22.11.2017, 08:31 UTC+1

Sie sind nicht angemeldet.

  • Anmelden
  • Registrieren

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: kathNews. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Calendula

Fortgeschrittener

Beiträge: 488

Wohnort: Deutschland

1

11.09.2010, 08:23

Computer und Co. - Wie geht Ihr damit um?

Hallo!

Aus gegebenem Anlass (ständige Streitereien mit meinem Sohn) möchte ich Euch um Tipps bitten, wie Ihr in Euren Familien mit Computerspielen, Konsolen, und auch Fernsehen usw. umgeht. Unser ältester Sohn ist fast 10 Jahre alt und fährt total auf Computerspiele, Wii usw. ab. In unserem Haushalt gibt es nur einen Computer und ein paar Computerspiele. Ferner ein Handy und zwei alte Gameboys, die wir leider geschenkt bekommen haben. Unser Sohn darf 2 Stunden in der Woche Computer spielen. Das reicht ihm aber nicht. Er sieht eben bei wirklich allen seinen Freunden, dass sie viel mehr spielen dürfen. Sie haben auch die allertollsten Geräte zum Spielen, also z. B. PSPs, Wiis, was weiß ich, was alles. Ein Junge war einmal bei uns, der konnte schon gar nichts anderes mehr spielen. Ich habe dann vorgeschlagen, sie sollten doch ein Brettspiel machen. Das kannte der andere nicht und es machte ihm auch offensichtlich keinen Spaß.

Wie geht Ihr damit um? Lasst Ihr Eure Kinder zu Freunden gehen, wo ihr damit rechnen müsst, dass sie fernsehen oder Computer spielen?

Wie macht Ihr es Euren Kindern begreiflich, dass sie sich mit der Computer-Spielerei selbst schaden?

Oder findet Ihr das alles gar nicht so schlimm?

Was spielen Eure Kinder bzw. Jungs so in dem Alter?
Möge der Klang des Himmels stets die Musik deiner Seele sein.
(Irischer Segenswunsch)

herzrosenduft

Erleuchteter

Beiträge: 5 814

Wohnort: Deutschland

Beruf: Gärtner

2

11.09.2010, 12:05

Ich habe drei Söhne und wir hatten das Problem, dass der Sohn dauernd bei Freunden hockte, solange wie wir keinen Computer hatten. Wir hatten keine Kontrolle darüber, was dort am PC machten. Dann bekamen wir selbst einen PC. Seitdem klappte es besser. Wir konnten überprüfen, welche Seiten die Kinder besuchten und mussten einige Male korrigierend eingreifen. Bei den sogenannten "Ballerspielen" haben wir die Kinder immer darauf aufmerksam gemacht, dass sie "Töten" spielen und dass das doch sehr bedenklich sei. Irgendwann wird der Groschen bei Ihnen fallen! Wir haben auch immer wieder darauf aufmerksam gemacht, dass die Kinder sich vom PC ihr Leben diktieren lassen. Heute ist der älteste Sohn 21 Jahre alt und sagt: "Ich brauche gar keinen PC mehr, denn dann habe ich viel mehr Zeit für anderes..." Ist doch schön für uns Eltern, oder nicht?
_______________________________________________________________________________________

Der Papst betont die Wichtigkeit eines „christlichen Stils“ der Präsenz auch in der digitalen Welt:

„Dieser verwirklicht sich in einer Form
aufrichtiger und offener, verantwortungsvoller und dem anderen gegenüber
respektvoller Kommunikation“.

Beiträge: 1 566

Wohnort: Erzbistum Freiburg

Beruf: Student

3

12.09.2010, 01:48

@Herzrosenduft:
Gratulation! Dann habt ihr offenbar sehr viel richtig gemacht in eurer Erziehung!
Wenn ein Kind mit 21 so etwas sagt - genial... :thumbsup:
Die Kirche befriedigt keine Erwartungen, sie feiert Geheimnisse.
(Carlo Maria Kardinal Martini)

herzrosenduft

Erleuchteter

Beiträge: 5 814

Wohnort: Deutschland

Beruf: Gärtner

4

12.09.2010, 08:52

Wir sind noch lange nicht am krausen Bäumchen mit ihm und den anderen Söhnen. Es liegt noch sehr viel im Argen. Aber wir säen beständig das Gute in ihnen durch unser Wort und unser Vorbild und wir begießen die Saat mit unserem Gebet, um es mit den Bildern des Paulus zu beschreiben. Es ist alles offen...
_______________________________________________________________________________________

Der Papst betont die Wichtigkeit eines „christlichen Stils“ der Präsenz auch in der digitalen Welt:

„Dieser verwirklicht sich in einer Form
aufrichtiger und offener, verantwortungsvoller und dem anderen gegenüber
respektvoller Kommunikation“.

5

15.09.2010, 19:39

Computer und Co. sind ein Bestandteil des Lebens unserer Kinder geworden. Ich bin eine miterziehende Oma und ich lasse die Kinder am Computer spielen und arbeiten, bisher die Älteste (11 Jahre alt).

Da ich nicht ganz computerfern bin ;) kontrolliere ich die Aktivitäten und wenn dann etwas aus dem Ruder läuft, dann reden wir darüber , so, dass es auch die kleineren Geschwister hören können und lernen können.

Verbieten bringt nichts , denn dann gehen die Kinder zu Freunden und dann sind sie "ausser Kontrolle".



Mein zweiter Enkel ( 7 Jahre alt) versucht dies gerade, weil er zu Haus noch nicht darf ;)

Wichtig ist, dass die Eltern und die Familien zusammenarbeiten, dann laufen die Informationen .
Herr, stärke mich , Deinen Geboten zu folgen .

6

29.09.2010, 07:26

Meine Tochter wird ja bald erst 6 Jahre.
Aber ich muss zugeben ich hatte zu ihrem Geburtstag überlegt ihr eine Spielkonsole, allerdings für den TV zu kaufen. Hab den Gedanken jetzt allerdings wieder verworfen.

Vor einem halben Jahr ca. war ich etwas geschockt, weil im Kindergarten auf einmal ein Riesending an Kindercomputer stand, mit Spielkonsole und und und....Die Kinder hatten zwar eine begrenzte Zeit zum Spielen und ich habs dann auch notgedrungen akzeptiert, weil ich die einzige Mutter gewesen wäre die dann Aufstand geprobt hätte...aber ich finde es muss einfach nicht sein so früh.
Und der Kauf einer Spielkonsole der wird bei uns zuhause erstmal verschoben....deutlich nach hinten.
Ich sage immer ich kann die Kinder nicht ständig kontrollieren, wenn sie bei Freunden sind dann sehen sie Dinge dies zuhause ev. nicht gibt aber deshalb werd ich mich jetzt auch nicht beugen und nachgeben...nur "weils jeder hat".
So haben mich meine Eltern schon erzogen, wir bekamen als Kinder auch nicht alles nur weils andere hatten und es hat mir sicher nicht geschadet.

Ich denke wenn man zu früh erst gar nicht anfängt damit dann betrachten es Kinder auch gar nicht so sehr als selbstverständlich. Alles was man immer sofort bekommt, das verliert ja bekanntlich seinen Reiz....oder es wird wie im ersten Beitrag so exzessiv genutzt dass Kinder ihre Umwelt dann gar nicht mehr wahrnehmen.

Ich höre oft von Eltern die schenken den 4, 5jährigen Kindern schon diverse Computerspiele, sämtliche technische Einrichtungen stehen natürlich im Kinderzimmer....das ist Überforderung pur und ich denke mir auch gleichzeitig irgendwo auch Vernachlässigung, weil wenn das Kind stundenlang am eigenen TV oder PC sitzt dann muss man sich ja nicht beschäftigen.
Mir ist das so wichtig dass die Kinder auch rauskommen, in die Natur, lernen auch selbst kreativ zu sein, zu basteln, auch Spiele mit der Hand spielen können zb. Brettspiele, Kartenspiele.....es ist doch wirklich traurig dass es Kinder gibt die einen Schmetterling von einer Libelle nicht unterscheiden können.

Am schlimmsten aber ist es wenn Kinder Spiele am PC spielen die überhaupt nicht für ihr Alter geeignet sind....entweder von den Eltern oder älteren Geschwistern, das wird so dermaßen runtergespielt, das wäre nicht so schlimm und ein bisschen "Ballern" schadet ja nichts.... 8|
Das ist meiner Meinung nach so gefährlich, weil gerade Kinder erst lernen müssen mit anderen richtig umzugehen, und werden dann vor den PC gelassen mit Spielen die völlig ungeeignet für sie sind.

Wir haben Computer zuhause.....meine 6jährige sieht sich liebend gerne ihre Babyfotos drauf an und manchmal schreibt sie ein wenig, das wars aber dann auch....mehr lasse ich noch nicht zu.
Gemeinsam sehen wir uns manchmal Tiere oder Pflanzen an die sie interessieren oder schlagen Sachen nach wo sie Fragen hat dazu....(wir haben auch ein Lexikon ggg....) es kann auch Spass machen mit Kindern so ein Medium zu nutzen, allerdings kann man es heutzutage (leider) nicht verhindern dass sie auch alleine damit konfrontiert werden, zb. in der Schule in die meine Tochter gehen wird nutzen sie Internet bereits ab der 2.Klasse. Wozu ist jetzt meine Frage und das werde ich sicher auch noch ansprechen wenn die Einschulung vorbei ist, auf die Gefahr hin verständnislose Blicke zu ernten.
Das Internet ist nicht nur eine schöne Spielwiese für Kinder sondern auch für einen Haufen von Perversen und seltsamen Leuten.
Wenn ich noch zurückdenke...meine ersten Versuche mit Google.... :wacko: ...wenn ich mir vorstelle dass meine Tochter das ist und das um 10 Jahre früher als ich.....dann würde ich sie am liebsten gar nicht mehr an den PC lassen... :D ....
Wenn je das Göttliche auf Erden erschien, so war es in der Person Christi.
Johann Wolfgang von Goethe

mysterium fidei

Administrator

Beiträge: 4 413

Wohnort: Wo die Sonne häufig scheint

Beruf: Dipl.-Theol.

7

29.09.2010, 09:03

Meine Kinder (jetzt in Mittelstufe und Oberstufe, zur Alterseinordnung) sind bewusst mit dem Computer aufgewachsen. Ich hab sie vom Fernsehen ferngehalten, aber den Computer gefördert. Sie bekamen bewusst so bald wie möglich Zugang zu den altersgerechten PC-Spielen und Lernprogrammen.

Allerdings wusste ich, bis sie dreizehn, vierzehn Jahre alt waren, immer genau, welche Spiele sie spielten und hatte da die Hand drauf. Der Computer stand mitten im Familienwohnbereich, unbeaufsichtigte Benutzung war nur ausnahmsweise möglich. Außerdem gab es eine festgesetzte tägliche Computerzeit, die nur in begründeten Ausnahmefällen überschritten werden durfte.

Der Computer, das Internet ist Ausdrucksmittel und Kommunikationsmittel der Welt und besonders der Jugend von heute. Ich hab ihnen auch nicht das Lesenlernen verboten, weil sie jugendgefährdente Schriften in die Hand bekommen könnten.

Aber ich habe versucht, sie einen verantwortungsvollen und reflektierten Umgang damit zu lehren - ob das immer gelungen ist, steht auf einem anderen Blatt, aber es blieb auch mit Sicherheit nicht ohne Wirkung.
Ubi petrus ibi ecclesia
Wo Petrus ist, da ist die Kirche

8

29.09.2010, 10:57

Ja ich hoffe ich kann den Kindern einen vernünftigen Umgang lernen.
Ich bin ja noch komplett ohne Internet aufgewachsen und deshalb denke ich mir dass es teilweise schon eine Überforderung ist vor allem für kleinere Kinder.

Und ich sag ja auch nichts gegen altersgerechte Spiele.....aber man muss so aufpassen...und dabeibleiben....vor allem auch den Kinderfilter nicht vergessen.

Aber mir geht dieses "wir brauchen INternet für die Schule" irgendwo noch gegen den Strich muss ich sagen....denn man könnte auch ohne auskommen......
Wenn je das Göttliche auf Erden erschien, so war es in der Person Christi.
Johann Wolfgang von Goethe

Pantau

Anfänger

Beiträge: 6

Wohnort: Werratal

Beruf: Dipl.-Ing. / Schichtführer

9

29.09.2010, 20:38

@tweety

Zitat


Aber mir geht dieses "wir brauchen Internet für die Schule" irgendwo noch gegen den Strich muss ich sagen....denn man könnte auch ohne auskommen......


100% richtig. Aber die Frage ist, ob es die richtige Herangehensweise ist, zu fragen: "Kann man auch ohne auskommen?" statt die Frage zu stellen: "Kann man das in irgend einer Weise sinnvoll nutzen?"

In Deutschland ist das Ding durch Konrad Zuse zwar erfunden worden - noch 1989 hat jedoch eine gewisse Partei in Deutschland den Computer bis aufs Messer bekämpft, wobei gleichzeitig in den USA damit Geld verdient wurde. Man kann über die Amis sagen was man will, aber die haben eine viel pragmatischere Herangehensweise an neue Technik. In Deutschland sind wir zwar Spitze darin, Neues zu entwickeln (weil wir so schön grundsätzlich sein können) - genau so Spitze sind wir jedoch, so lange Bedenken gegen eine neue Entwicklung zu haben, bis der Zug für uns abgelaufen ist (AUCH, weil wir so schön grundsätzlich sein können).

Ich habe auch zwei Kinder (1,5 und 3,5 Jahre, Mädels) und BEIDE haben einen "Spielcomputer", welcher pädagogisch für ihr jeweiliges Alter zugeschnitten wurde und sie entsprechend fördert. Die Große beherrscht bereits das Alphabet, kann bis 20 zählen und einfache Additionsaufgaben lösen. Da wir die Computer neben Puppen, Lego, Schaukelpferd & Co. als ganz normales Spielzeug ihnen zur Verfügung stellten (ohne Einschränkungen), benutzen sie die Dinger am Tag nicht länger als 20 Minuten. Würden wir mit der Stoppuhr daneben stehen, gäbe es den ganzen Tag für sie vermutlich nichts schöneres, als Computer (Knappheit erzeugt subjektiven Wert!).

Interessant fand ich die Einwände, welche ich in einem Buch über die Germanen fand, welche vor 1700 Jahren gegen das Lernen von Lesen und Schreiben für die Jugend diese vor brachten: Die Jugend würde die körperliche Ertüchtigung vernachlässigen, würde faul und träge, die Sehkraft würde leiden und sie würden innerlich verweichlichen. Zudem sei man bisher auch prima OHNE aus gekommen... X(

Man sieht: Skeptisch gegenüber neuen Medien waren wir schon immer. :)

10

29.09.2010, 21:39




denn man könnte auch ohne auskommen......


das meint mein Sohn auch und ich alte Oma sage ihm dann, dass wir im 21:Jahrhundert leben und da wird es zukünftig nicht "ohne " mehr gehen.



Ich habe , seit mein Kochbuch sich in Rauch aufgelöst hat , ein virtuelles, viel besseres Kochbuch...im Googel ;)

Ohne, geht es nicht mehr, wichtig ist nun zu verbinden die Natur und die Virtualität.

Das funktioniert, indem man mit den Kindern spazierengeht, ihnen alles zeiigt, was blüht, kreucht und fleucht, die Sinnesorgane wecken und trainieren und dann am Pc - spielen , nicht zu lange, sonst werden sie so süchtig wie manche "Alten Hasen" 8)
Herr, stärke mich , Deinen Geboten zu folgen .

Cristine

Anfänger

Beiträge: 6

Wohnort: Bayern

11

14.12.2010, 16:38

Grüß Gott zusammen,



schon eine Weile lese ich mit und möchte auf ein speziell für dieses Thema verfasstes Buch hinweisen.

Es ist vom Hirnforscher Manfred Spitzer, Vater von 5 Kindern,

und hat den Titel: Vorsicht Bildschirm.



Bildschirm-Medien, ein wesentlicher Teil unseres Lebens und unserer Erfahrung, bergen ein erhebliches

Gefahrenpotenzial. Spitzer bleibt jedoch nicht bei der Analyse stehen, er gibt Impulse zum konkreten Handeln.

Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer ist Jahrgang 1958, studierte Medizin, Psychologie und Philosophie, zwei

Gastprofessuren an der Harvard- Universität; seit 1997 hat er den neu eingerichteten Lehrstuhl für

Psychatrie der Universität Ulm inne. Er leitet die Psychiatrische Universitätsklinik in Ulm und das

Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen.



Es geht um körperliche Gesundheit, Erfahrung und Aufmerksamkeit, Gehirnentwicklung und Werbung,

Leistungen in der Schule, Gewalt im Fernsehen, Computer- und Videospiele, Lernen am Computer,

Unterschiede zwischen Jungs und Mädels, und zahlreiche Studien und soziale Folgen dazu.



Die Lektüre des Buch kann ich allen Eltern nur wärmstens ans Herz legen.



Das umfangreiche wissenschaftliche Werk von Prof. Spitzer ist u.a. mit dem Forschungspreis

der Schweizer Cognito-Foundation ausgezeichnet worden.



Gruß Cristine
Liebe Grüße von Christine



...Du bist ein starker Turm, Du bist das Auge im Sturm, Du sprichst zum aufgewühlten Meer meiner Seele in mir, Herr, Friede mit Dir, Friede mit Dir...

12

16.10.2011, 19:20

Also das Thema ist zwar schon ein bisschen älter, aber ich fand es doch noch interessant :)
Ich kann an Computern nichts schlechtes erkennen. Bin selbst damit aufgewachsen als Kind am Computer meiner Mutter und mit 12 hab ich einen eigenen bekommen. Es ist heutzutage unerlässlich dass der Umgang mit der Technik vertraut ist, für sämtliche Berufe wird dies Vorausgesetzt.
Man muss den Kindern nur erklären was im Internet gefährlich sein kann, eventuell gewisse Seiten (Pornos etc) sperren und ihnen verbieten persönliche Daten preiszugeben. Ich denke das kann man Kindern auch schon gut erklären.
Auch bei Spielen sehen ich nur sehr beschränkt Probleme. In den Medien hört man ja immer wieder von Ballerspielen und Sucht, aber ich denke sowas passiert nur wenn man andere Probleme hat und es damit kompensieren will. Was ist schlimm an einem Ballerspiel einmal im Monat oder so? Jeder weiß dass man nicht wirklich Menschen abschießen will. Die Kinder/Jugendlichen sollen sich nur nicht in dieser virtuellen Welt verlieren und dafür brauchen sie Halt in der Familie und Abwechslung. Ich würde die Benützung von Computern nicht einschränken aber Alternativen bieten und viel erklären :)

herzrosenduft

Erleuchteter

Beiträge: 5 814

Wohnort: Deutschland

Beruf: Gärtner

13

16.10.2011, 19:28

Ich kann an Computern nichts schlechtes erkennen.




Eigentlich ein interessantes Thema...wenn man den Computer verantwortungsbewusst und sinnvoll benutzt, dann kann er eine Bereicherung sein. ...
Ich bin mit meinem Kindern hineingewachsen in den Umgang mit dem PC...vorher - als ich ihn nicht kannte - war es für mich Teufelszeug... nachher habe ich die Vorteile festgestellt. ...
Man wird beim Umgang mit dem PC nicht dümmer, denn man muss logisch überlegen, weil alle Programme logisch aufgebaut sind...das schult das Denkvermögen und ist für ältere Menschen eigentlich bald ein kleines Muss...
Und man kann mit euch hier im Forum wunderbar plaudern...das wäre ohne den PC nicht möglich...

Selbst Papst Benedikt hat mit seinem Alter noch dazu geraten die neuen Medien wie Internet für die Evangelisation zu nutzen, weil hier unvorstellbare Chancen für die Glaubensverbreitung liegen...man kann Menschen mit Kirche in Verbindung führen, die sonst nie wieder Kontakt aufgenommen hätten...
_______________________________________________________________________________________

Der Papst betont die Wichtigkeit eines „christlichen Stils“ der Präsenz auch in der digitalen Welt:

„Dieser verwirklicht sich in einer Form
aufrichtiger und offener, verantwortungsvoller und dem anderen gegenüber
respektvoller Kommunikation“.

mysterium fidei

Administrator

Beiträge: 4 413

Wohnort: Wo die Sonne häufig scheint

Beruf: Dipl.-Theol.

14

16.10.2011, 19:32

Man muss als Eltern schon hinsehen, was der Nachwuchs macht. Aber das muss ich ja beim Fernsehen ebenso, und auch beim Lesen hatte ich sehr lange genau den Überblick, was gelesen wurde und was ich nicht wollte, dass es gelesen wird. Das ist doch normal, das gehört zum Erziehungsauftrag.

Angstbesetzer Umgang von Eltern mit dem Thema Computer erinnert mich gelegentlich an jene Aussage eines mittelalterlichen Ritters, der seinen Sohn tadelte, weil dieser lesen und schreiben lernen wollte. Er soll doch besser was Nützliches lernen - reiten, kämpfen...
Ubi petrus ibi ecclesia
Wo Petrus ist, da ist die Kirche

15

16.10.2011, 19:33


Selbst Papst Benedikt hat mit seinem Alter noch dazu geraten die neuen Medien wie Internet für die Evangelisation zu nutzen, weil hier unvorstellbare Chancen für die Glaubensverbreitung liegen...man kann Menschen mit Kirche in Verbindung führen, die sonst nie wieder Kontakt aufgenommen hätten...
Ja genau das halte ich auch für einen ausgezeichneten Ansatz! Gerade junge Menschen kann man im Internet hervorragend erreichen. Die Kirche sollte in diese Richtung auf jeden Fall aktiver werden. Vielleicht mit Computerkursen für Kinder die den verantwortungsvollen Umgang lehren und zeigen wie man der Gemeinschaft näher kommen kann :)

michi

Profi

Beiträge: 660

Wohnort: München

Beruf: Schüler

16

16.10.2011, 21:20

Internet wird eine immer wichtigere Rolle im Leben der Menschen werden. Den Kindern wird schon in der 3. Klasse beigebracht wie sie im Internet surfen können und in vielen Schulen kommt man ohne Internet nicht weit.
Ja es müssten mehr Seelsorger im Internet sein, die den Kindern helfen.

LG

herzrosenduft

Erleuchteter

Beiträge: 5 814

Wohnort: Deutschland

Beruf: Gärtner

17

16.10.2011, 21:32

Internet wird eine immer wichtigere Rolle im Leben der Menschen werden. Den Kindern wird schon in der 3. Klasse beigebracht wie sie im Internet surfen können und in vielen Schulen kommt man ohne Internet nicht weit.
Ja es müssten mehr Seelsorger im Internet sein, die den Kindern helfen.

LG



Vielleicht wäre das Deine Aufgabe, michi, für später...
_______________________________________________________________________________________

Der Papst betont die Wichtigkeit eines „christlichen Stils“ der Präsenz auch in der digitalen Welt:

„Dieser verwirklicht sich in einer Form
aufrichtiger und offener, verantwortungsvoller und dem anderen gegenüber
respektvoller Kommunikation“.

Beiträge: 2 364

Wohnort: 1010, WIEN

Beruf: Kath.Priester des röm.Ritus (Stephansdom) u.Erzpriester des byzant.Ritus(für Ukrainer) / Gymnasiallehrer ( Rk ) i.R.

18

16.10.2011, 22:31

@ Computer

Als Lehrer im Gymnasium habe ich von Kolleginnen und Kollegen sehr geteilte Ansichten über den Umgang mit dem Computer gehört. Tatsache ist, dass eine nicht geringe Anzahl der 15 Jährigen nicht mehr ordentlich lesen kann, es wird zu wenig gelesen. Wenn ich mich erinnere, wie viele Bücher ich in diesem Alter aus der Leihbibliothek gelesen habe,staune ich heute noch.Deswegen hatte ich wohl auch nie Probleme in Deutsch, Latein, Englisch, Russisch, später Griechisch und Hebräisch. Ich kann mir bis heute, interessante Texte, die ich einmal gelesen habe, so genau merken,dass ich sie bei Vorträgen und Predigten zitieren kann.
Wenn ich Kinder mit Computerspielen sehe, denke ich immer an den schönen Baukasten von Matador oder an die Steine von Lego, sowie an die elektrische Eisenbahn, die mein Vater und ich liebevoll in eine selbst gestaltete Landschaft eingebaut haben. Damals habe ich gelernt, was Feinmechanik bedeutet und wie man mit einem Lötkolben mit kleiner Spitze umgehen muss. Ich denke an die Radioapparate mit Kopfhörern und später mit Lautsprechern, die ich selbst gebaut habe und die gut funktioniert haben (Mittelwelle).
Mit 58 Jahren bekam ich durch den Stephansdom einen Theologiestudenten aus Osteuropa, der Griechisch (das Griechisch der Bibel) absolvieren musste, um sein Studium fortsetzen und abschließen zu können, wobei der Kirchemeister meinte, für mich wäre es leicht, diese Kenntnisse zu vermitteln. (Es ist tatsächlich mit der Note 2 geglückt). Natürlich bemerkte der Student sofort, dass bei mir kein Computer stand und hat mich darauf angesprochen, sowie seine Hilfe angeboten. Meine Augenärztin war zunächst dagegen, aber die Angestellten des Domes besorgten mir einen Fernseher mit HDMI -Anschluss, durch den das Bild des Computers auf Fernsehschirmgröße vergrößert wird. Alles Weitere besorgte mir die Diözese, zusätzlich eines elektronischen Diktiereprogramms, das ich seit zwei Jahren benütze, weil meine Schreibgeschwindigkeit eher dürftig ist. Der PC hat mir ermöglicht verschiedene Skripten für den Religionsunterricht zu verfassen und bei jedem meiner Vorträge den Leuten ein Handout mitzugeben. Mein Theologiestudent hatte auch die nötige Ruhe und Geduld mich auf diesem Weg zu begleiten, bis alles funktioniert hat. Heute bin ich sehr froh, dass ich das noch gelernt habe und meine jungen Leute mich auf diesem Weg beraten und begleitet haben. Dennoch, und das erlebe ich bei der Vorbereitung von Vorträgen, muss man immer die Literatur genau studieren, bevor man gegebenenfalls im Internet gegenlesen kann.Toll finde ich es, aus dem Internet die komplette Sammlung der Texte der Kirchenväter installiert zu haben, ebenso wie die Heilige Schrift in Deutsch, Hebräisch und Griechisch.
Aus meiner Erfahrung im Beichtstuhl jedoch, ist mir auch bekannt, dass Menschen über den Computer auf schlechte Wege, die sogar die Ehe gefährdet haben, geführt worden sind. Kinder sollten zuerst mit Büchern umzugehen lernen, selber mit der Hand Texte schreiben und formulieren und die altbewährten Spiele, wozu auch Monopoly gehört, natürlich auch "Mensch ärgere dich nicht" oder Halma, Mühle oder Schach. Ich erlebe nämlich in der Schule, das durch Computerspiele, vielfach die Kommunikation von Kindern total verloren geht und das halte ich für bedenklich :Msgr. Franz Schlegl

19

17.10.2011, 10:02

RE: @ Computer

Also ich kann Ihnen teilweise schon zustimmen Herr Msgr.!
Nur finde ich man kann den Kindern ja auch diese tollen Spiele bieten bevor man sie an den Computer lässt. Ich habe Schach auch vorher erlernt. Oder diese Spiele als Alternative bieten! Man würde sich wundern, Kinder greifen dann sicher auch zu den traditionellen Spielen. Auch ich spiele mit meinen Freunden noch ab und zu Monopoly obwohl wir alle sehr an den Computer gebunden sind.

Und zum Thema lesen kann ich nur sagen, es heisst doch nicht dass man mit dem Computer weniger liest. Entweder man liest freiwillig gerne, dann tut man es trotz Computer oder sogar AM Computer (Kindle, EBookreader, etc.) oder man liest einfach nicht gerne (solche Menschen gab es auch schon immer!). Ich lese nicht weniger nur weil ich einen Computer habe. Und gerade das kann auch Zugang vieler Menschen zum Lesen sein eben durch Kindle etc. wo es auf einmal ganz einfach wird sich Bücher downzuloaden. Das könnte die Rückführung vieler zum Lesen sein. Man kann sich auch ganz viel gratis downloaden, zb sehr alte Bücher.

Ein Computer ist eine Bereicherung, man muss nur als Eltern und Schule Alternativen bieten ;)

michi

Profi

Beiträge: 660

Wohnort: München

Beruf: Schüler

20

18.10.2011, 14:49

Da muss ich revontulet zustimmen.
Wenn ich bedenke was ich den ganzen Tag im Internet lese und dann meine "Gute-Nacht-Lektüre".... Es gibt nunmal Leute (Kinder) die nicht gerne lesen wollen. So meine kleine Schwester. Während ich am Tag mindestens 100 Seiten zum Bett gehen lese, liest sie nichts. Selbst als ich ihr spannende Bücher vorstellte hat sie das Interesse daran verloren zu lesen.
Wenn man heute mit früher vergleicht kriegt man eh Zustände. Und das sage ich, obwohl ich noch kein langes Leben hinter mir habe. Woher bekomme die 5. Klässler solch vulgären Wörter? Das ist schrecklich! Ich wusste damals nicht mal die Bedeutung, die sie heute jedem an den Kopf werfen.

Früher hat man einfach ein Buch aus langeweile genommen, weil es kein Fernseher, PC, Gameboy etc gab. (Oder diese zu teuer!). Nicht weil früher lesen mehr Spaß gemacht hat. In der Schule kommt man auch nicht zum "richtigen" lesen. Man ist einem gewaltigen Leitstungsdruck (besonders an bay. Realschulen) ausgesetzt. Ergo: Man kommt nicht mal dazu eine Lektüre zu lesen (ab und zu schon welche, aber das sind nur 2 Seiten Bücher ... na ja....).
Und was macht man wenn man nicht vom Lehrer "gezwungen" wird? Man macht nichts.

Die Computer Spiele .... wer spielt den noch PC Spiele? Besser sind Internet Spiele^^
Aber eine große Gefahr stellen die "Kampf/Gefechtsspiele". Die sollte man verbieten. Sie machen böse und aggressiv ....

Bedenklich: Man braucht Internet praktisch damit man auf eine weiterführende Schule kommt

LG

Thema bewerten