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herzrosenduft

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1

21.03.2011, 14:09

Die Ereignisse in Libyen und Nordafrika

In Libyen herrscht Krieg. Was sind die Hintergründe? Welche Bündnisse gibt es? Welche Rolle übernimmt Deutschland? - Hier in diesem thread können wir uns über die aktuellen Vorgänge austauschen...
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Der Papst betont die Wichtigkeit eines „christlichen Stils“ der Präsenz auch in der digitalen Welt:

„Dieser verwirklicht sich in einer Form
aufrichtiger und offener, verantwortungsvoller und dem anderen gegenüber
respektvoller Kommunikation“.

herzrosenduft

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2

22.03.2011, 10:21

Kann man sagen, dass die Aliierten in Libyen eingegriffen haben, weil El Kaida hinter den ganzen Umwälzungen in Nordafrika dahintersteckt? Damit wäre der Krieg in Libyen eine Fortsetzung des Krieges in Afghanistan und Irak und stünde im Zusammenhang damit.
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herzrosenduft

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3

22.03.2011, 10:33

"...Ebadi begrüßte die Volksaufstände in Nordafrika, mahnte jedoch zur
Wachsamkeit, damit nicht eine Diktatur durch eine andere ersetzt werde.
Dies sei die Lehre der iranischen Revolution von 1979. ..."

"...Ebadi erhielt 2003 als erste muslimische Frau den Friedensnobelpreis. Seit 2009 lebt sie im Exil in Großbritannien. ..."

aus http://www.kath.net/detail.php?id=30689
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Klomb

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4

22.03.2011, 11:13

Kann man sagen, dass die Aliierten in Libyen eingegriffen haben, weil El Kaida hinter den ganzen Umwälzungen in Nordafrika dahintersteckt?
Völliger Quatsch. In Libyen, Jemen und Bahrain sind es hauptsächlich Stammesrivalitäten (wie in der Elfenbeinküste): Einige Stämme besitzen die Macht über den Staatsapparat und plündern dadurch den Rest der Bevölkerung aus. In Tunesien und Ägypten, wo auch Christen unter der Polizeigewalt starben, war/ist das Problem ehr allgemeine Korruption.
Im Lichte des Subsidiaritätsprinzips ist es auf jeden Fall ein Gewinn, wenn die Stämme/Regionen weniger von der libyschen Zentralregierung beherrscht werden, auch wenn sie selber nicht 100% gerecht sein werden. Pax Christi redet also Unsinn. Ernsthaft kann man auch angesichts Gaddhafis Ankündigung von Massakern in Bengasi und anderen aufständischen Städten kaum von einer Verschlechterung der Lage der Zivilbevölkerung durch die Luftsiege der Aliierten sprechen. Nur mit der Problematik der Wirtschaftsmigration aus Afrika haben sie Recht. Daran sind aber die schuld, die für Protektionismus und gegen Freihandel (insbes. freien Arbeitskräfteverkehr) sind.

herzrosenduft

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5

22.03.2011, 11:19

Zitat von »herzrosenduft«
Kann man sagen, dass die Aliierten in Libyen eingegriffen haben, weil El Kaida hinter den ganzen Umwälzungen in Nordafrika dahintersteckt?

Völliger Quatsch.
Ich würde das nicht als völligen Quatsch hinstellen. Vielleicht bringt es die Zeit mit sich, dass wir mehr über die wahren Hintergründe erfahren. Im Fall Irak und Afghanistan haben wir ja auch vor einem Rätsel über die wahren Hintergründe gestanden. Ich bin davon überzeugt, dass die Bevölkerung nicht über diese Hintergründe informiert wird, da lassen sich die Mächtigen nicht in die Karten gucken.
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herzrosenduft

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6

22.03.2011, 11:56

@Klomb

Macht es dich nicht stutzig, dass die ganzen Umwälzungen in Tunesien, Ägypten, Libyen, Yemen usw. etwas "programmmäßig" ablaufen? Das sieht doch ganz nach einer gesteuerten Sache aus...Das ist doch vorher schon von langer Hand organisiert und vorbereitet worden...oder kannst du dir das nicht vorstellen?
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Lars

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7

22.03.2011, 12:29

@Klomb

Macht es dich nicht stutzig, dass die ganzen Umwälzungen in Tunesien, Ägypten, Libyen, Yemen usw. etwas "programmmäßig" ablaufen? Das sieht doch ganz nach einer gesteuerten Sache aus...Das ist doch vorher schon von langer Hand organisiert und vorbereitet worden...oder kannst du dir das nicht vorstellen?


Richtig! Wenn man den Dingen wirklich auf den Grund gehen will, darf man aber nicht vor al-Qaida stopp machen. Das ist nur die offizielle Variante, die uns wieder mal "verkauft" werden soll.

herzrosenduft

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8

22.03.2011, 14:05

@Lars
Wenn man ein bischen mehr dahintersteigen will, was da läuft, dann muss man sich möglichst vielfältig informieren, sonst wird man sich kein richtiges Bild von dem Ganzen machen können. Mit Nachrichten wird Politik gemacht, deshalb kann man sich darauf nicht unbedingt verlassen. Sie könnten einseitig und manipulativ sein. Ausserdem will man den Gegner nicht direkt informieren. Jedes Land verbreitet seine eigene Version von der Lage.

Interessant finde ich, was der ehemalige Präsident Bush bei seinem Abschied im Bezug auf Irak und Afghanistan gesagt hat. Sinngemäß etwa so: Jetzt erscheinen die Dinge so, wie sie in den Medien dargestellt werden; aber warten wir ab, was die Historiker nach den Jahren mit Abstand herausfinden werden...Das sieht doch aus wie eine Andeutung, dass da noch mehr dahintersteckt als das, was man heute allgemein weiß! - Und damit verbinde ich auch die Vorgänge in Libyen. Allerdings weiß ich auch nicht mehr als andere...
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herzrosenduft

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9

22.03.2011, 14:15

Bis jetzt ist die Gewalt in Libyen nur eskaliert. Durch die Angriffe der Alliierten ist noch mehr Verhärtung gewachsen. Die kriegerischen Auseinandersetzungen sind noch lange nicht beendet. Und zwischenzeitlich kann es passieren, dass in den anderen nordafrikanischen Ländern wie Ägypten und Tunesien die Moslembruderschaften zur Macht kommen. Dann spitzt sich die Lage noch weiter zu...
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Gandalf

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10

22.03.2011, 14:18

http://www.kath.net/detail.php?id=30685

Kardinal Koch: "Es ist ein großes Ärgernis, wie die ganze Welt zuschaut, wie ein
Diktator sein eigenes Volk umbringt. Das zeigt aber einmal mehr, dass
wir glauben, klug zu sein, indem wir die Vergangenheit beurteilen, doch
unklug sind, die Zeichen der Gegenwart zu erkennen."

G
MARY'S MEALS - 10 EURO für ein Kind - Rettet Kinder vor dem Hungertod!
Mit Kath.Net nach IRLAND: Juni 2012 - Papstbesuch - Eucharist. Weltkongress

Padre Pio: "Überlege gut, was du schreibst, denn der Herr wird dich darüber zur Rechenschaft ziehen."

11

22.03.2011, 17:22


http://www.kath.net/detail.php?id=30685

Kardinal Koch: "Es ist ein großes Ärgernis, wie die ganze Welt zuschaut, wie ein
Diktator sein eigenes Volk umbringt.



So wie es aussieht hat er noch sehr viele Anhänger. Er ist der von der Mehrheit seines Volkes anerkannte Landeschef, ob Diktator oder nicht.

Dass er sich gegen die Aufständischen, die doch in der Minderheit zu sein scheinen und wenn ich mir das so betrachte auch nicht gerade demokratisch und regierungsfähig und zimperlich(schwer bewaffnet) auftreten, wehrt, das liegt in der Natur der Sache .

Dass sich der Westen wieder mal einmischt, ist zu schnell und unüberlegt erfolgt. Wer regiert denn das Land, wenn Gaddafi nicht mehr da ist?

Es kommt ein riesiges Durcheinander auf das Land zu und wenn alles kreuz und quer geht, dann verziehen sich die Alliierten wieder und haben ein Tohuwabohu und viele Tote mehr hinterlassen. Ob das noch richtig und heldenhaft ist?

Im Bewusstsein dieser Landesführung und ihrer Anhänger, hilft der Westen den Aufständischen und Rebellen, da wird es schwierig dafür Verständnis zu ernten.
Herr, stärke mich , Deinen Geboten zu folgen .

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Gipsy« (22.03.2011, 19:16)


Lorger

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12

22.03.2011, 18:04


Dass sich der Westen wieder mal einmischt, ist zu schnell und unüberlegt erfolgt. Wer regiert denn das Land, wenn Gaddafi nicht mehr da ist?



Es kommt ein riesiges Durcheinander auf das Land zu und wenn alles kreuz und quer geht, dann verziehen sich die Alliierten wieder und haben ein Tohuwabohu und viele Tote mehr hinterlassen. Ob das noch richtig und heldenhaft ist?
Ich befürchte, dass sich die Lage in Libyien analog wie im Irak entwickeln wird. Nach dem Sturz des Präsidenten wird das Land ins Chaos stürzen. Der eigentliche Grund des Eingreifens der diversen Staaten ist wie immer das Öl und nicht die wirkliche Sorge um die Bevölkerung.

herzrosenduft

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Beruf: Gärtner

14

22.03.2011, 18:28

@Gipsy

Du hast sehr gut formuliert, was viele denken. Ich stimme Dir nur zu!
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Klomb

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15

23.03.2011, 13:42

Durch die Angriffe der Alliierten ist noch mehr Verhärtung gewachsen.
Genau, die angriffe der aliierten sind schuld, dass seine excellenz der revolutionsführer der grossen sozialistischen libysch-arabischen volksrepublik oberst al-qaddhafi vorher massaker an den diversionistischen und aufrührerischen konterrevolutionären in bengasi angekündigt hat.

Der eigentliche Grund des Eingreifens der diversen Staaten ist wie immer das Öl und nicht die wirkliche Sorge um die Bevölkerung.
Eben, wenn das die linken (inklusive genosse de Maizère) sagen, wird es ja stimmen. Zum glück gab es in ruanda nie öl!

Dass er sich gegen die Aufständischen, die doch in der Minderheit zu sein scheinen und wenn ich mir das so betrachte auch nicht gerade demokratisch und regierungsfähig und zimperlich(schwer bewaffnet) auftreten, wehrt, das liegt in der Natur der Sache .
Genau, die rebellen sind nicht demokratisch. Die volksrepublik ist hingegen demokratisch, sagt schliesslich qaddhafi selber, und der muss es ja wissen.

16

23.03.2011, 14:57

@Klomb

Macht es dich nicht stutzig, dass die ganzen Umwälzungen in Tunesien, Ägypten, Libyen, Yemen usw. etwas "programmmäßig" ablaufen? Das sieht doch ganz nach einer gesteuerten Sache aus...Das ist doch vorher schon von langer Hand organisiert und vorbereitet worden...oder kannst du dir das nicht vorstellen?



Auch wenn ich nicht angesprochen wurde, sei dazu eine Bemerkung erlaubt:

Internationale Entwicklungen sind sehr vielschichtig, und es können sich wechselseitige Wirkungen überlagern, die nicht einfach so vorausgeplant werden können und so auch nicht unbedingt "programmgemäss" ablaufen müssen. Gerade der Fall Libyen scheint enorm kompliziert, was auch das lange Zögern der US-Regierung und die Differenzen innerhalb der westlichen Allianzen erklären mag.

Es ist allgemein üblich und bekannt, dass so genannte Think Tanks für alles Mögliche ständig an der Arbeit sind, um für Regierungen aus ihrer Sicht günstige Strategien zu entwickeln, und die "Farbrevolutionen" in Osteuropa und anderen Ländern tragen klar solche Merkmale verdeckter fremder Einflussnahme. In den westlichen Ländern sind das oft private Institute, die solche Strategien schmieden und dafür von Lobbyorganisationen finanziert werden. In den letzten Wochen wurde z.B. der Name des amerikanischen Professors Gene Sharp bekannt, der schon vor Jahren Theorie und Praxis der friedlichen Revolution entwickelt hatte (Link).

Aber auch in Russland, China und anderen Ländern gibt es staatsnahe Insitute, welche weltpolitische Entwicklungen analysieren und Strategien entwickeln, um sich bietende Gelegenheiten zu eigenen Gunsten zu nutzen. Dabei sind natürlich auch Geheimdienste ständig am Werkeln. Lange führten z.B. Prof. Sharps Ideen ein Schattendasein und werden nun plötzlich populär in einer Zeit, welche zunehmend die Nachteile rein militärischer Strategien klarer erkennt und versucht, auf subtilere Art Einfluss zu nehmen auf poltische Entwicklungen. Bekannt ist, dass auch im Iran schon lange regimekritische Gruppen unterstützt werden, um Ahmadinejad zu stürzen, was bisher nicht gelang.



Was es noch braucht, damit entsprechende Vorbereitungen auch zu einer sichtbaren Veränderung führen, ist eine "kritische Masse", die mobilisiert und instrumentalisiert werden kann. Das gelingt vor allem dann leicht, wenn z.B. Nahrungsmittelpreise extrem steigen, so dass eine allgemeine Unzufriedenheit in der Bevölkerung zu politischen Zwecken eingespannt werden kann. Die letzten Monate mit den Verwerfungen auf den Finanzmärkten begünstigen eine solche Situation natürlich stark.

Das zeigt aber auch, dass nicht "alles nach Programm" ablaufen muss. Jedes Land hat eigene Voraussetzungen. Die aktuelle Entwicklung in den arabischen Ländern ist zwar verwandt, nimmt aber auch unterschiedliche Verläufe und provoziert plötzlich ambivalente Reaktionen verschiedener Regierungen. Während z.B. die US-Regierung nach einigem Hin und Her in Ägypten ihren Verbündeten Mubarak fallen liess, lässt man den Herrscher von Bahrain bei der Repression gegen die eigene Bevölkerung gewähren, um z.B. die dortige US-Luftwaffenbasis nicht zu gefährden. Ich möchte das nicht einmal kritisieren, denn jedes Land hat seine eigene Staatsraison, die zuerst auf das Interesse und die Handlungsmöglichkeiten des eigenen Landes gerichtet ist. Und nicht einmal Grossmächte verfügen über unbegrenzte Ressourcen, um überall Weltpolizist zu spielen. Man darf gespannt sein, in welcher Weise China seine zunehmende Wirtschaftsmacht in der Weltpolitik zum Tragen bringt. Auch dort wird die Zukunft des strategischen Einflussbereichs langfristig geplant, z.B. in Afrika. Beim Wiederaufbau Japans wird Chinas politischer Einfluss wohl stark zunehmen und jener des Westens eher abnehmen.
cor ad cor loquitur
John Henry Newman

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Copertino« (23.03.2011, 15:06)


herzrosenduft

Erleuchteter

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17

23.03.2011, 15:13

Die ganze Situation betrifft ja auch Israel und seine Sicherheit. Was sich da weiter entwickelt, werden wir erst noch sehen. Aber das Judentum hat weltweit großen Einfluss, speziell auch in Amerika. Wie reagieren die Menschen in Israel auf die Vorgänge in Libyen und in Nordafrika? Welche Rolle spielt Israel in dieser weltpolitischen Frage?
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„Dieser verwirklicht sich in einer Form
aufrichtiger und offener, verantwortungsvoller und dem anderen gegenüber
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18

23.03.2011, 15:25

Je länger desto mehr wird mir bewusst, wie ambivalent Beziehungen unter Staaten an sich konstruiert sind: Man konkurrenziert sich, was bis hin zur offenen Gegnerschaft gehen kann, und ist gleichzeitig aufeinander angewiesen, ja auf Leben und Tod voneinander abhängig. Und je nach Situation spielt man die eine oder eben die andere Karte aus.
cor ad cor loquitur
John Henry Newman

Klomb

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19

23.03.2011, 15:36

Einfach sich ein bißchen Erinnern: Es ging damit los, daß ein Gemüsehändler von der schikanösen Polizei in den Tod getrieben wurde. In seinem Schicksal können sich viele Menschen wiedererkennen (vgl 1. Sam 8 ) und bei den Arabern, die davon gehört haben, ist damit das Faß übergelaufen. Was soll da von Außen an Einflußnahme gewesen sein? Zwar haben Merkel, Achmadinedschad, Obama, al-Sawahiri (al-Qaida) und weißnichtwer den Leuten zugerufen, daß sie ihren Umsturz bitteschön in ihrem Sinne machen mögen: Demokratisch, friedlich, gegen Israel und Imperialismus, für den Islam und was für Projekte diese Menschen von dem Geld betreiben, was sie sich zusammenstehlen (Claudia Roth hätte noch gesagt: "Die revolution in tunesien ist ein aufbegehren gegen die unverantwortliche kernenergie!"). Uns allen ist aber völlig wurscht, was irgendein hilf- und konzeptloser Großkopferter im Ausland sagt, wenn es nur um die Sicherung unserer Lebensverhältnisse gegen den Zugriff von Gewalttätern im Inland geht.
Tatsächlich: Die Menschen überall auf der Welt befassen sich hauptsächlich mit ihrem Broterwerb und ihrem Familienleben. Dann kommt bei vielen das Gebet und als letztes (bei denen, die in den ersten beiden Punkten versagen) kommt die Einmischung in die Lebensgestaltung völlig fremder Personen, was man eben Politik nennt.

20

23.03.2011, 16:08

Dem kann ich nur zustimmen.
cor ad cor loquitur
John Henry Newman

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