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herzrosenduft

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1

21.05.2017, 16:14

Katholische Soziallehre

Anregung zu diesem neuen thread gibt mir ein Bericht über Kardinal Marx, der eine höhere Besteuerung von Vermögen fordert, damit mehr Gerechtigkeit in der Gesellschaft werden kann. Er kritisiert laut Bericht die Agenda 2010, die seiner Meinung nach nicht den erhofften Erfolg gebracht hat, sondern Arbeitslosigkeit und Armut eher noch verfestigt. "Fordern und Fördern" sei zwar der richtige Ansatz, aber die Agenda 2010 werde überbewertet.

Ein anderer Bericht, den ich heute las, hat mich ebenfalls zu diesem neuen thread angeregt. Es ging darum, wie es die gesetzlich neu definierte Ehe auch zwischen homosexuellen Paaren und die Leihmutterschaft erforderlich machen, die gesetzlichen und rechtlichen Dinge im Bezug auf Kinder zu reformieren. Was ist mit Kindern aus künstlicher Befruchtung, bei dem fremdes Sperma zur Zeugung eingepflanzt wird? Wer ist dann vor dem Gesetz der Vater des Kindes usw. usw.? Es tun sich in der Gesellschaft durch diese Veränderungen ganz neue Fragen auf, die geklärt werden müssen. Und die Kirche ist da auf jeden Fall gefordert, dass sie die christlichen Werte in die Diskussion einbringt.

Ich hoffe das Thema ist für viele interessant und führt zu einer angeregten Diskussion...
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Der Papst betont die Wichtigkeit eines „christlichen Stils“ der Präsenz auch in der digitalen Welt:

„Dieser verwirklicht sich in einer Form
aufrichtiger und offener, verantwortungsvoller und dem anderen gegenüber
respektvoller Kommunikation“.

herzrosenduft

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2

21.05.2017, 17:30

Ich war einige Zeit Mitglied der KAB (Katholische Arbeiterbewegung). Von daher interessieren mich die politischen Dinge schon. In der KAB hatte man Aufstiegschancen und die Möglichkeit Einfluss auf die CDU und deren Politik zu nehmen. Die katholische Soziallehre hat ja auch Geschichte, die bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts reicht. Von daher ist das Thema interessant. Wenngleich die Kirche eindeutig ihren Einfluss in der Gesellschaft und der Politik verloren hat. Woran liegt das eigentlich? Gibt es keine oder zuwenig Männer und Frauen mit zündenden Ideen und Eifer für die Sache?
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3

21.05.2017, 17:35

Katholische Soziallehre hat auch was mit Bildung zu tun, ich würde sagen: mit christlicher Bildung! Was den Menschen heutzutage ihre Bildung ist, das war bei den Generationen vorher - und hier speziell bei den einfachen Leuten - die christliche (Herzens-)Bildung. Die Generationen vor uns hatten eine andere Art von Bildung, so scheint es mir. Es gab christlich geprägte Werte, die Maßgabe für viele waren und die das Zusammenleben geregelt haben. Letztenendes ist unsere deutsche Verfassung davon grundlegend geprägt. Wenn unsere Verfassung heute entworfen werden müsste, dann sähe sie vielleicht anders aus... wären die Schwerpunkte anders gewichtet...
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21.05.2017, 17:43

Es gibt in unserer Gesellschaft Menschen, die haben Geld und die haben Zeit, und sie genießen das Leben so viel sie können. Dabei denken sie nicht daran, dass andere Zeitgenossen in tiefster Not leben. "Eigentum verpflichtet", so heißt es in unserer deutschen Verfassung. Aber anscheinend entfernen wir uns immer weiter von diesem Grundsatz. Die FDP ist mir so eine politische Partei, die für Menschen mit Geld und Zeit für den Genuss Interessensvertreter ist.

Wer vertritt die Interessen derjenigen Menschen, die arbeitslos sind und von Hartz IV leben müssen? Es wird über diese Menschen einfach so von oben bestimmt. Aber eine Interessensvertretung für diesen Teil der Gesellschaft... wo finde ich sie? Hier wären meines Erachtens die Kirchen mehr gefragt. Wir haben in der katholischen Kirche die Caritas; aber genügt das wirklich?
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22.05.2017, 08:27

Wie wäre die Idee Hartz IV-Empfängern statt Wohngeld ein Wohneigentum zu überlassen... etwa so eine Art Blockhütte wie auf einem Campingplatz, für die jeder dann selbst verantwortlich ist. Das wäre doch ein Anreiz selbst wieder aktiv zu werden. Vielleicht sollte man so ein Wohneigentum als Belohnung in Aussicht stellen, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt werden. Es muss nicht jedem gleich nachgeworfen werden. Immerhin eine Idee, die sich vielleicht rechnet...
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22.05.2017, 19:12

Ausserdem müssten schon die Kinder solcher Hartz IV-Familien unterrichtet werden, wie sie in ihrem zukünftigen Leben der selben Misere wie ihre Eltern entgehen können. So ein paar Grundsätze müssen für ein gelungenes Leben sitzen! Die Kinder müssen erfahren, dass sie auch eine Alternative gegenüber Hartz IV haben. Sie müssten rechtzeitig darüber aufgeklärt werden, wie man ins soziale Abseits geraten kann und was man tun kann, um aus dem Abseits herauszukommen. In den Schulen könnte das Thema sein. Das böte sich an. Hier wären aber weniger Lehrkräfte, sondern vielmehr Sozialarbeiter von Nöten!
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25.05.2017, 06:23

Katholische Soziallehre (eine Begriffserklärung)
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25.05.2017, 06:31

Soziale Gerechtigkeit (eine Definition)
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25.05.2017, 06:34

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Der Papst betont die Wichtigkeit eines „christlichen Stils“ der Präsenz auch in der digitalen Welt:

„Dieser verwirklicht sich in einer Form
aufrichtiger und offener, verantwortungsvoller und dem anderen gegenüber
respektvoller Kommunikation“.

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10

25.05.2017, 06:37

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Der Papst betont die Wichtigkeit eines „christlichen Stils“ der Präsenz auch in der digitalen Welt:

„Dieser verwirklicht sich in einer Form
aufrichtiger und offener, verantwortungsvoller und dem anderen gegenüber
respektvoller Kommunikation“.

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11

25.05.2017, 09:40

Auch das gehört zur christlichen Soziallehre

"Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört und Gott, was Gott gehört!" Mt 22, 21 Das ist die Aufforderung die geforderten Steuern zu zahlen.

"Jeder leiste den Trägern der staatlichen Gewalt den schuldigen Gehorsam. Denn es gibt keine staatliche Gewalt, die nicht von Gott stammt; jede ist von Gott eingesetzt. Wer sich daher der staatlichen Gewalt widersetzt, stellt sich gegen die Ordnung Gottes, und wer sich ihm entgegenstellt, wird dem Gericht verfallen. Vor den Trägern der Macht hat sich nicht die gute, sondern die böse Tat zu fürchten; willst du also ohne Furcht vor der staatlichen Gewalt leben, dann tue das Gute, sodass du ihre Anerkennung findest. Sie steht im Dienst Gottes und verlangt, dass du das Gute tust. Wenn du aber Böses tust, fürchte dich! Denn nicht ohne Grund trägt sie das Schwert. Sie steht im Dienst Gottes und vollstreckt das Urteil an dem, der Böses tut. Deshalb ist es notwendig, Gehorsam zu leisten, nicht allein aus Furcht vor der Strafe, sondern vor allem um des Gewissens willen. Das ist auch der Grund, weshalb ihr Steuern zahlt; denn in Gottes Auftrag handeln jene, die Steuern einzuziehen haben. Gebt allen, was ihr ihnen schuldig seid, sei es Steuer oder Zoll, sei es Furcht oder Ehre." Röm 13, 1-6
Das ist die Aufforderung sich der Staatsgewalt zu unterwerfen.
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12

25.05.2017, 21:01

RE: Auch das gehört zur christlichen Soziallehre

Das ist die Aufforderung sich der Staatsgewalt zu unterwerfen.
Nein!
"Monsieur, wenn ein Finger zum Himmel zeigt, schaut nur der Dummkopf den Finger an."
-- Die fabelhafte Welt der Amélie

herzrosenduft

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13

10.06.2017, 09:11

Röm 13, 1-7

"Jeder leiste den Trägern der staatlichen Gewalt den schuldigen Gehorsam. Denn es gibt keine staatliche Gewalt, die nicht von Gott stammt; jede ist von Gott eingesetzt. Wer sich daher der staatlichen Gewalt widersetzt, stellt sich gegen die Ordnung Gottes, und wer sich ihm entgegenstellt, wird dem Gericht verfallen. Vor den Trägern der Macht hat sich nicht die gute, sondern die böse Tat zu fürchten; willst du also ohne Furcht vor der staatlichen Gewalt leben, dann tue das Gute, sodass du ihre Anerkennung findest. Sie steht im Dienst Gottes und verlangt, dass du das Gute tust. Wenn du aber Böses tust, fürchte dich! Denn nicht ohne Grund trägt sie das Schwert. Sie steht im Dienst Gottes und vollstreckt das Urteil an dem, der Böses tut. Deshalb ist es notwendig, Gehorsam zu leisten, nicht allein aus Furcht vor der Strafe, sondern vor allem um des Gewissens willen. Das ist auch der Grund, weshalb ihr Steuern zahlt; denn in Gottes Auftrag handeln jene, die Steuern einzuziehen haben. Gebt allen, was ihr ihnen schuldig seid, sei es Steuer oder Zoll, sei es Furcht oder Ehre."
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14

10.06.2017, 09:28

Haben sich die Christen sich nicht immer und zu allen Zeiten loyal zur Staatsgewalt und zur Obrigkeit verhalten (Zivilcourage inklusive)?
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15

10.06.2017, 09:32

Wird nicht schon im AT erwähnt, dass der Pharao von Gott eingesetzt und dazu bestimmt ist?
... dass Nebukadnezar von Gott eingesetzt und dazu bestimmt ist?

... also wäre doch u.U. die Staatsgewalt und die jeweilige Regierung immer von Gott eingesetzt und für etwas bestimmt...
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16

10.06.2017, 09:41

Lehrt nicht die Kirche sich immer der Obrigkeit unterzuordnen?

Es hat in allen Staaten der Erde und zu allen Zeiten meines Wissens nie einen Aufstand oder eine Revolution oder eine Rebellion der Christen gegen die Obrigkeit gegeben...

Also wären doch die Christen staatstragend... sie müssten jeder Regierung willkommen sein....
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Dammerl

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17

10.06.2017, 12:39

Zur katholischen Soziallehre ist gerade für Jugendliche der "DOCAT" interessant. Aber jeder Generation wird darin pfiffig aufbereitet und prägnant die Sozial- und Gesellschaftslehre der RKK näher gebracht.
Hier erhältlich:
YOUCAT-Shop
Er kostet 14,99 € und ist auch als APP für das Smartphone erhältlich:
DOCAT-APP

Christen sollen sich der Obrigkeit unterordnen, aber man muss Gott auch mehr gehorchen als den Menschen (Apg 5:29).
In dieser Spannung zwischen dem Respekt vor der von Gott eingesetzten Obrigkeit und dem Gebot der Liebe, die natürlich Gewalt vermeidet, bewegt sch ein Christ.
"Ein Christ, der in diesen Zeiten kein Revolutionär ist, ist kein Christ." (Papst Franziskus).

Wenn man die Befreiungstheologie betrachtet, die denselben Ansatz wie der Kommunismus verfolgt, aber mit einer anderen Grundhaltung, wird deutlich, dass sich ein betender Christ sehr wohl politisch engagieren darf und Missstände anprangern sowie angehen sie zu beseitigen. Das Reich Gottes beginnt hier auf Erden in der weitergeschenkten Gottesliebe jedes Menschen, aber die absolute Gerechtigkeit werden wir nur im Himmel finden.
Als Beispiel kann uns der selige Erzbischof von El Salvador Óscar Romero dienen. In seinem 3. Hirtenbrief verfasst er 3 wesentliche Thesen:

1. Die kirchliche Botschaft ist religiös; aber aus ihrem Mandat ergeben sich „Auftrag, Licht und Kraft, um der menschlichen Gemeinschaft zum Aufbau und zur Festigung nach göttlichem Gesetz behilflich zu sein“. Es sei genuiner Auftrag der Kirche, die Gemeinden zu stützen und solche aufzubauen. Weil das Wort Gottes konkrete Postulate enthält, soll es nicht nur gesprochen, sondern auch gelebt werden. Daraus könne insbesondere ein politisches Engagement entstehen.
2. Die Kirche wählt keine politische Organisation gegen eine andere, aber sie gebraucht die ihr gegebenen Mittel, um „die menschliche Gemeinschaft nach göttlichem Recht zu begründen und zu bestärken“.
3. Die Kirche soll Versuche der Organisation zur Befreiung mit einer christlichen Hoffnung auf eine ganzheitliche Befreiung erhellen. „Sie beinhaltet eine wahrhaft spirituelle Dimension; ihr Ziel ist die Erlösung und Glückseligkeit in Gott und fordert eine Bekehrung von Herz und Geist. Sie gibt sich nicht zufrieden mit bloßer Veränderung von Strukturen. Sie schließt Gewalt aus, denn sie hält sie für ‚unchristlich‘, ‚unevangelisch‘, unwirksam und mit der Würde des Volkes nicht vereinbar.“


Was Leben als Christ im Einklang mit der Natur und in Gemeinschaft mit allen Menschen bedeutet, hat Papst Franziskus in seiner Enzyklika Laudato si analysiert und beschrieben:
Laudato si

Servus
Jesus aber bückte sich und schrieb mit dem Finger auf die Erde.
https://emmauspilger.wordpress.com/

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Dammerl« (10.06.2017, 13:01)


El Dakhel

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18

10.06.2017, 13:32

Der Gedanke der Revolution oder die "Guy-Fawkes-Maske"

Es hat in allen Staaten der Erde und zu allen Zeiten meines Wissens nie einen Aufstand oder eine Revolution oder eine Rebellion der Christen gegen die Obrigkeit gegeben...
Jedenfalls keine die geglückt wäre, so weit ich weiß. Die Verschwörer des berühmten Gunpoder Plot in England 1605 haben sich insbesondere auf die Schriften des spanischen Staatstheoretikers Juan de Mariana berufen, wonach auch der Sturz eines Fürsten als legitimes Mittel nicht ausgeschlossen sei. Schließlich, so meinte Robert Catesby, hatten seine katholischen Landsleute ja unter heftigen Pressionen durch König Jakob I. (wie schon unter Elisabeth) zu leiden. Der Ausgang ist bekannt: der Komplott flog auf, "die Delinquenten endeten erhängt, ausgeweidet und gevierteilt". Die spanische Inquisition nahm sich der Schriften Juan de Marianas an, und noch heute feiern die Engländer die Aufdeckung des geplanten Verbrechens: Remember, remember the fifth of November...

Guy Fawkes, Guy Fawkes,’twas his intent
to blow up the King and the Parliament.
Three score barrels of powder below,
Poor old England to overthrow:
By God’s providence he was catch’d
With a dark lantern and burning match.
Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn,
der Himmel und Erde erschaffen hat“
Ps 124,8

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »El Dakhel« (13.06.2017, 22:07)


El Dakhel

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19

11.06.2017, 22:24

Soziale Gerechtigkeit (eine Definition)
Die soziale Frage war ihm stets wichtig: dem unvergleichlichen Pater Leppich, alias "Maschinengewehr Gottes". Ich frage mich, wie lange Kirchenmänner wie Leppich heute in der Öffentlichkeit predigen könnten, ehe sie von der Polizei oder den Leuten mit der Zwangsjacke abgeholt würden? Hört euch das an. :rolleyes: Tempi passati! - sage ich dazu. Das blasierte Gerede des Kommentators trübt natürlich den Hörgenuss etwas.
Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn,
der Himmel und Erde erschaffen hat“
Ps 124,8

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »El Dakhel« (11.06.2017, 22:31)


El Dakhel

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20

12.06.2017, 23:59

Jetzt wo du es sagst. Ich sehe übrigens Ähnlichkeiten zwischen Pater Leppich und Papst Franziskus: beide Jesuiten, beide Männer des Volkes,... Der folgende Satz von Pater Leppich in dem Radiobeitrag (ab 7:13 min) könnte auch von Papst Franziskus stammen, ist sozusagen seine Leitforderung:

Zitat

Der Herrgott wird dich in der Ewigkeit fragen, nicht nur hast du die Ehe gebrochen, hast du dich gekümmert mit deinem Geist, mit deinem Verstand, in der Politik um die Rechte der Ärmsten, vergiss das nicht!
Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn,
der Himmel und Erde erschaffen hat“
Ps 124,8

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »El Dakhel« (13.06.2017, 08:09)


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