Jesus Christus blicken, dann wird uns diese Vollendung des Menschseins schon im Glauben offenbar! Zur Einheit von Leib und Seele gehört auch das Mann- und Frau-Sein; d.h. im Himmel sind wir nicht geschlechtslose Wesen, sondern wir werden in unserer männlichen bzw. fraulichen Eigenart das ewige Glück der Seligen in der Einheit von Gottes Liebe genießen.

Als Jesus von den Pharisäern gefragt wurde, wer von den sieben verstorbenen Brüdern im Himmel denn nun die eine Frau zur Ehefrau haben würde, denn sie waren ja alle mit ihr verheiratet gewesen, und jeder ist vor ihr gestorben, da sagt Jesus doch ganz klar, dass es dies im Himmel nicht mehr geben werde, oder? Also spielt das Geschlecht im Himmel doch keine Rolle mehr, nicht wahr? Sonst könnten sich Mann und Frau ja weiter vermehren dort im Himmel. Aber sind wir dann nicht den Engeln gleich? Was lehrt die Kirche dazu?
_______________________________________________________________________________________

Der Papst betont die Wichtigkeit eines „christlichen Stils“ der Präsenz auch in der digitalen Welt:

„Dieser verwirklicht sich in einer Form
aufrichtiger und offener, verantwortungsvoller und dem anderen gegenüber
respektvoller Kommunikation“.

Klomb

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47

09.08.2009, 12:26

Kannst Du mir Bibelstellen zitieren, welche dies begründen?

Jesus Christus ist bekanntlich mit seinem Leib und seinen Wundmalen auferstanden. Gäbe es keine leibliche Auferstehung, dann wäre es Jesus Christus auch nicht passiert. (1. Kor 15,13) Ich glaube, daß wir auch mit all unserer körperlichen Hinfälligkeit auferstehen werden, so wie Christus noch die Wundmale hatte. Davor braucht man aber keine Angst zu haben, weil der Herr uns heilt und wir ja verherrlicht werden. Das Leiden, das wir hier tragen (JP2 sprach von seinem Kreuz, das er zu tragen habe), ist uns ja gewissermaßen Berufung, und es ist das große Mysterium des Kreuzes, das Leiden in Herrlichkeit zu verwandeln. Ähnlich ist es mit folgendem:

Also spielt das Geschlecht im Himmel doch keine Rolle mehr, nicht wahr? Sonst könnten sich Mann und Frau ja weiter vermehren dort im Himmel.
Wie @Edi zitiert hat, werden wir nicht mehr freien. Trotzdem wird man Frau oder Mann bleiben, weil es ja gewissermaßen Gottes Berufung an uns war, Frau oder Mann zu sein. Vielleicht helfen ja die Mariendogmen beim Verständnis? Maria ist ja immer (Jung-)Frau, also auch jetzt im Himmel, wo sie leiblich aufgenommen worden war.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Klomb« (09.08.2009, 12:34)


georgtrakl2

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48

09.08.2009, 14:50

Als Christen erwarten wir die ewige Vollendung bei Gott nicht einfach spiritualisiert als reine Geistwesen wie die Engel, sondern als Menschen in der Einheit von Leib und Seele!
Darum sagt der Katechismus mit Recht, dass sich bei der Auferstehung die unsterbliche Seele durch das machtvolle Wirken Gottes wieder mit ihrem Leib vereinigt. Dieser ist aber nunmehr nichts Vergängliches, sondern unvergänglich; nicht leidensfähig, sondern verherrlicht. Wenn wir auf die Gottesmutter Maria und auf Jesus Christus blicken, dann wird uns diese Vollendung des Menschseins schon im Glauben offenbar! Zur Einheit von Leib und Seele gehört auch das Mann- und Frau-Sein; d.h. im Himmel sind wir nicht geschlechtslose Wesen, sondern wir werden in unserer männlichen bzw. fraulichen Eigenart das ewige Glück der Seligen in der Einheit von Gottes Liebe genießen.
Vielen Dank Josephus, der Beitrag war längst überfällig und bringt die Diskussion auf den Punkt.

Wir sehen doch, wie Maria aussieht, also warum rütteln wir noch an der Wahrheit ?
„Die Mitte der Nacht ist auch schon der Anfang eines neuen Tages.”
Johannes Paul II. (1920-2005)

"Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar."
Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944 ; Märchen vom kleinen Prinz)

Josephus

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49

09.08.2009, 22:11

Lieber georgtrakl2,

Du hast einige Beiträge zuvor die durchaus bedenkenswerte Frage aufgeworfen, wie es sich denn mit der himmlischen Beseligung des Menschen durch "Gott allein" und der Fortsetzung und Erfüllung der Freundschafts- bzw. Liebesbeziehung zu bestimmten Personen, die wir hier auf Erden aufgebaut haben, verhalte. Ich meine, Gott ist so groß, dass er nichts von dem zerstört, was hier auf Erden gut und wertvoll war, sondern es zur Vollendung führt. So ist es sicher richtig, wie Du angemerkt hast, dass die menschliche Person, die ja von Gott geschaffen ist, gleichsam "unersetzbar" und "unvertretbar" bleibt, d.h. auch im Himmel wird dieses Bezogensein auf "Gott allein" eben nicht den Ausschluss der Liebe und Freundschaft zu anderen Personen bedeuten, sondern geradezu die Vollendung dieser Gemeinschaft!

Herzliche Grüße und Gottes Segen
Josephus

P.S. an jene Personen, die kritische Fragen gestellt haben: Was ist für Euch so anstößig an der von mir oben formulierten Position? Das Wort Jesu vom Sein-Werden wie die Engel ist ein Gleichnis und besagt ja nicht, dass wir als Menschen buchstäblich zu Engeln werden. Wir werden als Menschen vollendet, mit Leib und Seele - sonst wäre der Glaube an die Auferstehung des Leibes hinfällig! Zum Menschsein gehört auch, dass wir uns weiterhin als Mann bzw. Frau fühlen und erleben werden, weil dies zu unserer Identität gehört. Wir werden auch im Himmel "als Mann" bzw. "als Frau" lieben, auch wenn es keinen sexuellen Verkehr mehr geben wird und auch nicht mehr die Ehe als Institution! Die Liebe wird eben keine "fleischliche" sein, sondern eine "geistliche", was aber den Auferstehungsleib nicht ausschließt, sondern einschließt.

K.Windhauch

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50

10.08.2009, 19:45

Als Christen erwarten wir die ewige Vollendung bei Gott nicht einfach spiritualisiert als reine Geistwesen wie die Engel, sondern als Menschen in der Einheit von Leib und Seele!
Darum sagt der Katechismus mit Recht, dass sich bei der Auferstehung die unsterbliche Seele durch das machtvolle Wirken Gottes wieder mit ihrem Leib vereinigt. Dieser ist aber nunmehr nichts Vergängliches, sondern unvergänglich; nicht leidensfähig, sondern verherrlicht. Wenn wir auf die Gottesmutter Maria und auf Jesus Christus blicken, dann wird uns diese Vollendung des Menschseins schon im Glauben offenbar! Zur Einheit von Leib und Seele gehört auch das Mann- und Frau-Sein; d.h. im Himmel sind wir nicht geschlechtslose Wesen, sondern wir werden in unserer männlichen bzw. fraulichen Eigenart das ewige Glück der Seligen in der Einheit von Gottes Liebe genießen.

Vielen Dank Josephus, der Beitrag war längst überfällig und bringt die Diskussion auf den Punkt. Wir sehen doch, wie Maria aussieht, also warum rütteln wir noch an der Wahrheit ?
P.S. an jene Personen, die kritische Fragen gestellt haben: Was ist für Euch so anstößig an der von mir oben formulierten Position? Das Wort Jesu vom Sein-Werden wie die Engel ist ein Gleichnis und besagt ja nicht, dass wir als Menschen buchstäblich zu Engeln werden. Wir werden als Menschen vollendet, mit Leib und Seele - sonst wäre der Glaube an die Auferstehung des Leibes hinfällig! Zum Menschsein gehört auch, dass wir uns weiterhin als Mann bzw. Frau fühlen und erleben werden, weil dies zu unserer Identität gehört. Wir werden auch im Himmel "als Mann" bzw. "als Frau" lieben, auch wenn es keinen sexuellen Verkehr mehr geben wird und auch nicht mehr die Ehe als Institution! Die Liebe wird eben keine "fleischliche" sein, sondern eine "geistliche", was aber den Auferstehungsleib nicht ausschließt, sondern einschließt.


O.k. Ihr habt ein fundiertes Wissen, bei Euch ist das Glasklar angekommen. Es tut mir leid, ich bin zu Tode erschrocken. Die Vorstellung, nach unserem irdischen Leben wieder mit anderen Leibern zusammen zu treffen, ist für mich persönlich schrecklich. Warum? Wenn man sich überlegt, welch Tragödien mit all diesen Leibern zusammen hängen, dann ist die Vorstellung diese Leiber mit Ihrem Vergänglichen los zu werden, himmlisch. Ich spreche bewusst nur von den Leibern, nicht von den Werken. Dass Jesus auferstanden ist, mit seinem Leib, ist für mich eine logische Schlussfolgerung. ER wollte sich seinen Jüngern zeigen, er wollte, dass Sie ihn in seinem ursprünglichen Leib sehen, wenn man an den ungläubigen Thomas denkt, wird es noch offensichtlicher. Jesus hätte in jeder Gestalt erscheinen können.

Die Gestalt der Gottesmutter Maria, meiner Meinung nach, bedarf es hier keinem Körper, die Jungfräulichkeit mit all Ihren Taten und Werken ist doch auch in Ihrer Seele verankert. Selbst das Mann und Frau sein, hierfür bedarf es auch keinen Körper, alles was in unserm Leben wichtig ist, ist doch auch in unserer Seele verankert. Alles was wir getan oder unterlassen haben, einfach alles. Ebenso die Verherrlichung der Liebe. Es steht doch alles in unseren Seelen. Ich denk es fehlt mir Euer Hintergrundwissen, um etwas anderes zu denken. Logischerweise möchte ich den KKK nicht angreifen, aber ist es denn nicht erlaubt zu hinterfragen, wenn einem etwas nicht klar ist? Wenn man Körperlichkeit mit Weltlichkeit verbindet?
Ich hab das mit der Verherrlichung so gesehen: Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast. Joh17-21
Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast. Joh 17, 21

Josephus

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51

10.08.2009, 20:47

Lieber K. Windhauch,

ich finde es gut, dass Du die Probleme mit der "Auferstehung des Fleisches", an die wir ja laut Credo glauben, so klar anführst!
Es hat in der Geschichte der Kirche einige Anschauungen gegeben, die in die Richtung der Leugnung der leiblichen Auferstehung gegangen sind. Besonders gefährlich war die Irrlehre des Gnostizismus. Diese lehrte, dass der Leib etwas Böses sei, und nur der Geist von Gott komme. Außerdem wurde die Vorstellung einer Selbsterlösung vertreten.
Aber Vorsicht: Es ist nicht christlich, nur an eine Unsterblichkeit der Seele zu glauben! Vielmehr liegt unsere Hoffnung in der Vollendung auch unseres Leibes bei Gott. Dabei ist aber im verherrlichten Auferstehungsleib jede Unvollkommenheit und Begrenzung, wie sie aus unserer Sterblichkeit, Leidensfähigkeit und Sündverfallenheit herrührt, ausgeschlossen. Wir glauben also wirklich an die Erlösung des Leibes! Halleluja.

Herzliche Grüße und Gotte Segen
Josephus

monika

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52

10.08.2009, 21:27

Hallo,

zu diesem Thema gibt es, glaub' ich, ein sehr interessantes Buch von unserem Papst Benedikt, "Eschatologie- Tod und ewiges Leben", das er selbst als sein am besten durchgearbeitetes Werk bezeichnet. Ich selbst habe mich noch nicht daran gewagt, denn in Rezensionen war zu lesen, dass es für den theologischen Laien recht schwer verständlich sein soll.

VLG von Monika.
Jesus Christus ist derselbe- gestern,heute und in Ewigkeit Hebr.13,8

georgtrakl2

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53

11.08.2009, 15:40

Lieber georgtrakl2,

Du hast einige Beiträge zuvor die durchaus bedenkenswerte Frage aufgeworfen, wie es sich denn mit der himmlischen Beseligung des Menschen durch "Gott allein" und der Fortsetzung und Erfüllung der Freundschafts- bzw. Liebesbeziehung zu bestimmten Personen, die wir hier auf Erden aufgebaut haben, verhalte. Ich meine, Gott ist so groß, dass er nichts von dem zerstört, was hier auf Erden gut und wertvoll war, sondern es zur Vollendung führt. So ist es sicher richtig, wie Du angemerkt hast, dass die menschliche Person, die ja von Gott geschaffen ist, gleichsam "unersetzbar" und "unvertretbar" bleibt, d.h. auch im Himmel wird dieses Bezogensein auf "Gott allein" eben nicht den Ausschluss der Liebe und Freundschaft zu anderen Personen bedeuten, sondern geradezu die Vollendung dieser Gemeinschaft!

Herzliche Grüße und Gottes Segen
Josephus

Wie herrlich, ein ewiges Vergelt's Gott Josephus!!

Habe schein einige kirchliche Autoritäten bedrängt, aber noch nie die glückliche Gewißheit bekommen, die in deiner Antwort liegt, und das noch von einem Priester :thumbsup: .
So macht das Warten auf den Himmel doch richtig Freude :D

@ K.Windhauch :

Vielleicht ist es nur ein Gefühl, aber vielleicht schwingt bei deiner Sicht des Himmels ein wenig Angst mit, wenn man sich ihn im Zusammenhang der leiblichen Auferstehung denkt. Nichts könnte jedoch falscher sein ! Die Angst ist ein größeres Übel als das Übel selbst sagt der heilige Pater Pio. Weiterhin wird Jesus selbst im Himmel alle Tränen abwischen (vgl.). Somit werden Trägödien, die sich auf der Erde im Zusammenhang mit den Körpern im Himmel
1. entwedere die irdische Releanz verlieren, sie werden im Himmel nichtig, oder
2. sie werden im Himmel vergessen sein, so wie der Sünde im Himmel nicht mehr gedacht wird.

Lange Rede, kurzer Sinn:
Lass dich nicht einschüchtern bei der Vorstellung vom Himmel, sie wird sowieso übertroffen ;)
Stell dir die wunderschönste Vollendung bei Gott vor, dann bist du ihm einigermaßen nahe.

Jeglicher Gedanke, der uns Angst vor dem Himmel macht, kommt von Satan, dem Lügner.

LG und Gottes Segen

georgtrakl2
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Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944 ; Märchen vom kleinen Prinz)

herzrosenduft

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Wohnort: Deutschland

Beruf: Gärtner

54

11.08.2009, 16:29



P.S. an jene Personen, die kritische Fragen gestellt haben: Was ist für Euch so anstößig an der von mir oben formulierten Position? Das Wort Jesu vom Sein-Werden wie die Engel ist ein Gleichnis und besagt ja nicht, dass wir als Menschen buchstäblich zu Engeln werden. Wir werden als Menschen vollendet, mit Leib und Seele - sonst wäre der Glaube an die Auferstehung des Leibes hinfällig! Zum Menschsein gehört auch, dass wir uns weiterhin als Mann bzw. Frau fühlen und erleben werden, weil dies zu unserer Identität gehört. Wir werden auch im Himmel "als Mann" bzw. "als Frau" lieben, auch wenn es keinen sexuellen Verkehr mehr geben wird und auch nicht mehr die Ehe als Institution! Die Liebe wird eben keine "fleischliche" sein, sondern eine "geistliche", was aber den Auferstehungsleib nicht ausschließt, sondern einschließt.

Ich glaube, dass wir nach dem Tode so aussehen werden, wie hier auf der Erde. Aber ich glaube das Verhältnis zwischen Mann und Frau wird sein wie das Verhältnis zwischen Kindern, frei von sexuellen Begierden.
Und ich bin überzeugt, dass wir dann, wenn wir bei Gott angekommen sind, eine "ungetrübte Freude" haben werden, so wie es der Apostel Paulus einmal formuliert hat.
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„Dieser verwirklicht sich in einer Form
aufrichtiger und offener, verantwortungsvoller und dem anderen gegenüber
respektvoller Kommunikation“.

karl

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Beruf: Programmierer

55

13.08.2009, 18:24

Servus Josephus,

Zitat

Darum sagt der Katechismus mit Recht, dass sich bei der Auferstehung die unsterbliche Seele durch das machtvolle Wirken Gottes wieder mit ihrem Leib vereinigt.


Wenn Du hier von Auferstehung sprichst, so bezieht sich diese Auferstehung auf den Tag des jüngsten Gerichts und nicht einfach auf "nach dem Tod", oder? Vielleicht wäre hier noch eine Klarstellung nötig, da in einigen Beiträgen äusserst unscharf von "nach unserem irdischen Leben", "nach dem Tod", "im Himmel" gesprochen wird.

Dass die Auferstehung des Leibes erst beim jüngsten Gericht stattfindet würde ich aus den folgenden Worten des Paulus schließen (1.Korinther 15, 52ff):
[..]beim letzten Posaunenschall. Die Posaune wird erschallen, die Toten werden zur Unvergänglichkeit auferweckt, wir aber werden verwandelt werden.
(Wobei mir hier nicht ganz klar ist, wenn er mit "wir" meint, welche nicht auferweckt, sondern bloß verwandelt werden).

Andererseits scheinen manche Menschen (Heilige) sogar schon auf Erden (und nicht erst) im Himmel mit den Leibern vereint zu werden. Dann immerhin berichtet das Evangelium von einem derartigen Ereignis:

Mt 27,52: Die Gräber öffneten sich und die Leiber vieler Heiligen, die entschlafen waren, wurden auferweckt.
Nach der Auferstehung Jesu verließen sie ihre Gräber, kamen in die Heilige Stadt und erschienen vielen.

(Wobei hier auch bemerkenswert ist, dass die auferweckten Heiligen noch 3 Tage in ihren geöffneten Gräbern blieben und diese erst verließen als auch Jesu auferstanden ist. Aber vielleicht ist dies ja so zu verstehen dass tatsächlich nur die Leiber auferweckt wurden (und nicht die Heiligen selber) und gar keine Vereinigung von Leib und Seele stattfand, und somit bloß seelenlose Leiber nach Jerusalem spazierten... ).

Zitat

Als Christen erwarten wir die ewige Vollendung bei Gott nicht einfach spiritualisiert als reine Geistwesen wie die Engel, sondern als Menschen in der Einheit von Leib und Seele!

Warum Du hier einen Widerspruch zwischen "spiritualisert" und "Einheit von Leib und Seele" herstellst weiß ich auch nicht. Warum sollte eine "Einheit von Leib und Seele" nicht spiritualisiert und somit ein reines Geistwesen sein?

Zitat

Dieser [Leib] ist aber nunmehr .. nicht leidensfähig,

Hmm...
Zumindest sind die Leute welche im Himmel im Purgatorium sind doch eher schon leidensfähig, was man so hört.
Und ich hoffe doch, dass man im Himmel auch nach dem jüngsten Gericht immer noch leidensfähig bleibt...

Zitat

Zur Einheit von Leib und Seele gehört auch das Mann- und Frau-Sein; d.h. im Himmel sind wir nicht geschlechtslose Wesen

Hier kommt wieder die Unschärfe der Verwendung des Begriffs "im Himmel" zu tragen.
Denn wenn das Mann- und Frau-Sein erst durch die Einheit von Leib und Seele verwirklicht werden würde, und diese Vereinigung erst nach dem jüngsten Gericht stattfindet (lt. Paulus), dann wären wir im Himmel sehr wohl geschlechtslose Wesen. Das würde weiters bedeuten die Seele hätte kein Geschlecht.
Wenn ich aber annehme, dass wir im Himmel (nach dem Tod, vor der Auferstehung) nicht geschlechtslos sind, so kann dies widerrum nichts mit der Einheit von Leib und Seele zu tun haben, denn es befindet sich in der Zeit bis zum jüngsten Gericht ja nur die Seele im Himmel.

Wenn man nach Bibelstellen sucht, die eine Auferstehung des Leibes belegen, so findet man - je nach Übersetzung - eher verwirrendes:

z.B. Hiob 19,25-26.
Während in der Einheitsübersetzung steht Hiob werde "ohne Fleisch" Gott schauen:
Doch ich, ich weiß: mein Erlöser lebt, / als Letzter erhebt er sich über dem Staub.
Ohne meine Haut, die so zerfetzte, / und ohne mein Fleisch werde ich Gott schauen.

http://www.uibk.ac.at/theol/leseraum/bibel/ijob19.html

..findet man in einer englischen Übersetzung auf dem christlichen Portal newadvent.org die gegenteilige Aussage:

For I know that my Redeemer liveth, and in the last day I shall rise out of the earth.
And I shall be clothed again with my skin, and in my flesh I shall see my God.

http://www.newadvent.org/bible/job019.htm#verse25

Auch hier wird bezug genommen auf das jüngste Gericht, doch ob nun "er" (lt. Einheitsübersetzung) oder "ich" sich aus Staub bzw. Erde erheben wird, scheint ebenfalls nicht ganz klar zu sein.

Auf bibleserver.com kann man verschiedene Übersetzungen gegenüber stellen.
(Link: http://www.bibleserver.com/act.php?text_ref=18019000 )
Das Bild wird dadurch nicht klarer:

King-James-Bibel:
For I know that my redeemer liveth, and that he shall stand at the latter day upon the earth: And though after my skin worms destroy this body , yet in my flesh shall I see God:
(Wo kommen den hier plötzlich die "worms" her?).

Elberfelder-Bibel:
Doch ich weiß: Mein Erlöser lebt; und als der Letzte wird er über dem Staub stehen. Und nachdem man meine Haut so zerschunden hat, werde ich doch aus meinem Fleisch Gott schauen.

Luther-Übersetzung 1984:
Aber ich weiß, dass mein Erlöser lebt, und als der Letzte wird er über dem Staub sich erheben. Und ist meine Haut noch so zerschlagen und mein Fleisch dahingeschwunden, so werde ich doch Gott sehen.

Luther quasi-Original:
Ich weiß, dass mein Erlöser lebet, und er wird mich hernach aus der Erden aufwecken. Und werde darnach mit dieser meiner Haut umgeben werden und werde in meinem Fleisch Gott sehen.

?(

Karl

georgtrakl2

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Beruf: angehender Student

56

14.08.2009, 16:30


Zitat

Dieser [Leib] ist aber nunmehr .. nicht leidensfähig,

Hmm...
Zumindest sind die Leute welche im Himmel im Purgatorium sind doch eher schon leidensfähig, was man so hört.
Und ich hoffe doch, dass man im Himmel auch nach dem jüngsten Gericht immer noch leidensfähig bleibt...





Zitat

Zur Einheit von Leib und Seele gehört auch das Mann- und Frau-Sein; d.h. im Himmel sind wir nicht geschlechtslose Wesen

Hier kommt wieder die Unschärfe der Verwendung des Begriffs "im Himmel" zu tragen.
Denn wenn das Mann- und Frau-Sein erst durch die Einheit von Leib und Seele verwirklicht werden würde, und diese Vereinigung erst nach dem jüngsten Gericht stattfindet (lt. Paulus), dann wären wir im Himmel sehr wohl geschlechtslose Wesen. Das würde weiters bedeuten die Seele hätte kein Geschlecht.
Wenn ich aber annehme, dass wir im Himmel (nach dem Tod, vor der Auferstehung) nicht geschlechtslos sind, so kann dies widerrum nichts mit der Einheit von Leib und Seele zu tun haben, denn es befindet sich in der Zeit bis zum jüngsten Gericht ja nur die Seele im Himmel.



ad 1 : Im Purgatorium befindet sich die Seele ohne Leib, genauso wie im Himmel vor der Auferstehung des Leibes excl. die hl. Gottesmutter Maria.

ad 2 : Niemand hat behauptet, dass das Mann- und Frausein durch die Vereinigung von Leib und Seele vollzogen wird. Auch im Fegefeuer sind die leiblosen Seelen Frauen und Männer. Sogar in der Hölle leiden die Seelen, welche geschlechtsspezifisch gesündigt haben am Mißbrauch ihres eigenen Körpers unter vollem Bewußtsein der eigenen Geschlechtlichkeit. (s. versch. kath. Mystiker : Visionen der Hölle/des Fegefeuers)
Frau- und Mannsein ist also keine lediglich körperliche Eigenschaft, die die Seele sozusagen nach einer Richtung gewaltsam forciert, sondern ist eigenständiger und sicherer Ausdruck der Seele selbst.
„Die Mitte der Nacht ist auch schon der Anfang eines neuen Tages.”
Johannes Paul II. (1920-2005)

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K.Windhauch

Fortgeschrittener

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57

15.08.2009, 16:30

Sogar in der Hölle leiden die Seelen, welche geschlechtsspezifisch gesündigt haben am Mißbrauch ihres eigenen Körpers unter vollem Bewußtsein der eigenen Geschlechtlichkeit.

Hallo zusammen,

sorry, ich hab's noch nicht ganz verstanden. Meines Erachtens hat Karl viele konkrete Fragen gestellt. Die Antwort darauf, war nicht ganz so ausführlich wie ich sie mir erhofft hatte (für mich ist der Leib viel mehr als Geschlechtlichkeit). Kann jemand Karls Fragen beantworten?
Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast. Joh 17, 21

Hannah

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Beruf: Pensionistin

58

15.08.2009, 19:47

Sicher ist der Leib nicht auf seine Geschlechtlichkeit reduziert.
Dennoch hat die Sünde gegen die eigene Geschlechtlichkeit auch Folgen.
Aber es hat auch jede Sünde gegen den Leib, Folgen.
Wir sind schon auch zur Eigenverantwortlichkeit aufgerufen. Wir dürfen uns nicht beklagen, wenn wir uns aus freien Stücken selbst schädigen und dann leiden müssen, denn wir haben uns ja auch über die göttlichen Lebensgebote einfach hinweggesetzt.
Wie hab ich es in einem anderen Thread gelesen?
Mit Alkohol und Nikotin werden viele Menschen hin.
Dennoch ists der Brauch ohne Alkohol und Nikotin,stirbt die Menschheit auch. Klingt recht lustig, ist es aber bei Lungenkrebs und Leberkrebs
sicher nicht. Ganz abgesehen von den Menschen, die uns in ihrer Nähe dann erleben.
Wer Leid schafft, gegen sich und Andere, wird selbst Leidtragender sein. Darüber gilt es nachzudenken.
Sehnsucht ist der Wille zum Ziel
Liebe aber, ist Entscheidung.
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K.Windhauch

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59

16.08.2009, 00:42

Dies könnte die Antwort auf Karls Frage sein: KKK 997 Was heißt„auferstehen"? Im Tod, bei der Trennung der Seele vom Leib,fällt der Leib des Menschen der Verwesung anheim, während seine Seele Gott entgegengeht und darauf wartet, daß sie einst mit ihrem verherrlichten Leib wiedervereint wird. In seiner Allmacht wird Gott unserem Leib dann endgültig das unvergängliche Leben geben, indem er ihn kraft der Auferstehung Jesu wieder mit unserer Seelevereint.999 Nun könnte einer fragen: Wie werden die Totenauferweckt? Was für einen Leib werden sie haben? Was für eine törichte Frage! Auch das, was du säst, wird nicht lebendig, wenn es nicht stirbt. Und was du säst,hat noch nicht die Gestalt die entstehen wird; es ist nur ein nacktes Samenkorn ... Was gesät wird, ist verweslich, was auferweckt wird, unverweslich ... die Toten werden zur Unvergänglichkeit auferweckt... Denn dieses Vergängliche muss sich mit Unvergänglichkeit bekleiden und dieses Sterbliche mit Unsterblichkeit"

ad 2 : Niemand hat behauptet, dass das Mann- und Frausein durch die Vereinigung von Leib und Seele vollzogen wird. Auch im Fegefeuer sind die leiblosen Seelen Frauen und Männer. Sogar in der Hölle leiden die Seelen, welche geschlechtsspezifisch gesündigt haben am Mißbrauch ihres eigenen Körpers unter vollem Bewußtsein der eigenen Geschlechtlichkeit. (s. versch. kath. Mystiker : Visionen der Hölle/des Fegefeuers)
Frau- und Mannsein ist also keine lediglich körperliche Eigenschaft, die die Seele sozusagen nach einer Richtung gewaltsam forciert, sondern ist eigenständiger und sicherer Ausdruck der Seele selbst.

georgtrakel2 =Was gibt Dir die Gewissheit der geschlechtsspezifischen Seelen nach unserem irdischen Tod? Im KKK konnte ich nichts finden.
Warum ist Dir, das Mann und Frau sein so wichtig?

Sicher ist der Leib nicht auf seine Geschlechtlichkeit reduziert. Dennoch hat die Sünde gegen die eigene Geschlechtlichkeit auch Folgen.
Aber es hat auch jede Sünde gegen den Leib, Folgen. Wir sind schon auch zur Eigenverantwortlichkeit aufgerufen.
Ja Hannah, jede Sünde hat Ihre Folgen. Der Körper recht sich bereits in unserem irdischen Dasein und das hat sicherlich seine Berechtigung.
Denn wenn das Mann- und Frau-Sein erst durch die Einheit von Leib und Seele verwirklicht werden würde, und diese Vereinigung erst nach dem jüngsten Gericht stattfindet (lt. Paulus), dann wären wir im Himmel sehr wohl geschlechtslose Wesen. Das würde weiters bedeuten die Seele hätte kein Geschlecht. Wenn ich aber annehme, dass wir im Himmel (nach dem Tod, vor der Auferstehung) nicht geschlechtslos sind, so kann dies widerrum nichts mit der Einheit von Leib und Seele zu tun haben, denn es befindet sich in der Zeit bis zum jüngsten Gericht ja nur die Seele im Himmel.
Wie ist es denn nun zu verstehen?
Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast. Joh 17, 21

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »K.Windhauch« (16.08.2009, 20:02)


K.Windhauch

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60

16.08.2009, 08:58

Hallo,

zu diesem Thema gibt es, glaub' ich, ein sehr interessantes Buch von unserem Papst Benedikt, "Eschatologie- Tod und ewiges Leben", das er selbst als sein am besten durchgearbeitetes Werk bezeichnet. Ich selbst habe mich noch nicht daran gewagt, denn in Rezensionen war zu lesen, dass es für den theologischen Laien recht schwer verständlich sein soll.
Entschuldige bitte, ich hatte vergessen zu Antworten. Danke für den Tipp, ich glaub momentan ist es für mich noch zu schwierig. Mein Ziel ist es, es später zu versuchen. Danke - Gruß Klara
Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast. Joh 17, 21

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