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Ludgersascha

unregistriert

1

20.08.2006, 19:59

Interesse am Bibelteilen des Sonntagsevangeliums?

Hast du Interesse am Bibelteilen des Sonntagsevangeliums?

Die Idee ist, dass sich alle Interessierten, mit dem jeweiligen Sonntagsevangelium auseinandersetzten. Ein Clubmitglied stellt beispielsweise das Evangelium in diesem Themenbereich vor. Jeder Teilnehmer des „Bibelteilbereiches“ ist eingeladen, dass jeweilige Evangelium zu meditieren. Gefallen ihn ein oder mehrer Verse besonders gut, dann zitiert er diese (Kernsatz oder Kernsätze) und schreibt seine Gedanken (Blitzgedanken) dazu auf.

Sollte er Fragen zu bestimmte Textstellen haben, zitiert er sie und stellte seine Anfragen dazu. Alle interessierten Clubmitglieder sind schließlich eingeladen zu den unterschiedlichen Gedanken Stellung zu nehmen. Nicht erwünscht sind dabei Verunglimpfungen oder Beschimpfungen der Teilnehmer. Es soll ja Gottes Wort in uns lebendig werden dürfen und nicht eine Streitkultur gepflegt werden…

Inwieweit dieser Versuch, das Wort des Herrn mit „Gleichgesinnten“ teilen zu können, angenommen wird, hängt nicht unwesentlich von uns ab. Mit Spannung erwarte ich eure Reaktion. Für Verbesserungsvorschläge zum gelungenen "Bibelteilen" bin ich allen dankbar.

Anfangs könnten wir uns ein Gebet von Johannes Paul II. zu eigen machen:
Zur Meditation des Gotteswortes
Herr Jesus, erschließe uns die Heilige Schrift:
es brennt unser Herz, wenn du zu uns sprichst!
Dieses Zeugnis haben wir geerbt.
Du sprichst in der Schrift zu uns.
Und sehen wir dich auch nicht in Person,
so brennt doch unser Herz!
Lass uns die Wahrheit deines Leidens
und deiner Auferstehung lieben.
Lass uns im Hauch deines Ostergeheimnisses leben. Amen.

Beginnen wir also mit dem Evangelium zum 20. So im Jahreskreis Joh. 6,51-58

6:51 Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, (ich gebe es hin) für das Leben der Welt.
6:52 Da stritten sich die Juden und sagten: Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben?
6:53 Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, das sage ich euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch.
6:54 Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag.
6:55 Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise, und mein Blut ist wirklich ein Trank.
6:56 Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir, und ich bleibe in ihm.
6:57 Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben.
6:58 Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Mit ihm ist es nicht wie mit dem Brot, das die Väter gegessen haben; sie sind gestorben. Wer aber dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit.

Mein Kernsatz lautet:
6:56 Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir, und ich bleibe in ihm.

Blitzgedanken:
Mir scheint diese Aussage eine Einladung an die ganze Kirche Gottes zu sein, immer wieder und regelmäßig den Leib des Herrn zu empfangen. Hier liegt meines Ermessens auch die Ursache des Kirchengebots; wenigstens am Sonntag zur Heiligen Messe gehen zu sollen. Also nicht das Gebot ist das zentrale sondern die innige Gemeinschaft mit Christus verlangt es IHN immer neu zu empfangen, auf dass wir werden was wir sind; nämlich LEIB des Herren.
Ludgersascha

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Ludgersascha« (16.09.2006, 21:56)


Gandalf

Administrator

Beiträge: 25 889

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Beruf: M+M (Medien+Management)

2

21.08.2006, 12:03

Aber das haben wir doch schon, oder?
Frage zum Tagesevangelium
MARY'S MEALS - 10 EURO für ein Kind - Rettet Kinder vor dem Hungertod!
Mit Kath.Net nach IRLAND: Juni 2012 - Papstbesuch - Eucharist. Weltkongress

Padre Pio: "Überlege gut, was du schreibst, denn der Herr wird dich darüber zur Rechenschaft ziehen."

Ludgersascha

unregistriert

3

21.08.2006, 18:14

Hallo Gandalf,
du hast Recht, wenn es ausschließlich um Fragen zu "Tagesevangelium" geht.

Mein Ansinnen war es ein gemeinsames Bibelteilen zum jeweiligen Sonntagsevangelium anzustoßen. Eine eventuelle Diskussion wäre ein zweiter Schritt.
Mal schauen ob eine gemeinsame Meditation über Schriftlesungen von PC zu PC möglich ist.

Wenn dies auch intendiert ist mit dem Thread „Fragen zum Tagesevangelium“, dann mögen beide Threads zusammengelegt werden.:)

Ludgersascha

Ludgersascha

unregistriert

4

27.08.2006, 11:43

Evangelium vom 21. Sonntag im Jahreskreis


Das Evangelium nach Johannes
-----------------------------
6:60 Die Spaltung unter den Jüngern: 6,60-71
Viele seiner Jünger, die ihm zuhörten, sagten: Was er sagt, ist unerträglich. Wer kann das anhören?
6:61 Jesus erkannte, daß seine Jünger darüber murrten, und fragte sie: Daran nehmt ihr Anstoß?
6:62 Was werdet ihr sagen, wenn ihr den Menschensohn hinaufsteigen seht, dorthin, wo er vorher war?
6:63 Der Geist ist es, der lebendig macht; das Fleisch nützt nichts. Die Worte, die ich zu euch gesprochen habe, sind Geist und sind Leben.
6:64 Aber es gibt unter euch einige, die nicht glauben. Jesus wußte nämlich von Anfang an, welche es waren, die nicht glaubten, und wer ihn verraten würde.
6:65 Und er sagte: Deshalb habe ich zu euch gesagt: Niemand kann zu mir kommen, wenn es ihm nicht vom Vater gegeben ist.
6:66 Daraufhin zogen sich viele Jünger zurück und wanderten nicht mehr mit ihm umher.
6:67 Da fragte Jesus die Zwölf: Wollt auch ihr weggehen?
6:68 Simon Petrus antwortete ihm: Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.
6:69 Wir sind zum Glauben gekommen und haben erkannt: Du bist der Heilige Gottes.


Mein Kernsatz lautet:

6:68 Simon Petrus antwortete ihm: Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.

Blitzgedanken:

Petri Antwort berührt wegen ihrer Ehrlichkeit: "Herr, zu wem sollen wir gehen?" Das klingt zwar nicht sehr schmeichelhaft für Jesus, aber es kommt von Herzen: Wir wissen nicht, wohin wir gehen sollten, an wen wir uns wenden sollten: "Du hast Worte des ewigen Lebens." Sagt da Petrus nicht etwas, das auch heute zu Herzen geht? "Ich verstehe zwar vieles von dem, was du sagst oder die Kirche lehrt, nicht oder noch nicht. Trotzdem will und kann ich nicht von dir oder deiner Kirche weglaufen. Denn nie bin ich jemandem begegnet wie dir, und keine Kirche verkündet dein Wort, wie die Katholische. Nie hat einer so zu uns gesprochen wie du. Auch wenn ich vieles nicht ver stehe, was du tust und sagst, eines habe ich wirklich erfasst: Du bist der Heilige Gottes."

Einen schönen Sonntag wünscht
Ludgersascha

Ludgersascha

unregistriert

5

02.09.2006, 16:38

Sonntag im Jahreskreis

Ein nochmaliges Hallo,
allen Interessierten am gemeinsamen Schriftteilen!

Allerdings lebt das „Schriftteilen“ von den Gedanken der Teilnehmer.

Alle guten Dinge sind drei, so heißt es. Darum möchte ich noch einmal versuchen einen Anstoß zum „Internet - Bibelteilen“ zu geben. Es ist doch schade, dass wir uns in X Threads über Gott und die Welt unterhalten und bisweilen lebhaft diskutieren können, aber dass das Sonntagsevangelium so wenig Mitteilsames zu versprechen scheint…

Im Übrigen sind es nicht nur die Theologen, die hierzu beitragen könnten, wie jüngst eine Person im Chat meinte. Gerade die Vertreter des allgemeinen Priestertums (oft unschön als Laien bezeichnet) sind nach meiner Erfahrung gerade diejenigen, die uns „Hauptamtlichen“ aufzeigen können, wie schön die Evangelien sind…

Das Evangelium nach Markus 7:1 Von Reinheit und Unreinheit:
7,1-23 Die Pharisäer und einige Schriftgelehrte, die aus Jerusalem gekommen waren, hielten sich bei Jesus auf.
7:2 Sie sahen, dass einige seiner Jünger ihr Brot mit unreinen, das heißt mit ungewaschenen Händen aßen.
7:3 Die Pharisäer essen nämlich wie alle Juden nur, wenn sie vorher mit einer Handvoll Wasser die Hände gewaschen haben, wie es die Überlieferung der Alten vorschreibt.
7:4 Auch wenn sie vom Markt kommen, essen sie nicht, ohne sich vorher zu waschen. Noch viele andere überlieferte Vorschriften halten sie ein, wie das Abspülen von Bechern, Krügen und Kesseln.
7:5 Die Pharisäer und die Schriftgelehrten fragten ihn also: Warum halten sich deine Jünger nicht an die Überlieferung der Alten, sondern essen ihr Brot mit unreinen Händen?
7:6 Er antwortete ihnen: Der Prophet Jesaja hatte recht mit dem, was er über euch Heuchler sagte: Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, sein Herz aber ist weit weg von mir.
7:7 Es ist sinnlos, wie sie mich verehren; was sie lehren, sind Satzungen von Menschen.
7:8 Ihr gebt Gottes Gebot preis und haltet euch an die Ãœberlieferung der Menschen.
7:14 Dann rief er die Leute wieder zu sich und sagte: Hört mir alle zu und begreift, was ich sage:
7:15 Nichts, was von außen in den Menschen hineinkommt, kann ihn unrein machen, sondern was aus dem Menschen herauskommt, das macht ihn unrein.
7:21 Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen die bösen Gedanken, Unzucht, Diebstahl, Mord,
7:22 Ehebruch, Habgier, Bosheit, Hinterlist, Ausschweifung, Neid, Verleumdung, Hochmut und Unvernunft.
7:23 All dieses Böse kommt von innen und macht den Menschen unrein.

Mein Kernsatz lautet:

7:15 Nichts, was von außen in den Menschen hineinkommt, kann ihn unrein machen, sondern was aus dem Menschen herauskommt, das macht ihn unrein. 7:21 Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen die bösen Gedanken...

Blitzgedanken

Vor Gott zählt nicht der Schein, sondern das Sein, nicht was ich darstelle, sondern was ich bin.

Das Echte hat Jesus immer geliebt und gelobt. Was also sollen die Zuhörer Jesu begreifen? Dass das Böse aus den Menschen selbst kommt oder anders ausgedrückt: Die unerträglichste Unreinheit kommt von Innen, aus dem Herzen. Von dorther strömen die bösen Gedanken, die dann zu schlechten Taten führen. Nicht weniger als dreizehn Übel nennt Jesus, die alle aus dem bösen Herzen kommen. Das Herz gilt es zu reinigen, sein Unrat ist viel schlimmer als schmutzige Hände...

Allen Lesern wünsche ich einen gesegneten Sonntag.
Über (D)einen Betrag würde ich mich sehr freuen.

Lb. Grüße Ludgersascha

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Ludgersascha« (16.09.2006, 21:44)


Vips

Profi

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6

02.09.2006, 17:36

Lieber Ludgersascha!

Danke für deine Beiträge! Ich finds eine sehr gute Idee :)


Mein Kernsatz ist auch dieser:
7:15 Nichts, was von außen in den Menschen hineinkommt, kann ihn unrein machen, sondern was aus dem Menschen herauskommt, das macht ihn unrein.


Liebe Grüße

Vips
"Nur die Liebe zählt" (Terese von Lisieux)
Nur Mut, immer Mut!
Wir wollen nie ermüden Gutes zu tun, und Gott wird mit uns sein.(Don Bosco)

Anfänger

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7

02.09.2006, 18:35

Für mich ist ein solches Bibelteilen sehr schwierig. Wenn ich beginne zu schreiben, dann wird es meist so persönlich, dass ich es gleich wieder lösche.

Diese Stelle z.B. beschäftigt mich immer wieder sehr. Sie führt dazu, dass ich meine Äuserungen - insbeondere über meine Mitmenschen - immer wieder in dem Sinn hinterfrage, aus was für einem Herzen sie kommen. Und dann kann ich mich eigentlich nicht oft ehrlicherweise rühmen.

Philothea

Moderator

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Beruf: Kinderkrankenschwester

8

03.09.2006, 22:13

Ich habe über dieses Evangelium eine gute Predigt heute gehört.
Das was mich am meisten berührt hat war der Gedanke, das Jesus keinesfalls das Tun der JÜnger gutgeheißen hat - er hat sich dazu nämlich gar nicht geäussert.
Und das es wichtig ist zu sehen warum Gott Gebote gegeben hat und wo sie uns hin führen sollen - nämlich zur Liebe, also zu IHM.
Und auch die Gebote nicht als Fesseln zu sehen, sondern zu begreifen, dass sie mit Liebe Gesehen uns kleine Hilfen sind und keine Fesseln, sondern dass wir es mit Seiner Liebe gern tun

Philothea
Gegen Stolz, gegen Neid, gegen Lieblosigkeit und Hass gibt es ein einziges, großes Heilmittel - die Liebe.
(Franz von Sales)
:P Philothea 8)

Ludgersascha

unregistriert

9

09.09.2006, 13:55

Hallo allerseits,
nachdem sich am letzten Sonntag Vips, Anfänger und Philothea (danke!) angesprochen fühlten sich auf ein Bibelteilen im Net einzulassen, möchte ich nochmals dazu einladen...

Das heutige Sonntagsevangelium hält wieder einige bereit:
Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus
7:31 Jesus verließ das Gebiet von Tyrus wieder und kam über Sidon an den See von Galiläa, mitten in das Gebiet der Dekapolis.
7:32 Da brachte man einen Taubstummen zu Jesus und bat ihn, er möge ihn berühren.
7:33 Er nahm ihn beiseite, von der Menge weg, legte ihm die Finger in die Ohren und berührte dann die Zunge des Mannes mit Speichel;
7:34 danach blickte er zum Himmel auf, seufzte und sagte zu dem Taubstummen: Effata!, das heißt: Öffne dich!
7:35 Sogleich öffneten sich seine Ohren, seine Zunge wurde von ihrer Fessel befreit, und er konnte richtig reden.
7:36 Jesus verbot ihnen, jemand davon zu erzählen. Doch je mehr er es ihnen verbot, desto mehr machten sie es bekannt.
7:37 Außer sich vor Staunen sagten sie: Er hat alles gut gemacht; er macht, dass die Tauben hören und die Stummen sprechen.

Mein Kernsatz lautet:
7:34 danach blickte er zum Himmel auf, seufzte und sagte…
7:37 Außer sich vor Staunen sagten sie: Er hat alles gut gemacht;


Blitzgedanken

"Er seufzte auf“, bevor er sein Effata sprach. Man sollten erkennen, warum Jesus seufzt, bevor er diesen armen Menschen in die Freude des vollen Menschenlebens einführt, bevor er ihm jene Sinne öffnet, die so wunderbar gebraucht, aber auch so verheerend missbraucht werden können.

Jesus weiß, dass der Geheilte durch dieses Wunder auch verwundbar wird und dass er nun selber ganz anders verwunden kann.
Nun sind ihm die Tore aufgetan, die Melodie des Lebens zu hören und sie selbst zu komponieren. Er kann aber fortan verwunden und verletzte ...

Man sollte sich ruhig eingestehen, wie verheerend hier und da Vorurteile sind und wie ungerecht unser Gerede oft wahrgenommen wird. Wie viele Mitmenschen fühlen sich gemobbt? Dieses unfaire und bösartige Verhalten gegen unseren Nächsten hat zu oft das direkte oder indirekte Ziel den Mitmenschen zu diskreditieren und ihn um seinen guten Ruf zu bringen und seinem Ansehen zu schaden.

Daher sollte man erkenne, dass wie Paulus es nennt, "die Gaben Gottes in irdenen und zerbrechlichen Gefäßen" getragen werden (2 Kor 4, 7), auch der Apostel Jakobus weiß bereits, dass aus unserem Mund "Fluch und Segen zugleich herauskommt" (3,10).

Gott gab den Menschen seine Sinne als Tore zum Himmel, aber er weiß, dass sie Tore zur Hölle werden können. Deshalb seufzt Jesus auf, bevor er die Ohren öffnet und die Zunge löst.

"Gott hat alles gut gemacht", aber man ist immer in Gefahr, mit diesen Gaben Gottes schlechtes zu machen. Darum kann man Gott nicht anklagen, aber seine Gaben klagen den Menschen an, wenn er ihren Sinn ins Gegenteil verkehrt...

Allen Lesern einen gesegneten Sonntag.
Über (D)einen Betrag würde ich mich natürlich wieder sehr freuen.


Aber ein wichtiges Anliegen habe ich noch. Beten wir doch gemeinsam, dass die Worte von Papst Bennedikt XVI. nicht auf taubem Ohre stoßen und dass sein Heimatbesuch gut verläuft.
Lb. Grüße Ludgersascha

Anfänger

unregistriert

10

10.09.2006, 06:49

Auch der Kommentar meines Bibelkalenders stützt sich auf Vers 7.37. Dabei hebt er ganz besonders das Positive hervor. Wir sollen wieder lernen zu staunen vor dem, was Gott alles gut gemacht hat, und dankbarer werden.

Damit spricht mir der Kommentator aus dem Herzen. Manchmal versuche ich auch dort zu staunen und zu danken, wo ich noch nicht , vielleicht sogar wo ich noch überhaupt nicht verstehe, wie gut ER alles gemacht hat und gerade jetzt macht. Diese Haltung könnte man, wie mir beim Schreiben dieser Zeilen in den Sinn gekommen ist, bezeichnen mit:

"Vorauseilende Dankbakeit".

Jakoba

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11

10.09.2006, 17:10

23. Sonntag, Mk 7.31-37

Danke, Ludgersascha, gute Idee!

Der Kernsatz der mich zuerst fesselte: "Öffne dich!"

Meine Ãœberlegung:
Das grösste Problem der Schwerhörigen und Tauben ist, so wurde mir gesagt, die Vereinsamung. Mann glaubt, die andern tuscheln nur über mich, sie reden übles über mich, sie haben Pläne und Geschäftigkeiten, von denen ich nichts wissen darf, ... Und schon ist der Gehörlose isoliert und vereinsamt.
Wie oft bin ich hörend, aber Taub?
Wie oft fühle ich mich isoliert und vereinsamt, weil ich nicht zuhöre?


ps: "Vorauseilende Dankbarkeit", finde ich herrlich! ;)
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Philothea

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12

10.09.2006, 21:55

Mir geht es oft durch den Kopf wie sich ein Gehörloser fühlen muß.
Ich erlebe es manchmal am eigenen Leib. Da ich sehr enge Gehöränge habe verstopfen sie des öfteren. Dann bin ich zumindest einseitig taub. Es ist ein schreckliches gefühl nicht alles hören zu können und nachfragen zu müssen oder so gar zugeben zu müssen, dass man nicht richtig hört.
Wie wunderbar muß es für den Gehörlosen gewesen sein endlkich zu hören und nicht mehr abseits zu sein.
Das noch größere Wunder sehe ich darin, dass er sofort sprechen konnte - denn das kann ein Gehörloser normalerweise nicht der wieder hört. ;)
Ihm fehlen ja die Vokabeln und das Wissen was was heißt. Und doch hat Jesus ihn so geheilt dass all das in den Hintergrund gerückt ist und er sofort auch sprechen konnte. Das ist eine perfekte Heilung. :] =) :)
Darüber möchte ich staunen und IHM danken

Philothea
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Philothea

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13

10.09.2006, 21:57

lieber Anfänger
Die vorauseilende Dankbarkeit finde ich gut und versuche sie auch zu leben.

Es tut gut nicht darüber nachdenken zuu müssen wofür etwas gut ist sondern direkt dafür zu danken und über den Dank viel mehr zu erfahren als durch nachfragen.
So empfinde ich das wenigstens.

Philothea
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Jakoba

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14

16.09.2006, 18:25

24. Sonntag, Mk 8,27-35

Der Kernsatz der mich zuerst fesselte: "Weg mit dir, Satan, geh mir aus den Augen! Denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen."

Meine Ãœberlegung:
Da wir in der Schweiz den "Eidgenössischer Dank-, Buss- und Bettag" feiern, sollte es eigentlich klar sein, in welcher Richtung meine Überlegungen gehen. Tun sie aber nicht, wenn auch der Versuchung gross ist.
Der Gedanke der bei mir nun im Vordergrund steht, "Busstag!" "Weg mit dir, Satan!"
Wie schwer ist es doch den Satan zu erkennen, ohne den Menschen zu verurteilen?


Mk 8,34 "Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, mehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach." cfr. Thread Selbstverleugnung
Gebetsbuch: "Sakrament des Altars" bei www.aszetik.net
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Anfänger

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15

16.09.2006, 19:50

Als ich dieses Evangelium auf meinem Bibelkalender las, hatte ich zuerst einmal den Eindruck, da fehle doch ein Satz. Schlussendlich habe ich ihn auch gefunden, jedoch nur in der Parallelstelle bei Mathäus:

Zitat

„Mt 16,17
17 Jesus sagte zu ihm: Selig bist du, Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel.“


Verschiede Theologen, die ich kenne, behaupten (und gestalten dementsprechen ihre Verkündigung und ihre Katechese), man müsse den Menschen zuerst einmal Gott „erfahrbar“ machen, dann würden sie glauben. Mir scheint, diese Stelle sagt genau das Gegenteil. Um Jesus zu erfahren als: „Du bist der Messias“ muss mich zuerst einmal die Selbstoffenbarung Christi, die Selbstoffenbarung Gottes treffen. Wenn ich diese dann glaube, dann werde ich IHN auch so erfahren. Wenn nicht bleibt er für mich „der jüdische Wanderprediger Jesus von Nazaret.“

Hatte vielleicht Papst Benedikt XVI dies im Auge, als davon sprach, wir müssten den Glauben an Gott wieder entdecken?

Ludgersascha

unregistriert

16

16.09.2006, 21:38

RE: 24. Sonntag, Mk 7.31-37

EVANGELIUM Mk 8,27-35
Du bist der Messias. - Der Menschensohn muss vieles erleiden
Aus dem heiligen Evangelium nach Markus
In jener Zeit
27 ging Jesus mit seinen Jüngern in die Dörfer bei Cäsarea Philippi. Unterwegs fragte er die Jünger: Für wen halten mich die Menschen?
28 Sie sagten zu ihm: Einige für Johannes den Täufer, andere für Elija, wieder andere für sonst einen von den Propheten.
29 Da fragte er sie: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Simon Petrus antwortete ihm: Du bist der Messias!
30 Doch er verbot ihnen, mit jemand über ihn zu sprechen.
31 Dann begann er, sie darüber zu belehren, der Menschensohn müsse vieles erleiden und von den Ältesten, den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten verworfen werden; er werde getötet, aber nach drei Tagen werde er auferstehen.
32 Und er redete ganz offen darüber. Da nahm ihn Petrus beiseite und machte ihm Vorwürfe.
33 Jesus wandte sich um, sah seine Jünger an und wies Petrus mit den Worten zurecht: Weg mit dir, Satan, geh mir aus den Augen! Denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.
34 Er rief die Volksmenge und seine Jünger zu sich und sagte: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.
35 Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen und um des Evangeliums willen verliert, wird es retten.

Mein Kernsatz lautet:
Da nahm ihn Petrus beiseite und machte ihm Vorwürfe. Jesus wandte sich um, sah seine Jünger an und wies Petrus mit den Worten zurecht: Weg mit dir, Satan, geh mir aus den Augen! Denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.

Blitzgedanken
Wer meint die Liebestat Jesu nicht annehmen zu können, oder wer generell persönliches Leiden ablehnt, dem tritt Christus heute zweifach entgegen: Einmal wendet sich Jesus jenem zu und schaut ihn eindringlich an.
Wenn Jesus merkt, dass dieser auf seinen Blick reagieren, dann wird er, auch ihm, sagt:
„Hinter mich Satan, denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.“
Diese Übersetzung aus dem Griechischen Text scheint nicht nur genauer als die der Einheitsübersetzung, sondern auch barmherziger. „Weg mit dir Satan.“ Heißt es da erschreckender Weise. Wir könnten geneigt sein an Jesu Versuchungen in der Wüste zu denken, wo Jesus dem Satan unmissverständlich gebot:
„Geh fort Satan.“
Jesus will jedoch nicht, dass Petrus weggeht, sondern, dass er Gott widersprechenden Gedanken unterlässt.
Darum schaut ihn Jesus (liebevoll aber entschieden) an, und sagt Petrus:
„Geh hinter mich.“
und später
„Folgen mir nach und nimm dein Kreuz auf dich.“

Allen Lesern einen gesegneten Sonntag.
Über (D)einen Betrag würde ich mich natürlich wieder sehr freuen
und über eure „schnellen“ Beiträge Anfänger und Jakoba bin ich dankbar.

Lb. Grüße Ludgersascha

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Ludgersascha« (16.09.2006, 21:43)


Jakoba

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17

17.09.2006, 00:18

RE: 24. Sonntag, Mk 8,27-35

Hallo Ludgersascha,

Danke für dein Bibelteilen!
Ich habe wieder etwas gelernd!
Auch in der Vulgata auf Latein heisst es: "Vade retro me satana" (Mk 8,33) so verbleibe ich jetzt gerne in Stille und lasse dein Blitzgedanken gerne auf mich wirken! Tatsächlich Barmherziger, und ohne den Menschen zu verurteilen!

Gute Nacht
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Jakoba« (17.09.2006, 00:19)


Geist

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18

17.09.2006, 08:14

In Mt 16 heisst es: Vade post me.
?(
Der Sinn des Lebens ist Gott zu dienen!

Philothea

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19

17.09.2006, 16:28

Für mich war der Satz im Mittelpunkt
Du bist der Messias.

Da ist kein zögern bei Petrus, sondern eine ganz klare Stellungnahme. Er stellt sich auf die Seite Jesu und sieht seine Aufgabe darin ihn nach bestem Können zu unterstützen. :) =)
Dass das schon zwei Minuten später schief geht ist ganz menschlich. :evil:
Wie oft geht es mir ganz genauso wie Petrus. Ich bekenne Jesus ist der Messias und zwei Minuten später tue ich etwas, was genau aufs Gegenteil schließen lassen würde. ;( :(
Doch Jesus weiß eben wie wir sind und verscheucht dann, aber nur wenn wir es zulassen, den Satan aus unserem Denken. 8)
Denn ich denke dass er Satran gesehen hat, wie er um die Jünger herum ist um sie zu verführen und ihn dann verjagt hat und so seine Jünger geschützt hat.

liebe grüße
Philothea
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:P Philothea 8)

Gandalf

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20

18.09.2006, 08:57

Wollte euch nur sagen: Gute Initiative, nur weiter so. Ich lese da bis jetzt interessiert mit.

G
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Padre Pio: "Überlege gut, was du schreibst, denn der Herr wird dich darüber zur Rechenschaft ziehen."

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