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mysterium fidei

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1

20.02.2013, 21:11

DAS KOMMENDE KONKLAVE

Das Pontifikat von Papst Benedikt XVI. wird in wenigen Tagen enden.

Dann fängt wieder eine der spannendsten Zeiten in der katholischen Kirche an - Sedisvakanz, Konklave - und dann das Habemus papam. Wer wird das schwere Joch des Papstamtes anvertraut bekommen und auf sich nehmen?
Ubi petrus ibi ecclesia
Wo Petrus ist, da ist die Kirche

2

20.02.2013, 21:38

Noch Überraschungen ?

Noch haben wir einen amtierenden, mit allen Vollmachten ausgestatteten Papst, der noch für die eine oder andere Überraschung gut sein kann!

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3

20.02.2013, 21:38

@mysterium fidei

Johannes Paul II und Benedikt XVI habe ich vorausgesagt, dafür gibt es mehrere Zeugen, aber diesmal die traue ich mich nicht zu sagen, wer infrage kommen könnte.
Der kanadische Kardinal scheint ganz gut geeignet zu sein, aber vielleicht tippt der Heilige Geist auf einen anderen Kontinent, oder auf einen Orientalen Msgr. Franz Schlegl

locutus

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4

20.02.2013, 21:55

Den Wettquoten nach werden es weder Kardinal Turkson noch Kardinal Scola. Denn wer als Papst reingeht, kommt bekanntermaßen als Kardinal wieder raus.

Vollkommen egal, wer es wird: Bei "habemus papam" wird die ganze Welt kurz stillstehen, und bei "kardinalem x", wenn er das erste Mal durch den Vorhang tritt, wird jeder seine ganzen Hoffnungen und Wünsche in diesen neuen Papst legen, und ihm alles Gute wünschen. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass es ein sehr, sehr, sehr guter sein wird, auch, wenn die Fußspuren seiner beiden Vorgänger verdammt groß sind. Aber der Heilige Geist bekommt das schon hin... ;)

Ich bin mal gespannt, wie lange das Konklave dauern wird. Ist ja schließlich das erste, in dem auch in der Stichwahl eine Zweidrittelmehrheit benötigt wird. Bis Ostern könnte das echt knapp werden.
Ach, wenn doch jeden Tag Weihnachten wär...!

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5

20.02.2013, 22:46

Ich bin auch für den kanadischen Kardinal Marc Quellet, aber das ist ja nicht maßgeblich. Der Hl. Geist hat nunmal einfach einen besseren Durchblick. ;)
Nichts soll dich ängstigen, nichts dich erschrecken. Alles vergeht, Gott nur besteht. Geduld erreicht alles. Wer Gott besitzt dem kann nichts fehlen. Gott allein genügt.
Hl. Teresa von Avila

Der Gärtner

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6

20.02.2013, 23:39

Eine ganz gute Vorstellung durch Paul Badde.

Wird ein Ratzingerianer erster nichteuropäischer Papst? - KATH.NET


Gleichzeitig führt er aber auch ein Reizwort ein: "Ratzingeriano di ferro" (eiserner Ratzingerianer)


Gefällt mir sehr.
Herr, lehre mich deine Gebote

locutus

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7

21.02.2013, 00:27

"... wobei ihm als Titularkirche die Kirche Santa Maria in Traspontina auf
der Via di Conciliazione in der unmittelbaren Nähe des Vatikans
anvertraut wurde, die in Rom auch als "Vorkammer von Sankt Peter" gilt."

Heiliger Malachias, ick hör dir trapsen... :D

Ich hoffe mal stark, dass der es nicht wird. Wer Kindern die Taufe verweigern möchte, weil sie bei gleichgeschlechtlichen Eltern aufwachsen, ist in meinen Augen weder ein guter Mensch, noch ein potentiell guter Papst.
Ach, wenn doch jeden Tag Weihnachten wär...!

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8

21.02.2013, 00:52

locutus,
die Eltern versprechen doch aber bei der Taufe, dass sie das Kind christlich erziehen wollen und sprechen stellvertretend für den Täufling das Glaubensbekenntnis. Es ist doch nur ehrlich und konsequent gleichgeschlechtlich zusammenlebenden Menschen das Lügen zu ersparen. Wie können übrigens Gleichgeschlechtliche Eltern sein? Dafür würde ich gerne eine Erklärung von Dir haben. Eltern bestehen nunmal aus Vater und Mutter.
Ich würde mich sehr freuen, wenn dieser Kardinal Papst werden würde.
Nichts soll dich ängstigen, nichts dich erschrecken. Alles vergeht, Gott nur besteht. Geduld erreicht alles. Wer Gott besitzt dem kann nichts fehlen. Gott allein genügt.
Hl. Teresa von Avila

Dolfi

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9

25.02.2013, 08:07

Jene, die "es wissen, schon immer wussten" oder die Neugierde zum "wissen möchten" verleitet, reden über
... Wettquoten
... den kanadische Kardinal
... das gespanntes Warten
... die interessante Zeit für die Kirche,
und dergleichen mehr...

Auch ER hat es gewusst:
... habt Vertrauen, ich habe die Welt besiegt;
... seht ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt;
... ich lasse euch nicht allein;
... (wenn der Geist kommt), wird ER euch in die volle Wahrheit einführen;
... wenn sie mihc verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen,
und dergleichen mehr!

Auch "Er" scheint es zu wissen:
Ich habe ein prophetisches Wort des Hl. Vaters beim letzten Angelus vernommen, nämlich dass er "von Gott auf den Berg gerufen wurde"!
Um dieses Wort des Hl. Vaters zu verstehen braucht es ein GROOOOOOSES Gottvertrauen und eine profunde Kenntnis des 3. Fatimageheimnisses!

(Möglicherweise werde ich eine kurze Zusammenstellung aus dem Fatimageheimnis im Hinblick auf diese prophetischen Worte des Hl. Vaters zusammen stellen...)
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"Wir aber verkünden Christus, den Gekreuzigten!" 1 Kor 1.23

Klomb

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10

26.02.2013, 00:19

Was wäre eigentlich, wenn beim Konklave der "schwarze Peter" einem Angehörigen eines nicht weströmischen Ritus zufiele? Wie zelebriert er dann? Oder geht das gar nicht?

Dolfi

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11

26.02.2013, 02:23

1) JEDER am Konklave teilnehmende Kardinal ist wählbar! Der Ritus spielt keine Rolle. Die hl. Messe würde er - zumindest öffentlich - nach dem RÖMISCHEN RITUS zelebrieren.
2) Prinzipiell ist JEDER KATHOLISCH GETAUFTE MANN wählbar. Falls es ein Laie ist, würde er die Weihen anschliessend erhalten. Wie gesagt: "Prinzipiell" - jedoch heute kaum mehr üblich bzw. möglich, da die Kardinäle sich unter Strafe der Exkommunikation an die geltenden Konklave-Vorschriften (die jeeerzeit vom Papst geäöndert werden können) halten muss.
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Dolfi

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12

26.02.2013, 02:30

"Auf den Berg gerufen von Gott" im Lichte des 3. Geheimnisses von Fatima

In seiner letzten Angelus-Ansprache sprach der Hl.
Vater die (fast prophetischen) Worte. Er sei von Gott "auf den Berg
gerufen worden"...

Kennen Sie das 3. Geh. von Fatima? Ansonsten kann
ich es Ihnen gerne mitteilen! Dort
stehen genau dieselben Worte ÜBER DEN PAPST geschrieben

Aus meinem
Fatima-Standardwerk: FATIMA IN WORT UND BILD:

Der Rektor des Fatima-Heiligtums, P. Virgílio
Antunes, bestreitet, dass es ein noch zu
offenbarendes Geheimnis von Fatima gäbe und erinnert an die Worte von Benedikt
XVI., der vor kurzem, während seines Besuchs in Portugal, bestätigte, dass die
Fatima-Botschaft “die prophetischste der letzten Zeiten“ und „noch nicht
abgeschlossen“ sei.

“Dies bedeutet nicht, dass ein noch zu offenbarender
Teil existiert, sondern, dass die Prophezeiung von Fatima auf eine offene Art
und Weise gesehen werden muss, und nicht als etwas, das mit dem einen oder
anderen Ereignis der Geschichte bereits als abgeschlossen zu sehen sei“. Als
der dritte Teil des Fatima-Geheimnisses im Jahre 2000 offenbart wurde, wurde
die Fatima-Botschaft als abgeschlossen angesehen. “Einige dachten, dass die
Botschaft mit Papst Johannes Paul II., dem weissgekleideten Bischof, der den
Schutz Unserer Jungfrau auf dem Petersplatz erfuhr, zu tun habe; andere meinen,
dass sie mit dem Fall der Berliner Mauer, mit der Veränderung des totalitären
Regimes in Osteuropa, mit den Leiden der Kirche im XX. Jahrhundert,
abgeschlossen wäre.“ Jedoch “alles
deutet darauf hin, dass die Prophezeiung von Fatima eine Prophezeiung ist, die
uns hilft, die Ereignisse der Geschichte und den Sinn der Geschichte zu deuten,
die mit dem Triumph des Unbefleckten Herzen Mariens gekrönt wird, der einfach
nur die Freude Mariens, die Freude Gottes über die Rettung der Menschheit ist.

+++

Und hier der Text des
Geheimnisses, wie ihn Sr. Lucia beschreibt:

Dritter Teil

DER BERG - DIE LEICHEN...
"J.M.J. Der dritte Teil des Geheimnisses, das
am 13. Juli 1917 in der Cova da Iria, Fatima, offenbart wurde. Ich schreibe aus
Gehorsam gegenüber Euch, meinem Gott, der es mir aufträgt, durch seine
Exzellenz, den Hochwürdigsten Herrn Bischof von Leiria, und durch Eure und
meine allerheiligste Mutter.


Nach den zwei Teilen, die ich schon dargestellt
habe, haben wir links von Unserer Lieben Frau etwas oberhalb einen Engel
gesehen, der ein Feuerschwert in der linken Hand hielt; es sprühte Funken, und
Flammen gingen von ihm aus, als sollten sie die Welt anzünden; doch die Flammen
verlöschten, als sie mit dem Glanz in Berührung kamen, den Unsere Liebe Frau
von ihrer rechten Hand auf ihn ausströmte: den Engel, der mit der rechten Hand auf
die Erde zeigte und mit lauter Stimme rief: Busse, Busse, Busse!

Und wir sahen


[b]MIT FEUERWAFFEN AUF IHN GESCHOSSEN HABEN...
in einem ungeheuren Licht, das Gott ist, "etwas, das aussieht wie
Personen in einem Spiegel, wenn sie davor vorübergehen, einen in Weiss
gekleideten Bischof; wir hatten die Ahnung, dass es der Heilige Vater
war". Verschiedene andere Bischöfe, Priester, Ordensmänner und
Ordensfrauen die einen steilen Berg hinaufsteigen, auf dessen Gipfel sich ein
grosses Kreuz befand aus rohen Stämmen wie aus Korkeiche mit Rinde. [/b]

Bevor er dort ankam, ging der Heilige Vater durch
eine grosse Stadt, die halb zerstört war und halb zitternd mit wankendem
Schritt, von Schmerz und Sorge gedrückt, betete er für die Seelen der Leichen,
denen er auf seinem Weg begegnete. Am Berg angekommen, kniete er zu Füssen des
grossen Kreuzes nieder. Da wurde er von einer Gruppe von Soldaten getötet, die
mit Feuerwaffen und Pfeilen auf ihn geschossen hatten. Genauso starben nach und
nach die Bischöfe, Priester, Ordensleute und verschiedene weltliche Personen,
Männer und Frauen unterschiedlicher Klassen und Positionen.
Unter den beiden
Armen des Kreuzes waren zwei Engel, ein jeder hatte eine Giesskanne aus
Kristall in der Hand. Darin sammelten sie das Blut der Märtyrer auf und
tränkten damit die Seelen, die sich Gott näherten.

Tuy, 3. Januar 1944".
UND ES FOLGTEN IHM...

____________________________________________________
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Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Dolfi« (26.02.2013, 02:55)


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26.02.2013, 08:25

@ Klomb

ZITAT: "Was wäre eigentlich, wenn beim Konklave der "schwarze Peter" einem Angehörigen eines nicht weströmischen Ritus zufiele? Wie zelebriert er dann? Oder geht das gar nicht? " ENDE

Im 1. Jahrtausend gab es einen syrischen Papst.leider ist mir der Name und die Regierungszeit entfallen und ich habe jetzt keine Zeit zum Suchen. Er wird wohl auch in Rom die römische Liturgie gelernt und zelebriert haben.
Papst Johannes XXIII (1958-1963) hat selbst im byzantinischen Ritus in griechischer Sprache als Hauptzelebrant in der Göttlichen Liturgie sogar eine byzantinische Bischofsweihe durchgeführt! Der Papst trug NICHT die päpstlichen Gewänder des römischen Ritus, sondern das Gewand eines byzantinischen Bischofs, trug allerdings die Tiara.
Papst Johannes Paul II zelebrierte in Rom eine feierliche göttliche Liturgie byzantinischen Ritus in altslawischer Sprache, wobei der damalige Visitator der ukrainischen griechisch katholischen Kirche, Erzbischof Miroslav Marusyn als 1. Konzelebrant , sozusagen auf den Papst aufgepasst hat. Es ging NICHT alles glatt, die byzantinische Liturgie ist einfach zu schwierig.
Natürlich kann ein Bischof eines orientalischen Ritus zum Papst gewählt werden, die meisten werden sich wohl auch im lateinischen Ritus auskennen, das kann man auch lernen. Bei schwierigen Liturgien könnte es aber auch ein Papst so machen, wie es manchmal Patriarch Bartholomaios macht. Er setzt sich auf seine Kathedra und lässt einen anderen Bischof zelebrieren,erteilt den Segen und hält eine Ansprache.Johannes Paul II hat es in der Ukraine genauso gemacht, er saß auf der Kathedra, Großerzbischof Husar hat die göttliche Liturgie zelebriert, der Papst hat gepredigt.
Es wäre sicher eine interessante Sache, einen Papst aus einer östlichen Teilkirche zu haben. Eine Reihe von Patriarchen, zum Beispiel Maximos IV. Saigh und sein Nachfolger Maximos V.Hakim, beide melkitische Patriarchen in Damaskus, haben es abgelehnt zum Kardinal ernannt zu werden. Grund dafür war die Zurücksetzung der orientalische katholischen Patriarchen vor den Kardinälen. Erst nachdem II vatikanischen Konzil wurde dieses Unrecht beseitigt! Die katholischen ostkirchlichen Patriarchen sind natürlich im Rang HÖHER als die Kardinäle, weil sie Häupter der Teilkirchen eines orientalischen Ritus sind und von den Bischöfen ihres EIGENEN Ritus in der Synode gewählt werden, wobei Rom nur das Bestätigungsrecht hat. Hier wird auch etwas von der Kollegialität im bischöflichen Amt sichtbar. Msgr. Franz Schlegl

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Msgr. Mag. Franz Schlegl« (26.02.2013, 10:33)


mysterium fidei

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14

26.02.2013, 08:43

Soweit ich weiß, ist die Vorraussetzung für die Wahl zum Papst nur: ein getaufter Mann.
Gedankenspiel: gilt dies auch für gültig getaufte evangelische Christen? (Wir sind uns natürlich einig, dass das äußerst unwahrscheinlich ist, dass jemand gewählt wird, der orthodox oder protestantisch ist)
Ubi petrus ibi ecclesia
Wo Petrus ist, da ist die Kirche

15

26.02.2013, 09:47






...dass das äußerst unwahrscheinlich ist, dass jemand gewählt wird, der orthodox oder protestantisch ist)
Dann wäre das Durcheinander perfektioniert . Ich hoffe auf einen katholischen Papst aus Übersee egal wo ,nur nicht aus Europa ;)
Herr, stärke mich , Deinen Geboten zu folgen .

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Gipsy« (26.02.2013, 10:38)


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26.02.2013, 10:35

@ mysterium fidei

Dass der wählbare getaufte Mann SELBSTVERSTÄNDLICH KATHOLISCH sein muss,ist vorauszusetzen! Der Kanon galt schon vor dem II. Vatikanum !! Msgr. F. Schlegl

karl

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17

26.02.2013, 11:38

Soweit ich weiß, ist die Vorraussetzung für die Wahl zum Papst nur: ein getaufter Mann.

Soweit ich weiß ist das passive Wahlrecht NIRGENDWO geregelt.
Ich denke es ist nicht einmal festgelegt dass der Kandidat formell (d.h. mit Wasser) getauft wurde. (Es könnte ev. auch eine Begierdetaufe schon reichen, oder vielleicht geht auch ein Katechume durch).
Gewisse Vorgaben bzgl der Eigenschaften eines möglichen Kandidaten ergeben sich dann allerdings aus dem Umstand dass der Kandidat Bischof sein muß bzw. zum Bischof geweiht werden muß, und somit sind (mehr oder weniger) die Voraussetzungen für die Priester- und Bischofsweihe wohl auch anzunehmen.
D.h.
.) es muß ein Mann sein
.) er muß zu ausreichendem Vernunftgebrauch gelangt sein (d.h. er sollte schon ein gewisses Alter haben. Wenn man manche Extrembeispiel von vergangen Päpsten hernimmt könnte dies schon mit 12 oder 18 Jahren erreicht sein).
.) er sollte heutzutage nicht verheiratet sein (obwohl frühere Päpste das sehr wohl waren, vermutlich sogar Petrus)
.) er sollte körperlich unversehrt und nicht impotent sein
.) es dürfen keine sonstigen Weihehindnisse vorliegen (Mord, Häresie, Schisma, etc.)

Es sind wohl allerdings nicht alle Voraussetzungen lt. Kirchenrecht nötig (z.B. Studium, etc.). Der Formulierung der Anweisungen zur Wahl lassen darauf schließen, dass diese Dinge nicht erforderlich sind.


Zitat

Gedankenspiel: gilt dies auch für gültig getaufte evangelische Christen? (Wir sind uns natürlich einig, dass das äußerst unwahrscheinlich ist, dass jemand gewählt wird, der orthodox oder protestantisch ist)

Zunächst ist festzuhalten, dass jeder (frisch) Getaufte Mitglied der katholischen Kirche IST.
Insofern gäbe es eigentlich gar keine gültig getauften evangelischen Christen. Da allerdings anzunehmen ist, dass jemand bei Erlangung des vollen Gebrauchs seiner Vernunft weiß was es bedeutet katholisch oder evangelisch zu sein, und es daher seine Aufgabe ist sich "richtig" zu entscheiden, so ist wohl auch davon auszugehen, dass jemand der sich als evangelisch bezeichnet im Schisma befindet (und auch häretisch ist). Somit liegt ein Weihehindernis vor.
Sollte jemand "nur so" evangelisch sein, ohne sich je Gedanken darüber gemacht zu haben, so liegt wohl mangelnder Vernunftgebrauch vor. Das wäre ebenfalls ein Weihhindernis.
Also: Theoretisch wärs schon möglich, praktisch höchst unwahrscheinlich.

karl

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »karl« (26.02.2013, 11:55)


karl

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18

26.02.2013, 11:42

RE: "Auf den Berg gerufen von Gott" im Lichte des 3. Geheimnisses von Fatima

In seiner letzten Angelus-Ansprache sprach der Hl.
Vater die (fast prophetischen) Worte. Er sei von Gott "auf den Berg
gerufen worden"...

Sorry, ich halte es fast für frivol diese Worte des hl. Vaters mit dem (öffentlich ohnehin bekannten) "Geheimnis" von Fatima in Verbindung bringen zu wollen.
Genauso frivol wäre es, nur weil er das Wort "Meditation" verwendet hat, einen Assoziation zu fernöstlichen Religionen herstellen zu wollen!

Was Papst Benedikt wirklich gesagt hat kann mir hier
http://www.zenit.org/de/articles/ansprac…24-februar-2013
nachlesen.
Bei der Lektüre seiner Worte wird auch klar was er damit gemeint hat.

karl

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19

26.02.2013, 11:48

Falls es ein Laie ist, würde er die Weihen anschliessend erhalten.
Wie gesagt: "Prinzipiell" - jedoch heute kaum mehr üblich bzw. möglich, da die Kardinäle sich unter Strafe der Exkommunikation an die geltenden Konklave-Vorschriften (die jeeerzeit vom Papst geäöndert werden können) halten muss.

Also:
Zunächst: Auch ein "Laie" kann Kardinal sein. Kardinal ist kein Weiheamt.
Und weiters:
In den aktuell geltenden Konklavevorschriften ist mit keinem Wort erwähnt, dass das passive Wahlrecht nur von Kardinälen (oder Bischöfen oder sonst irgendwem) ausgeübt werden darf. Es gibt keine Bestimmungen zum passivem Wahlrecht.
Daher ist damit logischerweise auch keinerlei Strafe (weder Exkommunikation noch sonst was) verbunden.
Wie bereits in einem anderen Thread erwähnt gab es allerdings die Merkwürdigkeit, dass in einer früheren Vorschrift der Text auf dem Wahlzettel so festgelegt war, dass daraus der Schluß gezogen werden könnte, nur Kardinäle wären wählbar. Dieser Passus wurde aber gestrichen. Ob die Wahlzettel auch angepaßt wurden weiß ich nicht, da über allem was in dem Konklave passiert stillschweigen bewahrt werden muß.

karl

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20

26.02.2013, 14:12

Zunächst ist festzuhalten, dass jeder (frisch) Getaufte Mitglied der katholischen Kirche IST.
Hatten wir das nicht schon mal? Grundsätzlich kann man ja nur die Sakramente so empfangen, wie man sie empfangen will. Da ist die Kirche eben anders als eine Verwaltungsbehörde, bei der der Willensanschein ausreicht. Deswegen kann ein eingefleischter Lutheraner nicht versehentlich durch die Taufe katholisches "Vollmitglied" werden. Aber er kann später die volle Taufgnade für sich in Anspruch nehmen, weil die durch das Wort Jesu nur an die Taufe selber gebunden ist. Nimmt er sie aber voll in Anspruch, ist er kein Protestant mehr.

Zunächst: Auch ein "Laie" kann Kardinal sein. Kardinal ist kein Weiheamt.
Nein, zwar kann ein Laie Kardinal werden, allerdings sollen Kardinäle mittlerweile Bischöfe sein. Nichtbischöfe werden also in der Regel "nachgeweiht". In der Ausnahme sind sie zu alt und dann zumindest schon Priester.

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