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herzrosenduft

Erleuchteter

Beiträge: 5 812

Wohnort: Deutschland

Beruf: Gärtner

1

28.03.2013, 11:18

Jesus sagt: "Barmherzigkeit will ich..."

Führt Papst Franziskus die Kirche wieder aufs Wesentliche zurück...? Ist "Barmherzigkeit" ein Kennzeichen dieses Papstes?
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Der Papst betont die Wichtigkeit eines „christlichen Stils“ der Präsenz auch in der digitalen Welt:

„Dieser verwirklicht sich in einer Form
aufrichtiger und offener, verantwortungsvoller und dem anderen gegenüber
respektvoller Kommunikation“.

Cayena

Anfänger

Beiträge: 15

Wohnort: Im hohen Norden Südamerikas

2

28.03.2013, 14:46

Seine, seit gestern öffentlich kursierende, Antwort auf die Frage ob er die Wahl annimmt:
„Ich bin ein großer Sünder, im Vertrauen auf Gottes Barmherzigkeit und Geduld nehme ich unter Schmerzen [die Wahl] an."
Mein persönliche Erfahrung zum Thema Barmherzigkeit: Meine katholische Erziehung - ich bin schon Grossmutter - war ja ganz: streng dich an die Gebote zu erfüllen, den Himmel muss man sich verdienen. Obwohl mir schon vor mehr als 30 Jahren die gute Botschaft verkündet wurde, dass die Liebe Gottes ein Gnadengeschenk ist, mit nichts verdient werden kann und nur auf Seiner Barmherzigkeit beruht, muss ich doch immer wieder feststellen, dass in meinem Innersten noch immer die Rechenmaschine läuft. Aber ich glaub nicht mehr, dass nur die Erziehung dran schuld ist, mein Stolz will das nicht annehmen, es ist nicht nur ein persönliches Problem von mir, sondern eine Falle des Teufels, die er vielen stellt. Von daher freut es mich, dass Papst Franziskus das so in den Vordergrund stellt.
Andererseits sehe ich seit seiner Wahl auch eine Gefahr, dass er von vielen 'light', rein emotionell genommen wird, schon seine Namenswahl hat einige dazu verführt. Offensichtlich hat man seine erste Predigt am Tag nach der Wahl in der Sixtinischen Kapelle nicht genau gehört:

"Ich möchte, dass nach diesen Tagen der Gnade wir alle den Mut haben,
wirklich den Mut, in der Gegenwart des Herrn zu gehen mit dem Kreuz des
Herrn; die Kirche aufzubauen auf dem Blut des Herrn, das er am Kreuz
vergossen hat; und den einzigen Ruhm zu bekennen: Christus den
Gekreuzigten. Und so wird die Kirche voranschreiten."
Ich glaube nicht, dass Barmherzigkeit ein Kennzeichen nur dieses Papstes ist, Benedikt 16 hatte sie ebenfalls in der Lebensmitte, nur halt auf seine tief theologische Art. So ist es sehr gut zu wissen, dass P. F. dieses Wesentliche unseres Glaubens auf eine andere Art im Vordergrund lässt.
Wir können gehen, wie weit wir wollen, wir können vieles aufbauen, aber
wenn wir nicht Jesus Christus bekennen, geht die Sache nicht. Wir werden
eine wohltätige NGO (Nicht-Regierungs-Organisation), aber nicht die
Kirche, die Braut Christi.
Papst Franziskus

herzrosenduft

Erleuchteter

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3

28.03.2013, 15:40

Liebe @Cayena, Du schreibst von Deiner frühen religiösen Erziehung, die Dir heute noch einige Schwierigkeiten bereitet. Ich glaube, da bist Du nicht alleine... frag doch mal die anderen Forumsmitglieder, wie sie ihre religiöse Erziehung als Kinder heute als Erwachsene sehen. Ich glaube, dass es da bei vielen einiges zu verarbeiten gibt.

Barmherzigkeitist für viele noch ein wenig fremd... früher war in der Predigt mehr von Verdammnis und Hölle die Rede. Auch gab es meines Wissens vor vielen Jahren eine Irrlehre über ein unendlich strenges Gericht Gottes, die lange Zeit ängstigende Auswirkungen auf die Gläubigen hatte.. der Begriff der Barmherzigkeit kam in der Kirche in der heutigen Zeit besonders stark ins Bewußtsein durch die Heiligsprechung von Schwester Faustyna Kowalska und die Einführung des Barmherzigkeitssonntags durch Papst Johannes Paul II.
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Der Papst betont die Wichtigkeit eines „christlichen Stils“ der Präsenz auch in der digitalen Welt:

„Dieser verwirklicht sich in einer Form
aufrichtiger und offener, verantwortungsvoller und dem anderen gegenüber
respektvoller Kommunikation“.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »herzrosenduft« (28.03.2013, 15:45)


4

28.03.2013, 18:06

Der Thementitel im Kontext:

In jener Zeit ging Jesus an einem Sabbat durch die Kornfelder. Seine Jünger hatten Hunger; sie rissen deshalb Ähren ab und aßen davon.
Die Pharisäer sahen es und sagten zu ihm: Sieh her, deine Jünger tun etwas, das am Sabbat verboten ist.
Da sagte er zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, was David getan hat, als er und seine Begleiter hungrig waren -
wie er in das Haus Gottes ging und wie sie die heiligen Brote aßen, die weder er noch seine Begleiter, sondern nur die Priester essen durften?
Oder habt ihr nicht im Gesetz gelesen, dass am Sabbat die Priester im Tempel den Sabbat entweihen, ohne sich schuldig zu machen?
Ich sage euch: Hier ist einer, der größer ist als der Tempel.
Wenn ihr begriffen hättet, was das heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer, dann hättet ihr nicht Unschuldige verurteilt;
denn der Menschensohn ist Herr über den Sabbat.

Matthäus 12,1 f

Cayena, danke für Dein Zeugnis!
Der Mensch von heute will nicht Lehrer, sondern Zeugen.
Und wenn er Lehrer akzeptiert, dann deswegen, weil sie Zeugen sind.

Evangelii nuntiandi

5

28.03.2013, 18:28

Herzrosenduft,

was das Kennzeichen dieses Papstes sein wird, ist meiner Vermutung nach die "Konzentration auf das Wesentliche"
Nach Jahren der Stürme, Skandale, Angriffe von innen und aussen, das Faktum, dass immer weniger Christen in einer Gesellschaft leben, die sich faktisch von Gott entfernt hat, ist diese Konzentration auf das Wesentliche, nämlich die Verkündigung des Auferstandenen, der den Tod, die Sünde und unser ganzes Elend überwunden hat, absolut notwendig.

Gestern abend habe ich ein wenig aus Langeweile in meinen alten Postings herum gestöbert, am 08.03.2013, vier Tage vor dem Beginn des Konklave, schrieb ich dieses:

Zitat

Ich denke, nein, ich bin mir sicher, dass Gott vorsorgen wird.
Wie auch immer und egal, wen er beruft.

Es wird ein starker Mann sein müssen, einer mit viel Geist und einem grossen Glauben. Sehr grossen Glauben und missionarischem Eifer.


Musste angesichts des wunderbaren Papstes, der so wunderbar einfach ist, so wunderbar klar von der Notwendigkeit der Verkündigung spricht, der eine so demütige Haltung aus Liebe zu Christus hat, ein wenig schmunzeln.

Gott ist wirklich treu!
Der Mensch von heute will nicht Lehrer, sondern Zeugen.
Und wenn er Lehrer akzeptiert, dann deswegen, weil sie Zeugen sind.

Evangelii nuntiandi

herzrosenduft

Erleuchteter

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6

28.03.2013, 18:36

Liebe @talita kum,
endlich kommt die Kirche aus den Negativschlagzeilen heraus. In letzter Zeit wird viel Positives im Zusammenhang mit Papst Franziskus berichtet. Das kann der Kirche nur gut tun.
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respektvoller Kommunikation“.

7

28.03.2013, 18:43

Ich will dich nicht desillusionieren, lieber Herzrosenduft, aber ich habe die Befürchtung, dass die Begeisterung nicht lange anhalten wird. :(
Der Mensch von heute will nicht Lehrer, sondern Zeugen.
Und wenn er Lehrer akzeptiert, dann deswegen, weil sie Zeugen sind.

Evangelii nuntiandi

Cayena

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8

28.03.2013, 21:26

Ich will dich nicht desillusionieren, lieber Herzrosenduft, aber ich habe die Befürchtung, dass die Begeisterung nicht lange anhalten wird. :(
Er hat einen wesentlich leichteren Einstieg als B 16, ausser in Argentinien kannte ihn, abgesehen von Bischofs - und Kardinalkollegen - ja niemand. Von B 16 konnte man die liebevollen Bezeichnungen :( als No man, Dobermann Gottes etc. auch in der sekulären Presse ausserhalb Europas lesen und man hatte keine Ahnung von seinen wirklichen Qualitäten. Da teile ich ganz und gar die Befürchtung von Talita kum
Wir können gehen, wie weit wir wollen, wir können vieles aufbauen, aber
wenn wir nicht Jesus Christus bekennen, geht die Sache nicht. Wir werden
eine wohltätige NGO (Nicht-Regierungs-Organisation), aber nicht die
Kirche, die Braut Christi.
Papst Franziskus

herzrosenduft

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9

24.01.2015, 20:07

Die Werke der Barmherzigkeit

Die sieben leiblichen Werke der Barmherzigkeit:
-Hungrige speisen
-Durstige tränken
-Nackte bekleiden
-Fremde beherbergen
-Gefangene erlösen
-Tote begraben

Die sieben geistigen Werke der Barmherzigkeit:
-Sünder zurechtweisen
-Unwissende lehren
-Zweifelnden recht raten
-Betrübte trösten
-denen, die uns beleidigen, gern verzeihen
-für Lebende und Tote beten

Man müsste die Werke der Barmherzigkeit viel mehr tun.
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