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herzrosenduft

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1

14.04.2013, 10:18

Alternative für Deutschland - AfD / für Christen wählbar?

Hallo, zusammen, was haltet ihr von der neu gegründeten Partei "Alternative für Deutschland" kurz "AfD"? Kann man diese Partei als Christ wählen? Es heißt in den Schlagzeilen zur Neugründung, dass diese Partei schwarz-gelb die Mehrheit kosten könnte... hier ein link zur Homepage dieser neuen Partei https://www.alternativefuer.de/
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Der Papst betont die Wichtigkeit eines „christlichen Stils“ der Präsenz auch in der digitalen Welt:

„Dieser verwirklicht sich in einer Form
aufrichtiger und offener, verantwortungsvoller und dem anderen gegenüber
respektvoller Kommunikation“.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »herzrosenduft« (20.02.2016, 16:00)


locutus

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2

14.04.2013, 19:09

Bin allerdings noch nicht dazu gekommen, mich näher damit zu befassen, habe nur im eigentümlich frei Magazin:
http://ef-magazin.de/archiv/ef/131/inhalt.html
darüber gelesen.
Schade, dass man da nicht groß rumklicken kann. Aber wenn ich "Birgit Kelle" lese, habe ich eh keine Lust mehr.
Ach, wenn doch jeden Tag Weihnachten wär...!

Der Gärtner

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3

14.04.2013, 20:09

RE: Alternative für Deutschland - eine Wahlalternative für Christen?

Hallo, zusammen, was haltet ihr von der neu gegründeten Partei "Alternative für Deutschland" kurz "AfD"? Kann man diese Partei als Christ wählen? Es heißt in den Schlagzeilen zur Neugründung, dass diese Partei schwarz-gelb die Mehrheit kosten könnte... hier ein link zur Homepage dieser neuen Partei https://www.alternativefuer.de/
Das Netz ist inzwischen voll davon (inkl. youtube mit Reden vom heutigen Gründungsparteitag in Berlin). Nachrichtenlage satt; in den Fernsehnachrichten bisher eher dürftig behandelt.

Ein unaufgeregter Beitrag der FAZ:


Bisher konnte ich nichts entdecken, was explizit gegen die Wählbarkeit spricht. Erinnert mich etwas an die Union in alten Tagen. Wenn man sich in Deinem Link, also der Partei-Seite die Liste der Unterstützer betrachtet, kommt doch da schon einige monetäre Kompetenz zusammen.

Die haben übrigens erst gestern ganz bei mir in der Nähe den Landesverband NRW gegründet.
Herr, lehre mich deine Gebote

herzrosenduft

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4

14.04.2013, 20:41

Ich denke aber, sie werden die AUF-Partei nicht von Platz 1 meiner persönlichen Rangliste verdrängen.


Hallo, Thaddäus, ich glaube du bist nicht up to date... die AUF ist mit der PBC verschmolzen... es ist nicht sicher, dass die neue Partei bei der Bundestagswahl antreten wird.
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herzrosenduft

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5

14.04.2013, 20:44

Die neue Partei soll aus verärgerten CDU-Leuten bestehen. Man spricht davon, dass diese Partei auf Anhieb viele Prozente an Stimmen bekommen könnte und dass sie für schwarz-gelb zum Mehrheitskiller werden könnte. Kennt ihr die Zivile Koalition im Internet? Die sind schon lange politisch erfolgreich aktiv. Sie haben u.a. auch das Betreuungsgeld gegen den Trend in der Öffentlichkeit durchgesetzt. Die sind stark im Internet vertreten und alle sehr rege...
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herzrosenduft

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6

14.04.2013, 20:47

Hieraus ist meines Wissens nach die AfD geboren: http://www.zivilekoalition.de/
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Der Gärtner

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7

14.04.2013, 21:20

Die neue Partei soll aus verärgerten CDU-Leuten bestehen. Man spricht davon, dass diese Partei auf Anhieb viele Prozente an Stimmen bekommen könnte und dass sie für schwarz-gelb zum Mehrheitskiller werden könnte.
Habe heute noch gelesen, dass auch einige hundert ehemalige Mitglieder von FDP, Grünen und SPD in die neue Partei eingetreten sind. Ist auch insofern logisch, als das der Euro nicht nur die CDU spaltet, sondern im Grunde schon lange die ganze Gesellschaft, was sowohl an den Umständen seiner Einführung als auch schon immer an der finanzmarktpolitischen Glaubwürdigkeit des Euro gelegen hat.
Herr, lehre mich deine Gebote

Klomb

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8

14.04.2013, 22:13

Alles zu spät ...

Ein Euro-Austritt ist schwer möglich, zumindest aber nicht ohne Enteignungen und kann vor allem nicht angekündigt werden, denn einem Euro kann man nicht ansehen, ob er zur neuen D-Mark werden soll oder Euro bleiben soll. Zypern ist faktisch aus dem Euro ausgetreten, indem überraschend Kapitalverkehrskontrollen in Kraft traten. Damit ist ein Euro in Zypern nicht mehr frei in einen Euro im Rest der Welt umwandelbar. Man könnte die zypriotischen Euro als nächstes in Pfund umstempeln und hätte den Euroaustritt von Zypern vollzogen. Für die Schuldenkrise bringt das aber gar nichts, weil dann alle Ansprüche gegen Zypern wertlos werden. Das könnte man auch ohne Währungsaustritt machen, will man aber nicht, weil dann eine Pleitelawine losgeht.
Persönlich meine ich, ist die Pleitelawine kaum aufzuhalten. Euer Reichtum verfault und eure Kleider werden von Motten zerfressen. (Jak. 5,2)

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9

15.04.2013, 09:46

RE: Alles zu spät ...

Ein Euro-Austritt ist schwer möglich, zumindest aber nicht ohne Enteignungen und kann vor allem nicht angekündigt werden, denn einem Euro kann man nicht ansehen, ob er zur neuen D-Mark werden soll oder Euro bleiben soll.


Richtig, ein Austritt ist SCHWER möglich, aber er ist nicht UNmöglich!
Deshalb ist die AfD keine Hau-Ruck-Partei rechtspopulistischen Zuschnitts, die verkündet "wählt uns und alles wird gut", sondern da sind Leute versammelt, die genau wissen, wovon sie reden und die deshalb immer wieder einen GEORDNETEN Rückzug aus dem Euro betonen. Es sollen also die Voraussetzungen geschaffen werden, dass Länder die Euro-Zone verlassen können (was derzeit noch nicht der Fall ist). Im Moment wäre das vor allem für die Pleiteländer hilfreich, es könnte aber natürlich auch für Deutschland gut sein. Dabei geht es auch nicht strikt um die Wiedereinführung der D-Mark, sondern es sind auch andere Szenarien - etwa ein "Nord-Euro" - denkbar.

Die Mitgliederschaft der AfD setzt sich - das wurde hier richtig gesagt - überwiegend aus ehemaligen Mitgliedern der CDU und FDP zusammen, es kamen aber auch zahlreiche ehemalige Sozialdemokraten und auch einige Grüne zur Partei.
Zur Wahl antreten wird sie sehr sicher - sofern sie die nötigen Unterstützerunterschriften zusammenbekommt. Und ich, der ich noch niemals für eine Partei eine solche Unterschrift geleistet habe, werde das in diesem Fall erstmalig tun und sie natürlich auch wählen.
"Die Bibel ist nicht dazu da, dass wir sie kritisieren, sondern dazu, dass sie uns kritisiert."
Søren Kierkegaard

Klomb

Meister

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Beruf: Wächter der Rechtgläubigkeit ;)

10

15.04.2013, 14:19

Richtig, ein Austritt ist SCHWER möglich, aber er ist nicht UNmöglich!
Deshalb ist die AfD keine Hau-Ruck-Partei rechtspopulistischen Zuschnitts, die verkündet "wählt uns und alles wird gut", sondern da sind Leute versammelt, die genau wissen, wovon sie reden und die deshalb immer wieder einen GEORDNETEN Rückzug aus dem Euro betonen. Es sollen also die Voraussetzungen geschaffen werden, dass Länder die Euro-Zone verlassen können (was derzeit noch nicht der Fall ist).
Würde mich mal fachlich interessieren, welche Voraussetzungen da angedacht werden. Wenn sich die Eurozone anschickt zu spalten, würden alle Euroeigentümer ihr Geld in den Teil der schicken, der nach der Spaltung die stärkere Währung zu haben verspricht (nennen wir ihn mal "Markzone" und den Rest "Teurozone"). Wenn nun in der Markzone ursprünglich wenig €-Liquidität im Vergleich zur Teurozone ist (etwa weil die Markzone nur sehr klein ist), würde der massive Kapitalzufluß die Geldmarktzinsen drücken und die Preise treiben. Die Mark begänne zunächst als Inflationswährung.
Geregelt geht also nur eine sukzessive Halbierung der Währungsräume, weil dann dieser Effekt nicht so groß wäre.

Im Moment wäre das vor allem für die Pleiteländer hilfreich, es könnte aber natürlich auch für Deutschland gut sein.
Es ist die Behauptung der "Altparteien", daß der Euro wegen der Staatsschulden ein Problem habe. Das stimmt aber nicht. Es ist für den Euro kein Problem, daß jedes Jahr tausende überschuldete Unternehmen insolvent werden und es ist auch kein ernsthaftes Problem für die Währung, wenn das einem Staat passiert. (Lediglich der Kapitalzufluß in der Höhe der aus dem Ausland vom Staat aufgenommenen Neuverschuldung verschwindet und senkt den Wert der Währung, aber das ist nicht so viel)
Staatsüberschuldung ist nur dann ein Problem für die Währung, wenn dadurch auf die Zentralbank Druck ausgeübt wird, dem Fiskus durch niedrige Zinsen oder gar dem Aufkauf von Staatsanleihen zu helfen, weil dann zuviel Geld in Umlauf kommt. Leider hat die EZB genau das gemacht, gewissermaßen durch die "Eurorettung" (in Wahrheit Staatsinsolvenzverschleppung) den Euro erst in Gefahr gebracht.

Um es deutlich zu sagen: Auch das Vorhaben der AfD wird nicht den realwirtschaftlichen Schaden durch die Schuldenpolitik der Vergangenheit kompensieren. Der besteht darin, daß nutzlose Staatsprojekte Ressourcen verschwendeten, die Investitionen für die Zukunft hätten sein können. Gut ist nur, daß darauf gedrungen wird, daß die Staaten künftig auf (Neu)Verschuldung verzichten sollen. Wenn die AfD

Langfristig wird übrigens Deutschland das Pleiteland werden, nämlich wegen Mangels an Familien und Kindern.

11

15.04.2013, 21:12

Ich habe seit der Enteignung der Zyprer dermaßen die Nase voll, dass ich bei der nächsten Bundestagswahl erstmals den Wahlurnen fernbleiben werde. Mich wundert nur wie lammfromm unsere Nation auf all das reagiert, was bereits passiert ist und was noch passieren wird. Schafsnatur! (nach Goethe)
Matthäus 5,5: Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen.

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12

16.04.2013, 15:19

Ich habe seit der Enteignung der Zyprer dermaßen die Nase voll, dass ich bei der nächsten Bundestagswahl erstmals den Wahlurnen fernbleiben werde. Mich wundert nur wie lammfromm unsere Nation auf all das reagiert, was bereits passiert ist und was noch passieren wird. Schafsnatur! (nach Goethe)


Genau DAZU besteht doch nach Gründung der neuen Partei nun überhaupt kein Grund mehr.
Nichtwähler sind die, die ich am allerwenigsten verstehe. Wer nicht wählt, darf auch nicht meckern.
Und mir persönlich käme es niemals in den Sinn, einer Wahl fernzubleiben.
"Die Bibel ist nicht dazu da, dass wir sie kritisieren, sondern dazu, dass sie uns kritisiert."
Søren Kierkegaard

herzrosenduft

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13

09.05.2013, 19:57

Es gibt aktuelle Nachrichten bei http://www.zivilekoalition.de/, die sehr eng mit der Alternative für Deutschland verbunden sind. Dabei geht es um ein EU-Referendum.
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Der Papst betont die Wichtigkeit eines „christlichen Stils“ der Präsenz auch in der digitalen Welt:

„Dieser verwirklicht sich in einer Form
aufrichtiger und offener, verantwortungsvoller und dem anderen gegenüber
respektvoller Kommunikation“.

michi

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14

15.05.2013, 16:58

Für mich ist die AfD keine Alternative, da ich nicht möchte, dass Deutschland aus der EWU austritt.
Das hätte sehr fatale Sorgen für uns Bürger ... (Wechselkurs DM <-> € sehr hoch -> dadurch brächen ausländische Investitionen ab -> Rückgang: Export -> Rückgang: Aufträge in den Unternehmen -> Abbau von Arbeitsstellen => Eröhung der Arbeitslosigkeit -> Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage)
Und dann noch so dreist zu sein und behaupten, wir müssten dann keine Gelder für andere Länder zahlen:
Selbst wenn wir aus der EWU austräten, wären wir noch in der EU und somit verpflichtet Geld zur Verfügung zu stellen.

Von daher denke ich, dass die AdF nur heiße Luft verbreitet, aber ansonsten nichts.

locutus

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15

15.05.2013, 18:53

Rückgang: Export -> Rückgang: Aufträge in den Unternehmen -> Abbau von Arbeitsstellen => Eröhung der Arbeitslosigkeit -> Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage
Ohne unbeschreibliches Lohndumping wären wir längst, wo andere jetzt sind. Und hier die aktuellen BIP´s: Italien -0,5%, Spanien -0,5%, Portugal -0,3%, Frankreich -0,2%...Eurozone gesamt -0,2%...Die Jugend-/Arbeitslosenzahlen sind in Europa rekordverdächtig. Milliarden wurden aufgebracht, allein um Banken zu retten - und was bekommt die Plebs? Was hat die Plebs von der EWU? Richtig, nichts.

War ne nette Idee, die längst gescheitert ist. Vielleicht hätte man von vornherein das Volk befragen sollen...
Ach, wenn doch jeden Tag Weihnachten wär...!

16

15.05.2013, 19:13

Zitat Michi: "Selbst wenn wir aus der EWU austräten, wären wir noch in der EU und somit verpflichtet Geld zur Verfügung zu stellen." (Zitatende)

Och verpflichtet, sollen sie doch die Gesetze wieder ändern. Das können Sie ja auch, wenn es darum geht, den Bürger in die Haftung für marode Banken zu nehmen, wo gerade aktiv dran gearbeitet wird. Den Griechen geht es auch in der EU mit großer Arbeitslosigkeit etc. jetzt schlecht, genauso den Spaniern. Und die meisten hierzulande leiden auch bereits geraume Zeit an der Schuldenkrise.

Kurz nach der Zypern-Enteignung ging ich durch den Supermarkt, da trafen offenbar zwei Bekannte aufeinander, eine alte Dame und ein mittelaltriger Herr. Sagt er zu Ihr: "Was sagst du denn zu der ganzen Zypern-Sache und der Enteignung der Sparer." Sie: Och, das interessiert mich wenig, solange sie es nur von den Reichen nehmen." So sehen das wohl viele, aber für mich ist das ein Trugschluss. Entweder ist es Unrecht, das Geld eines anderen zu nehmen oder es ist nicht Unrecht. Sonst könnten wir Diebstahl über 100.000 Euro auch gleich freigeben.

Jemand, der 120.000 Euro auf der Bank hat, ist für mich auch nicht reich. Denken wir uns eine verwitwete alte Dame, die vielleicht nicht selbst gearbeitet hat, weil sie lange Kindererziehungszeiten hatte, vielleicht kommt sie gerade so mit der Witwenrente über die Runden. Wenn ihr Mann oder sonstige Angehörigen ihr 120.000 Euro hinterlassen haben, sie das Geld für 5 Jahre der Bank überlässt und einen stolzen Zinssatz von 2 % (den gibt es bei keiner Sparkasse mehr!) bekommen würde, würde sie im Jahr nach Abzug der Steuern vielleicht etwa über 1.800,- Euro Zinsen verfügen und könnte 150,- Euro im Monat "verprassen". Sicher gibt es Menschen, denen es noch weitaus schlechter geht, aber das Wort Reichtum relativiert sich doch auch im Fall der alten Dame. Und wer weiß, die 100.000-Euro-Schongrenze ist ja längst noch nicht in Stein gemeißelt.

Wenn ich über Spekulationen lese, wie so eine Enteignung bei uns ablaufen könnte, damit möglichst wenig Menschen ihr Erspartes noch retten könnten, wenn ich lese, man möchte die Umtauschfrist für den 500-Euro-Schein, der eventuell aus dem Verkehr gezogen werden soll, möglichst auf 4 Wochen beschränken, um die ganzen Matratzensparer und Kriminellen um ihr Erspartes zu bringen, dann bekomme ich den Eindruck, dass unser Staat/unsere Regierung/die Eurokraten, selbst über die größte Portion krimineller Energie verfügen. Überhaupt macht mir die Bevormundung aus Brüssel große Sorgen, mit der Glühbirne fing es an und nun sollen wir die (viel bessere) deutsche Einlagensicherung zugunsten einer einheitlichen europäischen aufgeben und übermorgen sind wir alle gläserne EU-Bürger.

Es sind in der Vergangenheit eklatante Fehler seitens der Politik gemacht worden (indem man darüber weggesehen hat, wenn ein Land nicht die erforderlichen Beitrittskriterien erfüllt hat), dafür sollen jetzt nicht die Verursacher, sondern die Bürger haften.

Mit der neuen Partei muss ich mich erst noch näher auseinandersetzen, um zu entscheiden, ob die mich doch noch zur Wahlurne bewegen können.
Matthäus 5,5: Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »No longer here« (15.05.2013, 20:45)


michi

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17

15.05.2013, 19:19

Rückgang: Export -> Rückgang: Aufträge in den Unternehmen -> Abbau von Arbeitsstellen => Eröhung der Arbeitslosigkeit -> Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage
Ohne unbeschreibliches Lohndumping wären wir längst, wo andere jetzt sind. Und hier die aktuellen BIP´s: Italien -0,5%, Spanien -0,5%, Portugal -0,3%, Frankreich -0,2%...Eurozone gesamt -0,2%...Die Jugend-/Arbeitslosenzahlen sind in Europa rekordverdächtig. Milliarden wurden aufgebracht, allein um Banken zu retten - und was bekommt die Plebs? Was hat die Plebs von der EWU? Richtig, nichts.

War ne nette Idee, die längst gescheitert ist. Vielleicht hätte man von vornherein das Volk befragen sollen...
Ähm .... falsch.

Die schlechte wirtschaftliche Entwicklung geschieht, weil die einzelnen Länder (insbesondere unsere "Problemländer") sich gedacht haben:

Hmm .... nun sind wir in der EWU. Haben den € und müssen nichts machen!!!
Griechenland hat z.B. wirklich sehr komische Käufe getätigt ... Von Deutschland Panzer gekauft. Was in Griechenland von der Beschaffenheit ein bisschen unüberlegt ist ....

Oder in Ländern wo man mit 50 schon in die Rente gehen kann .... Oder Beamte die wegen einer Fremdsprache 1000 € im Monat mehr Geld bekommen.
Oder hohe Lohnstückkosten ....

Hohe Löhne sind halt nicht immer gut, denn wenn man viel Lohn zahlen muss, steigt der Angebotspreis. Was zu einer verminderten internationalen Wettbewerbsfähigkeit führt (!)
(Klar denn welcher Mensch kauft sich ein Produkt welches in einem anderen Land um 2 - 3 € billiger ist?!)

Die Hauptschuld an der momentanen Sitution ist die Politik in den entsprechenden Ländern!

Selbstverständlich schieben Anti-Euro Parteien die Hauptschuld an die EZB; aber was kann die EZB dafür, wenn die inländische Regierung die - von der EZB erteilten - Beschlüsse nicht umsetzen?

Das ist so als würde in der Schule ein Lehrer sagen: Lernen Sie gründlichst dies und das.
Wenn der Schüler das nicht macht; eine schriftliche Abfragr erfüllt und deswegen 0 Punkte kassiert werden: Wer ist Schuld?

Der Beitritt zur EU war das beste was Deutschland machen hätte können und ein Austritt wäre ein absoluter Schwachsinn ....

locutus

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18

15.05.2013, 19:30

Jemand, der 120.000 Euro auf der Bank hat, ist für mich auch nicht reich.
Komm mal ins Pflegeheim- was glaubste, wie schnell das aufgebraucht ist...
Ach, wenn doch jeden Tag Weihnachten wär...!

19

15.05.2013, 20:46

Ja, zum Beispiel.
Matthäus 5,5: Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen.

Der Gärtner

Fortgeschrittener

20

15.05.2013, 21:10

Jemand, der 120.000 Euro auf der Bank hat, ist für mich auch nicht reich.
Komm mal ins Pflegeheim- was glaubste, wie schnell das aufgebraucht ist...
Oh @locutus, wie nahe Du doch dran bist. Wenn die alte Dame dann im Pflegeheim ist sagt die EZB, darin vor allem Deutschland und ca. noch vier andere Staaten, zu der alten Dame, dass sie doch gefälligst Geld zu verdienen hat. Jeder fragt sich nur, wie sie dies machen soll. Dies geschieht gerade auch mit Griechenland. Deshalb sind doch die Griechen insbesondere auf unsere Kanzlerin gerade sehr schlecht zu sprechen.
Griechenland ist schon sehr lange, neben anderen Mittelmeerstaaten auf den Mechanismus der Währungsabwertung angewiesen. Ohne diesen Mechanismus geht dort nichts. Ich glaube, dass sogar die große Volkswirtschaft Italiens die nächsten 20 Jahre Euro nicht überstehen wird. Auch diese lebte schon lange mit dem Mechanismus. Diese Länder brauchen alle kräftige Inflation. Zur Zeit wären einmal 15 Prozent in diesem und im nächsten Jahr ganz nützlich. Aber Deutschland stemmt sich mit jeder Faser im Staatskörper voll dagegen. Ganze 1,2% pro Jahr im Schnitt der letzten zehr Jahre ist für den ganzen Süden zum verhungern. Die Folgen sehen wir ja jetzt in allen Südländern am schönen Mittelmeer. So ist unser Gesetzeswerk nun einmal seit bestehen der Bundesrepublik gestrickt worden. Alle, selbst Frankreich, möchten gerne gerne abwerten. Dagegen spricht aber der Vertrag von Maastricht und die deutsche Volkswirtschaft. Da haben alle anderen kaum eine Chance.
Insofern haben die Griechen auch Recht, wenn sie sagen, dass Deutschland für ihr Elend verantwortlich ist.
So wundert es auch nicht, dass auf der Unterstützerliste der AfD ausgerechnet so viele Professoren für Volkswirtschaft vertreten sind.


Diese haben wohl schon lange erkannt, dass das Ganze nicht paßt und dass wir ebenso wenig verarmen wie Schweizer oder Engländer, wenn wir keinen Euro haben. Wenn es in diesen Ländern wirtschaftliche Probleme gibt, hat dies ganz andere Gründe, als der fehlende Euro. Ich fürchte jedoch, dass andere unangenehme Wahrheiten publiziert werden, wenn wir aus dem Euro aussteigen wollen.
Herr, lehre mich deine Gebote

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