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herzrosenduft

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1

11.01.2011, 15:12

Wie kann Gott das zulassen...? Fragen und Antworten

Immer wieder hört man den Satz: "Ich verstehe das nicht, wie kann Gott das nur zulassen?" und meistens ist mit diesem Satz auch eine Ablehnung Gottes verbunden. Es gibt sicherlich viele Dinge im Leben, bei denen man sich schon gefragt hat: "Wieso hat Gott das zugelassen?" Und jeder hat seine eigene Antwort gefunden bzw. sie nicht gefunden. Hier könnten wir nun gemeinsam darüber unsere Erfahrungen und Meinungen austauschen...

Als Einstieg bringe ich folgendes Beispiel:
Was passiert, wenn jemand von Gott nichts mehr wissen will? Wie reagiert Gott darauf?
...Ich habe mal gehört, dass Gott diejenigen, die einfach nichts mehr mit ihm zu tun haben wollen, sich selbst und ihrem Schicksal überläßt. Also läßt ER demnach das Schicksal eines Menschen, der ohne IHN auszukommen meint, einfach laufen.

...Das wäre z.Bsp. so eine mögliche Antwort, weshalb Gott dieses oder jenes einfach zuläßt...

...aber sicherlich gibt es dazu noch mehr zu sagen...
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Der Papst betont die Wichtigkeit eines „christlichen Stils“ der Präsenz auch in der digitalen Welt:

„Dieser verwirklicht sich in einer Form
aufrichtiger und offener, verantwortungsvoller und dem anderen gegenüber
respektvoller Kommunikation“.

2

11.01.2011, 15:27

Ich denke nicht dass Gott einem sein Schicksal dann selbst fahren lässt......
Es gibt auch Menschen die wegen eines Schicksalsschlages sich von Gott abwenden und ihn aber gleichzeitig immer noch lieben.

Ich denke nicht dass Gott jemals einen Menschen fallen lässt......aber er muss wahrscheinlich hilflos mitansehen wie derjenige seine Worte und seine Hilfe nicht mehr hört..nicht mehr zulässt.
Wenn je das Göttliche auf Erden erschien, so war es in der Person Christi.
Johann Wolfgang von Goethe

herzrosenduft

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3

11.01.2011, 16:33

Ja, liebe tweety, das hast du gut gesagt, das glaube ich auch, dass Gott niemanden wirklich im Stich läßt. ...Aber wie soll er reagieren, wenn IHM jemand die kalte Schulter zeigt? ...Er wird es immer wieder geduldig mit diesem Menschen versuchen...vielleicht probiert ER es auch mit Schicksalsschlägen und sagt dem Menschen: "Sieh was passiert, wenn du nicht auf mich hörst und es wird dir am Ende noch Schlimmeres passieren, wenn du nicht umkehrst zu MIR..." Not lehrt beten!
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respektvoller Kommunikation“.

4

11.01.2011, 17:19

Ja, liebe tweety, das hast du gut gesagt, das glaube ich auch, dass Gott niemanden wirklich im Stich läßt. ...Aber wie soll er reagieren, wenn IHM jemand die kalte Schulter zeigt? ...Er wird es immer wieder geduldig mit diesem Menschen versuchen...vielleicht probiert ER es auch mit Schicksalsschlägen und sagt dem Menschen: "Sieh was passiert, wenn du nicht auf mich hörst und es wird dir am Ende noch Schlimmeres passieren, wenn du nicht umkehrst zu MIR..." Not lehrt beten!
das stimmt.
Er lehrt einem vor allem die Demut. Nicht nur vor sich selbst...sondern auch vor dem Leben.
Ich glaube es tut ihm zwar sehr weh wenn er jemanden "ziehen" lassen muss....aber gleichzeitig hat ER uns ja auch einen freien Willen geschenkt....er lehrt uns denke ich im ganzen Leben sich immer wieder zu entscheiden.....wir sind ja menschlich..deshalb entscheiden wir uns auch oft falsch.
Aber ich vergleiche das oft...ich weis nicht obs richtig ist....mit einer gefestigten Beziehung zu einem verbundenen Menschen. Wenn du eines Tages sagst....ich kehr dir jetzt den Rücken zu, weil ich mit dem und dem nicht mehr einverstanden bin....dann wird er dich auch nicht fallen lassen, sondern wird warten auf dich, notfalls sehr lange wenns notwendig ist, bis du eines Tages sagst "tut mir leid ich habe einen Fehler gemacht" und er wird dich trotzdem wieder in den Arm nehmen und dein Freund sein.
Ich denke Gott kann notfalls auch sehr lange warten....
Wenn je das Göttliche auf Erden erschien, so war es in der Person Christi.
Johann Wolfgang von Goethe

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5

11.01.2011, 19:16

Ich denke, der Satz "Warum lässt Gott das geschehen?" zielt mitunter auch darauf ab die Schuld an einem Ereignis von sich selbst abzulenken.
Warum hat Gott uns überhaupt einen freien Willen geschenkt? Ich denke weil er uns eben nach seinem Vorbild wollte, nicht in der physischen, sondern in der geistigen Form. Gott hat einen freien Willen, den hat er auch sonst nur uns gegeben, damit wir uns "die ganze Schöpfung untertan machen". Nicht im Sinne von Unterjochen, sondern Verwalten.
In jedem Lebensbereich strebt "der Mensch" (eher die Allgemeinheit) nach Autonomie, geht aber etwa schief dann wäre es keiner gewesen, außer Gott.

6

11.01.2011, 19:19

Man kann das als klassisches Trilemma formulieren:

1. Gott ist allgütig.
2. Gott ist allmächtig.
3. Es gibt Leid in der Welt.

Wenn man diese Aussagen zunächst einmal ganz unvoreingenommen anschaut - also ohne sich über die Bedeutung der in ihnen enthaltenen Begriffe allzu viele Gedanken macht -, dann scheinen sie unvereinbar zu sein: Wenn zwei der Aussagen wahr sind, muss die dritte falsch sein. Es gibt aber natürlich verschiedene Möglichkeiten, das Trilemma zu lösen:
- Man könnte 1. ablehnen. Das würde bedeuten, dass Gott zwar allmächtig ist, aber offenbar nicht allgütig, nicht vollkommen gut. Diese Lösung des Trilemmas würde quasi Gottes moralische Integrität infragestellen.
- Man könnte 2. ablehnen. Damit würde man eine Grenze für Gottes Macht annehmen. Er ist dann zwar moralisch über jeden Zweifel erhaben, kann aber einfach nicht jedes Übel verhindern.
- Man kann 3. ablehnen. Alles, was wir als Leid wahrnehmen, ist in Wirklichkeit kein Leid. Das widerspricht natürlich massiv unseren Intuitionen.
- Man kann anfangen, sich über die Begriffe in 1.-3. zu streiten. Das ist sicher möglich und könnte zu einer Auflösung des Trilemmas führen oder aber zu einer verfeinerten Version, mit der man dann weiterarbeiten kann.
- Man kann sagen, dass 1.-3. die Situation nur unzureichend beschreiben, und etwa den freien Willen in die Diskussion einführen. Damit könnte man sagen, dass Gott zwar allgütig und allmächtig ist und es auch Leid in der Welt gibt. Der Mensch ist aber für das Leid verantwortlich, weil er seinen freien Willen ausübt. Damit handelt man sich aber das Problem ein, dass nicht alles Leid von Menschen verursacht wird.
- Man kann anstatt des freien Willens noch andere Faktoren in die Diskussion einführen.

(Interessant ist das Trilemma natürlich nur aus der Sicht von Gläubigen. Ein Nicht-Gläubiger hätte kein Problem damit 1. und 2. abzulehnen, weil es aus seiner Sicht keinen Gott gibt, der allgütig oder allmächtig sein könnte.)

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7

11.01.2011, 19:54

@Tibor

Man könnte einfach mal sagen,Gott hält sich an die Gesetze,welche er selbst in die Schöpfung hineingelegt hat (die Naturgesetze werden relativ selten durch eine WUNDER durchbrochen, aber das kommt vor). Der überwiegende Teil menschlichen Leides ist "hausgemacht". Kriege werden gemacht, die Natur wird zerstört, Menschen werden schamlos ausgenützt und im Elend gelassen, damit andere reich werden können.
Die größte Tat, die es gibt besteht darin einem Geschöpf seine Freiheit zu schenken! Das müssen Eltern lernen, wenn ihre Kinder erwachsen werden, ein nicht selten schmerzvoller Prozess, weil junge Menschen dazu neigen "ihre Freiheit" auszunützen, egal welche Folgen das hat (Komatrinken, exzessives fahren mit Auto oder Motorrad, risikoreiche Sportarten usw.) Auch Gott ist diese schweren Weg gegangen, indem er den Menschen das Geschenk der Freiheit gemacht hat, wohl wissend, dass der Mensch dieses Geschenk auch gegenüber seinem Schöpfer, der es ihm gegeben hat, missbrauchen wird! Die andere Alternative wäre ,den Menschen zu einer Marionette Gottes zu machen, zu einer Handpuppe, die er selbst bewegt. Einen zweiten Aspekt des Leides erwähnte heilige Paulus, wenn er davon spricht, dass die Schöpfung in "Geburtswehen" liegt und auch das Offenbarwerden der Söhne Gottes wartet. Auch die ganze Schöpfung ist noch nicht fertig (Vulkanausbrüche, Erdbeben usw.) Nebenbei wissen die Menschen bereits, dass Naturkatastrophen zum Teil ihre Ursachen in der systematische Zerstörung der Schöpfung durch den Menschen liegen. Erst durch die Freiheit wird unser tun beurteilbar , nämlich als gut oder böse und damit kommt das nächste wichtige Thema in unseren Blick, nämlich die VERANTWORTUNG vor Gott dem Herrn der Geschichte. Monsignore Franz Schlegl

herzrosenduft

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8

11.01.2011, 20:49

1. Gott ist allgütig.
2. Gott ist allmächtig.
3. Es gibt Leid in der Welt.


Liebe(r) Tibor,
das, was du formulierst, klingt aber sehr theoretisch, schon (Verzeihung) leicht vergeistigt und hat zur Realität wenig Bezug, wie ich meine...

Herr Msgr. Schlegl hat es schon gesagt und besser gesagt als ich es jetzt tue:

1. Gott ist allgütig: ER liebt den Menschen so sehr, dass ER ihm die Freiheit schenkt und auch läßt, wenn der Mensch sich gegen Gott und Gottes Ordnung entscheidet...ER läßt ihm sogar in SEINER Liebe die Freiheit sich von Gott zu trennen...
2. Gott ist allmächtig: ...aber ER benutzt nicht SEINE Allmacht, um gegenüber den Menschen SEINEN Willen durchzusetzen, denn ER ist ja allgütig...
3. Es gibt Leid: ...weil der Mensch in seiner Freiheit seine Macht als Mensch so einsetzt, dass Leid entsteht...

Alle drei Sätze sind wahr und sie widersprechen sich nicht!
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„Dieser verwirklicht sich in einer Form
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respektvoller Kommunikation“.

herzrosenduft

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9

11.01.2011, 20:52

@Tibor
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K.Windhauch

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10

12.01.2011, 23:22

Man kann das als klassisches Trilemma formulieren:
1. Gott ist allgütig. 2. Gott ist allmächtig. 3. Es gibt Leid in der Welt.
So ist es!

Die Frage war, wie kann Gott das zulassen...? Fragen und Antworten.

Hierzu fand ich diese Aussage treffend:

Durch's Kreuz zum Leben,
durch's Leid zum Segen.
Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast. Joh 17, 21

herzrosenduft

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11

14.01.2011, 11:33

Wie kann Gott das zulassen?

Ich zitiere aus Psalm 81:

Doch mein Volk hat nicht auf meine Stimme gehört.
Mein Volk hat mich nicht gewollt.

Da überließ ich sie ihrem verstockten Herzen,
und sie handelten nach ihren eigenen Plänen.

und im Hebräerbrief lesen wir:

Sie erkannten meine Wege nicht. Darum habe ich in meinem Zorn geschworen: Sie sollen nicht in das Land meiner Ruhe kommen.
(vgl. Hebr 3, 7-14)
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12

14.01.2011, 11:57

dazu hab ich aber dann eine Frage...wenn gestattet.....

Was ist mit den Gläubigen die auf "sein Wort" hören und denen etwas passiert wo sie sagen sie wissen nicht womit sies verdient haben?
Was ist mit solchen Menschen?
Trösten die sich mit den "Gott wird schon wissen was er tut"?
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Johann Wolfgang von Goethe

herzrosenduft

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13

14.01.2011, 12:05

Liebe tweety,
ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass so etwas sein kann

...man wird krank, die ganze Lebensplanung kommt völlig anders und man fragt sich: Warum ich?

...und dann, nach Jahren stellt sich heraus: Das, was zuerst wie ein Unglück ausgesehen hat, hat mich einen ganz neuen Lebensweg geführt. Ich bin durch dieses Schicksal davor bewahrt worden genau wie andere in die Glaubenslosigkeit zu geraten; stattdessen hat mein Schicksal dazugeführt, dass ich einen eigenen Weg mit Gott gegangen bin, der sehr, sehr unwegsam war, aber den ich im Rückblick immer wieder gehen würde, wenn ich dafür sicher zu Gott finden würde.

Für die Aussenstehenden aber bleibt dieses Schicksal ein Unglück, während es für mich das Glück meines Lebens bedeutet hat: Denn nur so konnte ich Gott finden...
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14

14.01.2011, 12:06

Es ist auch so das Problem was ich manchesmal habe dass ich Dinge einfach nicht verstehe wie man sie nun auszulegen oder zu verstehen überhaupt hat.

Ich nehm jetzt mal die Sache mit den Ägyptern und den Israeliten.....also Gott teilt das Meer und die einen können durch und denen passiert nichts weil sie auf Gott hören und ihm vertrauen dass er das Richtige tun wird...sie beschützt vor ihren Verfolgern...
Und da sind die anderen die dann halt sterben weil sie NICHT mit Gott sind und die Gläubigen verfolgen.

Wie passt das zusammen?
Ich meine die einen bringt er um, die anderen führt er ins verheißene Land?
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15

14.01.2011, 12:08

Liebe tweety,
ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass so etwas sein kann

...man wird krank, die ganze Lebensplanung kommt völlig anders und man fragt sich: Warum ich?

...und dann, nach Jahren stellt sich heraus: Das, was zuerst wie ein Unglück ausgesehen hat, hat mich einen ganz neuen Lebensweg geführt. Ich bin durch dieses Schicksal davor bewahrt worden genau wie andere in die Glaubenslosigkeit zu geraten; stattdessen hat mein Schicksal dazugeführt, dass ich einen eigenen Weg mit Gott gegangen bin, der sehr, sehr unwegsam war, aber den ich im Rückblick immer wieder gehen würde, wenn ich dafür sicher zu Gott finden würde.

Für die Aussenstehenden aber bleibt dieses Schicksal ein Unglück, während es für mich das Glück meines Lebens bedeutet hat: Denn nur so konnte ich Gott finden...
ja das verstehe ich .....sehr gut sogar .
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16

14.01.2011, 12:11

Ist wirklich ein Verständnisproblem....denn wir hatten kürzlich wieder eine Diskussion...wenn Gott doch alles in seinen Händen hält...wie geschieht es dann dass zb. kleine Kinder sterben....eigentlich die Unschuldigsten von allen...mal abgesehen von Abtreibungen gibts Unglücksfälle während der Schwangerschaft, im Babyalter......
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herzrosenduft

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17

14.01.2011, 12:11

Liebe tweety,
manchmal lehrt einen das Leben mehr als es Bücher und Studium können. Es gibt viele Menschen, die haben tiefe Glaubenserfahrungen gemacht. Solche Menschen kann man immer gut fragen, weil sie aus dem Herzen sprechen. ... ich persönlich kann meine Glaubenserfahrungen unmöglich für mich behalten. Ich habe relativ viel in diesen Dingen erleben dürfen...
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herzrosenduft

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18

14.01.2011, 12:15

Liebe tweety,
ich kann dir auch nicht sagen, weshalb Gott die Israeliten gerettet hat, aber die Ägypter im Meer ersäuft hat. ... Diese Frage muss auch ich unbeantwortet lassen und einfach zurückstellen. Vielleicht gibt Gott uns später selbst eine Antwort darauf... bis dahin heißt es: erstmal zurückstellen und abwarten...

von dieser Sorte gibt es sehr viele Fragen, die ich eigentlich immer nur vorerst zurückstellen kann...

...und wenn ich irgendetwas nicht verstehe, dann sage ich nicht: " Das ist Quatsch!", sondern dann sage ich "Das habe ich noch nicht verstanden, vielleicht verstehe ich es später!" Diese Lebensregel hilft!
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19

14.01.2011, 12:38

Ich würd nie sagen dass etwas Quatsch ist....es gibt glaube ich viele Dinge die man jetzt nicht versteht ...die mit der Zeit klarer werden oder andere Dinge werden einfach immer Rätsel bleiben.

Oft denke ich mir halt dass manche Menschen vielleicht eine Antwort wissen..... ;) ...aber wir alle sind ja nicht allwissend....
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K.Windhauch

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20

14.01.2011, 20:11

Ist wirklich ein Verständnisproblem....denn wir hatten kürzlich wieder eine Diskussion...wenn Gott doch alles in seinen Händen hält...wie geschieht es dann dass zb. kleine Kinder sterben....eigentlich die Unschuldigsten von allen..
Bei dieser Überlegung musste ich an Matthäus 10,37 /10,38 denken.
Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig, und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig.
Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig.

Dies fand ich immer sehr hart und ich habe schon von jeher gedacht, wir kann Gott dies von uns verlangen?
ER beruft sich auf die Liebe und die Nächstenliebe und dann diese Worte!

Für mich bin ich zu den vorläufigen Ergebnis gekommen, dass Gott uns sehr liebt und wir Ihm vertrauen sollen. Daher müssen wir auch das Leid, welches uns geschieht annehmen. Wie Herzrosenduft schon beschrieb, ob etwas ein Unglück ist oder nicht, kann man erst viel später sagen, vielleicht braucht es bei uns Menschen immer wieder einen Anstoß damit wir uns bewegen.
Mit Vertrauen und viel Gottesliebe wird es uns möglich Leid anzunehmen, vielleicht deshalb diese Worte, hier auf Erden ist alles Vergänglich, die göttliche Liebe jedoch ist so groß, dass es über dem Vergänglichen steht. Ein Teil dieser göttlichen Liebe ist in uns, wenn wir diese entdecken, finden wir in unserem Leid den Halt, welchen wir brauchen, damit wir am Leid nicht zerbrechen.

Diese Aussage hat jedoch nicht zu bedeuten, dass wir keine Angst vor dem Leid haben. Jeder hat Angst vor dem Leid
sogar Jesus hatte in seiner letzten Stunde Angst und hat diese auch hinausgeschrieen, aber er hat voll Zuversicht seinen Geist in Gottes Hände gelegt.

Im Vater unser sagen wir:"Dein Wille geschehe..." So können wir loslassen im Wissen, dass Er für uns sorgt.

So tweety, ich hoffe ich habe Dich nicht verwirrt sondern konnte Dir etwas mit meinen Beitrag weiterhelfen.
LG Klara
Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast. Joh 17, 21

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