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3 201

15.09.2017, 10:17

Das Gewissen, letztverantwortliche Instanz? (5) Pater Eugen Mederlet OFM

In einer solchen betenden Erziehung der Eltern bildet sich das Gewissen der Kinder in der Wahrheit Gottes, sodass sie in seelischem Erfühlen das Gute und das Böse unterscheiden lernen.

Es sind dann nicht die Eltern, die ihre subjektiven Ansichten dem Kinde aufzwingen; es ist ihr vom Heiligen Geist bewirkter Glaube, ihr Beten, ihr Beispiel und ihre Belehrung, die das Kind in seinem nur ihm und Gott gehörenden Heiligtum des Gewissens der verborgenen Unterweisung Gottes öffnen.

Fortsetzung folgt.
Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir. (Apg 17, 28) Denke daran, das jedes Werk, das der Verbreitung des Glaubens dient, weit über jedem anderen guten Werke steht. Die wichtigste Angelegenheit, die es in der Welt überhaupt geben kann, ist die Rettung einer Seele. (Vinzenz Pallotti)

3 202

15.09.2017, 10:23

Tagesheilige 15. September: Josef Kentenich

Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir. (Apg 17, 28) Denke daran, das jedes Werk, das der Verbreitung des Glaubens dient, weit über jedem anderen guten Werke steht. Die wichtigste Angelegenheit, die es in der Welt überhaupt geben kann, ist die Rettung einer Seele. (Vinzenz Pallotti)

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16.09.2017, 10:44

Das Gewissen, letztverantwortliche Instanz? (6) Pater Eugen Mederlet OFM

Aber zur Gewissensbildung gehört noch mehr. Der Mensch kann sich nur voll erkennen, wenn ihm Gott als Vater, Sohn und Heiliger Geist offenbar wird,

und wenn er in Jesus Christus seinen Gott und Erlöser als Weg, Wahrheit und Leben erkennt und anbetet.

Fortsetzung folgt.
Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir. (Apg 17, 28) Denke daran, das jedes Werk, das der Verbreitung des Glaubens dient, weit über jedem anderen guten Werke steht. Die wichtigste Angelegenheit, die es in der Welt überhaupt geben kann, ist die Rettung einer Seele. (Vinzenz Pallotti)

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16.09.2017, 10:52

Sei kurz!

Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir. (Apg 17, 28) Denke daran, das jedes Werk, das der Verbreitung des Glaubens dient, weit über jedem anderen guten Werke steht. Die wichtigste Angelegenheit, die es in der Welt überhaupt geben kann, ist die Rettung einer Seele. (Vinzenz Pallotti)

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16.09.2017, 10:55

Glühendes Verlangen nach Heiligkeit

Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir. (Apg 17, 28) Denke daran, das jedes Werk, das der Verbreitung des Glaubens dient, weit über jedem anderen guten Werke steht. Die wichtigste Angelegenheit, die es in der Welt überhaupt geben kann, ist die Rettung einer Seele. (Vinzenz Pallotti)

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17.09.2017, 12:19

Das Gewissen, letztverantwortliche Instanz? (7) Pater Eugen Mederlet OFM

Wenn er nicht in lebendigem Glauben weiß um Kreuzesopfer und Auferstehung Jesu, um Himmelfahrt und Pfingsten und um das Geheimnis Marias und der Kirche, wie soll er dann seine eigene Taufe erfassen, wie die Firmung, das Priestertum, die Ehe als Sakrament, die heilige Eucharistie? Wie soll er den Weg aus der Sünde in die Heiligung und durch den Tod hindurch in die Herrlichkeit das Himmels finden?

Fortsetzung folgt.
Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir. (Apg 17, 28) Denke daran, das jedes Werk, das der Verbreitung des Glaubens dient, weit über jedem anderen guten Werke steht. Die wichtigste Angelegenheit, die es in der Welt überhaupt geben kann, ist die Rettung einer Seele. (Vinzenz Pallotti)

3 207

17.09.2017, 12:21

Hebe dein Herz

Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir. (Apg 17, 28) Denke daran, das jedes Werk, das der Verbreitung des Glaubens dient, weit über jedem anderen guten Werke steht. Die wichtigste Angelegenheit, die es in der Welt überhaupt geben kann, ist die Rettung einer Seele. (Vinzenz Pallotti)

3 208

17.09.2017, 12:24

Das immerwährende Gebet

Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir. (Apg 17, 28) Denke daran, das jedes Werk, das der Verbreitung des Glaubens dient, weit über jedem anderen guten Werke steht. Die wichtigste Angelegenheit, die es in der Welt überhaupt geben kann, ist die Rettung einer Seele. (Vinzenz Pallotti)

3 209

17.09.2017, 12:27

Viel Glück und Segen dem Marsch für das Leben!

Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir. (Apg 17, 28) Denke daran, das jedes Werk, das der Verbreitung des Glaubens dient, weit über jedem anderen guten Werke steht. Die wichtigste Angelegenheit, die es in der Welt überhaupt geben kann, ist die Rettung einer Seele. (Vinzenz Pallotti)

3 210

18.09.2017, 09:01

Das Gewissen, letztverantwortliche Instanz? (8) Pater Eugen Mederlet OFM

Keines dieser Geheimnisse kann ein sich selbst als letzte Instanz setzendes Gewissen erkennen.

Wer aber nicht in diesem Glaubenserkennen sich selber findet, weiß nicht wer er ist und kann niemals voll erkennen, was ihn vor Gott als gut aufbaut oder als böse zerstört. Er entscheidet als Blinder. Wer sich als Blinder bekennt und das Licht sucht, hat nach Jesu Worten keine Sünde. Unsere Jugend wird aber heute gelehrt, zu sagen: „Wir sehen“; damit werden sie verführt, in der Sünde zu bleiben. (Vgl. Joh 9, 41)

Fortsetzung folgt.
Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir. (Apg 17, 28) Denke daran, das jedes Werk, das der Verbreitung des Glaubens dient, weit über jedem anderen guten Werke steht. Die wichtigste Angelegenheit, die es in der Welt überhaupt geben kann, ist die Rettung einer Seele. (Vinzenz Pallotti)

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18.09.2017, 09:07

Der innere Gast in uns

Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir. (Apg 17, 28) Denke daran, das jedes Werk, das der Verbreitung des Glaubens dient, weit über jedem anderen guten Werke steht. Die wichtigste Angelegenheit, die es in der Welt überhaupt geben kann, ist die Rettung einer Seele. (Vinzenz Pallotti)

3 212

18.09.2017, 09:09

„Der Heiland meint es so gut mit dir“

Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir. (Apg 17, 28) Denke daran, das jedes Werk, das der Verbreitung des Glaubens dient, weit über jedem anderen guten Werke steht. Die wichtigste Angelegenheit, die es in der Welt überhaupt geben kann, ist die Rettung einer Seele. (Vinzenz Pallotti)

3 213

18.09.2017, 09:13

7.500 Teilnehmer, vier katholische Bischöfe beim Marsch für das Leben

Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir. (Apg 17, 28) Denke daran, das jedes Werk, das der Verbreitung des Glaubens dient, weit über jedem anderen guten Werke steht. Die wichtigste Angelegenheit, die es in der Welt überhaupt geben kann, ist die Rettung einer Seele. (Vinzenz Pallotti)

3 214

21.09.2017, 10:10

Das Gewissen, letztverantwortliche Instanz? (9) Pater Eugen Mederlet OFM

Das Glaubenserkennen der Geheimnisse Jesu und Marias und der Kirche kann man nicht mit „Hinterfragen“ selber finden. Damit sucht man mit „Fleisch und Blut“ zu erkennen, was nur „der Vater im Himmel offenbaren kann“ (vgl. Mt 16, 17), denn „niemand erkennt den Vater nur der Sohn, und wem es der Sohn offenbaren will (Mt 11, 27).

Diese gnadenhafte Offenbarung der göttlichen Geheimnisse geschieht durch die Kirche. Christus bezeugt klar: „Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch; wer euch hört, der hört mich (Joh 20, 21; Lk 10, 16).

Ohne das Hören auf die Kirche kann niemand zur Gewissenfreiheit gelangen, weil er die nötige Erkenntnis zum freien Entscheid nicht besitzt. Nur wer im Glaubensgehorsam die Glaubensverkündigung der Kirche „nicht als Menschenwort aufnimmt, sondern als das, was sie in Wahrheit ist, als Gotteswort“ (1 Tess 2, 13), in dem wirkt Gott selber im Heiligtum des Gewissens die Erleuchtung, dass es wahr ist, und lässt ihn im Lichte dieser Glaubenserkenntnis sich selbst und die ganze Welt in immer feinerer Unterscheidung von Gut und Bös erkennen und beurteilen.

Fortsetzung folgt.
Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir. (Apg 17, 28) Denke daran, das jedes Werk, das der Verbreitung des Glaubens dient, weit über jedem anderen guten Werke steht. Die wichtigste Angelegenheit, die es in der Welt überhaupt geben kann, ist die Rettung einer Seele. (Vinzenz Pallotti)

3 215

21.09.2017, 10:14

Der besondere Platz des nächtlichen Stundengebetes in der Kartause

Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir. (Apg 17, 28) Denke daran, das jedes Werk, das der Verbreitung des Glaubens dient, weit über jedem anderen guten Werke steht. Die wichtigste Angelegenheit, die es in der Welt überhaupt geben kann, ist die Rettung einer Seele. (Vinzenz Pallotti)

3 216

29.09.2017, 19:38

Das Gewissen, letztverantwortliche Instanz? (10 und Schluss) Pater Eugen Mederlet OFM


Ein solcher gläubiger Christ ist mündig, weil er wissend ist.

Darum ist sein Gewissen die sichere Norm, und nur er kann in der Kirche Verantwortung und Entscheidung gültig mittragen.

Welch erschreckendes Urteil bedroht unsere Jugend, da ihr als Ziel der Mündigkeit vorausgesetzt wird, sich selbst die Entscheidungskraft zuzumuten und sie von der Kirche zu fordern, ohne ihr Gewissen im Glauben anders formen zu müssen, als wie sie selbst entscheiden.

Ja, es wird den Verantwortlichen der Kirche zum Vorwurf gemacht, wenn sie, um die Mündigkeit zuerkennen zu können, nach dem katholischen Glauben fragen.

Eine solche sich selbst setzende Mündigkeit, und nur diese, will man heute für die Firmung fordern. Man müsse, sagt man, zur Firmung in freiem Entscheid seine eigene Taufe ratifizieren.

Das ist richtig, aber wie sollen sie das, wenn sie gar nicht wissen, in welche Christusgeheimnisse sie in der Taufe hineingezeugt wurden?

Gerade ein solcher blinder Entscheid ist unfrei.

Als ich einen einflussreichen Theologen, der in diesem Sinn ein Firmreferat gehalten hatte, fragte, ob zur Vorbereitung auf die Firmung auch die Glaubensgeheimnisse Christi, wie z.B. Sünde und Erlösung durch sein Kreuzesopfer, heilige Eucharistie und Himmel als Ziel des Lebens gelehrt werden müssen, bekam ich die Antwort: das sei den Jugendlichen nicht zumutbar.

Wo ist da Mündigkeit? So werden Blinde erzogen, sich als sehend zu behaupten und der Kirche zuzumuten. Unter dem Schlagwort Freiheit werden sie in eine unheimliche Unfreiheit geführt.

Wen wir die Jugend wirklich lieben, wird unser Herz wund, denn wir können gegen die Übermacht nicht mehr durchdringen.

Jetzt ist es unsere Aufgabe, mit Maria, die mit dem Schwert im Herzen unter dem Kreuze steht, flehend, hoffend und verzeihend die Wunde anzunehmen.

Dieses blutende Gebet wird die ohne ihre Schuld verführten Menschen retten.

Das ist die Hoffnung und der Adventsruf der Kirche ins dritte Jahrtausend.

Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir. (Apg 17, 28) Denke daran, das jedes Werk, das der Verbreitung des Glaubens dient, weit über jedem anderen guten Werke steht. Die wichtigste Angelegenheit, die es in der Welt überhaupt geben kann, ist die Rettung einer Seele. (Vinzenz Pallotti)

3 217

30.09.2017, 12:38

Das Gewissen, letztverantwortliche Instanz? (Gesamttext) Pater Eugen Mederlet OFM

Es ist um das Gewissen, als die verantwortliche Norm des Handelns, eine gefährliche Verwechslung und Verwirrung entstanden. Es ist wichtig, dass wir diese Verwirrung erkennen und gegen den Strom schwimmen.

Die Wahrheit bleibt unbestritten, dass jeder Mensch nach seinem Gewissen handeln muss. Wenn das Gewissen ihm etwas als gut darstellt, soll er danach handeln, auch wenn es an sich etwas schlechtes ist; und umgekehrt verfehlt er sich, wenn er etwas tut, das ihm sein Gewissen als schlecht bezeugt, selbst wenn es in Wirklichkeit nicht schlecht ist. Das aktuelle, subjektive Gewissen eines jeden bestimmt den moralischen Wert und Unwert seines Handelns.

Aber die wichtige Frage ist, woran bildet der Mensch sein Gewissen?

Es scheint, dass diese Frage heute kaum mehr gestellt wird, als ob der Mensch die Gesamtheit des moralischen Wissens in sich selbst finden könnte, oder als ob es gar nicht wichtig sei, wie einer handele, wen er nur mit seinem Gewissen übereinstimmt.

Es ist ein Grundübel unserer Zeit, dass der Mensch sich in seinem Gewissen als letzte Instanz sieht und sich sogar befugt glaubt, über seine Beziehung zu Gott zu entscheiden. Diese Autonomie wird als Mündigkeit bezeichnet und bildet weitgehend das Ziel der Erziehung.

Der Mensch ist aber nicht aus sich selbst. Und wenn es sich als ein in sich geschlossenes Wesen benimmt, kann er gar nicht in Wahrheit Mensch werden. Er ist aus Gott, und er kann nur aus Gott erkennen, wer er ist und wie er richtig leben soll.

Dabei ist das Gewissen das innerste Heiligtum der Seele, wo Gott selbst in ihr wohnt und sie erleuchtet. In diesem Innersten der Seele gibt er sich zu erkennen und nur in dieser Gotteserkenntnis erkennt der Mensch sich selbst. Ein Kind kann ja auch nur im Umgang mit Menschen erfahren, dass es selber Mensch ist, und was das bedeutet. Aus Gott und auf ihn hin zu sein gehört aber zum Wesen des Menschen, und nur wenn es sich in diesem Wesen erfasst, kann er das ihm zukommende Gute von dem ihm widersprechenden Bösen unterscheiden.

Damit sich aber Gott ihm offenbaren kann, muss der Mensch in seinem in seinem von Gott bewohnten Gewissen auf ihn hören, und das geschieht im Gebet. Im Beten sind wir ja nicht allein Handelnde und uns mit der Phantasie etwas Vorstellende; im Beten berührt Gott selbst unsere Seele mit erkennendem Licht und bewegendem Verlangen zum Guten. Es ist ein heimliches, uns selber meist kaum wahrnehmbares Formen der willigen Seele durch Gott, wie es im Psalm 51 heißt:

„Im Geheimen lehrst du mich Weisheit.“ In diesem inneren Gnadenwirken können schon ganz kleine Kinder schlicht und wie selbstverständlich und unreflektiert Gott erkennen und Jesus mit seiner Gegenwart im Tabernakel, sowie Maria und die Heiligen und den Schutzengel.

Es ist darum eine große Gnade für die Kinder, wenn sie schon im Mutterschoß, ja schon bei der Zeugung, durch betende Eltern auf Gott hin geöffnet werden, und wenn das gläubige Beten der Eltern sie von frühester Kindheit an aufnimmt.

In einer solchen betenden Erziehung der Eltern bildet sich das Gewissen der Kinder in der Wahrheit Gottes, sodass sie in seelischem Erfühlen das Gute und das Böse unterscheiden lernen.

Es sind dann nicht die Eltern, die ihre subjektiven Ansichten dem Kinde aufzwingen; es ist ihr vom Heiligen Geist bewirkter Glaube, ihr Beten, ihr Beispiel und ihre Belehrung, die das Kind in seinem nur ihm und Gott gehörenden Heiligtum des Gewissens der verborgenen Unterweisung Gottes öffnen.

Aber zur Gewissensbildung gehört noch mehr. Der Mensch kann sich nur voll erkennen, wenn ihm Gott als Vater, Sohn und Heiliger Geist offenbar wird, und wenn er in Jesus Christus seinen Gott und Erlöser als Weg, Wahrheit und Leben erkennt und anbetet.

Wenn er nicht in lebendigem Glauben weiß um Kreuzesopfer und Auferstehung Jesu, um Himmelfahrt und Pfingsten und um das Geheimnis Marias und der Kirche, wie soll er dann seine eigene Taufe erfassen, wie die Firmung, das Priestertum, die Ehe als Sakrament, die heilige Eucharistie? Wie soll er den Weg aus der Sünde in die Heiligung und durch den Tod hindurch in die Herrlichkeit das Himmels finden?

Keines dieser Geheimnisse kann ein sich selbst als letzte Instanz setzendes Gewissen erkennen.

Wer aber nicht in diesem Glaubenserkennen sich selber findet, weiß nicht wer er ist und kann niemals voll erkennen, was ihn vor Gott als gut aufbaut oder als böse zerstört. Er entscheidet als Blinder. Wer sich als Blinder bekennt und das Licht sucht, hat nach Jesu Worten keine Sünde. Unsere Jugend wird aber heute gelehrt, zu sagen: „Wir sehen“; damit werden sie verführt, in der Sünde zu bleiben. (Vgl. Joh 9, 41)

Das Glaubenserkennen der Geheimnisse Jesu und Marias und der Kirche kann man nicht mit „Hinterfragen“ selber finden. Damit sucht man mit „Fleisch und Blut“ zu erkennen, was nur „der Vater im Himmel offenbaren kann“ (vgl. Mt 16, 17), denn „niemand erkennt den Vater nur der Sohn, und wem es der Sohn offenbaren will (Mt 11, 27).

Diese gnadenhafte Offenbarung der göttlichen Geheimnisse geschieht durch die Kirche. Christus bezeugt klar: „Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch; wer euch hört, der hört mich (Joh 20, 21; Lk 10, 16).

Ohne das Hören auf die Kirche kann niemand zur Gewissenfreiheit gelangen, weil er die nötige Erkenntnis zum freien Entscheid nicht besitzt. Nur wer im Glaubensgehorsam die Glaubensverkündigung der Kirche „nicht als Menschenwort aufnimmt, sondern als das, was sie in Wahrheit ist, als Gotteswort“ (1 Tess 2, 13), in dem wirkt Gott selber im Heiligtum des Gewissens die Erleuchtung, dass es wahr ist, und lässt ihn im Lichte dieser Glaubenserkenntnis sich selbst und die ganze Welt in immer feinerer Unterscheidung von Gut und Bös erkennen und beurteilen.

Ein solcher gläubiger Christ ist mündig, weil er wissend ist.

Darum ist sein Gewissen die sichere Norm, und nur er kann in der Kirche Verantwortung und Entscheidung gültig mittragen.

Welch erschreckendes Urteil bedroht unsere Jugend, da ihr als Ziel der Mündigkeit vorausgesetzt wird, sich selbst die Entscheidungskraft zuzumuten und sie von der Kirche zu fordern, ohne ihr Gewissen im Glauben anders formen zu müssen, als wie sie selbst entscheiden.

Ja, es wird den Verantwortlichen der Kirche zum Vorwurf gemacht, wenn sie, um die Mündigkeit zuerkennen zu können, nach dem katholischen Glauben fragen.

Eine solche sich selbst setzende Mündigkeit, und nur diese, will man heute für die Firmung fordern. Man müsse, sagt man, zur Firmung in freiem Entscheid seine eigene Taufe ratifizieren.

Das ist richtig, aber wie sollen sie das, wenn sie gar nicht wissen, in welche Christusgeheimnisse sie in der Taufe hineingezeugt wurden?

Gerade ein solcher blinder Entscheid ist unfrei.

Als ich einen einflussreichen Theologen, der in diesem Sinn ein Firmreferat gehalten hatte, fragte, ob zur Vorbereitung auf die Firmung auch die Glaubensgeheimnisse Christi, wie z.B. Sünde und Erlösung durch sein Kreuzesopfer, heilige Eucharistie und Himmel als Ziel des Lebens gelehrt werden müssen, bekam ich die Antwort: das sei den Jugendlichen nicht zumutbar.

Wo ist da Mündigkeit? So werden Blinde erzogen, sich als sehend zu behaupten und der Kirche zuzumuten. Unter dem Schlagwort Freiheit werden sie in eine unheimliche Unfreiheit geführt.

Wen wir die Jugend wirklich lieben, wird unser Herz wund, denn wir können gegen die Übermacht nicht mehr durchdringen.

Jetzt ist es unsere Aufgabe, mit Maria, die mit dem Schwert im Herzen unter dem Kreuze steht, flehend, hoffend und verzeihend die Wunde anzunehmen.

Dieses blutende Gebet wird die ohne ihre Schuld verführten Menschen retten.

Das ist die Hoffnung und der Adventsruf der Kirche ins dritte Jahrtausend.
Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir. (Apg 17, 28) Denke daran, das jedes Werk, das der Verbreitung des Glaubens dient, weit über jedem anderen guten Werke steht. Die wichtigste Angelegenheit, die es in der Welt überhaupt geben kann, ist die Rettung einer Seele. (Vinzenz Pallotti)

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01.10.2017, 16:14

Franziskusfest (1), 3./4. Oktober 1982, Pater Eugen Mederlet OFM

... Dann ist zwar der Leib tot auf Grund der Sünde. Der Geist aber ist Leben auf Grund der Gerechtigkeit. Wenn der Geist dessen in euch wohnt, der Jesus von den Toten auferweckt hat, dann wird er, der Christus Jesus von den Toten auferweckt hat, auch euren sterblichen Leib lebendig machen durch seinen Geist, der in euch wohnt.

Es liegt hier in diesen Worten des hl. Paulus das tiefe Geheimnis unserer Taufe verborgen. In der Taufe sind wir ja in den Tod Jesu hineingegraben, - eigentlich ist ja untertauchen das volle Zeichen der Taufe – und sind zugleich von ihm auferweckt zum neuen Leben, so dass unser irdisches Leben dem irdischen Leben Jesu gleich wird.

Fortsetzung folgt.
Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir. (Apg 17, 28) Denke daran, das jedes Werk, das der Verbreitung des Glaubens dient, weit über jedem anderen guten Werke steht. Die wichtigste Angelegenheit, die es in der Welt überhaupt geben kann, ist die Rettung einer Seele. (Vinzenz Pallotti)

3 219

02.10.2017, 10:00

Franziskusfest (2), 3./4. Oktober 1982, Pater Eugen Mederlet OFM

Hier begeht man heute vielfach einen Sprung. Man überspringt das irdische Leben und meint, es dürfe nur noch die Auferstehung in uns wirksam sein. Ich habe of ganz eigenartige Gespräche gehabt, wo herauskommt, dass man meint oder sagen will, die Kreuzigung sei für uns schon vorbei. Wir seien jetzt schon die Auferstandenen. Mein Leib ist noch Material, der ist noch in der Sterblichkeit, der ist noch auf dem Weg der Kreuzigung des Todes. Das sind so eigenartige Sprünge, die das heutige Denken macht; einfach weil es dem eigentlichen Geheimnis unseres christlichen Weges ausweichen will. Wir sind jetzt noch in der Gestalt des irdischen Sohnes Gottes, wie er irdisch vor der Auferstehung gelebt hat. Auch da noch müssen wir sagen, wir sind noch in einem viel besseren Zustand als er. Da komme ich nachher noch darauf zurück.

Fortsetzung folgt.
Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir. (Apg 17, 28) Denke daran, das jedes Werk, das der Verbreitung des Glaubens dient, weit über jedem anderen guten Werke steht. Die wichtigste Angelegenheit, die es in der Welt überhaupt geben kann, ist die Rettung einer Seele. (Vinzenz Pallotti)

3 220

03.10.2017, 11:21

Franziskusfest (3), 3./4. Oktober 1982, Pater Eugen Mederlet OFM


Wir sind jetzt im Zustand, dass unser Leib sterben muss. Das ist eine Tatsache, sogar das einzige, was wir mit einigermaßen, ich kann sagen mit voller Sicherheit einem Kind voraussagen können wenn es geboren wird. Alles andere ist nur wahrscheinlich. Das einzig Sichere ist, dass es sterben wird. Ich habe einen kleinen Vorbehalt gemacht, nämlich wenn es noch leben wird bei der Wiederkunft Christi, wird es nicht sterben. Denn dann wird es ja verwandelt ohne Tod. Das wäre noch eine kleine Zurückhaltung in der Aussage. Aber ich glaube, das können wir ausklammern und sagen: Es wird ganz sicher sterben. Das einzige was ganz sicher ist. Alles andere ist wahrscheinlich und hoffen wir.

Wir sind dem Tod geweiht, das ist ganz klar und es wäre eigentlich der Tod der ewige Tod von der Sünde her in die die Menschheit durch die Ursünde gelangt ist, ist der Tod der ewige Tod. Das ist nun das Unerhörte, dieses unaussprechliche Gnadengeschenk, dass in der Taufe unser Tod verwandelt wird in den Tod Jesu, so dass jetzt unser Sterben das Sterben Jesu am Kreuze ist mit der gleichen Vollmacht der Söhne der Anbetung der Vollendung der Liebe. Unser Tod ist ein Opfertod der Liebe geworden.

Fortsetzung folgt.
Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir. (Apg 17, 28) Denke daran, das jedes Werk, das der Verbreitung des Glaubens dient, weit über jedem anderen guten Werke steht. Die wichtigste Angelegenheit, die es in der Welt überhaupt geben kann, ist die Rettung einer Seele. (Vinzenz Pallotti)

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