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Siegfriedo

Schüler

Beiträge: 113

Wohnort: Kanarische Inseln

Beruf: Pensionär

1

06.09.2015, 22:45

Lourdes. Persönliche Eindrücke

Wallfahrt nach Lourdes im August diesen Jahres
1. Teil. Das Bewusstsein der einen Kirche anzugehören und das Erlebnis der Erscheinungsgrotte.

In einer Folge von ein paar Einstellungen in den folgenden Tagen möchte ich meine Eindrücke von dieser wunderschönen Zeit wiedergeben.
Es war ein Glücksfall, dass meine Frau und ich uns einer spanischen Reisegruppe anschließen konnten, deren Programm Lourdes miteinschloss.
Ich muss hinzufügen, dass wir auf einer spanischen Insel leben. und daher "musste" uns zur Verwirklichung einer Reise nach Lourdes die Gottesmutter helfen. Und wie immer hat Maria geholfen.
In der Kürze der Zeit, die uns für Lourdes in dieser Reisegruppe verblieb, die nicht nur Lourdes auf dem Programm hatte, nämlich zwei halbe Tage und zwei Abende, haben wir versucht, das für uns wichtige zu erreichen. Wir hatten sogar schönes Wetter dabei, wodurch alles noch strahlender in Erinnerung bleibt.
Niemand hier im Forum wird von mir erwarten, eine Abhandlung über alles, was mit Lourdes zusammenhängt, hier zu erörtern.
Das kann man heutzutage viel umfassender in den Websites des Internets finden.
Ich möchte nur meine persönlichen Eindrücke wiedergeben.
Das Heiligtum liegt in einem Tal und unser Hotel lag oberhalb. Aber in unserem Alter (wir sind nicht mehr allzuweit von achtzig entfernt) und ich mit dem Gehstock und Hüftbeschwerden, meine Frau mit Atembeschwerden. Und wir mussten da einige male hinauf und hinunter,
also für uns beide ein Pilgeropfer. So sahn wir es.
Wir besichtigten das Elternhaus der Heiligen Bernadette. Sehr beeindruckend war die Schlichtheit und Armut, in der sie mit ihrer Familie aufwuchs.
Das Bett von der Hilg. Bernadette lag im oberen Stockwerk ihres Elternhauses fensternah, denn sie hatte auch Atembeschwerden.
Der Komplex des Heiligtums ist wirklich riesengroß und man ist immer auf den Beinen. Ein Glücksgefühl mit tiefer Zufriedenheit füllte uns aus,
endlich da zu sein, wo man es sich doch so sehr gewünscht hatte und nun lag alles grefbar da.
Überwältigend!
Zuerst wollten wir natürlich zur Grotte. Eine Schlange von mehreren hundert Metern (zwei bis drei Personen nebeneinander). Wir stellten uns ans Ende und sehr langsam ging es weiter, immer in der Hoffnung, noch in den Bereich der Grotte eingelassen zu werden, denn wenn dort eine Heilige Messe ansteht, kommt man natürlich nicht hinein. Beten und mit Geduld Schritt für Schritt weiter mit vielen Halten wo es nicht weiterzugehen scheint, denn eingelassen wird nur einzeln hinterander. Wir schafften es. Man erblickt schon von weitem die Statue der Muttergottes und schaut immer wieder ehrfürchtig zu ihr auf. Man berührt den feuchten Felsen, geht an der Quelle vorbei, die unter Glas liegt mit abgelegten Blumen darauf. Dann ist man ganz direkt unter der Gottesmutter unter der Stelle wo sie erschienen ist. Sehr bewegende Momente. Beten und weitergehen. Diese Augenblicke vergisst man nie wieder.
Wir waren also in der Grotte der Erscheinungen, in der die Muttergottes bei ihrer 16. Erscheinung am 25. März 1858 verrkündete:
" Ich bin die unbefleckte Empängnis".
Anschließend konnten wir an einer italienischen Messe teilnehmen, und dann vor der Grotte einen Rosenkranz beten. Eine deutsche Messe war in unserer kurzen Zeit an der Grotte nicht möglich. Und hier merkt man dann auch wieder besonders die Universalität unserer Kirche und die Einheit der Liturgie.
Wie dankbar waren wir, zur Heiligen Katholischen Kirche zu gehören und hier in Lourdes wird man sich dessen besonders bewusst.
Unter den vielen Menschen und manchmal auch im Gedränge, wenn ein andächtiger Rosenkranz nicht gut möglich ist,
dann sind es die kleinen Stoßgebete die immer zur Hand sind, sowie dieses hier:
"Oh Maria, ohne Sünden empfangen, bitte für uns"
Maria unsere Liebe Frau,
auf dich wir hoffen und vertraun.
Du führst uns hin zu Jesus Christ,
der unser aller Heiland ist.

Siegfriedo

Schüler

Beiträge: 113

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Beruf: Pensionär

2

09.09.2015, 18:29

Lourdes. Persönliche Eindrücke

Wallfahrt nach Lourdes im August dieses Jahres.

2. Teil. Die Beichte, das Lourdeswasser, die Kranken

Wie ich im ersten Teil schon geschrieben hatte, leben meine Frau und ich auf einer spanischen Insel im Atlantik,
zwar unter Katholiken, doch ohne einen deutschen Priester und so nutzen wir jede Gelegenheit zu beichten, wenn
uns ein deutscher Priester "unter die Finger kommt". Und Lourdes war eine dieser Gelegenheiten, dazu noch diese besondere.
Es gibt da eine große Räumlichkeit wo man an den Schildern erkennen kann, welche Sprache der jeweilige Priester spricht,
doch auch nur zu beschränkt kurzen Zeiten. Wir hatten wieder mal Glück und fanden einen deutschen Pater und brauchten auch nicht zu warten.
Beichtstuhl kennt man heute ja kaum mehr in den modernen "Beichtanlagen", auch nicht an so einem Ort wie Lourdes. Man betritt einen kleinen Beichtraum. Ein junger Pater in weißem Habit empfing mich freundlich und es war ja draußen keine Warteschlange und so konnte ich mit dem Pater so manche Frage erörtern, die sich im dem Beichtgespräch ergab. Das war wohltuend. Er riet mir, auch in den Lourdanlagen ein gesegnetes Bad zu nehmen, was sich wegen unserer bedrängten Zeit als schwierig erweisen würde, fast unmöglich schien. Doch dazu im Folgebericht.
Im Nachhinein hätte ich gerne gewusst, welchem Orden der blutjunge Priester angehört haben könnte. Es war eine gute Beichte.
Und ich kam mir auch diesmal wieder wie neugeboren vor und konnte dem Herrn nicht genug dafür danken.
Wie schön, dass wir Katholiken das Beichtsakrament haben. Es ist ein ganz großer Schatz.

Schon vor unserem Abflug hatte meine Frau Plastikflaschen in den Koffer gepackt, die wir mit Lourdwasser gefüllt mitbringen wollten für uns und für Freunde. Hier musste man anstehen und geduldig warten bis man an der Reihe war. Als alle Flaschen gefüllt waren, suchten wir einen Priester, um das Wasser und auch die gekauften Devotionalien weihen zu lassen. Einen Priester auf dem großen Platz in Lourdes ausfindig zu machen ist leicht, denn es gibt deren viele aller Nationalitäten. Ich fand einen Holländer.
Ich möchte bemerken, dass ich in dem Beichtgespräch die besondere Bedeutung des Lourdwassers angesprochen hatte und der Priester mir sagte, dass das Wasser hier von der Quelle natürlich seinen besonders gesegneten Wert hätte, doch um es als als Weihwasser benutzen zu können, sollte es doch von einem Priester geweiht worden sein, schlug er vor.
Es war ein ganz schönes Gewicht, was wir mitschleppten überall wo wir noch hingingen, denn es gibt ja immens viel zu sehen im Santurario,
wie die Spanier sagen. Kirchen und Kapellen, die Rosenkranzbasilika, die Basilika der unbefleckten Empfängnis, vieles andere mehr
und auch die riesengroße Basilika St. Pius X.
Wenn man letztere betritt ist man überwältigt von der Größe, beeindruckend auch, dass man im Inneren der Kirche in einem Rundgang moderne und altbekannte Heiligenbilder betrachten kann, ohne dass man z. B. eine liturgische Handlung im Inneren stören würde. An so manchen Heiligen verweilten wir mit kurzem Gebet. Diese Basikilika ist für 25.000 Besucher ausgelegt. Was uns beiden sehr weh tat war, dass die vielen, vielen Bänke keine Kniemöglichkeiten mehr hatten. Im alten ehrwürdigen Lourdes ist in dieser überdimensional großen Basilika kein knien mehr möglich,
nicht vorgesehen, nicht mehr erwünscht.....?

Auf dem großen Platz zu den üblichen Zeiten sieht man die vielen Kranken aller Art, die in langen Reihen in den speziellen Rollstühlen durch Ehrenamtliche geschoben und betreut werden zu den Gebetsanlässen, zu den Heiligen Messen, zum Bad nehmen. Das Mitgefühl mit den Leidenden geht einem schon sehr zu Herzen. Sie hoffen auf ein Wunder, hoffen auf den besonderen Segen der Gottesmutter hier an diesem geheiligten Ort.
Danken kann man nicht genug den vielen Helfern. Alles sind ja Freiwillige und es sind auch sehr viele junge Menschen darunter.

"Unsere Liebe Frau von Lourdes, bitte für uns!"
"Heilige Bernadette bitte für uns!"
"Oh Maria, ohne Sünden empfangen, bitte für uns, die wir uns an dich wenden!"
Maria unsere Liebe Frau,
auf dich wir hoffen und vertraun.
Du führst uns hin zu Jesus Christ,
der unser aller Heiland ist.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Siegfriedo« (10.09.2015, 19:28)


Siegfriedo

Schüler

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3

15.09.2015, 20:27

Lourdes. Persönliche Eindrücke

Wallfahrt nach Lourdes im August dieses Jahres

3.Teil. Die Prozession und das gesegnete Bad


Zu den größten unvergesslichen Ereignissen zählt unbedingt die Prozession der tausenden die daran teilnehmen.
Es beginnt so gegen 21:00 Uhr, zumindest in der Sommerzeit,
Man kauft sich eine Kerze mit Tropfschutz und reiht sich ein. Es bildet sich eine Schlange, in der man zu mehreren nebeneinander
singend oder betend geht. Es geht über den riesengroßen Platz erstmal vom Heiligtum weg und kommt in einem großen Bogen wieder zurück.
Hier trafen wir auch unseren deutschen Pater wieder, bei dem wir tags zuvor gebeichtet hatten. Er hatte sich auch zu Diensten einteilen lassen
und trug ein großes Schild "Pilger-Begleitung". Ergreifend ist dann, wenn das "große Lourdes-Lied" gemeinsam gesungen wird.
Immer wieder erklingt das so bekannte

"Ave, Ave, Ave, Maria! Ave, Ave, Ave, Maria!"

So manches mal blieben mir die Worte beim "Ave........" vor Rührung im Hals stecken. Es wurde in fremder Sprache gesungen.
Vielleicht war es lateinisch. Ich kann es aus der Erinnerung nicht mehr sagen.
Die Prozessions-Schlange wird immer länger, denn immer wieder kommen Teilnehmer hinzu. Andere sitzen an den Rändern, weil ihnen das Laufen
zu beschwerlich sein mag. Das "Ave, Ave........" erschallt am lautesten, denn das können alle
und dabei werden die Kerzen zu einem Lichtermeer zum Gruß an die Gottesmutter hochgehalten.
.....Man ist dabei .....und grüßt die Gottesmutter singend in gleichgeschaltetem seligen Wunsch erhoben.

Da wir noch einen weiteren Abend in Lourdes waren, nahmen wir diesmal nicht an der Prozession teil, sondern begaben uns auf die Empore über der Rosenkranzbasilika und hatten nun das Lichtermeer der Prozession aus dieser Höhe vor uns.
Schade nur, dass ich nicht die Kenntnis dazu habe, Fotos oder Videos hier in meine Berichte einzustellen.
Da wird eine Url gefordert mit der ich einfach nicht zurecht kam.

Das nächste unvergessliche Erlebnis ist das Bad im Lourdeswasser.
Wir ließen einen Nachmittag mit anderer Planung unserer Gruppe aus, um hier teilzunehmen.
Viele, viele wollen daran teilnehmen und man muss lange Wartezeit einplanen. Frauen und Männer haben getrennte Abteilungen.
Kranke mit Rollstühlen haben ihre gesonderten Badezeiten.
Ich kann nur von mir berichten, wobei es bei den Frauen ähnlich zuging, immer alles sehr sorgfältig und liebevoll von den freiwilligen Helfern begleitet.
Man setzt sich ans Ende der langen Bankreihen und rückt dann immer nach. Mit meinem Gehstock wurde ich nach vorne geführt, so dass sich meine Wartezeit beträchtlich verkürzte. Man kommt dann in Gruppen erst in einen Vorraum und wartet bis man aufgefordert wird in die Badeabteilungs-Räume zu kommen. Dort waren wir dann jeweils zu sechst und jedem wurde ein Stuhl zugewiesen und hier zieht man sich bis auf die Unterhose aus.
Einzeln wird man aufgerufen und kommt dann alleine in den Baderaum. Hier zieht man die Unterhose aus und es wird einem sofort ein nasses dickes Handtuch eng um den Körper geschlungen. An jeder Seite ist ein Helfer, der einen hält, damit man nicht ausrutscht. Der Helfer zur rechten
schüttete mir Lourdwasser aus einem Krug in die zum Trinken geformten Handflächen, damit benetzte ich auch meinen Kopf und meine Stirn auf seine Anweisung. Ich war so konzentriert und eingenommen von dieser heiligen Handlung, dass mein Denkvermögen eingeschränkt war; so möchte ich das mal bezeichnen. Dann betete der Mann zur linken für mich laut in spanisch, dass ich sinngemäß verstand, legte mir seine Hand dabei auf Stirn und Brust und ich ging links und rechts gehalten die drei Stufen hinunter und tauchte bis in den Hals in das Wasser ein.
Dieses Bad umfing meinen Körper und auch meine Seele, mein ganzes Gemüt. Es traf mich wie eine Wucht und im Nachhinein empfand ich es wie eine zweite Taufe.
Dann ging ich zur Frauenabteilung und meine liebe Frau war noch ziemlich weit hinten auf den Wartebänken. Da entsinne ich mich einer jungen Frau, die aus dem Bad kam und dreimal nach einigen Metern Abstand jubelnd vor Freude Luftsprünge machte. Wie schön ist dann der Rosenkranz betend vor der Grotte. Ein Dankesruf an die liebe Gottesmutter.

"Ave, Ave Ave Maria! Ave, Ave, Ave Maria!"

Damit endet mein dreiteiliger Bericht in der Hoffnung,
- dass sich hierin meine Liebe zum katholischen Glauben widespiegeln möge,
- dass hier meine Liebe zur Heiligen Katholischen Kirche Ausdruck bekam
- und dass es schließlich ein kleiner Beitrag zur Neuevangelisierung sein möge.
Maria unsere Liebe Frau,
auf dich wir hoffen und vertraun.
Du führst uns hin zu Jesus Christ,
der unser aller Heiland ist.

Siegfriedo

Schüler

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4

23.10.2015, 14:06

Das große Lourdes-Lied

Das große Lourdes-Lied (Ave Maria)

Wer es einmal dort in Lourdes selber mitsingen durfte,
dem wird es immer in Erinnerung bleiben.
Selbst wenn man den deutschen Text nicht kennt,
ist das "Ave Maria" in dieser Melodienfolge mittlerweile weltberühmt.

https://www.youtube.com/watch?v=cjJm1fMHA8g

Maria unsere Liebe Frau,
auf dich wir hoffen und vertraun.
Du führst uns hin zu Jesus Christ,
der unser aller Heiland ist.

herzrosenduft

Erleuchteter

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Wohnort: Deutschland

Beruf: Gärtner

5

25.10.2015, 17:30

Wer gerne sein Gebetsanliegen in Lourdes online vortragen möchte und in Lourdes an der Grotte über das Internet ein Kerze aufstellen und anzünden lassen möchte, dem wird dieser link hier zeigen, wie es gehen kann http://de.lourdes-france.org/ihr-gebetsa…-fur-die-grotte
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Der Papst betont die Wichtigkeit eines „christlichen Stils“ der Präsenz auch in der digitalen Welt:

„Dieser verwirklicht sich in einer Form
aufrichtiger und offener, verantwortungsvoller und dem anderen gegenüber
respektvoller Kommunikation“.

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