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Anfänger

unregistriert

1

01.07.2006, 16:10

Die Homilie (Predigt)

Im Zuge einer Diskussion mit einem Pater (SJ) über seine Predigt schrieb er mir:

"Nun ist natürlich eine Predigt keine Katechismusstunde, auch nicht eine dogmatische Vorlesung. .... Eine Predigt, wie ich sie verstehe, soll eine Hilfe sein für Menschen, die mitten im Leben, also in den heutigen Umbrüchen, eine Perspektive auf Gott hin suchen, um daraus Mut und Sinn für ihre Verantwortung zu finden."

Geht dieser Prediger hier nicht von einer falschen Vorstellung der Homilie aus? Wenn ich richtig informiert bin, so sollte sie doch eine Verkündigung sein, die Darlegung und Auslegung des Wortes Gottes und des Glaubens der Kirche, und nicht einfach irgend eine "christliche Lebenshilfe".

Gehen heute nicht viele Prediger von dieser meines Erachtens falschen Vorstellung aus, und ist dies nicht mit ein Grund für das massiv schwindende Glaubenswissen?

Geht nicht sogar die Kathechese der Kinder und Jugendlichen weigehend von diesem Ansatzpunkt der "Lebenshilfe" aus und vergisst dabei die Verkündigung?

Was können wir tun um dieser Tendenz zu begegnen?

Richi

Profi

Beiträge: 1 249

Wohnort: Bistum Aachen

2

01.07.2006, 17:03

Ich bin kein Theologe aber nach meinem derzeitigen Verständnis sollen Predigten alle genannten Dinge beleuchten. D.h. ein Pfarrer sollte durchaus mal eine Katechismuspredigt geben und durchaus auch ml eine Art Lebenshilfe etc.. Ganz wichtig dabei ist mir noch, dass es der geweihte Priester macht und keine Pastoralreferentin etc ...

Aber die Theologen hier im Forum können das sicher besser beschreiben.
http://www.introibo.net: Pilgertermine, Publikationen, Pressespiegel, Gebete sowie Lieder zum Download und noch vieles mehr rund um den überlieferten römischen Ritus

Anfänger

unregistriert

3

01.07.2006, 17:52

Es ist mir schon klar, dass die Predigt auch Lebenshilfe ist, aber eben Hilfe zum Leben aus dem Glauben. Die beste Hilfe zum Leben aus dem Glauben aber scheint mir die Verkündigung. Einfach eine christlich verbrämte Psychiatrie hat hier meines Erachtens keinen Platz, und schon gar nicht eine "Lebenshilfe", die mehr oder weniger im Gegensatz zur Lehre der Kirche steht (was der Grund meiner Anfrage an den betreffenen Pater war).

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Anfänger« (01.07.2006, 17:53)


herzrosenduft

Erleuchteter

Beiträge: 5 772

Wohnort: Deutschland

Beruf: Gärtner

4

21.10.2016, 18:19

Eine Predigt könnte man mit einem Parfum vergleichen. Nicht jedes Parfum gefällt verschiedenen Leuten gleich gut. Und ein Parfum riecht zuerst intensiv und verliert dann nach und nach seine Kraft.

Das Wort Gottes dagegen ist kraftvoll und bewirkt das, wozu es ausgesandt wurde. Seit Generationen bekommen die Gläubigen ihre Charismen durch das Hören des Wortes Gottes in der Eucharistiefeier. Und aus dem Hören kommt der Glaube und aus dem Glauben kommt das Handeln. Die Gemeinde und jeder einzelne lebt vom Wort Gottes in der Eucharistiefeier
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Der Papst betont die Wichtigkeit eines „christlichen Stils“ der Präsenz auch in der digitalen Welt:

„Dieser verwirklicht sich in einer Form
aufrichtiger und offener, verantwortungsvoller und dem anderen gegenüber
respektvoller Kommunikation“.

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