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Julian

Anfänger

Beiträge: 34

Wohnort: Vorarlberg

1

18.08.2005, 14:13

Zugang zur Bibel

Hallo!

Mich würde interessieren, wie Ihr einen existentiell-bedeutsamen Zugang zur Bibel gefunden habt (ich erlebe sie hauptsächlich als sehr trocken, selbst das NT :().

Jakoba

Meister

Beiträge: 2 814

Wohnort: Bistum Chur und bin stolz darauf!

Beruf: Pönitente

2

18.08.2005, 15:50

RE: Zugang zur Bibel

Hallo Julian,

dann fange doch mal mit Apostelgeschichte an und lese sie mal wie ein Reisebericht. Wow!

PS, die Bibel liesst sich am besten wenn sie trocken ist. Die nasse Version ist schwer zum umblättern! :D

Mal im Ernst:
In der Zeit als es noch kein Komputer und Internet bei mir zuhause gab, hatte ich mal angefangen, alle Titel der Perikopen ab zu typen, wie für ein Inhaltsverzeichnis:

GENESIS
I Die Anfänge: 1,1 - 11,9
Gen 1,1 - 2,4a: Die Erschaffung der Welt
Gen 2,4b-25: Das Paradies
...

Zugegeben, auf den alten Schreibmaschiene war es kein vergnügen, und Tippex war zu teuer, so dass ich nicht die ganze Bibel geschafft habe, aber es hat mir gereicht, um die Zusammenhänge kennenzulernen und jetzt immer noch zuerst auf den Überschriften achte.
Somit weiss ich jetzt, dass ein Zitat aus Mt 25 nur wenige Tage vor seiner Kreuzigung waren. u.s.w.

Geholfen hat mir auch ein geschenktbekommenes Bibellexikon und ein Zeittafel, der es auch in der Gemeinschaftsübersetzung gibt, ab seite 1436:
z.B. Exodus aus Ägypten: 1250 v. Chr.
Josua und Richter: 1200-1020 v. Chr.
> Die ersten 7 Bücher handeln über ca. 200 Jahren, eine ziemlich kurze Zeitspanne, wenn man bedenkt was alles passiert ist.

Erst wenn man die Bibelerreignisse in der Geschichte einordnen kann, wird es viel einfacher werden die Bedeutung im Hinblick auf Christus heraus zu lesen, Hinweisen zu finden die mich zum richtigeren Handeln veranlassen. Dann wird sich die Bedeutung für Gott und das ewige leben als von alleine ergeben.

Siehe auch in der Katechismus nach unter Nr. 116-117.

Bibelstudium: Ja! Aber richtig!

Grüssen von Jakoba, die auch zusammen mit Reformierten und Zeugen Jehowah gelernd hat, und begriffen hat wie es eben NICHT gehen soll.
Unser Katechismus ist sehr deutlich und gut!
Vielleicht macht auch dein Ortspfarrer mit?
Gebetsbuch: "Sakrament des Altars" bei www.aszetik.net
Suche: "Leben der Heiligen" P. François Giry

3

18.08.2005, 16:05

RE: Zugang zur Bibel

Als ich durch die Gnade Gottes erkannte, dass in der Bibel die Wahrheit steht, kaufte ich mir eine Bibel und wollte sie einfach lesen.
Das ging nicht. Ich kapierte nichts.
Da hörte ich, dass man die Bibel nur mit mit dem Beistand des Hl. Geistes lesen kann.
Ich setzte mich hin und betete zum Heiligen Geist:
"Ich möchte die Wahrheit wissen und danach leben.
Bitte, zeig sie mir!"
Von da an verwandelte sich dieses Buch von einem Märchen aus tausend und einer Nacht zu einem Tatsachenbericht.
Ich verstand und erkannte die Wahrheit.
Und mein Leben änderte sich total und verändert sich heute noch.
Ein wahres Abenteuer. Ich wurde geführt. Zu anderen Büchern, zur Gemeinschaft mit anderen Gläubigen, mitten hinein in die weltweite katholische Kirche. Grenzenüberschreitend. So wie sie heute die jungen Leute in Köln erleben. So aufregend, dass alle anderen thrills dagegen langweilig wurden.
LG
Arwen
Jesus, ich vertraue auf Dich!

Jakoba

Meister

Beiträge: 2 814

Wohnort: Bistum Chur und bin stolz darauf!

Beruf: Pönitente

4

18.08.2005, 16:22

Eine kurze Warnung noch:

Die Leviten richtig lesen!
Es sind eben Richtlinien was man alles NICHT machen soll! 8)

@ Arwen: Danke!
Gebetsbuch: "Sakrament des Altars" bei www.aszetik.net
Suche: "Leben der Heiligen" P. François Giry

5

18.08.2005, 20:40

Guten Tag,

ich habe meinen Zugang zur Bibel auch durch viel Gebet (vor allem Rosenkränze) und Fasten (gehört meiner Meinung nach untrennbar zum Gebet) bekommen. Man begreift dann den Sinn des offenbarten Wortes Gottes und auch, wie es auf die heutige Umwelt/Gesellschaft anzuwenden ist. Ergänzend dazu empfiehlt sich die Lektüre von Geschichtsbüchern und Landkarten, denn auf dem historisch-geografischen Hintergrund versteht man die Zusammenhänge besser!

Der Kern der Bibel sind die vier Evangelien, vor allem die Reden Jesu. Unter unablässigem Fasten und Gebet bekommt man deren Sinn und Schönheit erschlossen.

Gottes Segen an alle!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »HarpoMarx« (18.08.2005, 20:43)


Barbara0

Schüler

Beiträge: 120

Beruf: studentin

6

18.08.2005, 22:35

also ich hab meinen zugang einfach durch regelmäßiges lesen bekommen und auch durch freunde.

intensiver damit beschäftige ich mich auch natürlich in meinem studium.

lg barbara
Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen! (PSALM 23) :)

1Kor13

unregistriert

7

18.08.2005, 23:15

Yo Julian,

also ich denke mein guter Zugang zur Bibel kommt daher da die Bibel viel mehr ist wie man ihr häufig andichtet. Brauchst dich nur mal umzuhören was die Leute darüber denken. "Fromme Geschichten und nichts weiter" etc kriegt man dazu hören.

Ich denke man sollte mal unbefangen an die Texte herangehen und schauen von welchen existenziellen Problemen die Menschen der Bibel gestanden haben und was für Gedanken sie sich machten. Das NT ist vielleicht für manche "trocken" weil sie mehr über den Glauben und über Theologie erzählt, aber nicht nur Genauer lesen lohnt sich.

Oder eines meiner Lieblingsbücher. Kohelet (auch Prediger Salomo). Ich finde es einfach krass wie Salomo über die Welt schreibt. So allgemein verständlich, nicht durch die rosarote Brille, ja gar depressiv... aber trotzdem kreigt er den Bogen und findet zu Gott.

Solche Texte liebe ich. Menschen die vor harten Proben standen, vielleicht keinen Sinn mehr sahen und dann lediglich mit ihrem Vertrauen auf Gott die Situation zu bewältigen versuchten. Ich denke damit kann man sich vorzüglich identifizieren. Vor allem weil in vielen Texten nicht von oben herab mit frommen Floskeln das Leben diskutiert wird (das würde keinem Mensch mehr was bringen, vor allem den Jugendlichen nicht). Vielmehr wird ganz einfach (manchmal sogar mit krassen Worten wie bei Amos) gesagt wie es ist. Ohne Schonschminkerei, aber mit einem Unterschied: Die Hoffnung auf Gott die uns als Christen alle am Leben hält.

8

19.08.2005, 06:30

Pilgerreise

Ich moechte hier noch einen weitere Dimension ansprechen. Eine Pilgerreise ins Hl. Land. Seit meiner Pilgerreise im letzten Jahr erlebe ich die Texte der Bibel noch intensiver. Viele Assoziationen und Bilder tauchen zu den Geschehnissen auf. Niemals werde ich das Beten in Jesu Grab vergessen, um nur einen der Hoehepunkte so einer Reise zu erwaehnen.

Ich moechte Euch Alle zu einer Pilgerreise ins Hl. Land ermutigen. Sicherheitsbedenken braucht ihr keine zu haben. Tausende Pilger besuchen noch immer jeden Tag die Hl. Staetten und noch keinem ist was
passiert. Wir konnten sogar den Felsendom am Tempelberg besuchen.

Vielleicht organisiert ja kath.net einmal eine Pilgerreise ins Hl. Land.

Tipp: In Jerusalem unbedingt im Oesterr. Hospiz wohnen. Lage: Altstadt, Via Dolarosa. Die suchen uebrigens immer Volontaere: Hier der Link Man kann sich auch online bewerben.

Bernhardus
deus lo vult

9

21.08.2005, 20:52

Mein Zugang zur Bibel könnte besser sein, ist aber dennoch irgendwo vorhanden. Es sind nicht die vollen Geschichten, sondern viel mehr kleine Verse die mich zum Nachdenken bringen.
Was mich dazu gebracht hat, war, eine kleine Tradition:
Es war eine Zeit lang in unserer Pfarrei üblich, dass die ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen ein kleines Weihnachtsgeschenk bekamen. Einmal hatten wir die Idee, dass wir doch kleine Zettel zuschneiden könnten (gibt es 4 große Bögen als Vorlagen) wo einfach eine Bibelstelle zum Nachschlagen drauf steht. Da nahmen wir eine Hand voll für jeden, und taten es in ein kleines Säckchen - sozusagen "eine Bibelstelle für jeden Tag".
Bei den Leuten kam es im allgemeinen nicht sehr gut an, denn mit der Bibel können sie nun doch (angeblich) nichts anfangen, aber wir, die wir es gemacht haben, wir haben diese Zettel Heute noch wo stehen, und wenn ich es gerade sehe, dann zieh ich mir mal einen Zettel.. und diese Bibelstellen, sie passen eigentlich immer zu meiner Lebensituation, und sie sind so kurz, dass sie mir im Gedächtnis bleiben.
Meiner Meinung nach, sollte ja die Bibel nicht als "Roman" gesehen werden, den man 1 mal durchdrückt, und dann links liegen lässt, sondern als eine Art "Nachschlagewerk für das Leben"
Ja, das ist mein kleiner Zugang zur Bibel.
"Mit der Hilfe Gottes erstrahlt selbst das Schrecklichste in einem strahlenden Licht der Hoffnung."

"Gott gab dir ein Gesicht - lächeln musst du selbst!"

10

28.09.2005, 14:23

RE: Zugang zur Bibel

Ich habe angefangen mich mit dem jeweiligen Sonntagsevangelium zu beschäftigen und bin dann durch die Querverweise auch zu anderen, mir völlig unbekannten Bibelstellen gekommen. So wurde es immer interessanter und spannender und ich habe noch viel in der Bibel zu entdecken. Auch die Teilnahme an einer Bibelrunde kann ich dir sehr empfehlen.
Würde mich freuen, wenn ich dir mit meinem Tipp helfen kann.
Gottes Segen
Alice

Albertus

Schüler

Beiträge: 66

Wohnort: Bayern

Beruf: Theologe

11

05.10.2005, 17:56

ich denke, es ist vielleicht auch nicht ganz falsch, sich erstmal auf eine Auswahl zu beschränken. Es gibt Passagen (um nicht zu sagen ganze biblische Bücher) die für uns heute einfach sehr trocken zu lesen sind. Beispielsweise kann man die Tagesevangelien lesen und die Texte aus dem Lektionar für die Lesehore, so liest man die kirchlich angeratenen Texte und bekommt in der Lesehore immer noch einen Vätertext (der sich manchmal auf die Schriftstelle bezieht) dazu.

Beste Grüße,
Albertus minor
Cor ad cor loquitur.

12

06.10.2005, 10:52

Tipps zum Bibellesen.

Einige Tipps die ich einmal bekommen habe möchte ich hier gerne weitergeben:

Suche dir eine geeignete Zeit und plane diese Zeit bewußt ein. Wenn das regelmäßig geschieht, wird es leichter. "Alles hat seine Stunde, für jedes Geschehen gibt es eine bestimmte Zeit (vgl. Koh 3,1)

Suche dir einen geeigneten Ort, der dir angenehm ist und an dem du für die Zeit des Lesens ungestört bist.

Bereite dich kurz vor. Gott will zu dir sprechen durch die Heilige Schrift. Sei bereit zu hören und in das Gespräch mit ihm einzutreten.

Lass dich ansprechen vom Wort Gottes.Was sagt diese Bibelstelle? Welche Botschaft vermittelt sie? Was bedeutet das für mich? Lies es mehrmals, denke darüber nach, meditiere den Text, suche den aktuellen Bezug zu deinem Leben.

Nimm einen wichtig gewordenen Gedanken oder ein Wort aus der Bibel mit in die nächsten Stunden, in den nächsten Tag.

Mir haben diese Tipps viel gebracht, vielleicht kann ich diese Erfahrung hier weitergeben, würde mich freuen.
Aliche

Sebastian1985

Fortgeschrittener

Beiträge: 215

Wohnort: Ruhrgebiet

Beruf: Azubi in der Altenpflege

13

06.10.2005, 11:23

Auch ich habe oft Probleme, die Bibellesung oder das tägliche Stundengebet durchzuhalten.
Ich hab mir auch schon oft gedacht, ob es nicht ratsam ist, sich einen festen tages bzw. Wochenplan zu machen, wo alles genau geregelt ist!
Gibt es Erfahrungen damit?

Albertus

Schüler

Beiträge: 66

Wohnort: Bayern

Beruf: Theologe

14

06.10.2005, 11:52

Hallo Sebastian

Zitat

Original von Sebastian1985
Auch ich habe oft Probleme, die Bibellesung oder das tägliche Stundengebet durchzuhalten.
Ich hab mir auch schon oft gedacht, ob es nicht ratsam ist, sich einen festen tages bzw. Wochenplan zu machen, wo alles genau geregelt ist!
Gibt es Erfahrungen damit?


Wenn du die Möglichkeit hast mit jemandem in Gemeinschaft zu beten, kann das eine große Hilfe sein, sich auch daran zu halten und zum guten angespornt zu werden.
So ein Wochenplan ist sicher eine gute Hilfe, kann aber auch recht schnell in der Schublade verschwinden. Es kommt auch auf den Elan an, auf die Motivation - will ich mich nun Gott, Jesus Christus, dem Himmel zuwenden? Was bedeutet mir das? Jesus möchte unser Gebet, er freut sich daran. Mir ist dieses Wissen eine Hilfe.
Schließlich darf man sich aber auch nicht mehr aufhalsen, als man tragen kann. Der Erfolg ist dann meist, dass irgendwann gar nichts mehr passiert.

Beste Grüße

Albertus (minor)
Cor ad cor loquitur.

Sebastian1985

Fortgeschrittener

Beiträge: 215

Wohnort: Ruhrgebiet

Beruf: Azubi in der Altenpflege

15

06.10.2005, 11:56

Ich werde ja in einigen Wochen endlich die Möglichkeit haben, das Stundengebet in Gemeinschaft zu beten! Dann ist man sicherlich motivierter :-)

Albertus

Schüler

Beiträge: 66

Wohnort: Bayern

Beruf: Theologe

16

07.10.2005, 09:18

absolut ;)
Cor ad cor loquitur.

Juergen

Fortgeschrittener

Beiträge: 322

Wohnort: Paderborn

17

07.10.2005, 11:24

Ich möchte mal einen "Un-Tipp" geben:

Man fängt mit dem Lesen bei Gen 1,1, an und hört bei Offb 22,21 auf! 8o

Erstmal "einfach" lesen, ohne sich zu sehr in den Text zu vertiefen. So weiß man wenigsten was alles in dem dicken Buch drin steht.
Stolpert man über Stellen, die man bemerkenswert findet oder über die man nochmal nachdenken will, schreibt man sich die Stelle auf.
Ist man mit der Bibel "durch", kann man sich erstmal in die aufgeschriebenen Stellen vertiefen.

Ich warne aber schon jetzt: manche Bücher sind zäh wie Kaugimmi, wenn man sie von vorne bis hinten liest.
stabilitas contra mundum

18

07.10.2005, 12:43

Bibellesen

Lieber Juergen, das ist wirklich DER "Un-Tipp" schlechthin.
Wenn ein Bibelleser-Neuling sich das antut, dann schafft er vielleicht noch die Genesis, aber dann ist spätestens Schluss. Ich glaube, da verliert man so richtig die Lust am Bibellesen. ?( ?( ?( Wenn einfach mal draufloslesen, dann schon das Neue Testament, das Alte ist einfach zuuuuu kompliziert zum anfangen.
Tut mir leid, aber der Tipp war nicht gut.
Alice

Juergen

Fortgeschrittener

Beiträge: 322

Wohnort: Paderborn

19

08.10.2005, 19:36

...dann vielleicht hinten anfangen....

Mit der Offenbarung: da ist wenigstens richtig "Action".
stabilitas contra mundum

20

08.10.2005, 20:11

Apokalypse

Als ich Teenager war, waren die OMEN Filmen (Horrorfilme) meine Lieblingsfilme. Und da bei diesen Filmen die Offenbarung zitiert wurde, hab ich dieses Buch als mein erstes Bibelbuch gleich öfters durchgelesen.

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