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herzrosenduft

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21

09.03.2013, 12:36

Darf ich Sie noch etwas fragen? Was halten Sie von Medjugorje? Ist eine Kontiunuität zu Fatima zu erkennen oder gibt es Gegensätzliches? Man sagt ja immer wieder mal, dass Maria eine große Seelsorgerin sei. Immerhin kommt es durch Medjugorje zur Bildung von Gebetsgemeinschaften, die in Treue zur Kirche stehen. Auch in Medjugorje selbst gibt es viele gute Früchte. Sicher kann man hier nur vage Stellung nehmen, um dem kirchlichen Urteil nicht vorzugreifen. Ist es nicht sinnvoll die Gläubigen, die mit Medjugorje zu tun haben, auch seelsorglich umfassender zu unterstützen und betreuen, dass es nicht zum Wildwuchs kommt? Meistens sind es ja Laien, die sich nach vielen Jahren wieder auf den Glauben besinnen, und zwar durch Medjugorje. Da gibt es bestimmt seelsorglich ein großes Arbeitsfeld, dass auch alles seine Richtigkeit hat.
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Der Papst betont die Wichtigkeit eines „christlichen Stils“ der Präsenz auch in der digitalen Welt:

„Dieser verwirklicht sich in einer Form
aufrichtiger und offener, verantwortungsvoller und dem anderen gegenüber
respektvoller Kommunikation“.

Dolfi

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22

09.03.2013, 13:48

RE: @ Dolfi

Achtung! Josef Stalin war ein GEORGIER! Kein ARMENIER! Er ließ Djugaschwili, Namen mit der Endung " ili" sind in Georgien üblich, Namen mit der Endung " ian" sind armenisch. Stalin war im orthodoxen Priesterseminar von Tiflis, wäre er Armenier gewesen, hätte er eine altorientalischen Kirche angehört.
Als man Papst Pius XII 1953 den Tod Stalins meldete, sagte dieser: "Jetzt wird er wissen, wie viele Divisionen wir haben!" Msgr. Franz Schlegl
Natürlich war er nichr Amenier, sondern Georgier! DAN KE!
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Dolfi

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09.03.2013, 13:59

Was Sie da sagen, dass Maria niemals schlecht über die Priester spricht, das finde ich sehr gut! Es ist gut, dass Sie das hier sagen. Das glaube ich auch und daran kann man auch die Echtheit oder Unechtheit einer Botschaft schon von weitem erkennen.

Sind Sie ein marianischer Priester? Dann kennen Sie sicher Don Gobbi und das blaue Buch. Was halten Sie davon? In unserer Gegend gibt es eine ganze Reihe marianischer Priester und sie treffen sich an bestimmten Tagen in Kirchen zum Gebet. Sie halten Gebetszönakel. Haben die marianischen Priester nicht ihren Sitz in Stuttgart, oder vertue ich mich da?
Die MARIANISCHE PRIESTERBEWEGUNG nach Don Stefano Gobi ist Anfang der 70-er Jahre - wenn ihc das gut in Erinenrung habe - entstanden. Das "Blaue Buch" kenne ich. Aber die Bewegung hat in DE ihr Zentrum in Blumenfeld (Bei Singen a.H.).
Es gibt Priester- und Laienzönakel, die immer sehr gut besucht sind. Und das in (fast) allen Diözesen DE und CH. in Österreich kenne ich mich diesbezüglich leider nicht besonders gut aus, es hat aber sicher auch dort Zönakel.
Übrigens war ich 1975 bei meiner Anmeldung bei Don Gobi unter den ersten 300 Priestern - damals gab es auch schon EINIGE Bischöfe. Heute hat es viele Bischöfe und Kardinäle und sicher mal gut Tausend Priester als Mitglieder weltweit..
Das jährlihche Treffen (Exerzitien) ist etwa im Juni in San Marino.
Mit Fatima hat es in soweit zu tun, als Stefano Don Gobi seinen Ruf zur Gründung dieses Apsotolats der "Priester, die vielgeliebten Söhne Mariens" in der Escheinugskapelle von Fatima so deutlich vernahm, dass er ohne zu zögern ans Werk ging. Dadurch war dieses Apostolat auch immer dem Fatima-Apostolat verbunden.
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Dolfi

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09.03.2013, 14:17

Es heißt, dass Papst Pius XII. 1942 die Welt dem Unbefleckten Herzen Mariens geweiht hat, allerdings nicht im Verein mit den Bischöfen der Welt. Aber daraufhin sei es immer an Marienfeiertagen im Krieg zu Niederlagen von Nazideutschland gekommen, die Kapitulation der deutschen Armee in Stalingrad und auch die Kapitulation Deutschlands seien an einem Marienfeiertag geschehen. Wie muss man das richtig sehen?
Soweit mir bekannt, wurde diese Marienweihe auch vom deutschen Episkopat vollzogen. Auch Paul VI. hat zum Abschluss des II. Vatikanums die "Weihe von Fatima" vor den (vorher kaum informierten Konzilsvätern) vollzögen und auch JPII. hat es sozusagen "probiert" am 13. Mai 1981 in Fatima. Bis dato hat man

- und das ist auch der Grund, warum man diese Weihe nicht von Anfang an richtig vollzogen hatte -

von einer politischen "Komplikation" Angst gehabt. Dies bezieht sich besonders auf die Päpste Paul VI. und Johannes XXIII.

Doch jedesmal hat Sr. Lucia vom Kloster aus - 1981 direkt in der Sakristei der Fatima-Basilika in Anwesenheit des Papstes - erklärt, dass dies NICHT DIE VON DER GOTTESMUTTER GEWÜNSCHTE WEIHE SEI. Die Gottesmutter hat an die GÜLTIGHKEIT dieser Weihe zweierlei verlangt:
- Es MUSS RUSSLAND Ihrem Unbefleckten Herzen geweiht werden /und dieses Wort auszusprechen scheuten sich eben auch die Päpste angesichts des kalten Krieges.../ und
ES MÜSSEN alle Bischöfe zusammen mit dem Papst die Weihe vollziehen. Denn schliesslich ist der atheistische Kommunismus nicht nur eine Gefahr für Rom, Europa und so, sondern für die ganze Welt! Und die Bischöfe sollten /müssten eben die Bastionen Mariens im Kampf gegen den Kommunismus - der mit Sicherheit eine Erfindung der untersten Hölle ist - sein!

Darum hat JPII diese Weihe nochmals wiederholt, und zwar am 25. März 1984, worauf Sr. Lucia aus dem Karmel von Coimbra dem Hl. Vater die Botschaften sandte, das die Gottesmutter diese Weihe entgegen genommen habe...
und 1989 war der Name "Russland" wiederhergestellt. (Weiteres siehe oben: Sowjetunion oder Russland).

Die Gefahr liegt nun darin, dass "Russland" nun seine Irrlehren - den teuflischen Kommunismus - auf der ganzen Welt verbreitet. Und dem einen Damm entgegen zu setzen - das ist eine der Hauptaufgaben in Verbreitung mit der Verbreitung des Rosenkranzgebetes und der Marienverehrung des Fatima-Weltapostolats!
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Dolfi

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09.03.2013, 14:20

Geht es nicht auch auf Fatima zurück, dass man alle 4 Wochen beichten gehen soll, dass man häufig die Eucharistie besuchen soll, dass man den Rosenkranz beten soll, dass man das Unbefleckte Herz Mariens verehren soll? War das nicht der ausdrücklich Wunsch Mariens?
Die Fährte ist richtig.
Es geht hier, was du verschwommen erwähnst, um die Andacht der 5 Herz-Mariä Sühnesamstage.
Einiges ist darüber obern schon gesagt worden. Wie diese einzuhalten sind, darüber könnte ich noch einige Kleinigkeiten erwähnen
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Dolfi

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09.03.2013, 14:25

Darf ich Sie noch etwas fragen? Was halten Sie von Medjugorje? Ist eine Kontiunuität zu Fatima zu erkennen oder gibt es Gegensätzliches? Man sagt ja immer wieder mal, dass Maria eine große Seelsorgerin sei. Immerhin kommt es durch Medjugorje zur Bildung von Gebetsgemeinschaften, die in Treue zur Kirche stehen. Auch in Medjugorje selbst gibt es viele gute Früchte. Sicher kann man hier nur vage Stellung nehmen, um dem kirchlichen Urteil nicht vorzugreifen. Ist es nicht sinnvoll die Gläubigen, die mit Medjugorje zu tun haben, auch seelsorglich umfassender zu unterstützen und betreuen, dass es nicht zum Wildwuchs kommt? Meistens sind es ja Laien, die sich nach vielen Jahren wieder auf den Glauben besinnen, und zwar durch Medjugorje. Da gibt es bestimmt seelsorglich ein großes Arbeitsfeld, dass auch alles seine Richtigkeit hat.
Über Medjugorje - da bin ich nicht der Fachmann.
In der Tat sind es Laien, die alles organisieren, denn, soweit ich es weiss, ist es ja Priestern verboten, eine organisierte "Wallfahrtsgruppe" dorthin zu begleiten. Ich kenne aber den neuesten Stand nicht.
Voraussichtlich wird man - ob der sichtbaren guten Früchte des Gebets und der Bekehrungen willen - Medjugorje irgendwann mal als "Gebetsstätte" anerkennen, wie das in Wigratzbad, in Marienfried usw. auch in DE der Fall ist.

Jedoch über eine KONTINUITÄT Fatima-Medjugorje - da wÜrde iCh mich Mit hand und Fuss dagegen wehren! Die gibt es NICHT.
Jeder Ort hat sein eigenes Spezifikum. Der Himmel hat es nicht nötig, "sich selbst zu kopieren"!
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herzrosenduft

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09.03.2013, 14:44

Danke, @Dolfi,
ich wollte einfach Ihre Meinung hören. Es ist sehr interessant, was Sie schreiben. Wie verhält sich denn Lourdes zu Fatima?

Ach ja, und gibt es offensichtliche Zusammenhänge zwischen 1517 - 1917 - 2017? Manchmal liest man ja Konstruktionen dieser Art?

Und was hat es mit der "Rosa Mystica" auf sich? Wie gehört das nun wieder in diesen Zusammenhang? Können Sie bitte dazu auch noch etwas sagen?
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aufrichtiger und offener, verantwortungsvoller und dem anderen gegenüber
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28

09.03.2013, 14:49

Mit Maria ist es schon so eine besondere Sache... man kommt ja quasi hintenherum zum Glauben an Jesus, eben durch Maria. In einem Kloster habe ich den Spruch gelesen: "Durch Maria zu Jesus". Da ist sicher was dran. Ich bin übrigens auch durch Maria wieder zum Glauben an Jesus gekommen, nachdem ich doch einige Jahre fern gestanden habe.
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09.03.2013, 14:54

Die Frömmigkeit bei den Katholiken ist ja auch mitgeprägt durch die Marienfrömmigkeit. Eigentlich steht diese ja dem ökumenischen Gedanken sehr im Weg. Die Protestanten werden wohl in der überwiegenden Zahl nicht den Weg zu einer Marienandacht finden. Wie steht es eigentlich bei den Orthodoxen? Auf den Ikonen findet man ja oft Abbilder von Maria. Gibt es dort auch Erscheinungen oder ist das etwas typisch Katholisches? Verehren die Orthodoxen auch Maria, wie sie in Fatima aufgetreten ist? (In Kevelaer liegt interessanterweise direkt neben dem Heiligtum eine orthodoxe Kirche)
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09.03.2013, 14:57

@Dolfi
Können Sie uns auch etwas über das Unbefleckte Herz Mariens erklären? Ist das mehr Volksfrömmigkeit oder gibt es dazu direkt eine katholische Lehre aus Rom? Die Herz Jesu Verehrung ist wohl ganz offensichtlich verwandt damit. Wie hängt das nun wieder alles miteinander zusammen?
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09.03.2013, 15:42

Ich habe soviele Fragen. Entschuldigung, wenn ich Sie damit jetzt löchere...aber wann fing das eigentlich an mit den Marienerscheinungen... ich kenne wohl die vielleicht erste von größerer Bedeutung in Guadelupe. Oder fing es schon mit der Zeit der Türkenkriege an, als man zum Gebet gegen den Islam aufrief und als man die Türken dann bei Wien besiegte?

Überhaupt hatten die Marienerscheinungen einen ziemlich großen Einfluss auf die Volksfrömmigkeit und auf die Kirche. Wenn ich mal in der Kirchengeschichte zurückschaue, dann hat sich die Lehre der Kirche doch erst nach und nach entwickelt und "entfaltet". Längst nicht alles geht zurück auf das AT und NT. Die Engellehre, die Lehre vom Fegefeuer und den Armen Seelen, und noch so einiges mehr... das geht doch eigentlich auf Erscheiunungen oder Mystik zurück. Ist die Kirche heute denn noch glücklich damit? Heute würden solche Dinge doch mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr anerkannt. Oder doch? Haben sich solche Dinge eigentlich nur in der katholischen Kirche entwickelt oder gab es so etwas auch bei den anderen Konfessionen? In Fatima war es ja ganz offentsichtlich, dass der Himmel die Erde berührt hat. Aber Fatima hätte es doch heutzutage auch schwer anerkannt zu werden, oder?
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09.03.2013, 16:13

Danke, @Dolfi,
ich wollte einfach Ihre Meinung hören. Es ist sehr interessant, was Sie schreiben. Wie verhält sich denn Lourdes zu Fatima?

Ach ja, und gibt es offensichtliche Zusammenhänge zwischen 1517 - 1917 - 2017? Manchmal liest man ja Konstruktionen dieser Art?

Und was hat es mit der "Rosa Mystica" auf sich? Wie gehört das nun wieder in diesen Zusammenhang? Können Sie bitte dazu auch noch etwas sagen?
Naja hoffentlich war es nicht nur wegen meiner Meinung, sondern auch wegen Deinem Interesse an der Sache!

Lourdes war 4 Jahre nach der Verkündigung des Dogmas der Unbefleckten Empfängnis am 8. Dezember 1854 dujrch Papst Pius IX.

Ohne das Dogma jetzt zu berühren bin ich persönlich der Meinung (ich lasse mich aber eines Besseren belehren...), dass die Gottesmutter 1858 in Lourdes viel weiter ging, als das Dogma aussagte. Wenn man die Woprte der Gottesmutter im Kontext der Aussage interpretieren wollte, so ist Maria NICHT (NUR) unbefleckt empfangen worden, sondern viel, viel mehr. Sie sagt über sich: ICH BIN DIE UNBEFLECKTE EMPFÄNGNIS (es fehlt also in diesem Satz, in der Aussage, das Zeitwort/Verb, etwa: empfangen worden!). Und das ist imerhin ein himmelhoher Wesensunterschied.

Wie schon erwähnt, Lourdes ist Lourdes und Fatima ist Fatima. Wenn die Gottesmutter uns die Gnade der Erscheinung zuteil werden lässt, dann "erledigt" sie das Spezifikum dieser Erscheinung so, dass es keinerlei "Nachfolge" oder gar "Fortführung" bedarf. Solche Worte würde ich als Beleidigung der Gottesmutter ansehen.

Zahlenspiel?
1517: Weg vom Papst! Reformation und Zerstörung der Sakramentalität der Kirche.
1717: Weg von der Kirche! (bzw. Christentum)! Gründung der Freimaurerei.
1917: Weg von Gott! Von Karl Marx zu Lenin und Stalin: Gründung des militanten Atheismus.

In San Damiano wird sehr viel - oder "fast ausschliesslich" - für die Priester und um Priester gebetet, gefastet und gesühnt. Der Hoheitstitel Mariens "Rosa Mystica" wird ja auch in der lauretanischen Litanei erwähnt.
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09.03.2013, 16:23

@Dolfi
Können Sie uns auch etwas über das Unbefleckte Herz Mariens erklären? Ist das mehr Volksfrömmigkeit oder gibt es dazu direkt eine katholische Lehre aus Rom? Die Herz Jesu Verehrung ist wohl ganz offensichtlich verwandt damit. Wie hängt das nun wieder alles miteinander zusammen?
siehe oben Nr 11
Herz heisst auch im menschlichen Sprachgebrauch: Mitte des Menschen, Liebe, Güte, Hingabe... Warum sollte das bei Maria anders sein? zudem aber ist SIE die MUTTER JESU!
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09.03.2013, 16:29

Mit Maria ist es schon so eine besondere Sache... man kommt ja quasi hintenherum zum Glauben an Jesus, eben durch Maria. In einem Kloster habe ich den Spruch gelesen: "Durch Maria zu Jesus". Da ist sicher was dran. Ich bin übrigens auch durch Maria wieder zum Glauben an Jesus gekommen, nachdem ich doch einige Jahre fern gestanden habe.
"Hintenherum...?" hmmm
Frage: Ist Jesus zu uns so "hintenherum" oder DURCH MARIA gekommen?
Warum sollten wir nicht denselben Weg zu Got gehen, den ER selbst zu uns gegangen ist? Diese Aussage hat nichts mit einer "Reihenfolge" zu tun, sondern imitiert die Menschwerdung Jesu IN MARIA nach. Wo Jesus ist, dort ist auch Maria und umgekehrt.
(lach*lach* Die stehen sicher nicht hintereinander, so dass man "zuerst" über Maria "stolpert" um dann zu Jesus zu kommen :) )
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09.03.2013, 16:38

Ich verdanke-wie so viele- Fatima meinen täglichen Rosenkranz.Aber indirekt.

Mein Vater begann seinen täglichen Rosenkranz wegen eines Buches über Fatima,und von meinem Vater wiederum lernte ich die Treue zu diesem herrlichem Gebet.

Das ist sicher auch unter anderem die Absicht des Himmels mit z.B. Lourdes und Fatima,immer wieder an wichtigen geschichtlichen Punkten die Kirche und viele Einzelne an die Notwendigkeit des Gebetes und der persönlichen und kindlichen Frömmigkeit zu erinnern.

Offensichtlich muss diese Erinnerung -wegen unserer Schwäche- immer wieder wiederholt werden.

Lourdes und Fatima hatten einen enormen Einfluß auf viele Personen,und dadurch auch auf die Kirche.
"So ist es auch nicht Liebe, wenn man die Irrlehre, die Entstellung und Auflösung des Glaubens wuchern läßt, als ob wir den Glauben selbst erfänden. Als ob er nicht mehr Gottes Geschenk, die kostbare Perle wäre, die wir uns nicht nehmen lassen."

Papst Benedikt XVI

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09.03.2013, 16:40

Die Frömmigkeit bei den Katholiken ist ja auch mitgeprägt durch die Marienfrömmigkeit. Eigentlich steht diese ja dem ökumenischen Gedanken sehr im Weg. Die Protestanten werden wohl in der überwiegenden Zahl nicht den Weg zu einer Marienandacht finden. Wie steht es eigentlich bei den Orthodoxen? Auf den Ikonen findet man ja oft Abbilder von Maria. Gibt es dort auch Erscheinungen oder ist das etwas typisch Katholisches? Verehren die Orthodoxen auch Maria, wie sie in Fatima aufgetreten ist? (In Kevelaer liegt interessanterweise direkt neben dem Heiligtum eine orthodoxe Kirche)
Maria hat in der Orthodoxen Kirche eine "fast" höhere Stellung, wenn es um die Volksfrömmigkeit geht, als bei uns. Marienverehrung ist nix Katholisches, sondern zutiefst Christliches. Ich kenne die schönsten Marienhymnen aus der Orthodoxie - sowas müsste man bei uns erst erfinden, etwa die Tiefe des Textes über Maria beim Hymnos akathistos!!!
Bitte, höre dir das doch mal an und lese den Text mit. Du wirst in das Geheimnis Mariens besser eingeführt, als es jeder Unterricht tun klönnte.

Aber... hier müsste ich an Monsgr. Schlegl appellieren

- er kennt sich GANZ SICHER viel besser darin aus, welche Stellung Maria in der Orthodoxie und im Allgemeinen in den orientalischen Kirchen hat!
Frage ihn - er wird dir eine kompetente Antwort darauf geben können!

Darf ich ein PS anfügen?
Nun, seitdem der "Westen" meint, ohne Maria auszukommen, singt man Lieder über die "Mutter Erde", über die Heilige Geistin, betet das VaterMutter unser und huldigt ähnlichem Blödsinn!
Oder doch kein Blödsinn? Spürt der Mensch intuitiv, dass zum christlichen Glauben EINE MUTTER wesenhaft dazugehört???
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Dolfi« (09.03.2013, 17:52)


herzrosenduft

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09.03.2013, 17:43

Danke, @Dolfi
das war sehr aufschlussreich. Schön, dass du eine so schöne Frömmigkeit in dir trägst. Ich hatte mal einen Beichtvater, der hatte auch eine ganz tiefe Frömmigkeit. Der ist mir dann auch zu einem geistigen Vater geworden. Vielleicht schaffe ich es, mir alles noch einmal in Ruhe durchzulesen.
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09.03.2013, 18:02

as ist sicher auch unter anderem die Absicht des Himmels mit z.B. Lourdes und Fatima,immer wieder an wichtigen geschichtlichen Punkten die Kirche und viele Einzelne an die Notwendigkeit des Gebetes und der persönlichen und kindlichen Frömmigkeit zu erinnern.
Aber ihr habt dochn in Spanien das wunderbare Madonna del Pilar, welches mit Sicherheit der ALLERERSTE Erscheinungsort Mariens ist, da Maria noch zu Lebzeiten dem hl. Apostel Jakobus, dem Verkünder des Evangeliums aus der iberischen Halbinsel, HIER erschienen ist und ihm Mut machte!
Dann Santiago de Compostella mit dem Grab des hl. Apostels Jakobus in der Krypta unterhalb eines selten schönen Hauptaltares. Naja, und dann die Bottafumeiro in der St. Jakobs-Basilika, ein Rauchfass aus 80 kg. Silber, mit etwa 5 kg. glühender Kohle drinnen, darauf werden bis zu 3-4 Schöpflöffel voll Weihrauch gegeben - das ganze wird dann von 8 starken Männ ern in eine Höhe von 45 m. und einer Breite von etwa 55 m. mittels eines Seilzugs "geschwenkt", während dessen die gläubigen Spanier in den allerlautesten Tönen die hymne des hl. Jabobus singen!
Dann Montserrat und die vielen, vielen Wallfahrtsorte aus alter und neuerer Zeit! Nicht zuletzt liegt ja Pontevedra auch in Spanien! (via Hermana Lucia 3: Capilla de los appariciones, meine liebste Kapelle auf der ganzen Welt!)
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09.03.2013, 18:07

Danke, @Dolfi
das war sehr aufschlussreich. Schön, dass du eine so schöne Frömmigkeit in dir trägst. Ich hatte mal einen Beichtvater, der hatte auch eine ganz tiefe Frömmigkeit. Der ist mir dann auch zu einem geistigen Vater geworden. Vielleicht schaffe ich es, mir alles noch einmal in Ruhe durchzulesen.
Danke! Deine Worte ehren mich - aber du weisst ja: Wissen und danach leben... o jemine... Da halte ich es, ein wenig abgewandelt, mit dem hl. Augustinus:
Ich schaue in den Spiegel und sehe nur den, der ich bin, dabei suche ich nach dem, der ich sein sollte!
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09.03.2013, 18:25

@Dolfi
...du darfst ruhig Fehler haben ...die haben wir alle. Aber der Glaube macht es aus! Das ist das, was eigentlich überzeugt.
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