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corinquietum

Moderator

Beiträge: 1 597

Wohnort: Bad Waldsee

Beruf: Kath. Priester i.R

1

12.07.2016, 11:17

Zur Meinungsäußerung von Card. Sarah, die Gebetsrichtung betreffend

Bereits Papst Benedikt XVI. hat sich zum Thema klar geäußert!

Er wollte, daß ein Standkreuz wieder sichtbar auf den Altar gestellt werde-


Recht verstandene Feier der Eucharistie verlangt ein stehendes Kreuz auf dem Altar, dessen Korpus auf den Priester gerichtet ist. Dies bringt wesentliche Glaubensinhalte zum Ausdruck. Seit Benedikt XVI. ist dies wieder der Fall!
In den Kirchen muss auf den Altären ein stehendes Kruzifix aufgestellt werden, dessen Korpus auf den zelebrierenden Priester gerichtet ist. Das verlangt eine Regelung des Papstes. Nach seiner Anordnung sollte keine Unruhe in die Feier der Liturgie durch erneute Umstellungen verursacht werden.

Die Aufstellung einer Altarkreuzes sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. In den letzten Jahren sind die Kreuze allerdings verschwunden.

Das Kreuz ist Kristallisationspunkt des Heils ebenso wie des liturgischen Handelns. Wenn der Priester am Altar steht, ist er ständig im Gebet. Er spricht das Gabengebet, das eucharistische Hochgebet und gemeinsam mit dem Volk das „Vater unser“. Das drückt sich auch in bestimmten Gebetshaltungen aus, die der Priester am Altar einnimmt.

Jede Bitte, jeder Lobpreis des Gebetes erreicht Gott durch Jesus Christus. Ein Kreuz, das gut sichtbar am Altar steht, erinnert den Priester und das Volk an diese Tatsache. Nach den Worten Benedikts XVI. kommt es auf die „innere Ausrichtung“ auf das Kreuz an. Deshalb muss nicht unbedingt die äußere Ausrichtung geändert werden. Wo dies möglich ist, sollte es ohne Aufhebens durchgeführt werden.

Gebet ist ein Sprechen mit Gott! Es wäre unhöflich, den nicht anzusehen, mit dem man spricht. In der Schöpfungsordnung ist Gott „oben“, im Himmel und die Erde ist „unten“. Daher ist es angemessen, den Blick zu erheben, nach oben zu richten, wenn man betet. In den Rubriken der Heiligen Messe ist dies an einer Stelle ausdrücklich vorgesehen. Bei der Wandlung heißt es: „Er (der Priester) erhebt die Augen.“ Wenn er die Augen hebt, ist es daher nur folgerichtig, wenn er sie auf ein Kreuz richtet.

+C
Wo immer Beifall für menschliches Machen in der Liturgie aufbricht, ist dies ein sicheres Zeichen, dass man das Wesen der Liturgie gänzlich verloren und sie durch eine Art religiös gemeinter Unterhaltung ersetzt hat." Card. J. Ratzinger

Pippi Langstrumpf

Fortgeschrittener

Beiträge: 449

Wohnort: Wien

Beruf: Mathematikerin

2

13.07.2016, 20:32

Mich würde interessieren, wie groß so ein "gut sichtbares" Standkreuz sein sollte. Etwa so hoch wie die Kerzen oder höher? Vielleicht gibt es ja einen Link mit einem Foto von Papst Benedikt XVI. mit einem solchen Kreuz?

Mir ist noch nie ein Standkreuz auf dem Altar aufgefallen (was aber nicht heißen muss, dass es nirgends eines gibt). Was mir aber in den letzten Jahren vermehrt aufgefallen ist, ist, dass in vielen Kirchen ein Vortragekreuz in einem Loch im Altarraum steckt, das aber nur zu besonderen Anlässen beim Einzug hineingetragen wird.

Vielleicht trügt mich aber meine Erinnerung. Ich werde bei den nächsten Messbesuchen (in diversen Kirchen - urlaubsbedingt müssen es ja in den nächsten Wochen mindestens zwei sein) auf nicht "fix montierte" Kreuze achten.

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