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fono

Meister

Beiträge: 2 625

Wohnort: NRW - Sauerland

1

16.01.2002, 09:04

Eucharistie

Mich interessiert, warum bei der Eucharistie nur der Priester auch den Wein bekommt und die Gläubigen nicht. Ist das zur Zeitersparnis ;) , oder gibt es einen anderen Grund dafür? Vielleicht könnt ihr mir weiter helfen!


Gandalf

Administrator

Beiträge: 25 889

Wohnort: Mittelerde

Beruf: M+M (Medien+Management)

2

16.01.2002, 12:43

Nicht nur

Es gibt auch Hl. Messen, wo alle Gläubigen "Wein" (d.h. das Blut Christi) gereicht bekommen, üblich ist es nicht.

Warum das so ist? Dies dürfte vor allem auch praktische Gründe haben und theologische Gründe, weil Christus ohnedies im vollen Umfang im "Brot", d.h. Leib Christi anwesend ist.

Zitat

Original von fono
Mich interessiert, warum bei der Eucharistie nur der Priester auch den Wein bekommt und die Gläubigen nicht. Ist das zur Zeitersparnis ;) , oder gibt es einen anderen Grund dafür? Vielleicht könnt ihr mir weiter helfen!
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Padre Pio: "Überlege gut, was du schreibst, denn der Herr wird dich darüber zur Rechenschaft ziehen."

tumnus

Anfänger

Beiträge: 16

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Beruf: Dipl.Soz.-Arb. im Anerkennungsjahr

3

16.01.2002, 13:50

Eucharistie unter beiderlei Gestalt

Hallo Fono,

bei meiner Wiederaufnahme in die Kirche und der gleichzeitigen Firmung haben mein Firmpate und ich die Eucharisie unter beiderlei Gestalt empfangen, was also grundsätzlich möglich ist.
Lehre der Kirche ist, dass der ganze Christus in beiden Gestalten ganz gegenwärtig ist.
Dass bei der Wandlung sowohl Wein als auch Brot konsekriert und vom Priester empfangen werden hat m.E. vor allem Zeichenhaften Charakter...

Gruß

Jürgen

fono

Meister

Beiträge: 2 625

Wohnort: NRW - Sauerland

4

16.01.2002, 15:04

Erstmal Danke für die Antworten. Im Katechismus habe ich auf Seite 381 noch folgendes gefunden:

Zitat

Christus ist unter jeder der beiden Gestalten (also Brot und Wein) sakramental gegenwärtig. Deshalb kann auch dann die ganze Gnadenfrucht der Eucharistie empfangen werden, wenn nur unter der Gestalt des Brotes kommuniziert wird. Zu Recht ist aus pastoralen Gründen im lateinischen Ritus diese Art zu kommunizieren am gebräuchlichsten. Doch "ihre volle Zeichenhaftigkeit gewinnt die Kommunion, wenn sie unter beiden Gestalten gereicht wird. In dieser Form wird das Zeichen des eucharistischen Mahles auf vollkommenere Art zum Ausdruck gebracht" (IGMR 240).


Es sind wohl tatsächlich organisatorische Gründe. Allerdings scheint es doch "besser" zu sein, wenn Brot und Wein gereicht wird. Die Ostkirchen machen es anscheinend immer so.


Benedikt

Meister

Beiträge: 2 878

Wohnort: Deutschland

5

16.01.2002, 16:00

@fono Es hat sicher auch hygienische Gründe, in den Zeiten der Pest hätte das für viele Menschen eine Erkrankung bedeutet.
Weblog:Speculum@kathhost
Mein Nutzername im Kath.net-Leserbereich: Nyger

fono

Meister

Beiträge: 2 625

Wohnort: NRW - Sauerland

6

17.01.2002, 09:12

@benedikt
Stimmt! Wenn ich mal eine Erkältung habe stippe ich mein Brot auch nur im Kelch ein um nicht die halbe Gemeinde anzustecken. Wir können zwar "Gift trinken und auf Schlangen treten" aber man muss es ja nicht herausfordern :)


Frodo

unregistriert

7

17.01.2002, 11:42

@ Fono Ostkirchen

Bei den Ostkirchen ist das überhaupt etwas anders. Da wird sozusagen in einem Kelch beide Gestalten (Brot und Wein) zusammen-"gemixt" und man bekommt dann beides mit einem Löffel in den Mund "serviert". Man muß dabei schaun, dass man den Löffeln nicht berührt.
Das ganze ist eine etwas gewöhnungsbedürftige Angelegenheit.

Folglich hat man gar nicht die Wahl, ob man
z. B. nur den Leib Christi möchte und
es gibt naturgemäß kein Handkommunion (wo wir dann das nächste heiße Eisen zum Diskutieren hätten :)) )


8

23.01.2002, 15:52

Ich gehe jetzt in die Anbetung! Da "Konsumiere" ich den Herrn auch - mit den Augen! - mit dem Herz!

Wer macht mit? :]

Linus

unregistriert

9

09.04.2002, 09:09

warum wird die intinctio - praxis (also das eintauchen der hostie in den wein) eigentlich so wenig angewandt?

Vor allem mit selbstgebackenen Hostien schmeckz fas sogar :D

(ein tatsächliches Kostet und seht wie gut der Herr ist)

Linus

Josephus

Erleuchteter

Beiträge: 3 277

Wohnort: Tirol, jetzt Niederösterreich

Beruf: Priester, Theologe, Webmaster

10

09.04.2002, 10:58

Wie immer die Heilige Eucharistie gespendet oder empfangen wird (ob unter einer Gestalt oder unter beiden, ob mit der Hand oder mit dem Mund, ob stehend oder kniend), immer soll sowohl dem Spender (Bischof, Priester, Diakon als ordentlichen Kommunionspendern, in Notfällen auch dem beauftragten Laien als außerordentlichem Kommunionspender) ausreichend bewußt sein, hier vor einem "Geheimnis des Glaubens" zu stehen, dem höchste Ehrfurcht, Anbetung und Liebe gebühren!
Meiner Auffassung nach setzt die Kommunionspendung unter beiden Gestalten eine gewisse Vorbereitung voraus und verlangt besondere Sorgfalt der Spendung. Von diesen Umständen aus ist es zu erklären, daß man nicht einfach bei jeder Meßfeier auf diese Möglichkeit zurückgreift. Das äußere Kosten oder Schmecken der heiligen Gestalten von Brot und Wein ist da wirklich sekundär; wir empfangen ja nicht etwas, sondern jemanden: den gekreuzigten und auferstandenen Herrn Jesus Christus selbst!

Josephus

reto

Erleuchteter

Beiträge: 4 027

Wohnort: Bistum Chur

Beruf: Dipl. El.-Ing ETH, Primarlehrer

11

09.04.2002, 12:39

@Josephus
Du hast natürlich recht, dass das äußere Kosten oder Schmecken der heiligen Gestalten von Brot und Wein sekundär ist. Wenn ich den Spruch höre: 'kostet und seht wie gut der Herr ist', dann vervollständige ich ihn im meinem Herzen immer mit: 'allen wird Heil, die ihm vertraun'. (Man sieht, auch dieser Vers hat 'zwei Gestalten' ;)).

Unser Herr und Gott kehrt bei uns ein - ob in der Gestalt von Brot oder in Gestalt von Brot und Wein. Ich hatte Zeiten in meinem Leben, wo ich während einiger Wochen die Möglichkeit zur Kommunion nicht hatte. Als es dann wieder soweit war, hatte ich riesige Freude. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, zu nörgeln, weil ich den Kelch nicht erhielt.

Und trotzdem: Die Kommunion unter beiden Gestalten sollte mehr gereicht werden, wenn es die äusseren Umstände erlauben. Die 'volle Zeichenhaftigkeit' ist etwas schönes. Es ist gut, dass in der Messe der ganze Mensch angesprochen wird. Und wenn 'das Zeichen des eucharistischen Mahles auf vollkommenere Art zum Ausdruck gebracht' werden kann: Warum sollten wir es nicht tun?

Bei uns wird übrigens am Gründonnerstag die Kommunion immer unter beiden Gestalten gereicht (und an Hochzeiten meist auch). Am letzten Gründonnerstag hat unser Vikar darauf hingewiesen, dass man sich nicht gezwungen fühlen muss, den Wein auch zu nehmen. Dies ist auch ein wichtiger Punkt. Für einige Leute ist die Kommunion unter beiden Gestalten ungewöhnlich oder sie empfinden sie als unhygienisch. Aber auch wenn sie dann die Kommunion ausschliesslich in der Brotgestalt empfangen, so empfangen sie den ganzen, unteilbaren Herrn - die unvorstellbare Fülle seines ganzen Seins - nicht weniger.
Quoniam si reprehenderit, nos cor nostrum:
maior est Deus corde nostro, et novit omnia. (1 Joh 3,20)

Bernhard

Schüler

Beiträge: 98

Wohnort: Erzdözese Freiburg,BRD

12

09.04.2002, 18:23

Bei uns gibts die Kommunion unter beiden Gestalten auch nur am Gründonnerstag und bei Eheschließungen/ Silber-,Goldene h/Hochzeit oder Konversionen (z.B. bei meiner Frau zwei Sakramente auf einmal: Eucharistie und Firmung, eigentlich auch noch Ehe.....Wir hatten ev.
geheiratet mit Dispenz vom Bischof, Kinder katholisch)
Am Gründonnerstag nehmen etwa 2/3 der Gläubigen die
Kommunion unter beiden Gestalten.
Schwierig wirds immer bei Alkoholikern!(laut Arzt soll es
bei uns so viele Alkoholiker geben, dass die Stadthalle
sie nicht fassen kann. Das müßten nach meinen Berechnungen etwa 10- 15 % der Bevölkerung sein)

JoJo-hannes

unregistriert

13

09.04.2002, 18:48

Eintauchen...

Ich weiss nicht...Weiß jemand ob der Vatikan nicht vor einigen Jahren hier eine Regulierung herausgegeben hat, da diese Form den Kommunionempfanges zu sehr "Selbst-kommunion" ist und der wichtige Aspekt des Empfangens zurücktritt? Ich hab es irgenwo im Hinterkopf...Gibt es hier ein Dokument das von dieser Praxis abrät, oder hab ich das nur geträumt?

In Christo
Johannes

Linus

unregistriert

14

09.04.2002, 22:17

Eintauchen

Bei uns taucht der Priester die Hostie in den Kelch den ein Ministrant hält ein und der Empfänger empfängt mit Mundkommunion- wenn er nur die "Brotkommunion" will soll er es durch kurz vorher verschränkte Hände anzeigen - so gibts nie Probleme


JoJo-hannes

unregistriert

15

10.04.2002, 10:22

Intinctio....

Hab jetzt selber noch was gefunden. Danke Google :]

Während die intinctio nach dem Vat II als die bevorzugte Art des Kommunionempfanges unter beiderlei Gestalten galt, muss man klar wissen was das bedeutet. Es scheint als müsse der, welcher "eintaucht" der Priester sein (oder andere ordentliche Kommunionspender [Bischof, Diakon] und im extremfall auch ausserordentliche Kommunionspender)

Beispiel USA:
In den Staaten wurde 1984 eine weiter Anwendung der Intinctio erlaubt, allerdings dürfe nicht der Empfangende zuerst den Leib empfangen und dann diesen selbst in das Blut eintauchen -> Selbstkommunion.

http://216.239.51.100/search?q=cache:g3a…n+vatican&hl=en


Ein guter (english) Artikel von adoremus
http://www.adoremus.org/299DEW.html

Linus

unregistriert

16

10.04.2002, 12:06

@ JoJo

klingt intereessant, da ist was neues für mch dabei

Juergen

Fortgeschrittener

Beiträge: 322

Wohnort: Paderborn

17

10.04.2002, 12:16

Neue AEM

In der neuen AEM (neues Messbuch) heißt es bezüglich der Kommunion unter beiderlei Gestalten per Eintauchen:

287. Si Communio calicis fit per intinctionem, communicandus, patinam sub ore tenens, accedit ad sacerdotem, qui calicem tenet et ad cuius latus sistit minister qui vas cum sacris particulis sustinet. Sacerdos hostiam accipit, partem eius in calicem intingit et eam ostendendo dicit Corpus et Sanguis Christi; communicandus respondet: Amen, a sacerdote Sacramentum ore recipit, ac postea recedit.

Jürgen
stabilitas contra mundum

Linus

unregistriert

18

10.04.2002, 12:24

bin zwar "Römer" mag auch Latein
bloss: kanns nicht auf Deutsch sein?

Juergen

Fortgeschrittener

Beiträge: 322

Wohnort: Paderborn

19

10.04.2002, 12:37

Eine Schnellübersetzung (sinngemäß):

Wenn die Kommunion des Kelches per Eintauchen gespendet wird, tritt der Kommunikant, die Patene unter dem Mund haltend, zum Priester, der den Kelch hält und an dessen Seite ein Messdiener steht, der das Gefäß mit den Hostien hält. Der Priester nimmt eine Hostie, taucht sie ein Stück weit in den Kelch und zeigt sie dem Kommunikantem und sagt 'Leib und Blut Christi'; der Kommunikant erwidert 'Amen'. Vom Priester dann empfängt er das Sakrament in den Mund und geht zurück [zum Platz].

Jürgen
stabilitas contra mundum

Linus

unregistriert

20

10.04.2002, 14:43

@ so bei uns üblich bloss dass der priester die patene, mit den hostien hält und der ministrant den kelch, ist aber unwesentlich glaubb ich

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